mediterraner Sauerkrautsalat, vegan

Kartoffelsalat? Jedenfalls schön bunt, mit Chicoree – Endivie, Sauerkraut und Orange und ein wenig mediterranem Flair.

Da ist es nun. Burschs Bestes Sauerkraut.

Hier in einer herbstlichen Salat-Variante, mit einem Dressing aus Senf, Ahornsirup und ein wenig Sojamilch.

Meiner Meinung nach ist es nicht nur unser Bestes sondern überhaupt das Beste Sauerkraut und ich habe da wirklich schon einige probiert. Jedes Sauerkraut schmeckt ein bisschen anders. Manche sind eher knackig andere etwas weicher. Manche schmecken mild, einige schmecken ziemlich sauer. Unseres schmeckt einfach nur lecker. Es hat eine milde Säure, ist nicht zu hart, dadurch sehr angenehm im Biss. Wenn ich es verwende nasche ich meist schon während der Zubereitung, die Hälfte direkt aus dem Päckchen. Ich käme nie auf die Idee Sauerkraut zu kochen. Einige Kunden fragen manchmal ob sie das Sauerkraut noch kochen müssten oder ob es fertig sei? Bloß nicht kochen! Es ist fertig. Man sollte Sauerkraut generell nicht kochen sondern es lediglich erwärmen. Gestern gab es gebratenen Chicorée mit karamellisierten Zwiebeln und Sesam und eben Sauerkraut. Da ist es völlig ausreichend, das Sauerkraut zum Schluss einfach unterzuheben. Das Besondere an einem Sauerkraut ist ja, dass es sich dabei um ein roh – fermentiertes Produkt handelt, das voller B Vitamine, natürlicher Milchsäuren und Vitamin C steckt. Beim kochen würden all diese Eigenschaften verloren gehen. Man würde es schlicht tot – kochen. Das kann man schon so sagen… Die Sauerkraut-Päckchen, die man im Supermarkt bekommt sind übrigens oft pasteurisiert und nicht mehr roh…

Kürzlich erschien ein Artikel über das Bursch Sauerkraut im General-Anzeiger Bonn, um zu zeigen, wie es bei uns af dem Hof, irgendwo zwischen Tradition und Moderne, hergestellt wird und wie es tatsächlich noch (das wusste ich bisher auch nicht) von Fußeskraft, mit sauber beschuhten Füßen gestampft wird. Auf dem Leitbild des Artikels thront Wassili, gekleidet wie der Tatortreiniger, munter steht er mitten im Sauerkraut. Alter Schwede. Auf dieses Bild war ich jetzt aber nicht vorbereitet! Herrlichst…#TatortBursch… So… Kurz gesammelt und ein Tränchen weggewischt: Ende November haben wir jedenfalls eine Aktion bei uns auf dem Hof, bei der Mann bzw. Frau sein/ihr eigenes Sauerkraut stampfen kann, dann allerdings ganz traditionell mit Stampfer und Steinguttopf. Ja, das ist ne feine Sache aber, so etwas habe ich ja schon einmal gemacht. Sauerkraut. Vor zwei Jahren, mit Helmut dem ganz sicher besten Gastgeber der Welt. Doch gemeinsam mit Wassili Spuren zu hinterlassen, hm, ja, das wär schon was… Wer die ganze Review zum Rheinischen Tatort gerne mal lesen möchte: Hier entlang, bitte.

 Einmal Sauerkraut selber Stampfen… Ich kann das wirklich sehr empfehlen. Es ist eigentlich ganz simpel, macht richtig Spaß und durch das Hobeln und Stampfen bekommt man richtig toll definierte Arme.

Am besten macht man’s natürlich mit mit Helmut, im gemütlichen Ambiente mit passender Weinbegleitung und anschließendem veganen Drei Gänge Menü.

Ach, Helmut…

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Helmut ist einfach ein Original.

