Archiv der Kategorie: Aufstriche, Käse-Alternativen & Dips

Da man ja meist ein ganzes Gericht zubereitet: Mehr Käse, Dips und Saucen findet oben, unter – Alle Rezepte

Damals, als wir noch Pizza Freunde waren.

Sagen wir, ich wollte den Unterschied testen zwischen Pan-Pizza und Freihand gebackener. Oder sagen wir, ich wollte Pizza aber nicht zwei Tage hintereinander das Gleiche essen.

Also gab es Pizza Nummer eins als Pan- Pizza.

Neuland für mich.

Die Form wird gut geölt und leicht bemehlt,

als Belag gibt es Spinat und Austernpilze, veganen Käse und Knoblauch.

Als Basis hab ich statt Tomatensauce den hellen Gartenkräuter-Aufstrich von Alnatura verwendet.

Passt gut zum Spinat.

Und nach 30 Minuten Backzeit sitze ich da, esse meine Pan Pizza mit extra dickem Boden

 und muss lächeln.

Darüber, wie ein einfaches Essen oder wie ein einfacher Duft bestimmte Erinnerungen wie aus dem Nichts wieder hervorkramen kann.

Damals in Bochum war’s. Natürlich. Denn, da komm ich ja her.

Wenn man ins Kino wollte, fuhr man in die Stadt, ging ins Union oder Bofimax und schmuggelte seine eigenen Chipstüten mit rein. Und bekam vom Film nicht allzu viel mit, weil man mit wichtigeren Dingen wie Knutschen beschäftigt war. Das war schon ok so. Titanic hatte wir eh alle dreimal nicht- gesehen. Warum? Dem Jetzt-Ich erschließt sich das nicht und doch würde es heute wohl wieder das Knutschen vorziehen. Wie oft kann ein einzelnes Schiff schon untergehen?

Ein bisschen später war Knutschen im Kino eher uncool. Schließlich hatte man das hart verdiente Taschengeld für Karten, Popcorn und Cola an der Kasse gelassen und man hatte dort quälende fünf Minuten durchlebt, in denen man mit schwitzigen Händen, immer wieder den Satz „Oh! Den hab ich wohl vergessen…“ im Geiste, vor der Kassierin, wiederholt hatte. Tarantino im Doppelpack war ein bisschen Schweiß  doch alle Mal wert. Vom Hauptfilm bekam man dann trotzdem wieder nicht allzu viel mit. Weil man abgelenkt wurde. Von zwei stark ineinander verhakten Köpfen. Schmatzend, aufdringlich, genau eine Reihe vor… Natürlich. Eine Reihe vor. Wo, auch sonst!?

Aber wenigstens saß man nun im netten Ambiente nämlich im Casablanca, einem kleinen, im 50er Jahre Stil gehaltenen unabhängigen Kino, mit viel Beinfreiheit und vielen schummerigen, kleinen Tischlampen und das machte dann mindestens genau so viel her wie der Film. Und das Jetzt-Ich denkt – Klar, ein echter Gentleman hätte dort geknutscht…

Mit den ersten Führerscheinen kam die mobile Freiheit, kam das UCI. Kam die UCI- Kinowelt. Im Ruhrpark.

Vorher ging man zu Pizza Hut, plauderte über LK-Fächer, mündliche Prüfungen Nebenjobs und Silvesterpartys. Man diskutierte wichtige Fragen wie Playa oder Deltapark. Oder doch Bermuda3eck? Und wer fährt?

Geknutscht wurde weniger. Dafür wurde umso mehr gekuschelt – Im Auto,

wenn sechs Leute versuchten, sich in einen Baby blauen Corsa mit eher fragwürdiger Diddle Maus auf der Ablage zu quetschen… Der rote, kleine Fiesta von Michael versprühte da definitiv mehr Rock n Roll, doch der war nach Holland nie wieder derselbe gewesen, also ließen wir den kleinen Fiesta lieber in Ruhe… was allerdings nichts an seinem abrupten und rostigen Ende während einer kalten März Nacht, mitten auf der Wattenscheider Straße, änderte.

