Archiv der Kategorie: Ich bin eine Marktfrau.

Hey There. Let’s Vote For Veggies! – Aubergine gegen Aubergine.

Ich habe drei Arbeitskollegen und zwei Kunden gefragt – …Nennen sie ein Gemüse-Produkt aus eigener Ernte, in das sie jetzt spontan reinbeißen könnten…

Alle haben Tomate geantwortet. Manche waren ein wenig irritiert.

Einstimmig. Tomate.

Hm.

Manche haben sich während der Befragung ein wenig seltsam benommen.

Das ist Nadine.

Nadine hat jetzt auch einen Blog. Sie weiß ganz viel darüber wie man Sachen anbaut, wann und wo und wie und so. Lecker vegan kochen kann sie auch.

Een lecker, lecker Mädche eben.

Aber, wo war ich?

Ach, ja – seltsam benommen… Deshalb habe ich beschlossen die Umfrage als nicht zulässig zu werten und das Votum für ungültig zu erklären.

Statt dessen, antwortet die Marktfrauen Allmacht nun stellvertretend für Alle – Auberginen!

Ach, schön.

Ich freu mich, dass ihr alle die Aubergine genannt habt. Die Königin der Nachtschattengewächse. Irgendwie hab ich es ja schon geahnt aber, dass ihr jetzt wirklich alle für die Aubergine gestimmt habt… Ich bin ganz sprachlos. Toll. Danke und schön, dass ihr mitgemacht habt. Echt super.

 

 Die Welt will Auberginen. Mehr davon. Natürlich. Na, und wo gerade alle so begeistert sind und uns die eggplants nur so aus den Händen reißen, da lasse ich sie doch heute einfach noch mal in einem hundert prozentig fairen Wettkampf gegen sich selbst antreten und frage. Ganz objektiv.

Wem gibst du deine Stimme? Hey There. Let’s Vote For Veggies! – Aubergine gegen Aubergine. weiterlesen

Die Nicole, der Apfel-Streusel und die Wiesn.

Irgendwann möcht‘ ich auch mal Kundin sein.

Denn als solche erlebt man einen (Fest)Tag auf dem Biohof ja ganz anders! Vielleicht stelle ich beim nächsten Hoffest einfach einen Pappaufsteller dahin, hinter die Theke meine ich. 167 Zentimeter Mitarbeiterschaft mehr oder weniger. In der Masse verläuft sich das doch und fällt gar nicht weiter auf.

 

Ich stehle mich jedenfalls davon, schlendere über den Hof und sichere mir erst mal ein großes Stück veganen Apfel-Streusel und eine Maß Kaffee. Reichlich eingedeckt geht’s dann ab auf die Wiesn, hier eine eher ruhigere Wiesn, die etwas abseits des großen Trubels liegt. Die Band spielt auf und ich wippe mit dem Fuß.

Das Gras duftet angenehm warm, denn heute ist ein besonders sonniger Tag. Kein Regewölkchen in Sicht. Also sowas… Die Sonne kitzelt mir die Nasenspitze, ich sitze so da, wippe, schichte Kaffee auf Kuchen auf Kaffee, bis mir beinahe der Bauch platzt; Derweil die Kinder kreischend auf den Traktoren herum klettern und die Muttis versuchen entspannt zu bleiben. In der Menschenmenge entdecke ich Nicole und ihren Mann. Ich winke ihnen vergnügt zu und sie schlendern heran. Nach dem ganzen Kuchen gerät das Aufstehen etwas schwerfällig, doch es gelingt schließlich. Wir umarmen uns, Nicole und ich. Ihren Mann hingegen bitte ich, aufgrund einer leichten Intoleranz, mir mit den Reibekuchen nicht zu nahe zu kommen. Er lacht.

Und so sitzen wir eine Zeit lang nebeneinander im Gras und beobachten still das rege Treiben um uns herum.

Wie es ihnen denn bisher bei uns gefalle, frage ich schließlich, als mein Blick erneut die Kinder streift. Jenny, es ist wirklich schön hier, antwortet Nicole. An ihrem Blick sehe ich, dass es stimmt. Sie nickt. Und plötzlich sprudeln die Worte nur so aus ihr heraus. Sie holt ihre Kamera hervor und beginnt zu erzählen. Ich sehe und höre einfach nur zu, denn heute habe ich frei. Ich genieße…

Ein Tag auf dem Biohof Bursch, in Wort und Bild. Nicole hat darüber geschrieben. Danke Nicole. Wirklich. Danke von Herzen. Vielleicht mögt ihr Nicoles Bericht mit mir gemeinsam genießen, denn während ich den Tag durch ihre Augen erlebe wird mir klar, dass man hinter der Theke stehend, tatsächlich nur die Hälfte vom magischen Taler sieht. Wir glauben an den Zauber des Biohofs, doch Nicole hat ihn gesehen.