Das Rezept:


– Herbstlicher –

Kartoffel-Sauerkrautsalat

…mit Chicorée, Endivie und Orange

Zutaten für 2 Personen:

  • 1/4 Endiviensalat
  • 2 größere Stangen Chicorée
  • 250g frisches Sauerkraut
  • 1 Orange
  • 4 getrocknete, eingelegte Tomaten
  • 8 grüne Oliven ohne Stein
  • 4 kleine Pell-Kartoffeln, am besten vom Vortag (Ich hatte mehligkochende und würde einfach die Lieblingssorte empfehlen. Normalerweise würde man für einen Kartoffelsalat eine festkochende Sorte verwenden, damit sie beim schneiden nicht zerbröseln. Doch ich finde genau so wichtig ist, dass einem die Kartoffel an sich schmeckt, sonst bringt der ganze Salat ja nichts.)
  • (optional: Eine Handvoll Rosinen und eine halbe, gewürfelte Avocado)

Zur Zubereitung muss ich wohl nicht mehr viel erklären. Alle Zutaten werden klein geschnitten, wie auf dem Bild zu sehen ist. Den Chicorée habe ich in feine Streifen geschnitten, den Endiviensalat einfach mit den Händen fein gerupft. Anschließend wird geschichtet: Zuerst Endivie und Chicorée, dann das Sauerkraut und alle übrigen Zutaten. Man kann das Dressing nun direkt über den Salat geben und alle Zutaten mit dem Salatbesteck gut durchmischen. Wer es etwas feiner mag richtet den Salat portionsweise auf zwei Tellern an und drapiert das Dressing elegant auf- oder um den Salat herum.

Ich habe hinterher noch ein paar Rosinen und etwas Avocado dazugegeben und fand die Kombination echt lecker.

SalatDressing:

  • 2 EL mittel-scharfer Senf
  • 3 EL Ahornsirup
  • 1 EL Walnuss-Öl
  • etwas Orangenabrieb
  • 2-3 EL Sojamilch
  • Salz oder Tamari, Pfeffer

Alle Zutaten miteinander verrühren, abschmecken und über den Salat geben.

Dazu gab es gebratenen Tofu in Sesam-Senfkruste


Kartoffeln und Sauerkraut…Vor zehn Jahren hätte ich mir dafür nen Vogel gezeigt.

 

19 Kommentare zu „Kartoffelsalat? Jedenfalls schön bunt, mit Chicoree – Endivie, Sauerkraut und Orange und ein wenig mediterranem Flair.“

  1. Liebste Rohnifer, bisher habe ich nur eine kleine Vorstufe des Sauerkrauts selbst gemacht, den Krautsalat 😉 Bestimmt lohnt es sich alleine schon geschmacklich es einmal selber zu versuchen und damit deinen köstlichen Salat nachzubauen 🙂 Wenn ich dein Rezept so lese kann ich mir zwei Dinge besonders gut vorstellen. Zum Einen den guten Geschmack und zum Anderen wird man nach der Vitaminbombe sicher sehr viel seltener krank 😀 Hab eine wohl temperierte Woche und pass auf dich auf ❤

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    1. Also, ich muss gestehen, bisher verspüre ich nicht den geringsten Anflug einer Erkältung oder sonstiges. Ich bin eh nicht so der Krankheitstyp und erinnere mich meist gar nicht mehr daran, wann ich zum letzten Mal krank gewesen bin. Dieses Jahr waren es lediglich die Zähne, die mir ein wenig Probleme bereiten haben ansonsten….Toi, toi, toi. Aber du hast recht, Das vielen Vitamine und die unsagbar viele frische Luft tragen sicherlich den Hauptanteil daran. 😉 Mit dem Argument vegan sei ungesund kann ich absolut nichts anfangen…Ich hoffe, du achtest ebenfalls auf deine Vitaminchen und kommst unbeschadet durch die Grippehoch-Zeit. Ich passe auf mich auf. 🙂 Hier ist der Frühling ausgebrochen. Genau das richtige Marktwetter…

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    2. Mein eigenes Sauerkraut ist übrigens auch nicht sooo toll geworden. Man muss da ein bisschen üben und wirklich gut! stampfen, damit die Zellen gut aufgebrochen werden und das Sauerkraut nicht zu fest wird. Aber allein des Spaßes wegen lohnt es sich, das Sauerkraut einmal selbst zu zubereiten. Bei Helmut hatte ich natürlich auch die Profiausstattung mit Hobel, Steinguttopf und Holzstampfer…und erlesenem Wein 😉

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      1. Du hattest mich so neugierig gemacht, dass ich natürlich sofort recherchiert habe und es eigentlich einen spiezielen Topf benötigt, damit der Prozess optimal ablaufen kann. Nun traue ich mich nicht etwas zu basteln, um dann 6 Wochen später schwer enttäuscht zu werden, aber vielleicht finde ich noch eine Möglichkeit, außer den Topf dafür anzuschaffen 😀 Im Momment bin ich durch die vielen Spaziergänge recht abgehärtet und achte wirklich auf meine Enährung, also klopfe ich jetzt für uns beide auf Holz und wünsche uns allen gute Gesundheit ❤ 🙂