Immerhin ritt er dabei beinahe zwar nicht in den Sonnenunter- aber immerhin Aufgang.

Beinahe. Ein beinahe romantisches Ende.

Und nun sitze ich hier vor meiner extra dicken Pizza

und denke an Nadine, Maren, Michael, Bianca und Sabine…

Und Gina.

Das ist eine ganz besondere Erinnerung. Doch darum geht es hier ja nicht. Es geht um Pizza.

Einmal Pan- und einmal Freestyle.

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Hey There. Let’s Vote For Veggies! – Aubergine gegen Aubergine.

Ich habe drei Arbeitskollegen und zwei Kunden gefragt – …Nennen sie ein Gemüse-Produkt aus eigener Ernte, in das sie jetzt spontan reinbeißen könnten…

Alle haben Tomate geantwortet. Manche waren ein wenig irritiert.

Einstimmig. Tomate.

Hm.

Manche haben sich während der Befragung ein wenig seltsam benommen.

Das ist Nadine.

Nadine hat jetzt auch einen Blog. Sie weiß ganz viel darüber wie man Sachen anbaut, wann und wo und wie und so. Lecker vegan kochen kann sie auch.

Een lecker, lecker Mädche eben.

Aber, wo war ich?

Ach, ja – seltsam benommen… Deshalb habe ich beschlossen die Umfrage als nicht zulässig zu werten und das Votum für ungültig zu erklären.

Statt dessen, antwortet die Marktfrauen Allmacht nun stellvertretend für Alle – Auberginen!

Ach, schön.

Ich freu mich, dass ihr alle die Aubergine genannt habt. Die Königin der Nachtschattengewächse. Irgendwie hab ich es ja schon geahnt aber, dass ihr jetzt wirklich alle für die Aubergine gestimmt habt… Ich bin ganz sprachlos. Toll. Danke und schön, dass ihr mitgemacht habt. Echt super.

 

 Die Welt will Auberginen. Mehr davon. Natürlich. Na, und wo gerade alle so begeistert sind und uns die eggplants nur so aus den Händen reißen, da lasse ich sie doch heute einfach noch mal in einem hundert prozentig fairen Wettkampf gegen sich selbst antreten und frage. Ganz objektiv.

Wem gibst du deine Stimme? Hey There. Let’s Vote For Veggies! – Aubergine gegen Aubergine. weiterlesen

2 Fräulein backen – Herzhaft/Vegan… Würziges Bratkatoffelbrot, mit Wildkräuter-Quark oder Käse überbacken.

Mit Märzen im Herzen ist es September geworden. Eine Katze grinst, lugt träge hinter der Kellertreppe hervor. Sie will hinaus, weiß aber noch nicht ob sie mir vertrauen kann. Kann sie. – Ich lasse sie hinaus, damit sie dort die letzten Sonnenstrahlen und anderes Getier jagen kann. Bald wird das letzte Glühwürmchen das Licht ausknipst haben. Dann wieder herrschen die Schatten, kalt und eisig, lassen sie Kaninchen zur gänzlichen Weiße erstarren – Wir haben keine Zeit! Mein Herr, sie zittern ja. Sehnen uns nach Wärme! Wir eilen mit eng anliegendem Kopf von a nach b aber noch nicht! Nein, noch ist Zeit und sowieso – Es ist Sonntag. Selbst die Sonne hat Zeit.

