Buttermilch-Eis vegan mit schwarzer Johannisbeere

Ein Mann zum dahinschmelzen?Buttermilch-Karamell Eis trifft schwarze Johannisbeere… Vegan, ohne Eismaschine und mit Aquafaba.

Zunächst aber,

Es macht mich ein wenig verlegen es zuzugeben aber neben Espresso, Zigaretten und Schokolade halte ich den Mann für die wohl zartbitterste Versuchung seit es so etwas wie Geschlechtsreife gibt. Dabei gilt hier für mich dasselbe wie bei allen anderen Genussmitteln. Die Dosis macht das Gift. Ab und mal ein Stückchen genossen und alles ist fein. Übertreibt man es, bekommt man nur Bauch- und oder Kopfschmerzen. Man fühlt sich schrecklich überfressen und weiß gar nicht wohin mit all der Übelkeit. Und dann liegt man da, manchmal Tage, Jahre oder sogar ein  ganzes armseliges Leben lang und denkt frustriert: Hätt ich doch bloß nicht…Ja. Das Maß aller Dinge. Manchmal ist es schwer auszuloten. 

Bisher habe ich mich ein wenig geziert diese doch sehr private Ansicht hier offen kund zu tun aber in Zeiten, in denen Kunden unsere Tomaten mit „Die sind ja noch süßer als die Verkäuferin.“ bewerten, sie mich mit „So Baby! Ich hätte gerne…“ anreden oder meinen mir, während eines Gesprächs über gepufftes! Amarant,  augenzwinkernd mitteilen zu müssen, dass ja bei weitem nicht alles „gepoppte“ empfehlenswert sei, da fand ich, es sei an der Zeit, mit meinen Ansichten nicht länger hinterm Berg zu halten, sondern eben diesen selbst zu erklimmen und mich in ähnlich geistige Höhen vorzuwagen.

Man hat ja als 1,67m kleine Marktfrau meist gar keine Ahnung wie klar und frisch die Luft dort oben, auf solch einem Niveau, sein kann, bis eines Tages unverhofft so ein 1,96m Berg vor einem auf thront und seine Bestellung abgibt, begleitet von Sätzen, so luftig und leicht, so zart und dünn, dass es jeder MarktFrau sofort die Sprache verschlägt und die Stimme leicht belegt, nicht viel mehr als ein in sich gekehrtes hm zu antworten weiß, gefolgt von einem gemurmelten „Brot“, denn der Vokal „o“ geht schön tief in der Bauch. Das entspannt.

Befreiend müsse es sein, dachte ich. Dort oben, auf dem Gipfel des winzigen witzigen Geschmacks. Dazu all die unverbrauchte Luft. Eine wohltuende Entlüftungskur für das Gehirn. Auf 1,67m bekommt man die viel zu selten. Die Aussicht war mir durchaus eine kleine Reise wert.

Also ging ich einfach los. Ich wollte da rauf. Auf den Gipfel. Unterwegs ließ ich allen unnötigen Ballast fahren. Übertriebener Anstand, falsche Etikette, eine ausreichende Sauerstoffzufuhr. All das alles fiel wie selbstverständlich von mir ab. Trotzdem, die Beine wurden zunehmend schwerer. Die Luft wurde auch irgendwie dünner. Ich quälte mich doch plötzlich bildete sich dieses Vakuum in meinem Kopf. Da wusste ich, ich war angekommen. Ganz oben. Frei und allein.

Luftig war’s! Und einsam. Für meinen Geschmack ein wenig zu einsam. Auf so hohem Niveau fühlte ich mich alles andere als wohl. Also schrieb ich schnell meine zartbitteren Zeilen und anschließend hieß es, nichts wie weg, zurück auf 1,67m. Nicht das höchste Niveau aber völlig ausreichend für eine kleine Marktfrau wie ich finde…

So knapp über dem Boden, ist man dann auch viel näher am Eisschrank…

Zum Rezept:


Ohne Banane und absolut unkompliziert!

Ich habe einige Zeit überlegt, wie ich dieses Eis beschreiben soll, denn ich habe so eine Geschmacksrichtung noch nie gegessen. Das Eis hat eine fruchtige Buttermilch Note, bekommt  aber durch Kokoscreme und Aquafaba eine cremige Schwere… Es sollte ja kein Obstsalat werden! Kokosblütenzucker und gehackte „Cashew Crunch“ Stückchen, toppen das Ganze mit ein bisschen Knusper und einer süßen Karamell Note. Und, weil mich die Johannisbeeren heute so angelacht haben, gab es neben Buttermilch-Karamell noch ein Buttermilch-Johanisbeer-Karamell Eis, gebettet auf einer ganz simplen Johanisbeer-Grütze. Oben drauf kamen noch ein paar Johannisbeeren und ein Löffelchen von der Black Berry-Grütze. 😉 Bon Appétit, kann ich da nur sagen…

„Summer Dream Cream“

– The Black Berry & The White One –

Für ca. 500g Eis

 Aquafaba:

  • 50ml Kichererbsen- oder anderes Bohnenwasser
  • Eine Prise Weinstein Backpulver
  • 4-5 Tropfen Zitronensaft
  • 3El Kokoszucker

