Petite Fleur, Brotblümchen vegan

– Petite fleur pour Dips – Kleine, herzhafte Brotblümchen zum Dippen und ein scharfes Chipotle Rahm- Pfännchen mit Kürbis, Spitzkohl und Räuchertofu

Uff! Umgezogen. Nach exakt vier Jahren und vier Monaten habe ich Montag meine ersten, richtig eigenen Wohnungsschlüssel wieder abgegeben. Ein komisches Gefühl, befreiend, ja, doch es ziepte auch ein bisschen. Ich wollte umziehen. Es war Zeit. Doch die Erinnerungen und die Wärme, die jedem Winkel dieses Lichtdurchfluteten Ortes anhaften, der Blick über die hellen Lichter der Stadt… Der Gang durch Wälder, die so lange einfach nur zuhören konnten… Es war schwer. Es war schwer als ich einzog, denn damals war mir das Herz gebrochen worden. Das Herz ist stark. Es kann auf so viele unterschiedliche Arten brechen und trotzdem, wenn man es lässt, wird es immer wieder ganz wundersam neu zusammenwachsen. 


Damals fühlte ich einen Schmerz, den ich wirklich nicht weiter empfehlen kann. Es war Schmerz in meiner Seele, in meinem Gedanken aber auch in jeder Faser meines Körpers. Ich spürte ihn mit jedem Schritt den ich tat, den ich nicht nicht tat. Er war tatsächlich aus mir heraus gerissen worden. Er war weg und dann wieder da. Er war ein aggressiver Splitter, den ich nicht zu fassen bekam… nicht zu fassen bekommen wollte. Also brachte ich mehrere Städte zwischen uns. Ich fand einen Ort, hell und warm, voller Geborgenheit. An einem Winterabend vor vier Jahren, wohlig eingekuschelt in meinen neuen Ort, konnte ich den Schmerz zum ersten Mal als das ansehen, was er gewesen war. Eine brotlose Kunst, künstlich von uns am Leben erhalten…
Danach besorgte ich mir eine neue Telefonnummer, obwohl das eigentlich eher symbolisch war. Der Splitter war raus. 

Nun, über vier Jahre später, gab ich die Schlüssel ab.

Die meisten Dinge die ich bisher besaß habe ich verkauft, verschenkt und gespendet, denn sie klebten, wie die Wohnung, zunehmend an mir, wie Kaugummi. Nun werden sie jemand anderem nützen. Besonders bei meinem Esstisch, den eine Familie aus dem Kosovo bekommen hat und bei der Küche, die ich wirklich für kleines Geld, an einen ganz lieben Studenten, abgegeben habe, freue ich mich, dass die Sachen in so guten Händen gelandet sind, bei Leuten, die sie wirklich gebrauchen können. Genau so hatte ich mir das gewünscht.

Und ich? Ich sitze hier bei Mutti, in einem kleinen, notdürftig eingerichteten Übergangszimmer, mit schrecklich roten Wänden und einem Bügelbrett, werde nächste Woche 32 Jahren alt, hab keinen Plan aber fühle mich so putzmunter, erleichtert und zufrieden, wie schon lange nicht mehr…

Zum Rezept:


So, nun wird aber gekocht. Heute mal nicht so chic und durchgestylt. Dafür schnell und unkompliziert, Umzugs-freundlich. Beide Rezepte sind ruck-zuck zubereitet. Die Brotblümchen habe ich in den letzten Wochen so häufig gebacken! Mal als zartes Blümchen, mal ordentlich beschwadet als Knusper-Fladen.