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Also nehme ich das kleine, zittrige Kaninchen, behutsam setze ich es mir auf den Bauch, wo bereits die Katze zufrieden von einem Ohr zum anderen grinst. Ihre Stimme gleicht einem zarten Schnurren. Sie flüstert…

„Ich bin verrückt. Du bist verrückt. Ich bin verrückt. Du…“*

“ Verrückt ist, wie verschwenderisch sie hier mit Worten umgehen!!“ kreischt das Kaninchen. „Nur ein Satz pro Katze! Nur ein Satz!!! Sie kennen wohl die Regeln nicht, wie!? Sie müssen wohl eine besonders dumme ihrer Art sein, wie!? Dacht‘ ich mir gleich! Das kostet sie jetzt fein was extra! E-X-T-R-A. Zeit wächst doch schließlich nicht wie Sand auf Bäumen! Wenn ich hier nur schnell genug wieder weg komme…“ – Wo wollen sie denn hin, werter Herr Kaninchen? Vielleicht können wir ihnen bei ihrem Weg behilflich sein? –  „Nein!“ protestiert er. „Geht nicht. Geht nicht! Kaputt. Einfach kaputt. So ein Elend und unmöglich. So un-möglich. Ich hab’s glatt vergessen! Diese Katze ist Schuld. (Er deutet auf die Fliege) Sie hat meine Zeit verschwendet und nun ist mir alles… unklar und einerlei.“ – „Da-h-h-nn“gähnt die Katze, „Dann ist es auch egal, wie du weiter gehst* und dann kannst du auch noch ein bisschen bleiben und wir borgen dir einfach etwas von unserer Zeit. Unserer Kartoffel nach haben wir noch mehr als genug davon.“

Oh, ja bleib und hilf uns. Das quirrlige Fräulein Fliegenpilz hat uns eine würzige Spinat-Quiche gebacken, glutenfrei und nun wollen wir ihr unsererseits etwas herzhaftes zu tun. Ein Bratkartoffelbrot aber ein veganes – Mit Dip und Käse und Blümchen, denn ein kleines Blümchen sollte nicht fehlen.

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Und dir, werter Herr Kaninchen, schenken wir eine neue Kartoffel.

Eine Bratkartoffel die richtig tickt.

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„Verrückt“, schrillt das Kanninchen. „Verrückt! Glutenfrei. Vegan. Sie sind hier ja alle schon ganz wahnsinnig. – So, wie sie, mein Herr.

Wie ich? Ausgerechnet I-c-h? Woher willst DU wissen, dass ICH verrückt bin!? – „Wenn du es nicht wärst,“ stellte die Grinsekatze fest, „dann wärest du nicht hier.“* 

„Aber gleich vegan? Ausgerechnet vegan! Unmöglich – Sie dummes Ding. Und da lachen sie noch! Dabei halten sich eine bunte Katze auf dem Bauch und sehen sie nur! Die Katze trägt eine Fliege. Gerade fliegt sie davon. Da sehen sie! Sie fliegt und hat die Katze geschultert. Unmöglich!“

Ach, wissen sie (aus purer Freude klatsche ich in die Hände) „Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet.“* sage ich und sehe winkend dem Kätzchen hinterher. Sobald sie bei uns angekommen sind, werden sie das begreifen. Heute, Morgen oder Gestern. Ganz wie sie… Oh, wie schön! Da! Sehen sie nur. Ihre Löffel haben bereits angefangen sich blau zu färben… und ihr Näschen leuchtet, ich glaube zart-rosa ist es… mit einem kleinen Tupfer grün.

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Sie werden schon bunter, mein Herr! Nur zu. Nur zu. Dann können wir gleich los legen. Das französisch-farbene Fräulein und der kleine, verrückte Fliegenpilz erwarten uns sicherlich bereits. Husch, husch in die Küche mit ihnen und vergessen sie ihre Löffel nicht. 2 Fräulein backen – Herzhaft/Vegan… Würziges Bratkatoffelbrot, mit Wildkräuter-Quark oder Käse überbacken. weiterlesen

Sommernachts- Träume… Auberginenauflauf, vegan und glutenfrei.

Sommerzeit…

Ist Ernte-Zeit.

