Archiv der Kategorie: Herbst

Aus der veganen Blätter-Küche… Kohlrabi- Power Päckchen gefüllt mit ReisVleisch, an scharfem Paprika Dip.

Ja, ich bin eine Blättermutti.

Mein Herz schlägt höher,

jedesmal,

wenn ich momentan in unsere Sammelkiste schaue.

Rote Bete Grün, Kohlrabiblätter, Mairübchen- und Möhrchengrün.

 Radieschenblätter.

Ich knie vor dieser Kiste und denke:

Uiii.

Anschließend überlege ich, wie ich das alles nur in meinem Kühlschrank unterbringen soll. Doch es klappt ja immer irgendwie. Die Sammel/Grün/Kanninchenkiste, ist momentan wie ein überdimensionierter, loser Smoothiewürfel. Ein Über-Salat. Lebendige Nahrung. Vitalstoff-Power pur…Und ich sehe ja nicht ein, warum nur Kaninchen und der gute, alte Kompost etwas davon haben sollten.

Vor allem der Kunde sollte auch etwas davon haben. Was ich an meinem Job mit am meisten mag ist ja das Reden, sowie das voneinander lernen, ist es, mich über die Mindestanforderung einer Obst- und Gemüse- Bedienung hinaus, mit dem Kunden (auch über die neusten „Blätter-„Rezepte) auszutauschen, die Liebe zum Lebensmittel zu spüren und, ja ich denke man könnte auch sagen, den Kunden und mich selbst in Grünkunde zu schulen, denn nur was man weiß, macht einen bekanntlich heiß-, hungrig – auch auf Grün. Aus der veganen Blätter-Küche… Kohlrabi- Power Päckchen gefüllt mit ReisVleisch, an scharfem Paprika Dip. weiterlesen

– Shades of pancake – Linsenpfannkuchen. Vegan, Low Fat, ohne Altersbeschränkung.

Werter Leser,

Solltest du ein Kunde, vielleicht sogar Stammkunde des durchweg Familien-freundlichen Biohof Bursch sein und mir regelmäßig auf unseren Wochenmärkten begegnen, würde ich dich freundlichst darum bitten, die nun folgenden Textzeilen einfach zu überspringen und direkt zum Rezept weiter zu scrollen. Der folgende Text kann unabhängig vom Rezept gelesen werden, garantiert. Es ist nicht nötig, dass du deine sicherlich kostbare Zeit, an eine Marktfrau mit… Dieser Text ist einfach nicht für deinen zarten Augen, deine äußerst feinsinnigen Synapsenverästelungen, bestimmt. Normalerweise duze ich Kunden auch nicht ungefragt aber, ein distanziertes Sie scheint mir hier in Anbetracht der geplanten Zusammenführung von Erotik und Linsen unangemessen. Gegen die eigenen Gedanken ist man häufig eben doch machtlos.

Zeitüberschuss, angeborene Neugierde und ein bestimmter Grad an Wahn, in Folge fiebriger Erkältungstrunkenheit, plus Freundin Uschi bewaffnet mit einem du kannst hier nicht weg Grinsen und facettenreicher DVD, plus ein harmlos aussehender ebook-Reader, führten an jenen unbestimmten point of no return, den Punkt, an dem es kein zurück mehr gab, an dem die Worte  ein paar Wochen später ungefiltert durch das Hirn hindurch direkt in Hand strömten, nur um kurz darauf hart. kratzend auf das blanke Papier aufzuschlagen. Es war so:

Lieber Kunde, Dies ist deine letzte Chance einfach bis zum Rezept weiter zu scrollen. Ich sags ja nur.


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Vegane Dinkel-Milchbrötchen & ein Schoko-Nuss Aufstrich, zum weglöffeln Gut.

Ja, zum weglöffeln gut – Leider. Ein volles Glas Schoko Aufstrich vor die Linse zu bekommen… Hm, schwierig. Eigentlich unmöglich. Genau so unmöglich wie wirklich nur ein Stückchen von der Tafel Schokolade zu essen. Menschen, die so etwas machen, nur ein Stückchen, nur ein Löffelchen…denen fehlt doch einfach das Schokoladen-Gen.

