Aus der Winterbackstub’n: Schnelles (Dinkel-) Baguette.

Nach Art des „magischen“ Baguette.

Ich bin im Netz mehrfach auf Rezepte für dieses schnelle und unkomplizierte Baguette gestoßen und, weil ich wie gestern erwähnt momentan zwar im Backfieber bin aber überhaupt nichts dagegen habe, wenn es auch mal was schneller geht, dachte ich, ich probiere das einfach mal aus.

Und das Ergebnis ist wirklich großartig geworden. Ich präsentiere, nun, mein Dinkel-  Baguette im Schnee …

… Die Lichtverhältnisse waren an diesem Tag eher trist, deshalb hab ich das Baguette einfach mit auf den Balkon genommen.

Auf dem Bild seht ihr außerdem ein paar Ofenberliner mit Whiskey-Buttercreme Füllung, die ich parallel zu den Baguettes gebacken hatte. Die Berliner waren ebenfalls gut, hätten aber noch ein bisschen mehr aufgehen dürfen. Ich backe sie nochmal und dann gibt es auch ein Rezept. Allein die Cremefüllung ist ein eigenes Rezept wert. Die ist echt gut geworden.

Nach den Schneefotos waren die Baguettes dann jedenfalls perfekt temperiert, und Bissbereit.

Wie gesagt, das Licht war nicht so gut. Ich hoffe, man kann trotzdem sehen, wie locker und knusprig das Brot geworden ist. Echt lecker… Wobei ich gestehen muss, dass mir die italienische Ciabatta Variante (mit ein wenig Olivenöl) vielleicht noch einen ticken besser gefällt aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Alles andere wäre ja auch langweilig.

Die Arbeitsschritte sind  recht simpel.

Man rührt den Teig an. Dieser ist relativ feucht. Das muss so sein. Also, für mich ist Backen ja noch relatives Neuland aber mittlerweile habe selbst ich die Erfahrung gemacht, dass Hefeteige schneller und besser gehen, je feuchter sie zu Anfang sind. Bei Broten ist das ja auch kein Problem, weil die nicht mehr großartig in Form gebracht werden müssen.

Bei Hefezöpfen, Schnecken und allem, was man am Ende filigran Formen möchte, wäre diese Konsistenz allerdings zu flüssig. Dann müsste man nach der Gehzeit nochmal richtig viel Mehl unterkneten, damit der Teig formbar wird. Das macht den Teig schwer, erdrückt die Hefe und der ganze Gehzeit-Effekt wäre dahin.

Nach dem Anrühren, darf der Baguette Teig, an einem warmen Ort, 1 Stunde ruhen. Danach wird er nicht mehr geknetet sondern unter Zugabe von ein wenig Mehl sofort in Form gebracht. Anschließend kommt er auf das Blech oder in die Baguette-Schiene (Kosten, ca. 10 Euro) und darf dort nochmal 15 Minuten gehen. Und wie sie gegangen sind!

Hübsch, nicht!? Und dann werden die Baguettes auch schon gebacken.

In knapp zwei Stunden erhaltet ihr ein wunderbar knuspriges und lockeres Baguette, wie frisch vom Bäcker.

Einen Tipp, den mir Stephfanny („Mein Glutenfreier Backofen) vor ein paar Tagen, für glutenfreie Hefeteige, gegeben hat und der auch hier super funktioniert hat: Einen Schuss Apfelessig mit in den Teig geben.

Das macht ihn lockerer und begünstigt das Austreiben der Hefe. Vielen Dank. Super Tipp! Mache ich jetzt immer so und vielleicht klappt es ja dann bald doch noch mit dem lockeren, glutenfreien Hefeteig. Ich geb da nicht auf! 😉

Heute gibt es aber erst mal den stark glutenhaltigen Hefeteig.

Zum Rezept:


Für 2 Baguettes:

  • 300g Mehl (Dinkelmehl Typ 1050)
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 1 TL Gerstenmalz (oder Zucker)
  • 8g Salz
  • 200ml Reismilch oder Wasser
  • 2 TL Apfelessig (ca. 8g)

Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben.

Mehl und Salz eine Schüssel geben / Eine Mulde in die Mitte drücken, dort hinein die Hefe bröckeln – in 100ml Reismilch/Wasser und Gerstenmalz (oder Zucker) auflösen. / Mulde mit ein wenig Mehl verschließen / kurz warten, bis die Hefe aktiviert ist, indem sie zu schäumen beginnt / Apfelessig und restliche Milch hinzufügen/ Am besten mit dem Handrührgerät/der Küchenmaschine 5 Minuten verkneten.

Teig in einer geölten und leicht mit Mehl bestäubten Schüssel abgedeckt, an einem warmen Ort, 1 Stunde gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.

Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben/ halbieren/ unter Zuhilfenahme von ein wenig Mehl zwei Baguettes formen – Ich hab das nach der Zwirbel- Methode gemacht, indem ich die Stränge, mit bemehlten Händen immer wieder um sich selbst gedreht habe. Ihr könnt natürlich auch einfach zwei Stangen formen.

Die Baguettes nochmal 15 Minuten im Raum gehen lassen.

Backen: Im vorgeheizten Backofen für 15 Minuten bei 240°C Ober-/Unterhitze, dann weitere 10-15 Minuten bei 220°C  

Eine schöne Kruste gibt es, wenn ihr ein Schälchen Wasser mit in den vorgeheizten Ofen stellt.


 

Noch immer, Helaaf! ihr Lieben.

Vegan und Heimatlos. 100g Liebe (2EL Humor)

 

 

22 Kommentare zu „Aus der Winterbackstub’n: Schnelles (Dinkel-) Baguette.“

  1. JA! Auf das Rezept von Dir habe ich gewartet liebste Jenny! Das Baguette sieht mega aus und ich arbeite auch nur mit Dinkel. Die Lochform habe ich auch, mal von ca. 20 Jahren gekauft und nicht oft benutzt. Das wird jetzt anders. Allerliebste Wintergruesse, immer noch aus Ottawa
    Sabine

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  2. Da hast du ja ein paar tolle Tipps für uns auf Lager gehabt. Das schnelle Baguette mit dem Apfelessig probiere ich sicher aus. Von den Lochblechen habe ich noch nie gehört, aber es sieht so aus, als ob dann die luftige Hitze an alle Stellen gleichzeitig kommt. Die Balkonbilder sind gut zu erkennen und bei dem aufgebrochenem Baguette sieht man die schönen Luftblasen die sich gebildet haben, mit bestimmt ganz viel Aroma drumherum 🙂 Dir eine wunderbare Woche liebe Rohnifer ❤

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    1. Hallo Arno, Das Lochblech ist echt gut, die Baguette Schiene ist besser.^^ Genau, die Luft verteilt sich so gleichmäßiger. Ich verwende das Loch-Blech meist für Pizza und für Gemüsechips…Das Baguette ist echt ein Traum aber nun will ich mich mal an ein echtes Sauerteigbrot wagen, vielleicht mit Walnüssen. Ich bin gespannt, was das gibt.
      Habs kuschelig, lieber Arno. ❤
      Liebe Grüße, Rohnifer

      Gefällt 2 Personen

  3. Das möchte ich jetzt gerne mal von abbeißen, darf auch etwas mehr sein, ich hatte gerade nur noch eine Banane.
    Ich hatte mal für Brötchen ein Lochblech, war gut, für Baguettes wollte ich auch noch eine Form kaufen, aber ich backe sie kaum noch, denn glutenfrei mag ich sie nicht, dann mache ich lieber mal eine Ausnahme. Das Zwirbeln lockt mich, muss ich unbedingt mal ausprobieren.
    Lieben Gruß Marlies

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    1. Ach, du Liebe, ich weiß noch wie du gesagt hast, „Glutenfreien Hefeteig, das tu ich mir nicht an.“ Mich hat es total gepackt. Ich hab in zwei Wochen ca. 8 glutenfreie Hefeteige gebacken! Mich lässt das einfach nicht los. 😀 Die Ergebnisse sind mal mehr, mal weniger gut geworden, weil ich keine fertige Mehlmischung verwenden wollte. Diese ganze Speisestärke in den Fertigmehlen. Ich halte das für nicht sehr… bekömmlich. Es ist komplett übertrieben aber ich kann das gerade irgendwie nicht los lassen, bis ich ein zufriedenstellendes Ergebnis auf dem Teller habe. Das Formen (sogar mit Muster) klappt mittlerweile wunderbar aber der Teig an sich, müsste echt noch was fluffiger werden. Irgendwann… 😉
      Ich hoffe jedenfalls, auch die Banane hat gemundet. Ich hätte gerne mit dir geteilt. So hab ich eines der Baguettes meiner Freundin Nadine geschenkt… Ja, das Zwirbeln und formen ist neben dem Kneten, das schönste am Hefeteig. 🙂 Die Form ist echt super. Ein Lochblech habe ich auch aber mit der Schiene werden die Baguettes echt nochmal anders und knuspriger. Hab einen schönen Tag.
      Liebe Grüße zurück,
      Jenny

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      1. Dann warte ich mal geduldig, bis Du den perfekten glutenfreien Hefeteig zusammen gebastelt hast.
        Fürs Brot habe ich jetzt Backmischungen von Bauck, glutenfrei und ohne Hefe, die schmecken frisch sehr gut und danach ganz gut, sind mit Sauerteig, den werde ich jetzt gleich mal ansetzen, glutenfrei!
        Einen sonnigen Tag,
        Lieben Gruß Marlies

