Selbstgemachte Gnocchi oder Schupfnudeln. Total simpel, vegan und glutenfrei.

…Und nochmal so viel leckerer als die erste Variante mit Dinkel und Buchweizenmehl!

So lecker, dass ich ein viertel davon, nach dem kochen, einfach pur weg genascht habe. Und da kann ich auch direkt was zur Haltbarkeit sagen. Ein paar habe ich nämlich noch im Kühlschrank stehen. Heute ist Tag drei nach Produktionsbeginn und sie schmecken nach wie vor wunderbar.

Eigentlich habe ich kein Problem mit Gluten und muss mich auch sonst nicht mit irgendwelchen Lebensmittel Unverträglichkeiten herum schlagen. Als Kind und Jugendliche hatte ich Neurodermitis und durfte deshalb einiges von dem, was Kinder so als Leckereien empfinden, eben nicht essen. Ketchup zum Beispiel. Der ging gar nicht. Nicht mal heimlich, denn es blieb ja nie lange geheim. Pommes ohne Ketchup. Da zieh ich heute noch ne Schnute und denke, Eltern können so grausam sein.     

Um so mehr genieße ich jetzt natürlich, dass ich alles Essen und trinken darf, worauf ich Lust habe, wenn ich Lust darauf habe.

Diese Freiheit ist ein Geschenk.

Ich kann euch jetzt leider keine tolle Story darüber erzählen, wie ich meine Neurodermitis durch die Umstellung auf vegane Ernährung geheilt habe. Denn das lief unabhängig voneinander und auch wenn ich glaube das Ernährung viel kann und der Grundbaustein für Gesundheit ist, so ist sie dann eben auch doch nur das – ein Baustein von vielen. Aber was rede ich da.

Ich bin eine Marktfrau und dies ist ein Kochblog.

Glutenfrei zu Kochen finde ich momentan jedenfalls besonders spannend, weil es so experimentell, herausfordernd und irgendwie ganz anders ist. Es ist anders, neu und immer wieder ein kleines Abenteuer (auch, weil man ja nie weiß ob am Ende etwas Essbares, Ganzes dabei heraus kommt ). Aber, wenn es gelingt, so wie in diesem Fall dann schmeckt es meist lecker, so richtig lecker, sogar noch leckerer als die glutenhaltigen Variante. Für die Gnocchis/Schupfnudeln habe ich diesmal anstelle von Dinkel-  glutenfreies Maismehl verwendet. Das liebe ich sowie so, denn es ist fein- aromatisch, es gibt eine schöne Farbe an den Teig (im natürlichen Licht waren die Gnocchis und Nudeln leuchtend gelb) und es macht eine tolle fluffige Textur. Ich weiß nicht ob ihr meine glutvollen, glutenfreien Italiener a la Ciabata kennt?

Ich glaube, es war damals so mit das erste Mal, das ich überhaupt mit Maismehl gebacken hatte und am Ende hatten die Brote zwar keinen sexy Akzent oder einen schnieken Drei- Tagebart aber heiße Schnittchen waren es allemal.

Und nun geht es zum eigentlichen Rezept:

die liebe WordBUZZz hat mich vor ein paar Tagen gefragt ob ich nicht ein Rezept für eine glutenfreie Schupfnudeln hätte. Hatte ich nicht aber ich sagte – Ok. Herausforderung akzeptiert! Und dann ging es so leicht und hat direkt im ersten Versuch so wunderbar funktioniert, dass es ein beinahe schon magischer Küchenmoment war. – Einer in dem aus Schupfnudeln Gnocchi werden. Gell, Arno? 😀


Schupfnudeln oder Gnocchi

– vegan und glutenfrei –

  • 4 Kartoffeln, mehlig kochend (468g, mit Schale gewogen)
  • 85g Maismehl
  • 3 EL Speisestärke (Mais)
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL Lupinenmehl mit 6 EL Wasser angerührt (als Eiersatz)

Zubereitung:

  1. Kartoffeln garen, pellen, stampfen, auskühlen lassen.
  2. Die übrigen Zutaten unterkneten, kneten bis ein geschmeidiger Teigklos entstanden ist.
  3. Gnocchi oder Schupfudel formen. – Für das Muster habe ich die Gnocchi mit der Rückseite einer Gabel … gestempelt?
  4. Portionsweise in heißem aber nicht mehr kochenden Salzwasser gar ziehen lassen, bis sie von alleine an die Wasser-Oberfläche ziehen. Das dauert je nach Größe ca. eine halbe Minute.

