Petersilienwurzel Dip.

Ein frisch-würziger, nussfreier Dip, bestehend aus Petersilienwurzel, Qvark und Hefeflocken. Die Idee dazu Petersilienwurzel zu verDippen habe ich auf dem tollen Blog von Neuland – we go vegan gefunden. Danke dafür. 🙂 Kleiner Tipp: Der Dip eignet sich hervorragend zum überbacken, wo er eine Feta-artige Konsistenz bekommt.  

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Ich bin ja immer wieder erstaunt und begeistert, wenn ich in meinen Reader schaue und dort auf Rezepte  und Lebensmittel Kombinationen stoße, die ich so, in der Form, noch nicht kannte und, die ich demnach, wahrscheinlich auch so, nie ausprobiert hätte. Der Petersilienwurzel Dip ist, nach Arnos Gemüseschnitzel, ja bereits das zweite Gericht, innerhalb kurzer Zeit, auf das ich durch einen anderen Blog nicht bloß aufmerksam gemacht worden bin sondern, das mich direkt so fasziniert hat, dass ich direkt zur tat schreiten wollte. Bei Arno war es die Panade. Hier war es die Idee Petersilienwurzel zu verdippen, die ich super spannend fand. Ich liebe Petersilienwurzel. Ich liebe es, allein schon, wenn meine Hände nach ihr duften. Das ist besser als jedes Parfum. Ich mag ihren süß würziger Geschmack. Manchmal knabbere ich sie einfach so. Ja, die gemeine Petersilienwurzel. Manchmal macht sie mich ganz kirre. Und, weil ich von dem Dip mindestens genau so begeistert bin, wie von Arnos Gemüseschnitzel, wird dieser Post nun etwas länger, weil ich gerne einfach mal Danke sagen möchte.


 

Marlies, von Homestead Notes hat zu mir gesagt, beim bloggen gehe es nicht bloß darum seinen eigenen „Mist“ zu präsentieren. Sie hat recht. Es geht vielmehr darum sich untereinander auszutauschen und sich gegenseitig anzuregen, manchmal auch zu Gesprächen, die jenseits allen Küchenzaubers liegen.

Ich blogge nun seit über einem Jahr Texte auf Rohvas Bird, doch erst jetzt, seit ich meine kleine Rezeptsammlung gestartet habe, verstehe allmählich was Marlies meint. Es ist ein tolles Gefühl, einen eigenen Text zu schreiben, ein Rezept zu entwickeln, anschließend noch ein hübsches Foto zu schießen. Man hält etwas eigenes in Hände, etwas, das man gerne mit der Welt teilt. Richtig spannend wird es aber erst, wenn man über die Rezepte ins Plaudern gerät und miteinander zu kommunizieren beginnt.

Ob ein Blog ausschließlich vegan kocht oder nicht spielt dabei für mich keine wesentliche Rolle, solange nicht alle zwei Tage Bilder von blutigen Steaks oder gerupften Hühnchen gepostet werden. Anregungen finden sich schließlich nicht nur auf veganen Blogs.

Die Liebe zu Lebensmitteln, zu guten Zutaten und ein respektvoll, gepflegter Umgangston. Das ist mir wichtig. Das finde ich hier in den Blogs und vor allem  finde ich das ganz großartig, denn ich weiß es geht auch anders…

Im Endeffekt verhält es sich hier auf den Blogs eigentlich nicht viel anders als bei uns auf dem Wochenmarkt. Dort haben wir uns auch erst nach und nach kennen und schätzen gelernt. Der Marktbetrieb lebt ja von seinen Stammkunden. Mittlerweile bestehen da zum Teil freundschaftliche Beziehungen, die weit hinaus reichen, über schnödes kaufen und verkaufen.  Wir schätzen, was wir kaufen und was wir verkaufen. Wir schwärmen von der Ware. Wir tauschen fleißig, gegenseitig Rezepte aus. Dazu wird natürlich ein wenig getratscht. Wir sprechen über die Dinge, die uns Tag für Tag bewegen. Wir berichten uns gegenseitig von den kleinen und großen Missgeschicken, von den Höhenflügen, auch von denen, die in der Küche passieren. Extrem fürsorglichen Kunden bringen uns ab und an kleine, leckere Kostproben mit und manchmal wird sogar das ein oder andere Foto getauscht… Alles, sofern die Zeit es zulässt, natürlich. Oftmals fehlt sie ja leider. Die Zeit. Ein paar Plauder – Minuten gönnt man sich aber spätestens, sobald man die ersten böse Seitenblicke erntet und die Leute beginnen, ungeduldig, mit den Hufen zu scharren, muss man dann doch wieder so tun als sei man bloß Käufer und Verkäufer.