Denn, wenn es einem da so frisch geröstet und schokoladig aus dem Glas entgegen schwirrt, da muss man doch einfach den Löffel ganz tief rein tauchen und probieren, auch um sich davon zu überzeugen, dass der Geschmack sicher hält, was der Duft verspricht. Und dann taucht man den Löffel wieder rein. Und nochmal. Und wieder. Vielleicht noch ein Mal. Nur, um ganz, ganz sicher zu gehen… Und plötzlich starrt man ins Glas und denkt: Ja, Huch. Wo ist denn alles hin? Oh je.

Doch ich war ja nicht allein. Ich hatte Helfer und einen Hasen, die mit am späten Frühstückstisch saßen und nach ein paar Probier-Löffelchen und Messerchen war man sich einig: Das ist aber lecker… Und es riecht ja wirklich wie Nu*****.  Na, da strahlt die Marktfrau doch von einem Ohr zum anderen und wird zur sofort zur Grinsekatze. Danke. Vegane Dinkel-Milchbrötchen & ein Schoko-Nuss Aufstrich, zum weglöffeln Gut. weiterlesen

Hey. Let’s Paint a Picture. Kohlrabi-Ingwer Cremesüppchen im eigenen Häuschen mit grünem Milchschaum und Quinoa-Walnuss Talern.

Hey. Let’s Paint a Picture. Kohlrabi-Ingwer Cremesüppchen im eigenen Häuschen mit grünem Milchschaum und Quinoa-Walnuss Talern. weiterlesen

Gehen zwei Tomaten über die Straße… – Törööö Ketchup, mit Agavendicksaft gesüßt, vegan und leicht scharf. Dazu Blumenkohl Schteaks.

Ein Rezept, das mich schon beim fotografieren zum Lachen bringt – Das sind mit die schönsten. Ich muss lachen, weil ein simpler Ketchup eine Erinnerung weckt, die eigentlich schon längst, – längst, tief im Synapsenschrank verschwunden war. Doch nun stehe ich vor diesem Ketchup, verrenke mich, versuche den bestmöglichen Winkel und das richtige Licht einzufangen. Plötzlich kommt mir dieser Witz in den Sinn

  • Gehen zwei Tomaten über die Straße. Wird die eine von einem Auto überfahren. Seufzt die andere: Komm, Ketchup. Geh’n wir rüber zur Pommes-Bude… – 

Eigentlich ist der einzige Witz an den ich mich spontan erinnern könnte, wenn ich nun müsste, den ich aufsagen würde, wobei ich ihn hier ja Gott sei Dank nicht wirklich auf-sagen muss, denn Witze erzählen kann ich so gar nicht und lustig finde ich die meisten auch nicht. Gehen zwei Tomaten über die Straße… – Törööö Ketchup, mit Agavendicksaft gesüßt, vegan und leicht scharf. Dazu Blumenkohl Schteaks. weiterlesen

Die Schrippen kippen. Feldsalat auf angegrillter Ananas mit „Mozzarella“ Balasamico und Walnüssen.

Der beste (vegane) Mozzarella den ich bisher gegessen habe!

Denn geschmacklich ist er nicht nur irgendwie „ok“ oder „eine ganz gute Alternative.“ Für mich ist dieser Mozzarella die Alternative schlecht hin.

Es gibt ja Rezepte die sind gut und dann gibt Rezepte die schmecken einfach so unfassbar lecker, dass man gar nicht genug davon bekommen kann und Tagelang nichts anderes mehr essen will. So ging es mir mit dem Mozzarella, Tagelang…

Mozzarella pur ist zwar auch lecker aber irgendwie ein bisschen langweilig. Dehalb gibt es ihn hier in einer Schrippen-freien Variante (wobei der Mozzarella auf knusprig geröstetem Brot ebenfalls super schmeckt) mit Feldsalat, gegrillter Ananas, Walnüssen und Räuchertofu, eine kleine Hommage an die Tofu-Ananas Spießer vom Silvester-Raclette.

Die Schrippen kippen. Feldsalat auf angegrillter Ananas mit „Mozzarella“ Balasamico und Walnüssen. weiterlesen

Mehr Silvester Tapas: Das Pizza-Raclette und ein paar Tofu/Ananas Spießer (Vegan) für die Grillplatte.