Ich bin eigentlich ständig auf der Suche nach einer leckeren Begleitung für den Dip. Ich dippe beinahe täglich aber ich mag nicht ständig Brötchen kaufen und die meisten fertigen Brote schmecken mir einfach nicht. Ein unkompliziertes und schnelles Gebäck kommt mir da gerade recht. Ich hab hier mal mit Grünkern- und Buchweizenmehl gebacken. Der Grünkern ist wunderbar nussig und aromatisch im Geschmack. Er soll sehr bekömmlich und Allergiker freundlich sein, viele B Vitamine enthalten und angeblich immer Pestizid-frei sein, weil Anbau und Verarbeitung so strengen Auflagen unterlägen. Bio-Nervennahrung also. Nähere Infos zum Grünkern findet ihr z.B. hier. Doch Bekömmlichkeit hin oder her. Der Geschmack rockt. Mich erinnerts an Kürbiskerne. Lecker. Zusammen mit dem kräftigen Buchweizen und etwas Zeit bekommt man hier ein paar sehr herzhaft, nussige Brotblumen. Das Wort gelingsicher verwende ich vorsichtig, doch nachdem ich das herzhafte Gebäck nun mehrfach, mal mit zwei, mal mit drei Mehlen zubereitet habe und es immer lecker geworden ist, mache ich vorsichtig ein Häkchen hinter dieses Wort.

In diesem Fall habe ich helle, zarte Blümchen gebacken. Ich habe sie vor dem Backen nicht zusätzlich mit Wasser bestrichen, denn dann besteht die Gefahr, dass sie im Ofen reißen, wie man bei den Fladen oben sieht. Allerdings finde ich die Kruste, die sie in dem Fall bekommen sehr, sehr, sehr lecker. Es lohnt sich beide Varianten mal auszuprobieren. Das kriselige auf den Blümchen ist übrigens Hartweizen Grieß. Statt das Backblech einzufetten habe ich Grieß darauf gestreut. War super!

Dazu gab es eine scharfe Chipotle (geräucherte und getrocknete Chili)-Rahm-Pfanne mit Nudeln und Humus. Der Humus war von Alnatura. Ich musste ihn ein bisschen aufmotzen, denn obwohl ich noch nie einen Aufstrich mit einer derart angenehmen, cremigen Konsistenz gegessen habe, fand ich den Geschmack, wohlwollend gesagt, eher mild. Mir persönlich fehlte da was. Also hab ich noch Chipotle drüber gestreut und die Blümchen zusätzlich mit Gemüsezwiebel Scheiben belegt! Gemüsezwiebeln sind viel milder und süßer als normale Küchenzwiebeln. Et voilà, Abendessen.

-Petite fleur pour Dips-

Herzhaftes Brotgebäck aus Grünkern- und Buchweizenmehl

Für ca. 10 Blümchen oder als Beilage für 2 Personen:

  • 100g Grünkernmehl (für eine glutenfreie Variante kann der Grünkern einfach durch Kichererbsenmehl ersetzt werden. Schmeckt großartig!)
  • 150g Buchweizenmehl
  • 3 EL Maisstärke (oder ein bisschen mehr, sollte der Teig zu klebrig sein)
  • 1 TL Weinsteinbackpulver
  • 1 TL Trocken-Hefe oder 1 EL Hefeflocken (optional, für den Geschmack)
  • 1 TL Rohrohrzucker, 1 TL Salz, o,5 TL gemahlenen Bockshornklee
  • 1 1/2 EL Apfelessig + 1 Spritzer Zitrone
  • 2 EL Pflanzenöl
  • ca. 100 ml lauwarmes Wasser (oder Sojamilch)

(Auch sehr lecker, wenn man noch ein paar Walnüsse, Leinsamen oder getrocknete Tomaten mit unter den Teig hebt oder Oliven oder Kräuter wie Dill, Thymian, Oregano…)

Backofen auf 180°C Umluft vorheizen

Die trockenen Zutaten gemeinsam in eine Schüssel sieben, Apfelessig und Öl zufügen, mit der Hand, der Küchenmaschine oder einer Gabel kurz zu einem bröseligen Teig vermischen. Schlückchenweise das Wasser hinzufügen, dabei weiter kneten. Gerade soviel Wasser zugeben bis der Teig sich von der Schüsselwand löst und ein fluffiger Klos entstanden ist. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit Grieß bestreuen. Teig mit einem leicht bemehlten Nudelholz gleichmäßig dünn ausrollen. Mit einer geeigneten Form Blümchen ausstechen und auf das Backblech setzen. (Ich hatte eine Ausstech-Form mit einem 10 cm Durchmesser. )

Im unteren drittel des Ofens, je nach gewünschter Knusprigkeit, mindestens 15Min. backen.

