Dinkel-Weckchen, vegan

Vegane Dinkel-Milchbrötchen & ein Schoko-Nuss Aufstrich, zum weglöffeln Gut.

Ja, zum weglöffeln gut – Leider. Ein volles Glas Schoko Aufstrich vor die Linse zu bekommen… Hm, schwierig. Eigentlich unmöglich. Genau so unmöglich wie wirklich nur ein Stückchen von der Tafel Schokolade zu essen. Menschen, die so etwas machen, nur ein Stückchen, nur ein Löffelchen…denen fehlt doch einfach das Schokoladen-Gen.

Denn, wenn es einem da so frisch geröstet und schokoladig aus dem Glas entgegen schwirrt, da muss man doch einfach den Löffel ganz tief rein tauchen und probieren, auch um sich davon zu überzeugen, dass der Geschmack sicher hält, was der Duft verspricht. Und dann taucht man den Löffel wieder rein. Und nochmal. Und wieder. Vielleicht noch ein Mal. Nur, um ganz, ganz sicher zu gehen… Und plötzlich starrt man ins Glas und denkt: Ja, Huch. Wo ist denn alles hin? Oh je.

Doch ich war ja nicht allein. Ich hatte Helfer und einen Hasen, die mit am späten Frühstückstisch saßen und nach ein paar Probier-Löffelchen und Messerchen war man sich einig: Das ist aber lecker… Und es riecht ja wirklich wie Nu*****.  Na, da strahlt die Marktfrau doch von einem Ohr zum anderen und wird zur sofort zur Grinsekatze. Danke.

Man verlangte dazu nach Toast, denn zu einem solchen Schokoaufstrich würde ein  gutes Stück Weißbrot wohl am besten passen. Aha. Da wird das Grinsen aber sofort zum Essig-Gesicht. Na, Toastbrot gibt es hier nicht. Doch ich hatte ja noch was im Ofen. Frische Dinkel-Weckchen, die sämtliche Gedanken an Toastbrot verpuffen ließen.

Gut so.

Wobei ein selbst-gemachtes Toastbrot ja wahrscheinlich auch eine feine Sache ist. Aber diese Abgepackte Zeug, nee.

Die Dinkel-Weckchen waren jedenfalls köstlich und darüber habe ich mich fast noch mehr gefreut, als über das Nutella Plagiat, denn süßes Backen bringt mich regelmäßig an den Rand der Verzweiflung. Mal klappt es und dann geht es wieder ordentlich daneben. Ich mag es nicht, wenn ich etwas nicht kann. Ich möchte backen können. Wirklich. Ich muss nicht so gut sein wie esstmehrkuchen, Törtchen made in Berlin, Cake Invasion, Backpassion und all die anderen Back.Blogs die richtige Kuchen-Kunst betreiben.

In erster Linie koche ich halt super gern. Trotzdem möchte wenigstens die grundsätzlichen Dinge beherrschen, Hefeteig zum Beispiel. Deshalb versuche ich es wieder und wieder und allmählich wird es tatsächlich besser. Die Weckchen sind jedenfalls richtig gut geworden.

Der Osterhase hat hier gestern auch kurz vorbei geschaut. Der arme gestresste Kerl. So viel zu tun, bei so wenig Zeit. Natürlich durfte er seine Löffelchen mal kurz ins Schoko-Gläschen tauchen und dazu ein Dinkel-Weckchen naschen. Immer nur Möhrchen, das ist ja auch nix. Ein Hase, nicht aus Schokolade aber mit Schoko-genetischer Veranlagung, sehr sympathisch.

Es folgen zwei, vom Osterhäschen für gut befundene,

Rezepte.


– Hasis Süße Milchbrötchen –

(ergibt ca. 10 Stück)

Zutaten:

  • 125g Maismehl
  • 325g Dinkelmehl Typ 630
  • 3/4 Päckchen Trockenhefe
  • 60g Rohrohrzucker oder Süße nach Wahl
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 250ml handwarme Soja-Reismilch + etwas zum bepinseln
  • 1 Prise Salz
  • 1 pürierten Apfel (oder 100g Apfelmark) + Abrieb von 1/2 Orange
  • 75g zerlassene, vegane Margarine (Margarine ist meistens vegan)

außerdem

  • 1EL Reissirup (oder Agavendicksaft oder Zucker oder…) für die Glasur
  • optional: 1 TL Kardamom (dadurch wird’s ein bisschen weihnachtlich aber ich liebe Kardamom einfach in Verbindung mit Apfel, allein schon der Duft)

Zubereitung:

Die beiden Mehle in eine Schüssel sieben, mit Zucker, Vanille, (Kardamom) und Salz vermengen (Ich hab den Zucker vorher im Blitzhacker zu Puderzucker vermahlen. Das muss nicht sein aber je feiner die Zutaten, desto besser verbinden sie sich, deshalb hab ich das Mehl auch  durch das Sieb gestrichen…geschüttelt.)