Zubereitung:

Die ersten drei Zutaten in eine Schüssel geben und ca.3 Minuten cremig schlagen, mit einem Handmixer. Unter rühren nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Ca. 3-4 Minuten weitermixen, bis die Masse seidig glänzend und fest ist, und nicht mehr vom Löffel fällt – Das sieht ungefähr so aus:

Das Eis: „The White One“

  • Die oben abgesetzte Creme von einer Dose Kokosmilch 60% ( 6EL) + 1EL vom Kokoswasser
  • 8EL Pflanzenjoghurt ( hier ungesüßt, weil’s mir besser schmeckt)
  • 2EL Zitronensaft
  • 1 1/2 EL Agavendicksaft
  • 1Prise Salz
  • das aufgeschlagene Aquafaba

Als kleines Extra: Eine Handvoll „Cashew-Karamell Crunch“, diesmal nicht selbst gemacht (gab es bei EDEKA).

Zubereitung:

Die ersten fünf Zutaten miteinander verrühren, den „Crunch“ hacken, dazu geben, mit einem Löffel das aufgeschlagene Aquafaba unterheben. Masse in ein gefrier-geeignetes Gefäß füllen und über Nacht in den Eisschrank geben (Es bilden sich kaum Eiskristalle). Anschließend ein paar Minuten antauen lassen und mit dem Pürierstab noch einmal durchmixen, damit das Eis schön cremig wird.

Das Eis: „The Black Berry“

Wer mag, teilt das Eis und mixt eine Hälfte mit 3El Johannisbeer-Grütze auf.

„The Black Berry“-Grütze:

  • 250g schwarze Johannisbeeren
  • 1 1/2 TL Johannisbrotkernmehl

Zubereitung:

Die Beeren gemeinsam mit dem Johannisbrotkernmehl pürieren. Fertig.


Zum Abschluss mal noch eine kleine Fotostrecke zum Thema: „Wenn das Eis schneller ist als die Fotografin!“ Nun weiß ich auch endlich wie damals das aller erste „Kleckerbild“ entstanden sein muss…

 

Liebe Katrin, Das Eis ist für dich!

Bis bald ihr Lieben.

13 Kommentare zu „Ein Mann zum dahinschmelzen?Buttermilch-Karamell Eis trifft schwarze Johannisbeere… Vegan, ohne Eismaschine und mit Aquafaba.“

    1. Ach schade. Jetzt hab ich eine gratis Umarmung verpasst. Dabei hätte ich die gut gebrauchen können 😉
      Das mit dem Kichererbsen Wasser funktioniert total gut.
      Man kann es anschließend genau so verwenden wie Eischnee. Für Eis, Kuchen, Baiser oder Macarons…Oder für Marshmallow-Fluff 😉
      Ich mag das ja sehr, wenn die Dinge beim zubereiten ihre Konsistenz komplett verändern. Das ist dann wie Sandburgen bauen, nur für Erwachsene. Liebe Grüße!

      Gefällt 2 Personen

  1. Zu deinen Rezepten und Bildern sage ich nur „Mmmmmmmmmh, lecker“, aber für deinen Artikel drücke ich dich mal ganz fest, denn du hast mir Rohva zurück gebracht ❤ Keine Bange geschätze "kleine" Marktfrau, du hast eine enorme Innengröße, welche man kaum mit beschattenden Augen ermessen kann!

    Gefällt 2 Personen

  2. Ich zucke innerlich immer noch zusammen. Wie war das mit dem „Gepoppten“? Nein! Ich will’s gar nicht wissen! Ich geh dann mal den Mond anheulen: „Brooooooot!“ Äh, ‚tschuldige😂. Ach Jenny, Du hast doch viel mehr Größe als diese ganzen Klappspaten…Aber wie hattest Du doch neulich erst bei mir kommentiert: Diese neumodischen Modelle mit der mangelhaften Kommunikationsfunktion. Die 1,63 m große Sekretärin drück Dich, Du 1,67 m große Marktfrau – und klopft Dir auf die Schulter! Du bist wunderbar!! Und Dein Eis will ich SOFORT! 😉

    Gefällt 3 Personen

    1. Ja, das mit dem gepoppten klingt beim lesen ein bisschen hart. Tatsächlich kann ich den älteren! Herren, der das gesagt hat, sogar gut leiden. Den Typen, der dauernd „Baby“ sagt find ich da viel nerviger. In seiner Welt ist das witzig. In meiner nicht ganz so. 😉
      Ja, die Herren an unserem Stand. Manchmal schlägt ihnen die Hitze ein wenig auf’s Gemüt. Aber gut, So wird es nie langweilig oder einseitig…
      Dieses „Brot“ kann ich übrigens durchweg empfehlen. Ein Brot für jede Gelegenheit. 😉
      „Eine Sekretärin zum verlieben“ fällt mir da spontan ein! ❤
      Danke für das Kompliment. Beim Eis musst du aber wohl selber ran. Ich fürchte da hilft nicht mal die Express Zustellung.
      Ich gehe jetzt mal gucken, womit die Herren mich heute so beglücken… 😉
      Lieben Gruß!

      Gefällt 2 Personen

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