Hier noch ein Bild von der glutenfreien Variante, den „Kichererbsen Flädle“, ohne Grünkern, die vor dem Backen leicht mit Wasser bestrichen wurden.

-Chipotle Rahm Pfanne – 

mit Kürbis, Spitzkohl Räuchertofu und Nüssen

Für ca. 4 – 5 Personen oder für zwei große Gemüsefans:

  • Einen mittleren Kürbis, entkernt und gewürfelt (Brutto ca. 500g)
  • Einen Spitzkohl in feine Streifen geschnitten (ca. 450g)
  • 5 EL Wasser (zum dünsten)
  • 1/2 Block Räuchertofu, gewürfelt
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 4 eingelegte, getrocknete Tomaten + 1 EL grüne Oliven ohne Stein
  • 1 kleinere Gemüsezwiebel oder 1/2 Große + 2  große Knobizehen,
  • 1/2 Päckchen Sojacuisine (15% Fett)
  • 2 EL Apfelessig + 2 EL Zitronensaft
  • außerdem: 1 EL Sojasauce, 1 EL Agavendicksaft, 1TL Bockshornklee, 1 1/2 TL Curry, viel Muskatnuss, 1 TL Chiliflocken + 1 1/2 TL Chipotle oder mehr 😉
  • Eine Handvoll Nüsse (hier pikante Erdnüsse, Cashews und Walnüsse)

Kürbis in einer geeigneten Pfanne (Ich nehm die WOKPfanne, weil mehr rein geht und dünste anders als bei der Pfanne auf höchster Stufe) mit dem Wasser ca. 10 Min. andünsten, solange bis die Flüssigkeit verdampft ist und der Kürbis zu bräunen beginnt. Mit Öl ablöschen, Räuchertofu,  gewürfelte Zwiebel und fein geschnittenen Knoblauch dazu geben. Kurz, kräftig anrösten. Agavendicksaft und Gewürze hinzufügen. Eine Minute weiter rösten lassen, dann mit Apfelessig und Sojasauce ablöschen und den in Streifen geschnittenen Spitzkohl unterheben. Geschnittene, getrocknete Tomaten,  und halbierte Oliven zufügen. Fünf Minuten weiter köcheln lassen. Vom Herd ziehen  und die Sojacuisine unterrühren. Eventuell noch einmal abschmecken und mit den (röste ich oder röste ich nicht) Nüssen bestreuen.

Dazu gab es Nudeln mit Thymian und Olivenwasser. Hähäm.

27 Kommentare zu „– Petite fleur pour Dips – Kleine, herzhafte Brotblümchen zum Dippen und ein scharfes Chipotle Rahm- Pfännchen mit Kürbis, Spitzkohl und Räuchertofu“

  1. Dein Rezept liest sich mal wieder sehr verlockend.

    Noch mehr berührt mich aber deine Geschichte. Ich kenne das Gefühl so gut und saß auch schon wieder daheim bei Mutti in einem seltsamen Übergangszimmer und war trotzdem glücklich wie Sau dort sein zu dürfen ^^ Heute kommts mir vor wie aus einem anderen Leben…

    Fühl dich gedrückt, man braucht nicht immer einen Plan 🙂

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    1. Ach, tatsächlich? Du hast das auch mal erlebt??? Bei Mutti??? – Voll gut! Da bin ich ja doch nicht so…anders, wie ich mich gerade fühle.^^ Ich denke auch, dass man nicht immer einen Plan haben muss.- Wie die letzten zwei Wochen mal wieder gezeigt haben, bin ich eh kein großes Koordinations- und Organisationstalent, was Zeitmanagement und solche Sachen betrifft.^^ – Aber deine Worte sind gerade die Sahne auf einer köstlichen Kürbisschnitte 😉
      Vielen, vielen Dank du liebe Sue.