Tomaten, Paprika, Zucchini, Auberginen.

Alles aus eigener Ernte.

Genau so wie die hübschen bunten Möhrchen, Sellerie, Kohlrabi, Rote Bete, Salate …Himbeeren.

Die Liste ist lang.

Und doch hält man manchmal einen fremden

Schatz in Händen.

Darf man das?

Mango, Papaya, Bananen, Aprikosen?

Braucht man das? Haben wir denn nicht genug Fülle?

Oder

ist es einfach eine Frage der

Balance?

Hm.

Zum Rezept:


Zettel’s

– Auberginen- Auflauf mit Tomaten –

Zutaten:

  • 1 große Aubergine
  • 2-3 Tomaten (am besten Fleischtomaten)
  • 1/2 Becher Humus (Pikant)*
  • 1 rote Zwiebel
  • Bohnenkraut, Basilikum
  • Agavendicksaft oder etwas Zucker

Herstellung:

Den Backofen auf 210°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Blech mit Backpapier auslegen.

Aubergine der Länge nach in ca. 0,5 – 1,0 cm dünne Scheiben schneiden. (Je dünner desto knuspriger – Je dicker desto saftiger, hinterher. Schmeckt beides.) Mit den Tomaten genau so verfahren. Zwiebel schälen, halbieren dünn aufschneiden.

Auberginenscheiben mit Humus bestreichen. Nebeneinander auf das Backblech geben, mit Tomaten und Zwiebel belegen. Zwiebeln mit ein wenig Agavendicksaft bepinseln.

Auf der mittleren Schiene ca. 25-30 Minuten backen. Zwischendurch 1,2 Mal die Ofen-Tür öffnen, damit ein bisschen Feuchtigkeit entweichen kann.

Mit Bohnenkraut und Basilikum garnieren.

Tipp: Auberginen, die schon leicht schrumpelig sind, eignen sich zum überbacken besonders gut, weil sie weniger Feuchtigkeit besitzen…

Dazu gab es Chili-Tomaten- Bulgur mit Spitzpaprika und buntem Hülsenfruchtmix. ⇑⇑⇑

Guten Appetit.


  •  funktioniert mit eigentlich jedem Aufstrich/ Paste. Bereits getestet und für gut befunden:
  1. Humus Pikant/Natur/Selbstgemacht (Aldi, EDEKA, Reformhaus, ich) ⇒ wird leicht knusprig beim Backen

  2. Streichcreme Gartenkräuter (Alnnatura) ⇒ Die obere Schicht wird beim backen fest, darunter bleibt’s schön cremig. Passt toll, wenn man die gebacken Auberginen zu Stangen- oder Busch Bohnen servieren möchte, wie hier

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Auberginen-Bohneröllchen.

3. Paprika-Hanf Aufstrich (Alnatura) ⇒ tolle rote Farbe, bleibt auch eher cremig. Mild im Geschmack. Ich peppe die Auberginen da gern noch mit etwas Cayenne- und Knobipulver auf, bevor ich sie mit der Paste bestreiche.


„Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen.“

William Shakespeare

Liebe Grüße.

So, und jetzt alle mal recht freundlich, bitte… – Nusskäse mit Sesam.

 

Ich hatte die letzten Tage irgendwie Lust auf Käse, was wohl hauptsächlich daran liegt, dass Kunden mir momentan dauernd den Mund wässrig reden mit „Kennen sie schon diesen Feta-Melonen Salatt?“. „Haben sie schon einmal Feta zusammen mit Melone probiert?“. Mittlerweile könnte ich einen kompletten Rezept-Band nur mit Feta-Melonensalat Rezepten herausbringen. Einer meiner Arbeitskollegen hat mir letzte Woche sogar ein Rezept für einen „Thai Melonen-Salat mit Feta“ abfotografiert und per Whatsapp zu-geschickt. Die Feta-Melone lässt mich momentan wirklich des öfteren schmunzeln. Ich finde es einfach süß, wenn sich jemand derart für ein Rezept begeistern kann und richtig glänzende Augen bekommt, wenn er darüber spricht. Es sind doch die kleine Dinge, die uns den Alltag verschönern und uns Politessen und Parkplatz-Rowdies wieder vergessen lassen.