Bevor ich als Marktfrau auf dem Biohof gelandet bin habe ich jahrelang spanische, äh italienische oder – ach, sagen wir einfach ich habe internationale Tapas verkauft, die aber unter spanischen Logo vermarktet wurden. Vermarktet im wörtlichen Sinne, denn bereits damals habe ich genau dort mit „meinem“ Tapas-Lädchen gearbeitet, auf Wochenmärkten. Zuvor und zwischendurch hatte ich auch  habe ich immer mal wieder andere Jobs ausprobiert und gerade muss ich daran denken, wie viele mehr oder weniger obskure Nebenjobs sich da im Laufe der Jahre angesammelt haben… Ganz hinten auf der Liste steht definitiv das Probearbeiten bei McFit, dem Arsch nach dem ich mich sicherlich nicht umdrehe und das Kellnern in der örtlichen Dorf Diskothek. Arbeiten, wo die beste Freundin ausgelassen tanzt und feiert und der Arsch sein, an den der besoffene Timo aus der Parallelklasse die ganze Zeit fassen will. Nein, dann lieber Tapas verkaufen, drei Städte weiter, zu Uhrzeiten an denen andere Ärsche gerade erst ins Bett fallen.

Der Job verlor sich während des Studiums, die Liebe zu mediterranen Kleinigkeiten blieb. Egal ob Oliven, getrockete Tomaten oder Aioli. Wie ich bereits im letzten Teil erwähnte, ich mag es, wenn der Tisch mit ganz vielen leckeren Kleinigkeiten gedeckt ist. Dazu ein knuspriges Holzofenbrot oder ein Ciabatta, beträufelt mit ein wenig Olivenöl. Vielleicht noch ein Glas Wein – Stundenlang kann man so beisammen sitzen und mal hier, mal dort picken. Mehr Silvester Tapas: Das Pizza-Raclette und ein paar Tofu/Ananas Spießer (Vegan) für die Grillplatte. weiterlesen

…A Schokoholic Woman… „Wenn wir schon untergehen, dann wenigstens tanzend!“

obiges Zitat aus dem Film „Chocolat – Ein kleiner Biss genügt.“

Und tatsächlich, Ein kleiner Biss genügt, um den Energiebedarf von mindestens zwei Tagen zu decken. Diese Double Choc Choc Brownies mit Nougat-Espresso Kern und gehackten Walnüssen sind schokoladig, nahrhaft, Stimmungsaufhellend und stabilisierend.

Hörst du manchmal den listigen Nordwind rufen oder hast du dich da draußen mal wieder heillos verlaufen, bist hungrig, müde und fühlst dich ausgedörrt? Die einzige Wildpflanze die du bestimmen kannst sind Gänseblümchen und Tiger oder Baumratten zu erlegen kommt für dich keinesfalls in Frage… Auf abgefuckte, wilde Tiger hast du gerade eh keinen Bock mehr? Und weit und breit ist da mal wieder niemand, den du nach dem rechten Weg fragen könntest!? Kein Problem, denn frei nach: Die Hüfte muss sterben, wir aber wollen Leben! gilt, mit diesen Brownies in der Handtasche wirst du zur Hürdensprinterin des Lebens, eine die jede noch so ausweglos scheinende Situation mit zuckersüßer Leichtigkeit meistert. Bestimmt. Denn Brownies sind Freunde.


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Kartoffelsalat? Jedenfalls schön bunt, mit Chicoree – Endivie, Sauerkraut und Orange und ein wenig mediterranem Flair.

Da ist es nun. Burschs Bestes Sauerkraut.

Hier in einer herbstlichen Salat-Variante, mit einem Dressing aus Senf, Ahornsirup und ein wenig Sojamilch.