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      1. Ich bin sogar schon zwei mal zurück ins mütterliche Nest. Einmal nach meiner ersten eigenen Wohnung und dann nochmal, als ich meinte nach Thüringen ziehen zu müssen… Mein Zimmer war natürlich schon längst umfunktioniert und beim zweiten Mal war ich dann sogar noch ohne Arbeit – völlig verloren also. Geht alles rum. Ich denk da immer an „Everything will be okay in the end. If it’s not okay, it’s not the end“ 😉

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    1. Liebe Sabine,
      Ich wollte dir zu deinen letzten Beitrag unbedingt noch sagen, wie herzhaft ich über kotzende Kürbisse und erschreckend! echt aussehende Gruselfinger gelacht habe. Wirklich großartig! Ich würde den ollen Karneval jederzeit gegen Halloween tauschen. Chipotle kannte ich bis vor kurzem gar nicht. Ich finde es ebenfalls extrem lecker
      …Und genieße…
      Wird es eigentlich noch einen Halloweenesken Beitrag von dir geben??? Nicht, dass ich da jetzt irgendwie drauf spekulieren würde. Na, eigentlich doch. 😉
      Liebe Grüße zurück, Jenny

      Gefällt 2 Personen

      1. Liebe Jenny, hahahha Danke! Als mein aeltester Sohn mit seiner Freundin in Kanada war haben sie die Kuerbisse geschnitzt und ich war schwer beeindruckt, da mein Sohn so eher nicht kreativ ist. Die sahen auch im Dunkeln mega aus. Ich bin gerade damit beschaeftigt Apfel/Moehren trester vom Entsaften zu Gingerbread Keksen zu verarbeiten und muss mich um die Entwicklung von zuckerfreiem Ketchup kuemmern 🙂 Mit meinem blog haenge ich immer etwas hinterher. Ich bin viel unterwegs und dabei Prioritaeten zu setzen. Jetzt fahre ich gleich mit dem Rad zum Markt, treffe meinen Mann, trinke einen Espresso und esse ein paar Rohkostkekse in der Sonne. Wir nennen das mal „that’s life“. allerliebste Gruesse und rot an den Waenden ist echt hardcore

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      2. Ja, ja, man muss nur das Richtige für sich finden und schon sprudelt die Kreativität auch aus dem letzten Strichmännchen Zeichner heraus 😉
        Die Kürbisse sind wirklich großartig geworden! Ich wollte direkt selber loslegen… Aber ich glaube nicht, dass geduldiges feinmotorisches Schnitzen zu meinen Talenten zählt. Ich kann mir gut vorstellen, wie witzig das ausgesehen haben muss, als sie allein in Dunkler Nacht geleuchtet haben. – Also, ich freue mich ja für dich, dass du viel unterwegs bist! Wenn ich dich so rede höre, klingt das für mich nach einem zufriedenen Menschen, der das Leben zu genießen weiß. Trotzdem! hoffe ich natürlich, dass du weiterhin deine Leckereien postest und ab und an mal rein-rufst in das Bloggerversum, egal ob im Schneckentempo oder wie Speedy Gonzales. Ist einfach bereichernd, dass du da bist.
        Ein schönes und genussvolles Wochenende wünsche ich euch!

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      1. Liebe Jenny, danke, alles ok, ich hatte in den letzten Monaten leider so viel um die Ohren, dass kaum Zeit zum Schreiben blieb. Jetzt wird es wieder etwas ruhiger und das nächste Portrait ist endlich in der Planung 🙂
        Liebe Grüße, Annette 🙂

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  2. Liebste Rohnifer, gerade hocke ich vor dem Bildschirm, esse einen Salat mit Erbeervinaigrette (war ja dein Vorschlag) und lese aufmerksam jedes Wort. Das Brotrezept klingt wirklich verlockend, mit all den Zutaten, aber deine Geschichte bewegt mich heute mehr. Mehr als sonst, denn ich habe das Gefühl die 4 Jahre und 4 Monate teilweise bei dir gewesen zu sein und nun verstehe ich auch warum du ausziehen musstest. Ein neuer Abschnitt beginnt und der nächste Schritt soll vermutlich einen positiven Grund haben. Ich war nie ein Heimkehrer, was aber auch daran liegt, dass meine Frau mir zur Heimat geworden ist. Wo sie lebt und sein will ist auch mein Heim und ich hoffe dir geht es ebenso. Ein Prinz aus Fleisch und Blut mag dich jetzt erobern und deinem Herz und deiner Seele würdig sein. Ich wünsche dir eine kuschelige Übergangszeit und lass dir auf dem Markt keinen Schnupfen andrehen ❤