Doch ich sage gleich, dies hier ist kein veganes Feta Rezept. Bei der Herstellung des Käses hatte ich die Melone noch gar nicht so auf dem Schirm. Ich wollte Käse für meine Dinkel- Pitabrote herstellen.

 

Mittlerweile gibt es ja einige tolle Rezepte für veganen Mandel-Feta im Netz, doch hier gingen meine Gedanken eher in Richtung Sesam. Ich wollte unbedingt einen Käse mit Sesam herstellen, weil ich mir den würzigen Sesam-Geschmack so gut in Käse vorstellen konnte.

Und so entstand an einem verregneten Morgen ein Rezept, dass eigentlich zwei Rezepte beinhaltet. Einmal die Grundmasse, ein schnell zubereiteter ziemlich würziger Frischkäse und einmal ein etwas milderer, schnittfester Weichkäse, der schüchtern Richtung Mozzarella und Tomate winkt. Die Menge ist ausreichend für zwei kleine Käselaibe oder für einen Laib und eine Portion Frischkäse. Grissini, Cracker oder geröstetes Knoblauchbrot passen perfekt zum Frischkäse.

 

Arabella erzählte mir, sie hätte nach meinem Kohlrabi-Päckchen Post blanchierte Kohlrabiblätter mit Ziegenkäse gefüllt und die Päckchen anschließend gegrillt, was wie Kohlrabi-Musik in meinen Ohren klang. Ich wollte das sofort ausprobieren, doch leider waren unsere Kohlrabiblätter letzte Woche so gar nicht schön, also gab es keine gegrillte Kohlrabi-Päckchen a la Arabella sondern

Vegane Käse-Melone im Eisberg-Blatt. 

 

Und ich fand’s ziemlich lecker.

Ist doch immer wieder schön, etwas neues für sich zu entdecken.

Zum Rezept: So, und jetzt alle mal recht freundlich, bitte… – Nusskäse mit Sesam. weiterlesen

Aus der veganen Blätter- Küche. Kohlrabi- Power Päckchen gefüllt mit ReisVleisch und Hot Pepper Paprika Dip.

Ja, ich bin eine Blättermutti.

Mein Herz schlägt höher,

jedesmal,

wenn ich momentan in unsere Sammelkiste schaue.

Rote Bete Grün, Kohlrabiblätter, Mairübchen- und Möhrchengrün.

 Radieschenblätter.

Ich knie vor dieser Kiste und denke:

Uiii.

Anschließend überlege ich, wie ich das alles nur in meinem Kühlschrank unterbringen soll. Doch es klappt ja immer irgendwie. Die Sammel/Grün/Kanninchenkiste, ist momentan wie ein überdimensionierter, loser Smoothiewürfel. Ein Über-Salat. Lebendige Nahrung. Vitalstoff-Power pur…Und ich sehe ja nicht ein, warum nur Kaninchen und der gute, alte Kompost etwas davon haben sollten.

Vor allem der Kunde sollte auch etwas davon haben. Was ich an meinem Job mit am meisten mag ist ja das Reden, sowie das voneinander lernen, ist es, mich über die Mindestanforderung einer Obst- und Gemüse- Bedienung hinaus, mit dem Kunden (auch über die neusten „Blätter-„Rezepte) auszutauschen, die Liebe zum Lebensmittel zu spüren und, ja ich denke man könnte auch sagen, den Kunden und mich selbst in Grünkunde zu schulen, denn nur was man weiß, macht einen bekanntlich heiß-, hungrig – auch auf Grün. Aus der veganen Blätter- Küche. Kohlrabi- Power Päckchen gefüllt mit ReisVleisch und Hot Pepper Paprika Dip. weiterlesen

Frühlings- Geschichten: Brot. Mit Bärlauch, Zitrone und Balsamico.