 

Beim Bloggen verhält es sich anders. Hier kann ich sie mir nehmen. Zeit. Wenn ich will, kann ich Ewigkeiten in meinen Reader stöbern und all die vielen, liebevoll zubereiteten Gerichte bewundern, nachkochen, weiterführen. Ich kann mich austauschen. Ich lerne neue Leute und fremde Töpfe kennen.  Dafür bin ich sehr dankbar und deshalb habe ich heute, neben vieler Worte, noch eine Rose mitgebracht, 😀 nicht nur fürs Peterle… 

 

Nun aber zum Rezept.


Petersilienwurzel Dip (Für 1-2 Personen)

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Man braucht:

Eine mittlere Petersilienwurzel, ca.250g Pflanzenjoghurt (Ich verwende Sojajoghurt, den ungezuckerten, weil mir ungezuckerter schlicht am besten schmeckt), 2-3 EL Hefeflocken, 1 Zitrone

Außerdem: Knoblauch, Thymian, Muskatnuss, Salz, Pfeffer, etwas Süße nach Wahl

 

Zubereitung:


 

Einen Tag vorher: Aus dem Soja-Joghurt wird ein Qvark hergestellt. Dazu den Joghurt in einen, mit einer oder zwei, Filtertüten ausgelegten Hand Kaffefilter geben, eine Schüssel drunter stellen und den Joghurt mindestens einen Tag lang im Kühlschrank abtropfen lassen. Gegebenenfalls, nach ein paar Stunden die ausgetretene Flüssigkeit abgießen. Tada. Schon hat man Natur Qvark, den man nun beliebig verfeinern kann. Lässt man den Qvark noch einen Tag länger abtropfen erhält man einen wunderbar kompakten und streichfähigen veganen Frischkäse.


 

 

Für den Dip:

 

Petersilienwurzel* schälen, klein schneiden, im Zerkleinerer fein häckseln.

2-3EL Hefeflocken, Saft und Abrieb einer Zitrone, sowie 1/2 bis 1 TL Süße dazu geben.

Die restlichen Gewürze hinzu fügen, alles miteinander vermixen.

Zum Schluss den Qvark unterrühren, die Masse noch einmal abschmecken und fertig ist der Dip.

Lecker, nussfrei und würzig.


 

*Ich verwende rohe Petersilienwurzel, die ich im Universal-Zerkleinerer fein häcksele. Wer kein geeignetes Gerät besitzt, kann die Petersilienwurzel auch dünsten und anschließend pürieren. Beim „Zucker“ habe ich Reissirup genommen, weil der weniger süß ist und eine etwas festere Konsistenz besitzt als andere Süßungsmittel)


 

 

 


 

Man kann zusätzlich zu dem Qvark noch eine Handvoll gemahlener Mandeln oder Mandelmus hinzugeben. Dann ist der Dip zwar nicht mehr ganz so leicht aber…

Wenn man den Qvark durch Mandeln ersetzt, hat man einen super leckeren und sehr würzigen Nusskäse.

Lecker.

 

 

 

7 Kommentare zu „Petersilienwurzel Dip.“

    1. Dankeschön 🙂
      Aber warte mit dem ausprobieren mal lieber noch bis morgen. Ich habe heute die Petersilienwurzel Nuss Variante ausprobiert. Ich kann kaum in Worte fassen, wie lecker das war!
      Deine Meinung würde mich da wirklich interessieren. Heute schaffe ich es nicht mehr das Rezept zu schreiben aber morgen bestimmt…
      Man. Ich bekomme da immer, direkt so eine Art Flatterherzschlag und werde ganz hibbelig, wenn etwas extrem lecker wird.
      Das muss man erstmal verkraften können 😀
      Lieben Gruß und danke nochmal für Idee zum Rezept. Das wird definitiv eines meiner ewigen Lieblingsrezepte werden.
      Euer Blog ist wirklich toll.
      Schönen Abend ❤

      Gefällt 2 Personen

      1. Oh. Gut. Dann habe ich ja noch ein paar Tage 😉
        Wir haben im Moment keine Petersilienwurzel. Der Grünkohl ist seit heute auch vorbei. Ach, ja… Das kann nur eins bedeuten. Es wird Frühling… Das ist das Positive daran. Das, und der Ausblick auf Pakchoi. 🙂
        Einen schönen Urlaub wünsche ich dir dann noch und viel Spaß auf dem Markt am Samstag 🙂
        Lieben Gruß
        Jenny

        Gefällt 1 Person

    1. Jaa 🙂
      Ich wollt*s ein bisschen individualisieren…Und mir hat das kleine Logokästchen, links oben, so gut gefallen.
      Schön zu hören, dass es dir gefällt. Ich war zuerst ein wenig verunsichert wegen des dunklen Hintergrundes aber ich fand, der passt einfach am besten zu meinen bunten Tellern 😀
      Lieben Gruß zurück,
      Jenny

      Gefällt 1 Person

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