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    1. Vielen Lieben Dank, du Lieber ❤
      Ich bewundere dich sehr. Für vieles. Für deine Kochkünste, deinen feinen Geschmack, dein soziales Engagement und auch dafür, dass du einem anderen Menschen ein zu Hause bietest, so wie er bzw. sie 😉 dir. Liebe ist das größte Geschenk.
      Du hast recht. Ein neuer Abschnitt beginnt. Die Kurve steigt seit über vier Jahren. Es ist ein durchweg positiver Trend zu verzeichnen. 😉
      Ich würde dich jetzt gerne drücken. Bitte fühl dich stürmisch, virtuell gedrückt.
      Ich hoffe es hat gemundet. Bei mir gibt es gleich Tomatensuppe und dazu wieder Brotblümchen, allerdings ohne Blümchen.
      Herzliche Grüße und eine schöne Zeit, Rohnifer (bisher positiv gestimmt, den Übergang gänzlich Schnupfenfrei zu überstehen)

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      1. Ich drücke dich herzlichst zurück und kann berichten, dass die erste Flasche Erdbeersirup bereits für Vinaigrette verbraucht wurde. Es bekommt also den Status „köstlich“, was aber bei deiner Vorgabe zu erwarten war 🙂 Tomatensüppchen mit Brot klingt sehr lecker und auch kuschelig wärmend 😉

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  3. Ach Du Liebes! Das freut mich so sehr, dass Du Dich so befreit fühlst und auch wenn Du bei „Zwischen“Station Mama bist, lese ich aus Deinen Worten Zufriedenheit! Und leckeres Essen 😉 Chipotle haben wir mal bei einem unserer Kochabende verwendet – für einen Gemüseeintopf mit Wumms! Das war köstlich! 😋 ich wollte unbedingt Deine gebackenen Kichererbsen probieren, aber ich schalte gerade zwei Gänge zurück. Die negative Eigenschaft des Fräuleins? Es allen recht machen wollen und jeden Termin mitnehmen…
    Bleibt man irgendwann mal auf der Strecke (oder Autobahn…). Daher war Dein Beitrag mal wieder mein persönliches Seelenbalsam😊. Ich herze Dich Du freies Marktfräulein

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    1. Meine kleine Heldin,
      pass gut auf dich auf. Voller Elan und Tatendrang zu sein und ist ein großartiges Gefühl, genau wie edel, hilfreich und gut zu sein. Doch beinhaltet dies ja auch, dass man gut zu sich selbst ist…Aber damit renne ich ja anscheinend offene Türen bei dir ein. 😉 Hilfreich sein zu wollen sehe ich eher als liebenswerte Eigenschaft des Fräuleins an, besonders wenn sie weiß, wann sie die Notbremse zu ziehen hat.
      Vielen Dank für deine lieben Worte und verfahr dich nicht! 😉
      Ich denk an dich. ❤

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  4. … ach Jenny, wo eine Küche ist da ist dein Herz und dein Heim und mit dir noch einige andere Herzgrößen… zwei Schritte vor einer zurück oder auch mal seitwärts, das ist die Musik die Leben zum Tanz auffordert… und nun streue ich Blüten auf dein Blumenbrot und freue mich einfach nur über neue Vegane Gedichte…

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    1. Was für schöne Worte du immer findest, du elegantes Blumenmädchen…Mittlerweile überlege ich schon ob ich generell nicht irgendwann ein Album anlege mit den schönsten Kommentaren. Und wenn es mir dann mal nicht so gut geht…
      Du hast natürlich recht. Das Leben verläuft nicht Geradlinig. Mal ist es ne flotte Salsa und dann wieder hilfloses Disco Popo Gewackel. Ich nehme die Tänze einfach, wie sie kommen. Vielleicht ist ja irgendwann sogar der Walzer dabei…oder ein Stück Sachertorte, vegan. Die wäre auch ok…oder Mozartkugeln oder… –
      Drei ❤ ❤ ❤ für dich 😉