Wenn man mag, kann man die Gnocchi/Schupfnudeln jetzt noch anbraten. Sie schmecken aber auch so verdammt gut.

🤗

35 Kommentare zu „Selbstgemachte Gnocchi oder Schupfnudeln. Total simpel, vegan und glutenfrei.“

  1. Da haben wir wieder was gemeinsam Jenny, ich liebe auch Maismehl, u.a. weil gelb meine Lieblingsfarbe ist. Zu Schupfnudeln oder Gnocchi brauche ich gar nichts sagen, außer lecker! Kann ich immer essen!
    Ich ernähre mich jetzt schon länger glutenfrei, weil ich Darmprobleme hatte und merkte, dass Gluten mich müde macht. Mittlerweile bin ich nicht mehr so streng, da ich das Gefühl habe, dass ich es jetzt besser vertrage, aber wo es geht, verzichte ich lieber. Und ich vermisse immer noch so einen richtigen Hefeteig, den man so herrlich kneten kann, da gibt es keinen Ersatz für mich und auch keine Gewöhnung. Vegane zernagst mir nie schwer gefallen, glutenfrei schon. Aber das mache ich ja auch nicht so richtig freiwillig, vielleicht ist das der Grund.
    Jedenfalls werden zu meinem Rest Sauerkraut auf jeden Fall sehr gut Schupfnudeln passen, aber gebraten, so mag ich sie am liebsten.
    Dir noch einen schönen Abend, lieben Gruß Marlies

    Gefällt 4 Personen

    1. Eine sonnige Lieblingsfarbe, das gefällt mir liebe Marlies. 🙂
      Das mit der Müdigkeit merke ich bei mir auch manchmal. Deshalb esse ich Brot, Kuchen etc. meist nur noch Abends, wenn ich danach nicht mehr aktiv sein muss.
      Aber, es ist wie du sagst, es gibt kaum etwas schöneres als einen glatten, geschmeidigen Hefeteig zu kneten. Das ist wie eine kleine Yoga-Meditation.^^
      Stimmt, glutenfreier Teig zickt da eher rum und wird pampig. Trotzdem – vielleicht entdecken wir ja doch noch ein Rezept, dass uns auch glutenfrei in den Hefe-Himmel versetzt. Die glutenfreien Italiener waren jedenfalls schon nah dran. 😉 Maismehl ist wirklich so genial!
      Hab einen schönen Sonntag liebe Marlies,
      Jenny

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  2. Ähm, ernsthaft so einfach?! Na gut, aber selbst Einstein liebte das KISS Prinzip: Keep it simple stupid. Dann werde ich mich mal demnächst auf die Nudeln freuen. Allerdings wohl erst nächsten Freitag. Nach der Arbeit steh ich nicht mehr in der Küche ;D Zumal ich jetzt erst einmal nach Cornstarch oder Mondamin suchen muss. Ginge Alternativ auch Xanthan? Und bräuchte ich ein EI? oder Zwei? Würde es gern vegan versuchen, aber ich bin mir nicht sicher ob dieReformhäuser Lupinenmehl haben und zu welchem Preis 😦