Meiner Meinung nach ist es nicht nur unser Bestes sondern überhaupt das Beste Sauerkraut und ich habe da wirklich schon einige probiert. Jedes Sauerkraut schmeckt ein bisschen anders. Manche sind eher knackig andere etwas weicher. Manche schmecken mild, einige schmecken ziemlich sauer. Unseres schmeckt einfach nur lecker. Es hat eine milde Säure, ist nicht zu hart, dadurch sehr angenehm im Biss. Wenn ich es verwende nasche ich meist schon während der Zubereitung, die Hälfte direkt aus dem Päckchen. Ich käme nie auf die Idee Sauerkraut zu kochen. Einige Kunden fragen manchmal ob sie das Sauerkraut noch kochen müssten oder ob es fertig sei? Bloß nicht kochen! Es ist fertig. Man sollte Sauerkraut generell nicht kochen sondern es lediglich erwärmen. Gestern gab es gebratenen Chicorée mit karamellisierten Zwiebeln und Sesam und eben Sauerkraut. Da ist es völlig ausreichend, das Sauerkraut zum Schluss einfach unterzuheben. Das Besondere an einem Sauerkraut ist ja, dass es sich dabei um ein roh – fermentiertes Produkt handelt, das voller B Vitamine, natürlicher Milchsäuren und Vitamin C steckt. Beim kochen würden all diese Eigenschaften verloren gehen. Man würde es schlicht tot – kochen. Das kann man schon so sagen… Die Sauerkraut-Päckchen, die man im Supermarkt bekommt sind übrigens oft pasteurisiert und nicht mehr roh…

Kürzlich erschien ein Artikel über das Bursch Sauerkraut im General-Anzeiger Bonn, um zu zeigen, wie es bei uns af dem Hof, irgendwo zwischen Tradition und Moderne, hergestellt wird und wie es tatsächlich noch (das wusste ich bisher auch nicht) von Fußeskraft, mit sauber beschuhten Füßen gestampft wird. Auf dem Leitbild des Artikels thront Wassili, gekleidet wie der Tatortreiniger, munter steht er mitten im Sauerkraut. Alter Schwede. Auf dieses Bild war ich jetzt aber nicht vorbereitet! Herrlichst…#TatortBursch… So… Kurz gesammelt und ein Tränchen weggewischt: Ende November haben wir jedenfalls eine Aktion bei uns auf dem Hof, bei der Mann bzw. Frau sein/ihr eigenes Sauerkraut stampfen kann, dann allerdings ganz traditionell mit Stampfer und Steinguttopf. Ja, das ist ne feine Sache aber, so etwas habe ich ja schon einmal gemacht. Sauerkraut. Vor zwei Jahren, mit Helmut dem ganz sicher besten Gastgeber der Welt. Doch gemeinsam mit Wassili Spuren zu hinterlassen, hm, ja, das wär schon was… Wer die ganze Review zum Rheinischen Tatort gerne mal lesen möchte: Hier entlang, bitte.

 Einmal Sauerkraut selber Stampfen… Ich kann das wirklich sehr empfehlen. Es ist eigentlich ganz simpel, macht richtig Spaß und durch das Hobeln und Stampfen bekommt man richtig toll definierte Arme. Kartoffelsalat? Jedenfalls schön bunt, mit Chicoree – Endivie, Sauerkraut und Orange und ein wenig mediterranem Flair. weiterlesen

Bonjour Herbst-Tristesse…Vanille-Zimt Milch mit geröstetem Buchweizen und extrem leckere Kekse aus dem Trester, mit Aquafaba.

Oder auch: Das kleine Küchenglück, denn ich habe dieses kleine Küchen-Erfolgserlebnis so gebraucht, ein Rezept, das einfach aus dem Nichts entsteht und das tausend kleine Glücksimpulse durch den Körper schießt. Beim Keksteig-schlecken hat sich ein ganz heimeliges Kindheitsgefühl eingestellt. Mama zog es schnüffelnd in die Küche:

„Mensch, das riecht hier aber nach Weihnachtsmarkt.“

 Was, da so Weihnachtlich roch waren die Kekse.

Herrlich duftende Buchweizenkekse, deren zart-schmelzender Kern an einen Brownie oder eine Schokoganache? erinnert. Ist ja keine Schokolade drin… Hergestellt habe ich die Kekse aus Aquafaba

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und dem Trester einer gerösteten Vanille & Zimt-Milch.

Man trinkt die Milch, denkt im ersten Moment, och ja, aber im Nachgeschmack, haut es einen dann so richtig aus den Schuhen. Der Nachgeschmack ist einfach so nussig! Meine Kollegin hat mich gefragt ob Schokolade drin sei? Nee, nur Buchweizen und ein paar Gewürze… 
Bonjour Herbst-Tristesse…Vanille-Zimt Milch mit geröstetem Buchweizen und extrem leckere Kekse aus dem Trester, mit Aquafaba. weiterlesen