      Gefällt 2 Personen

  5. Neue Abschnitte sind klasse um Striche zu ziehen und zu wachsen. Die kann man so super als Sprungbrett nutzen!
    Und jetzt wo du es schreibst fällt mir ein, dass ich mit 29 auch mal wieder untergeschlüpft bin, zwar bei meiner Schwiegermutter nachdem die Beziehung mit ihrem Sohn in die Brüche ging aber hey, das Leben ist bunt. 😀
    Nachdem du jetzt die Wunden geleckt und ausreichend heilen lassen hast, kannst du alles starten, was du willst. Das ist bombig!
    Ganz liebe Grüße von Oli

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    1. Hallo Oli 🙂
      Ich bin meiner Mama wirklich sehr dankbar, dass sie mich spontan bei sich aufgenommen hat und ich muss sagen, dass Zusammenleben gestaltet sich noch viel harmonischer als ich gedacht hätte 😉 Dass deine Schwiegermutter! dich aufgenommen hat finde ich außergewöhnlich. Sie muss dich sehr gemocht haben. Ich fand es anfangs ein wenig befremdlich ins Nest zurückzuschlüpfen, doch mittlerweile denke ich mir, warum eigentlich? Dafür ist Familie doch da oder, um einem Halt zu geben in einer Welt, in der man manchmal den eigenen Nachbarn nicht kennt. -Es ist bombig! Allein das Gefühl, alles tun zu können. Genau wie dein Kommentar. Ein bisschen Zuspruch tut gut. Ist schön von anderen zu hören, dass es ihnen mal ganz ähnlich ging besonders, wenn ich mir angucke, wo du heute stehst! Wie könnte ich da nicht positiv gestimmt sein. Ich bin echt ein bisschen aufgeregt.
      Ganz viele liebe Grüße zurück in die knisternde Landidylle, Jenny 🙂

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      1. Liebe Jenny,
        auch bei mir hat dein Beitrag etwas bewegt. Ich habe den ganzen Tag darüber sinniert, wie es damals so war, wie ich mich fühlte, was ich von der Zukunft erwartete, wie es ab da weiterging und sich eins zum anderen fügte.
        Insofern geht mein Dank auch an dich.
        Rückblickend kann ich sagen, dass immer wenn ich dachte, jetzt sitze ich in einem tiefen Loch und bin eh zu doof, um das zu verwirklichen was ich möchte, sich eine Gelegenheit auftat und schon wenige Monate später sah alles ganz anders aus. Allerdings war mein Leben auch sehr turbulent, so muss es ja nicht sein, aber ich kann auf jeden Fall mit Sicherheit sagen, dass ich jetzt für jede miese Phase und für jede Pleite dankbar bin weil mich das sicher gemacht hat, dass es immer weitergeht und gut wird. Ergo wünsche ich dir ganz viel Kribbeln im Hintern und Schmetterlinge im Bauch vor lauter Vorfreude, dass du frei bist alles zu tun!
        Ohne Klotz am Bein und mit leichtem Gepäck – wer weiss, ob das mal wieder kommt!
        Ganz liebe Grüße von Oli

        Gefällt 1 Person

  6. Liebe Jenny,
    das alles klingt nach einem harschen Schnitt und Neubeginn. Ich hatte mich schon gefragt, was der neue Untertitel deines edlen Blogs der veganen Kochkunst „… und heimatlos“ bedeutet. Mir scheint, wenn du was machst, dann ganz, trennst dich sogar von Küche und Küchentisch, die, wie es schien, ein wichtiges Zentrum deines Lebens waren. Wie ich an den tollen Rezepten und Bildern sehe, bleiibt deine digitale Küche offen, und ich hoffe, so dass wir virtuellen Besucher uns weiterhin um dieses digitale Herdfeuer der besonderen Art versammeln können. Ist doch toll, wenn ein kleines notdürftig eingerichtetes Übergangszimmer, mit schrecklich roten Wänden und einem Bügelbrett sich digital erweitert zu einem veganen Restaurant, das gut besucht ist. Ich wünsche dir von Herzen, dass du bald einen Plan findest und ein sinnvolles Betätigungsfeld für deinen Tatendrang.

