Fingerfood. Kaltes Zucchini – Pilz Curry auf rote Bete Blatt

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Und sie wollen das wirklich nicht essen???“

„Nein.“

„Sind sie sicher?“

„Ja.“

„Ich mach das jetzt ab…?!“

„Ja, bitte!!!“

„Na, gut.“ … „Es tut mir zwar in der Seele weh…aber wenn sie es wirklich nicht wollen…dann nehm ich das jetzt und sage Daahnke.“ Jenseits aller vielleicht ein klitzeklein bisschen übertriebener Fassungslosigkeit und Entrüstung war die Maske zu Boden gekracht und zerbröselt. Ein ehrlich gemeintes, strahlendes Lächeln umspielte nun mein Gesicht. Ein heiliger Moment war’s. Ich verstand. Es war nicht irgendwas, dass ich da in meinen zittrigen Händen hielt. Nein, es war die visuelle Vitaminspritze des Morgens. Es war DER Moment des Tages. Es war das erste Bund Rote Bete Grün Pur, in der neuen Saison, das ich da so fest umklammert hielt. Der Kunde wollte es nicht, trotz mehrfachen nachfragens. Nun gehörte es mir. Mir, ganz allein. Man. Ich war berührt. Heroisch, wenngleich etwas ungläubig hielt ich es in die Höhe, das rot grüne Gold. Mein Ssschaatz 😉

Ein paar Sekunden lang stand ich bloß so da, betrachtete andächtig mein grünes Glück, ließ es, ganz versunken, ein wenig in der Morgensonne glitzern. So schön. Dann erinnerte ich mich plötzlich: Die Arbeit rief und mein Kunde starrte mich bereits eindringlich- irritiert und mit schrägem Kopf an. Oh! Also flux eine Tüte geschnappt, das grün rote Glück sanft darin eingebettet und weiter ging’s im lustigen Bedien Verein. Ja, bitteschön.

Also noch einmal:

Die Gerüchte stimmen!

Rote Bete Blätter kann man essen. Nein, die sind nicht giftig. Echt jetzt. Ja, auch die Stiele. Ja, das schmeckt wirklich. Ja, da steckt ganz viel gesundes drin. Gerüchtweise befinden sich in den Blättern sogar mehr Nährstoffe als in den Knollen. Ja, ich weiß. Das muss man erst einmal verarbeiten, wo man das bisher ja immer so achtlos weg geschmissen hat oder an die Kaninchen verfüttert hat. Man kann Rote Bete Blätter zubereiten und verwenden wie Mangold oder Spinat. Man nimmt sie zum Beispiel für Lasagne oder man verwendet sie alternativ als Pizza oder Burger Beigabe oder man nimmt sie anstelle von Wraps oder Weinblättern, um lustige Sachen in den Blättern verschwinden zu lassen.

Grob kleingehackt hackt, in etwas Wasser oder Öl gedünstet, kann man die Schätzges gut in Nudel, Reis oder Kartoffelgerichten…. unterbringen.

Wem das alles zu aufwendig ist, der gibt sie schlicht roh mit den Salat. Man sieht.

Man sieht, man könnte sie quasi die ganze saisaon lang, jeden Tag mit Rote Bete Grün vollstopfen, ohne zweimal das gleiche Essen zu müssen… Herrlich, was.

So. Jetzt aber. Das Rezept.

 

Kaltes Pilzcurry auf Rote Bete Blatt

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                                                                              Zutaten:

                                                          =>  Eine Dose Champignons

Eine geraspelte Zucchini

Eine (große) Knobizehe

Rote Bete Blätter nach Belieben

Für das Sößchen:

Eine Handvoll Cashew Kerne

eine Handvoll Hefeflocken,

ein guter TL Currypulver, etvl. etwas Kurkuma

ein paar Spritzer Zitronensaft +Abrieb

Ein Schuss Sojasauce + 1-2EL Agavensirup

Zubereitung:

Dose öffnen, Pilze abtropfen lassen und gemeinsam mit der geraspelten Zucchini in eine Schüssel geben. Knobizehe pressen. Dazu geben. Die Sojasauce dazu geben. Alles kurz miteinander vermischen. Kurz warten. Cashew Kerne, gemeinsam mit dem Curry, dem Kurkuma, sowie der Zitronenschale im Mixer oder Universal-Zerkleinerer fein vermahlen währenddessen: Durch die Sojasauce tritt nun das Wasser aus Zucchini und Pilzen aus. Das ist die Basis für die Sauce. Cashwew-Curry Gemisch und Zitronensaft dazu geben. Mit Hefeflocken abbinden und mit Agavesirup abschmecken. Wenn zu flüssig, mehr Hefeflocken dazu. Wenn zu fest, etw. Wasser oder Zitronensaft dazu.

Rote Bete Blätter auf einem Teller verteilen und das Pilzcurry Portionsweise obendrauf geben. In die Hand nehmen und genießen.

 

 

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