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  2. Liebe Jenny, es ist schon lustig, dass Du oft ueber etwas schreibst, was es bei uns gerade gab. Ich durfte gestern fuer Freunde kochen und es gab: Suesskartoffelstampf mit karamellisierten Zwiebeln, mein selbstgebasteltes Sauerkraut (das wurde zum Schluss nur untergehoben) mit gebratener Roter Beete und Meerrettich dip. Ich habe es dann mal als typisch deutsch auf den Tisch gebracht. Allerliebsten Gruss aus dem schneebedeckten Montreal.

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    1. Oh, das klingt aber auch sehr lecker. Mit Süßkartoffeln und karamellisierten Zwiebeln…^^ Kennt man Sauerkraut bei euch in Montreal? Ja, das Rezept ist schon sehr deutsch aber eben auch saisonal. Deshalb wundert es mich gar nicht mal so sehr, dass es bei dir etwas ähnliches gab. Unser Geschmackskalender scheint ähnlich zu ticken.^^
      Ist ja auch spannend deutsche Klassiker ein bisschen zu entstauben und neu zu modellieren. Ich bin sicher deine Freunde waren begeistert und wollen jetzt alle selber mal ans Sauerkraut. 😉
      Liebste Grüße aus dem verwirrend, Frühlingshaften Stolberg

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  3. Sauerkraut! Ja Jenny da kann ich mich auch reinlegen und gerade habe ich Appetit auf Salat, da muss ich wohl in den Bildschirm beißen. Im Februar hatte ich mein erstes Sauerkraut selber gemacht und für mich, war es das beste, was ich je hatte, und esse ich nun schon Hundert Jahre dieses Kraut. Es veränderte sich zwar mit der Zeit, da ich doch ca. 8 Wochen davon essen konnte, es gärt ja noch immer leicht weiter und wird dann saurer, anfangs war es knackig, frisch, spritzig, toll! aber auch nachher immer wunderbar. Eigentlich wollte ich schon seit 2 Wochen dabei sein, wieder welches zu stampfen, aber die Zeit rennt mir unter den Fingern weg, vielleicht doch noch diese Woche? mal schauen..
    Lieben Gruß und es ess` ein Löffelchen für mich mit.Marlies

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    1. Oh, mein Gott. Liebe Marlies, Ich hoffe du hast den Bildschirm heile gelassen und statt dessen deinen Kühlschrank geräubert.^^ Also, für eine Hundertjährige hast du dich extrem gut gehalten, das muss wohl am guten Essen liegen. Fermente solle ja sehr gesund sein. 😉 Sauer macht defintiv lustig. In diesem Jahr besonders. Ich muss gestehen, dass ich mein eigenes Sauerkraut nicht so lecker fand, wie das vom Hof. Mir war es einen ticken zu sauer und zu fest aber für den ersten Versuch war es ok. Ich würde gerne wieder welches machen aber es ist, wie du sagst, die Zeit rinnt einem irgendwie durch die Finger. Man kann nicht alles machen…Leider.
      Doch, ein Löffelchen für dich mitessen, das bekomm ich hin. 😉
      Liebe Grüße, Jenny

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    1. Weggabeln 😀
      Das Dressing war einfach unwiderstehlich in Kombination mit dem Sauerkraut. Ich hab den Salat gestern nochmal gegessen. Es ist dieses Jahr eine besonders große Liebe zwischen dem Sauerkraut und mir.^^ Schön, dass wir diese herzhafte Liebe teilen.
      Guten Morgen liebes Blumenmädchen. ❤ Einen schönen Tag wünsche ich dir…

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  4. Hmmm…das würde ich auch gerne mal machen. Selbst Sauerkraut herstellen. Deine „kleine Farm“ 😉 also Dein Biobauernhof klingt einfach so bezaubernd. Einfach schön, und dass Du Dich dort so gut aufgenommen fühlst, das freut mich so sehr für Dich! Ich mag glückliche Menschen. Und Du bist für mich auch ein Mitglied der großen Fliegenpilz-Familie 😉🍄 und ich kann es gar nicht oft genug sagen: Schön, dass es Dich gibt! 😘

    Gefällt 1 Person

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