Rapunzel Herbst.

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Sieh,

Ich trage mein Haar frei, erhoben.

Der Himmel

Warm, pulsiert der Wind

blauer Lippen Mutterland.

Kündet dir von fremder Liebe.

Kannst es still bewundern,

fremd bestaunen,

ja sogar zwei Finger weit, zeigend hassen.

Doch bar jener Kälte,

kahler Köpfe Scheren,

in Tränen, warm

betrauert.

Kannst es niemals fassen,

solange eine Hand die andere

in Blut, braun geölt ergreift.

Schlag nicht ein.

Reich nun uns die Hand.

Mögen wir sie dir sorgsam waschen,

in Liebe,

Frei kündend Mutterland.

3 Kommentare zu „Rapunzel Herbst.“

  1. Schau
    Baren Fußes
    wandle Ich auf
    Mutterlands Erde
    Fühle Ihren Schmerz mit
    Wie Du haarfreudige Schwester
    Doch die Sie noch nicht achten
    Sind mutterlos mundtot den
    Ihre Brüste haben der Liebe entbehrt
    So sind Sie selber heimatlose auf Erden
    Und ihr Hass wird Sie verbrennen
    Bis Sie erwachen auferweckt aus
    Dem Pfuhl trotziger Wut aschfahl
    Wenn Wir Sie nicht mit dem Gift
    der Verachtung noch tiefer erniedrigen
    Werden unsere Tränen Ihren Groll
    hinwegfließen lassen und Sie
    einst auch Ihre Herkunft liebend würdigen
    vergebend tröstend das Vaterland

    Gefällt 3 Personen

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