    Aber Dankeschöööööööööööön……

    Gefällt 4 Personen

    1. Das Prinzip gefällt mir! Ich mag auch Sachen die viel Chi chi und Bastel-Arbeit erfordern aber gerade in der Alltagsküche sollte es eher einfach und lecker sein. Von daher – Bitte sehr gern, Ich hab mich total gefreut, dass du mir diese „Aufgabe“ gestellt hast.
      Zu der Verwendung von Xanthan kann ich dir leider gar nichts sagen, weil ich es noch nie benutzt habe. Doch ich hab das jetzt mal gegooglet und wage mal vorsichtig zu behaupten, dass es auch damit funktionieren müsste, dass du dann aber weniger verwenden solltest als im Rezept angegeben, weil es besser bindet als Maisstärke.
      Entsprechend der Lupinenmehl Menge würde zwei Eier nehmen. Ansonsten ginge auch Sojamehl oder Ei-Ersatz Pulver (gleiche Menge wie im Rezept) 😉

      – Sehr gern. Und gerne wieder. 😉

      Gefällt 2 Personen

      1. Dank Vietnamesischem Supermarkt gibt es tatsächlich nun Maisstärke ;D Für das Xanthan war ich zu faul zum Suchen… Also ich hätte noch andere Aufgaben für dich wenn du willst…. All meine gescheiterten Backprojekte 😀 Das sind ein paar und manche sind davon sogar mit Chi-Chi und FrouFrou verbunden. Aber ich kann auch verstehen wenn du ersteinmal eine Pause brauchst. Zumal es dein Blog ist, nicht meiner 😉

        Gefällt 3 Personen

      2. Ach, ab und an ist das nette Abwechslung. Ich koche ja immer nur nach eigenem Gusto. Ist immer schön, wenn zwischendurch mal ein anderer Geschmacks-Drive mit rein kommt. Ohne dich hätte ich die glutenfreien Gnocchi/Schupfnudeln ja nicht gemacht und da wär mir doch glatt was sehr leckeres entgangen. 😄
        Wie auch immer, als nächstes gibt es das Rezept für die glutenfreien Kichererbsen Kekse. Die waren echt genial. 😌

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  3. Es war mir ja irgendwie klar, dass du nicht nur die Form vollenden willst, sondern auch gleich die Gnocchi hinterher schiebst 😀 Die sehen so bildschön aus, dass ich mir dein Bild ehrfürchtig anschaue wie schön die kleinen Dinger da auf den Kochtopf warten. Ich werde beim nächsten Mal die vegane Rezeptur ausprobieren, denn in Marburg finden sich die Zutaten sicher. Die Herausforderung für mich werden die 468g, aber irgenwas ist ja immer 🙂 Herzkochende Grüße an meine Lieblingsveganerin von der ganzen Welt oder einfacher gesagt, Rohnifer ❤

    Gefällt 2 Personen

    1. Ach, Arno, jetzt veräppelst du mich aber! 😀 468g^^ …Da ich nun endlich eine digitale Küchenwaage besitze kann ich mal so richtig Profimäßig mit Korinthen-Exakten Mengenangabe daher kommen, mache es dann aber durch die Verwendung von EL wieder kaputt. 😉
      Ich fand die Gnocchi/Schupfnudeln tatsächlich besser als alle bisher gekauften!
      Und vor knütternden Italienern habe ich bestimmt keine Angst. Die bekommen einfach ein charmantes Lächeln und eine Portion glutenfreier Gnocchi vorgesetzt! 😉
      … Ich sehe da echt keinen Unterschied.
      Liebste Grüße, Rohnifer ❤

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      1. Ach, ich wußte ja nicht, dass du eine neue Küchenwaage hast liebste Marktfee 😀 Ich fand es nur urkomisch, dass eine so freihändig arbeitende Küchenchefin mit Gramm daher kommt 😉 Ich habe noch die abgearbeitete Küchenwaage meiner lange verstorbenen Schwiegermutti und erst wenn diese ebenfalls das zeitliche segnet beschäftige ich mich mit einer neuen Anschaffung, vielleicht aber dann doch wieder analog, da ich doch etwas sentimental bin 🙂 Ich wünsche dir einen leckeren Feiertag ❤

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