    Lieben Gruß ins kleine rote Zimmer,
    Jules

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    1. Hallo du Lieber Jules,
      Mir scheint es, dass dir ebenfalls ein Einschnitt bevor steht. Du willst Münster verlassen…
      Das Wort „Heimatlos“ veranlasste einige Besucher dazu mit Trost-spendende Worte zukommen zu lassen. Darüber war ich zunächst erstaunt, denn ich assoziiere dieses Wort eher mit Begriffen wie frei, Ungebunden und in vielen Küchen zu Hause. Doch wer steckt schon in meinem Kopf?
      Wenn ich etwas mache dann ganz? Nun ja. Generell stimmt das schon. Mich von Dingen zu trennen oder einen Schnitt zu machen fällt mir nicht schwer, eben so wenig wie das tägliche Pendeln, um weiterhin da sein zu können, wo ich sein will! Im Gegenteil, es gefällt mir sogar. Ich genieße es. Andererseits habe ich aber auch schon oft Dinge begonnen und sie dann aus Faulheit, Zeitmangel oder Angst im Sande verlaufen lassen, worüber ich mich später dann geärgert habe. Vielleicht stimmt da einfach: Du kannst im Leben nicht alles haben, was du willst.
      Man muss wohl tatsächlich Prioritäten setzen und dazu gehört für mich (derzeit auch), nicht an Orte und Gegenstände gebunden zu sein. Ja, ich mag mein kleines, schrecklich rotes Zimmer, samt Bügelbrett und ich mag das Gefühl, nicht mehr an eine Wohnung gebunden zu sein. –
      Deinen Kommentar mag ich ebenfalls. Es ist charmant, wie du ganz nebenbei „kleine“ Komplimente fallen lässt. Nette Worte sind sehr wohltuend und veredeln dieses Kochbuch erst. Vielen Dank. –
      Die virtuelle Küche bleibt weiterhin geöffnet. Auch Sonntags…
      Einen schönen solchen wünsche ich dir nun, Jenny

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      1. Danker für den Sonntagswunsch. liebe Jenny!
        Dass man glaubte, dir Tost spenden zu müssen, verstehe ich gut. Da viele Kritiker der fleischlosen Ernährung den Veganern ein freudloses Leben unterstellen, klingt die Kombination „vegan und heimatlos“ nicht so, wie du sie gemeint hast. Keine Heimat zu haben, ist auch nicht grad fein, empfinde ich seit einiger Zeit. Obwohl ich schon acht Jahre in Hannover bin, werde ich hier nicht heimisch und will zurück ins Rheinland. „Ohne Plan“ las sich für mich, als hättest du deine Tätigkeit für den Biohof ebenfalls aufgegeben. Jetzt lese ich, dass du pendelst. Das geht ja auf der Strecke gut. Mein jüngster Sohn pendelt täglich in Gegenrichtung, nämlich von Köln nach Aachen. Insgesamt bin ich beruhigt, dass du dich nur von Dingen gut trennen kannst, aber die virtuelle Küche geöffnet bleibt.
        Hier scheint die Sonne. Einen sonnigen Sonntag wünscht dir auch,
        Jules.

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      2. Nein, kein Heimatgefühl zu haben ist nicht gerade fein. Ich wünsche dir, dass du es es im Rheinland wiederfinden wirst, wenn du wieder näher bei deiner Familie bist. Acht Jahre sind eine lange Zeit. Erstaunlich, dass du solange durchgehalten hast…
        Hier regnet es.
        Doch davon lasse ich mir meinen Geburtstag sicherlich nicht vermiesen. 😉
        Herzlichst, Jenny

        Gefällt 1 Person

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