        Gefällt 2 Personen

    1. Guten Morgen herzige Gaby,
      Die Baguetteschiene kann ich uneingeschränkt empfehlen. Die Baguettes werden zum einen Super-knusprig und sie behalten beim gehen ihre schöne Form (außer, wenn man so wie ich das Geh-Volumen unterschätzt, dann wachsen sie über sich selbst äh, die Schiene hinaus^^)
      Hab einen schönen Tag ❤
      Liebe Grüße, Jenny

      Gefällt 3 Personen

  4. Hallo,

    Baguettes müsste ich auch unbedingt mal backen. Brot habe ich schon gebacken nur Baguettes noch nicht, dass kommt wohl auf die to-do Liste 🙂

    Ich habe mich sehr über den Like zu meinem aktuellen Beitrag gefreut, dass ich nach so langer Zeit noch beachtet werde, macht mich echt froh 🙂 Großes Dankeschön!

    lg Ellie

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    1. Hallo Ellie, Ich freue mich, dass du wieder da bist. Was du geschrieben hast, hat mich echt berührt. Ich konnte das, was du da gesagt hast echt nachvollziehen. Auch ich hatte eine Phase, in der ich wenig Lust zu bloggen hatte, den Sinn hinterfragt habe und mich mit Fragen wie, was ist denn eigentlich „gesund“ und kann man überhaupt noch originelle Rezepte entwickeln, beschäftigt habe aber ich denke, wenn man einfach nach seinem eigenen Gusto und Bauchgefühl bloggt, dann entsteht automatisch ein individueller und kreativer Blogfeed. Auch, wenn es alle Rezepte schon mal gegeben hat, das wie und was man daraus macht und wie man es präsentiert ist einzigartig und schön.
      Deshalb, schön, dass du wieder da bist. Ich mochte und mag deinen Blog nach wie vor sehr. 🙂 Die Baguettes kann ich echt uneingeschränkt empfehlen. Absolut lecker! Ich will mich demnächst mal an ein Sauerteig Brot trauen.
      Liebe Grüße, Jenny

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      1. Hallo Jenny,
        vielen Dank für deine ausführliche Nachricht, mich freut das gerade sehr. Anscheinend bin ich mit meiner Auffassung nicht alleine 🙂 Mich regt, dass teilweise wirklich auf, dass sich jeder für den Experten hält, der alles richtig macht und dass dabei oft Geschmack, Spaß und Gelassenheit beim Kochen/Essen verloren geht. Klar ich unterstütze vegetarische und vegane Gerichte und auch diese Lebensweise, aber muss alles immer zu 100% perfekt sein? Es macht doch keinen Sinn, wenn man sich nicht komplett wohl dabei fühlt. Und da ich halt schon sehr nahe an dieser Situation war, wo man sich nicht mehr wohlfühlt dabei, werde ich einfach spontan Rezepte bloggen und Beiträge schreiben. Dann wann ich Lust habe 🙂 Und ich muss mich durch manche Kochblogs wiederlesen, ich habe die echt wirklich vermisst 🙂 Vielen Dank für deine lieben Worte 🙂 Ich habe auch schon zwei Beiträge fertig, die bald kommen werden, versprochen. lg Ellie

        Gefällt 3 Personen

      2. Du machst das schon richtig so. 🙂 Perfektion ist doch auch nur eine stark gefilterte Instagram Illusion.
        Ich bin da ganz bei dir, Spaß an der Sache, Authentizität und Gelassenheit – viel perfekter geht es doch eigentlich gar nicht und da macht man sich dann selber auch nicht so nen Druck sondern genießt einfach.
        Wie gesagt, schön, dass du wieder da bist. Ich freue mich auf neue genussvolle Beiträge von dir. 🙂

        Hab eine schöne Woche
        Liebe Grüße, Jenny

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      3. Hallo ich wünsche dir auch eine schöne Woche und danke für deine Worte, ich freu mich auch wieder mehr aufs bloggen und Instagram wird generell überbewertet 🙂

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    1. Hach! Die Berliner wollte ich ja auch nochmal backen. Das ist echt schlimm. Wenn man die Dinge nicht direkt in Angriff nimmt… Eigentlich bin ich schon bei einem ganz neuen Backexperiment mit Süßkartoffeln aber vielleicht kann ich ja beides miteinander verbinden.
      Und bitte, sehr gern. Ich bin echt ein Fan der Baguette Schiene. Das Backergebnis ist echt super!
      Liebe Grüße zurück, Jenny

      Gefällt 2 Personen

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