Selbst gemachtes Bärlauch- & Zitronenöl und Balsamico, als Perle…

…Oder doch eher Kaviar?  

Nebenbei, eine gute Möglichkeit Zitronenschale haltbar zu machen.

Als im vergangenen Jahr die Bärlauch Saison gestartet ist habe ich zwei meiner Rezepte zu diesem Thema „Vom einfachen und vom Guten – Bärlauch.“ genannt. Damals gab es zwei verschiedene Vrischkäse-Dips, einen hellen, cremig milden und einen würzigen, roten mit getrockneter Tomate.

Der heutige Beitrag könnte denselben Titel tragen. Ein Brot beträufelt mit einem guten Öl, ein wenig Balsamico und ein paar Zitronenzesten, das klingt eher nach Brot- Minimalismus. War es auch und soll ich euch mal was sagen – Es war richtig lecker und ein kleiner Hingucker.

Manchmal verderben eben nicht nur viele Köche, sondern auch zu viele Zutaten den Brei – Äh, das Brot. Die Herstellung aller Komponenten ging  ganz leicht und auch relativ fix.  Frühlings- Geschichten: Brot. Mit Bärlauch, Zitrone und Balsamico. weiterlesen

Veganes Türmchen a la Bolognese mit Sauerkraut und Jalapeno – Cheese Cream.

Feurio – da lief nicht viel in den letzten Tagen, außer der Nase. Die Gedanken reichen auch nur langsam wieder weiter, als bis zum nächsten Taschentuch. Warum auch sollte ich verschont bleiben, wo doch um mich herum jeder! einer nach dem anderen infiziert, sagrotanifiziert, trotzdem eliminiert wurde, und wo sogar mein Bruder sich extra die Mühe gemacht hat, von seiner neu-heimatlichen Mosel weg, den ganzen Weg hin zu mir zu reisen, um eine Woche lang fein säuberlich seine Bazillen, in Form sorgfältig zerknüllter Taschentücher um mich herum zu verteilen. Danke. Tolle Leistung…Ja, der Jens. Der Mittlere. Der, der schon bei der Geburt quer lag… Na, lassen wir das. Ich hab ihn ja trotzdem lieb. Sehr sogar.

Nicht nur mein Bruder – Die Menschen um mich herum verschwanden. Einer nach dem anderen zogen sie ein, ins farblose La La lustlos -Taschentuchland und auch ich hab noch schnell die Pappnos aufgesetzt und mich bereitwillig hinten dran gehangen, an die losgegangene Polonaise der Rotznasen und hängenden Schultern, die röchelnd Paracetamol statt Alkohol einfordern. Doch der Husten verschluckt die Worte. Darauf mal ein dreifach geschnieftes Taschentuch Ha-t-chi, Gesundheit Helaaf! – veganes Hacktörtchen, achje. Veganes Türmchen a la Bolognese mit Sauerkraut und Jalapeno – Cheese Cream. weiterlesen

Gehen zwei Tomaten über die Straße… – Törööö Ketchup, mit Agavendicksaft gesüßt, vegan und leicht scharf. Dazu Blumenkohl Schteaks.