Eine Mulde in die Mitte drücken, Hefe hinein geben, etwas von der warmen Milch angießen. 5 Min. warten, dann die restliche Milch anfüllen und das Apfelmark hinzugeben. Mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine zu einem Teig verarbeiten. Die zerlassene Margarine unterarbeiten und solange weiter kneten, bis sich der Teig recht gut vom Schüsselrand lösen lässt (ca. 5Min.)

Abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen, bis der Teig schön aufgegangen ist. Auf einer bemehlten Arbeitsplatte nochmal durchkneten. 10 gleich-große Portionen abstechen und 10 Brötchen daraus formen (Ich wollte eigentlich Hörnchen machen aber, die sahen irgendwie abstrakt aus.)

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes und leicht eingefettetes Backblech geben und nochmal 30 Minuten gehen lassen. Mit Sojamilch bepinseln,

Im vorgeheizten Ofen, bei 180°C Ober-/Unterhitze,

ca. 20 Minuten goldbraun ausbacken.

1 EL Reissirup mit 1 TL Wasser vermengen und die warmen Weckchen damit bepinseln, danach glänzen sie, wie frisch vom Bäcker.


– Hasis Schoko-Haselnusscreme –

Zutaten:

  • 200g Haselnüsse (geröstet und geschält)
  • 3 EL Back-Kakaopulver
  • 3EL Kokosblütenzucker
  • 3 Datteln (am besten weiche Medjool oder vorher eingeweichte, damit sie sich besser pürieren lassen)
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1 Prise Salz
  • Ca. 100ml Zimmer-warme Pflanzenmilch (hier Reismilch)

Zubereitung:

Zuerst werden die Nüsse geröstet. Ich hab sie in eine Tortenspringform gegeben bei 180°C ca. 10 Minuten geröstet. Sobald die Nüsse etwas abgekühlt sind lassen sich die braunen Häutchen mehrheitlich leicht mit den Händen oder einem Papiertuch abrubbeln.

Nüsse in den Leistungsstarken Mixer geben und je nach Wunsch gröber oder feiner Mixer. (Ich glaube ein Pürierstab würde hier echt an seine Grenzen stoßen- Doch mit dem Blitzhacker und etwas Geduld sollte es ebenfalls funktionieren.)

Wie bei den Weckchen hab ich auch hier den Zucker vor dem Mixen zu Puderzucker vermahlen, damit sich die Masse besser verbindet.

Die restlichen Zutaten und etwas Pflanzenmilch hinzufügen, vorsichtig aber gut durch mixen, nach und nach so viel Pflanzenmilch hinzugeben bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Einen Löffel bereit legen.

 

 

 

 

 

18 Kommentare zu “Vegane Dinkel-Milchbrötchen & ein Schoko-Nuss Aufstrich, zum weglöffeln Gut.”

  1. Da wuerde ich auch mal sagen zum einfach wegloeffeln….und froehliche Ostern. Bin wieder in Wendake bei 19 Grad plus und Schnee liebste Jenny. Mein Koffer war voll mit Haselnuessen aus Piemont…….und die sind als Nougat unglaublich lecker. liebst Gruesse Sabine

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    1. Hallo Sabine, Fröhliche Ostern, nachträglich.
      Schön, dass deine Nüsse und du es durch den Zoll geschafft haben…und dann wirst du direkt von so einem Traumwetter empfangen. Klingt ja schon beinahe nach kanadischem Hochsommer.
      Die Schokocreme war so lecker, mit den Piemont Nüssen wäre sie sicherlich der Oberknaller geworden. Ich kann deine Liebe zu den Haselnüssen echt nachvollziehen. Allein der Duft ist einfach unglaublich. Ich würde Haselnüsse auch viel öfter verwenden aber ich vertrage die braunen Häutchen nicht und bekomm da immer direkt so ein unangenehmes Kratzen auf der Zunge. Also müsste ich sie immer vorher anrösten und abrubbeln und dazu bin ich dann meist doch zu faul und lande bei den Cashews. Shame on me.
      Liebe Grüße und welcome back home.
      Jenny