Ein Rezept, das mich schon beim fotografieren zum Lachen bringt – Das sind mit die schönsten. Ich muss lachen, weil ein simpler Ketchup eine Erinnerung weckt, die eigentlich schon längst, – längst, tief im Synapsenschrank verschwunden war. Doch nun stehe ich vor diesem Ketchup, verrenke mich, versuche den bestmöglichen Winkel und das richtige Licht einzufangen. Plötzlich kommt mir dieser Witz in den Sinn

  • Gehen zwei Tomaten über die Straße. Wird die eine von einem Auto überfahren. Seufzt die andere: Komm, Ketchup. Geh’n wir rüber zur Pommes-Bude… – 

Eigentlich ist der einzige Witz an den ich mich spontan erinnern könnte, wenn ich nun müsste, den ich aufsagen würde, wobei ich ihn hier ja Gott sei Dank nicht wirklich auf-sagen muss, denn Witze erzählen kann ich so gar nicht und lustig finde ich die meisten auch nicht. Gehen zwei Tomaten über die Straße… – Törööö Ketchup, mit Agavendicksaft gesüßt, vegan und leicht scharf. Dazu Blumenkohl Schteaks. weiterlesen

Rotkohl wie Sauerkraut, Grünkohl mal gar nicht so wie bei Omma, dazu Hummus mit getrockneten Tomaten und Harissa. Und ein neuer Mixer zieht ein.

Fokus zurück auf’s Essen.

Zur Zeit tickt die Blog-Uhr, in einem dem Winterschlaf angepassten Tempo. Die Zeit vergeht nicht langsamer, im Gegenteil. Doch jede kleinste Bewegung kostete plötzlich ein ungleiches mehr an Energie, was einen Zeitlupeneffekt auf den gesamten, sich zunehmend zu einer schnurrenden Rolle krümmen wollenden Habitus nach sich zog. Die Menschin überzogen von einer feinen, kristallinen Eisschicht, unter der die Haut schmerzhaft zu brennen beginnt und die Glieder vor lauter Kälte ganz steif werden. Das ist nicht schön. Zumal alles plötzlich unheimlich schwer fällt. Das Aufstehen. Das Gehen. Das Sprechen. Alles wirkte plötzlich unnatürlich gedehnt und unendlich verlangsamt, selbst das Denken, sogar das Essen. Im Winter kaut es sich langsamer. Die Kälte spinnt also ihr zartes Netz, einen Kokon und genau da passiert es plötzlich: Die Blog-Uhr setzt aus, Stillstand. Stille – War es das jetzt? Die Seele hadert, schimpft sich tot und unproduktiv, doch da taucht die Sonne auf, eine Sonne namens Renate. Ihr warmes Licht wirkt elektrisierend, wärmend. Kreative Prozesse brauchen Zeit sagt sie, während eines Gesprächs, das sich eigentlich um etwas, wirklich, ganz anderes dreht. Es ist ein kleiner Nebensatz, doch er wirkt sofort. Der Himmel taut. Der Kokon schmilzt. Während ich über den gefrorenen Acker Richtung Bahn davon stapfe und noch einen Blick zurück zum Hof werfe, ihn betrachte wie er da so selig, mitten zwischen den ganz kahl gewordenen Birnen-Bäumen schlummert, da packt mich eine Vorfreude, denn ich sehe die Birnen-Bäume von neuem erblühen. Ich höre aufgeregtes Kinderlachen, Fußgetrappel. Ich höre quietschende Schaukeln und einen röhrenden Mixer, der das leise rotierende Glücksrad mühelos übertönt. Vögel flattern auf. Menschen in roten Schürzen schlängeln sich wie Ameisen durch die bunte Schar, in der Menschen warm duftenden Kuchen und bunte Gläschen in ihren Händen halten. Ich sehe einen großen Mann, der auf einem Strohballen steht und eine ausladende Bewegung, einmal um sich herum macht… Ich sehe, rieche und schmecke den Frühling. Der kommt bestimmt und ich begreife nun um so mehr, warum wir ihm zu ehren, jedes Jahr ein Fest feiern. Es ist ein Erwachen nach der Stille. – Danke, Renate.  Rotkohl wie Sauerkraut, Grünkohl mal gar nicht so wie bei Omma, dazu Hummus mit getrockneten Tomaten und Harissa. Und ein neuer Mixer zieht ein. weiterlesen