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      1. Danke liebste Jenny 🙂 Die piemonteser Haselnuesse sind ohne Haut, geroestet und vaccum verschweisst. Es werden immer nur eine kleine Menge Haselnuesse geroestet und verpackt. Mega frisch und der Geruch ist schon der Hammer. Bei uns ist’s gerade wieder kalt und wir sind wie jedes Jahr auf Wohnungssuche in Montreal. Aller liebste Gruesse Sabine

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      1. Schaukelinhaberinnen muss man verwöhnen. 🙂 In einer Reportage sah ich vorgestern einen Herrn, der hat den Hefeteig so groß und dünn durch die Luft geschwungen, dass man nur staunend zusehen und regelrecht durch den Teig hindurch gucken konnte. Backen ist wirklich eine Kunst für sich…doch wie schön, dass es nicht die einzige auf Erden ist. 😉

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    1. Niemals!
      Ich kann zwar keine fünfstöckige Torte in ein Glitzer-Pony verwandeln aber ich kann mit Gemüse-Blättern kochen und sie in Sushi verwandeln…Ich finde das ist auch eine Qualität. 😉
      Danke für das super schöne Kompliment, lieber Arno.
      In Gedanken bei dir ❤ ,
      Rohnifer

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  2. Hmmm…Hasi hatte es danach aber arg schwer…gut, dass das Glas dann doch leer war und er nicht erwartungsvoll mit den Hasenöhrchen schlackernd vor Dir stand und Dich mit treuen Hasenaugen angesehen hat: Mehr von diesem Plagiat!!! 🐰🐰🌰🥕
    Die Brötchen sehen übrigens köstlich aus; und ich habe auch immer meine liebe Müh mit dem Hefeteig und dem glutenfreien Mehl. Manchmal geht er auf, manchmal bleibt er platt und ich habe das Gefühl, dass ich nichts anders mache. Na, liebster Markthase, wir müssen einfach üben, üben, üben!
    Wobei mir gerade einfällt: wann starten wir unser Projekt? 😁😃
    Und wie Du sicherlich merkst: wir sind zurück 🇩🇰🇩🇰 leider…
    Demnächst gibt es dann auch wieder mehr von mir zu lesen! Es grüßt Dich derweil herzlichst Dein Fliegenpilz-Fräulein 🍄

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    1. Haha, ja wer könnte treuen Hasi-Augen schon widerstehen!? 😉
      Danke fürs Kompliment, Lumi Lumi. Schön, dass du wieder da bist. 😉 Urlaube sind ja gefühlt irgendwie immer zu kurz, nicht? Ich hab Anfang Mai Urlaub und dann könnten wir unser Projekt dann wirklich in Angriff nehmen. Ich würde sagen, es sollte auf jeden Fall etwas mit backen zu tun haben… eine Back-Challenge, damit wir auch garantiert an unserem Projekt wachsen können! 😀
      OK??? –
      Ich hab heute wieder Haselnüsse gekauft. Die Creme war echt richtig gut aber ich will versuchen sie noch feiner und auch etwas heller hinzubekommen, damit noch mehr wie das Original aussieht.

      Ich drück dich von Herzen, kleiner Sonnenschein… und halte Ausschau. ❤
      Dein Markthasi 😀

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      1. Guten Abend Markthasi!
        Wie recht Du hast: Urlaube sind immer zu kurz. Besonders dann, wenn man aus der Herzensheimat zurückfährt – das Herz noch im Herzensland, bei Wellenrauschen, Meer und Strand. Der Kopf schon auf den deutschen Straßen…das gehört doch verboten!
        Aber, meine liebe Rohkostqueen, das ist eine hervorragende Idee: lass uns etwas backen! Die Marktfrau und das Fräulein Fliegenpilz – ich freu mich drauf! Was hältst Du von „klassischen“ Rezepten, die man dann vegan bzw. glutenfrei abwandelt und das Saisonale mit einbaut? Es ist doch bald Rhabarberzeit…wäre das nicht etwas?
        Meine Schokocreme-Queen, ich eile zu meiner Spargelcremesuppe und werde gleich mit einem Krimi aufs Sofa sinken (eigentlich wollte ich ja meinen Blogartikel übersetzen und sollte noch zwei weitere Artikel übersetzen, aber heute Abend – neeeee). Es drückt Dich von Herzen zurück 🍄

        Gefällt 1 Person

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