Für mich ist dieser Perspektivwechsel jedenfalls total spannend. Er ist, wie der Kaffee zum Kuchen, eine feine Abrundung und außerdem ist er wie ein Geschenk an alle Beteiligten, die ihre ganze Energie in das Gelingen der Nutbush City Limits 2016. gesteckt haben.


Ach, und PS:

Falls euch beim nächsten Hoffest plötzlich der seltsame Duft von Zeitungspapier in die Nase ziehen sollte oder ihr den Eindruck gewinnt, ich sei irgendwie einsilbig…

Könntet ihr dann schweigen?

Ihr wisst ja wo ihr mich findet. Setzt euch doch zu mir… Und bringt gern noch ein Stück von dem veganen Apfel-Streusel mit.

Danke Nicole.

 

 

 

Veganer nerven!

Kann man Menschen belehren?
In einem gefühlten früheren Leben habe ich mal Soziale Arbeit studiert. Und auch, wenn ich danach nie in diesem Berufsfeld gearbeitet habe (wobei ich das als Marktfrau des Vertrauens mal stark in Frage stelle) etwas entscheidendes hat mich dieses Studium schon gelehrt, nämlich was Toleranz. Wertschätzung. Und Annahme bedeuten.
Der Titel meiner Bachelorarbeit lautete „Das Enneagramm im Dialog mit Martin Buber„. Esoterischer Humbug haben da manche gedacht.
Doch, das ist das Enneagramm nicht. Nicht für mich jedenfalls.
Denn, dieses schnöde etwas hat mich erkennen lassen, dass wir, in unserem Mensch-sein, zwar alle miteinander verbunden aber eben nicht alle gleich sind. Die Art und Weise, wie wir die Welt sehen, wie wir in ihr fühlen, denken und handeln unterscheidet uns, mal mehr, mal weniger, voneinander. Mittlerweile bin ich lockerer. Im Umgang mit anderen aber auch mit mir selbst. Und ich kann nicht sehen, was DARAN humbug sein soll?
Als Bio-Marktfrau habe ich das Glück mich in einem mehrheitlich toleranten Umfeld bewegen zu dürfen. Doch auch ich kenne natürlich die Blicke und die Sprüche, die kommen, sobald man erzählt, dass man auf tierische Produkte lieber verzichtet. Annodazumal niedergeschrieben in „Spieglein, Spieglein an der Wand – Die vegane Pest zog einst durch unser Land„.
Militante Veganer? Kenn‘ ich auch. Ich durfte mir tatsächlich schon mal einen mehrminütigen Vortrag anhören, einfach nur, weil ich einen Cappuccino mit Milch! getrunken habe. „Ich denk du bist vegan?“ – Nein, ich bin ein Mensch.

Ganz locker aus der zauberhaften Hüfte wirft nun die Liebe Sue von „DER HERBIVOR“ in „Veganer Nerven!“ die Frage auf ob es wirklich die „alternativ Köstler“ sind die mit ihrer militanten Art nerven? Sue’s Beitrag ließ mich schmunzeln und ich danke dir sehr für die kleine Gedankenflut, die dein humoriger aber irgendwie ja auch bewegender Beitrag in mir ausgelöst hat…

Ich sage bewusst „alternativ Köstler“, denn ich denke egal ob Low Carb, High Carb, Vollwert oder „Die Brigitte Diät“ – Anhänger, jeder hat mit Vorurteilen von Außen zu kämpfen und es nervt einfach sich ständig für sich selbst und die eigene Ernährungsweise rechtfertigen zu müssen.
Man kann ja eine Meinung haben. Man kann sie auch kundtun, für sie ein- und aufstehen.
Doch anderen Menschen den eigenen Weg krampfhaft einverleiben zu wollen halte ich für gewaltsam und schlicht falsch.
Is nicht mein Ding. Da knabber ich lieber weiterhin an meinem bösen Sojaschnitzel und sage wie einst Martin Buber:
„Ich habe keine Lehre. Ich zeige nur etwas.“

Und nun Viel Spaß! mit Sue’s großartigem Beitrag.

Letztes Wochenende war ich auf einem Familienfest, was in mir das Bedürfnis weckt heute mal wieder etwas aus der „what really grinds my gears“ Reihe los zu werden. Nicht, dass es sonderlich schlimm war, aber es war halt wieder total typisch und etwas, dass mir an anderer Stelle ebenfalls verstärkt begegnet – leider.

Denn kaum nahmen wir, also mein Freund und ich, auf der Bierbank platz, da kam auch schon der erste Kommentar: „Wir haben am Wochenende eine Sendung über Veganismus gesehen, die sagen, dass ist total ungesund!!“

Nun muss man bedenken, dass gerade dieser Zweig der Familie in Bezug auf Essen eher nach dem Motto „Fettig, viel, deftig und bitte Alkohol dazu!“ lebt. Aber gut, im Fernsehen heißt es also mal wieder, vegan sei ungesund. Warum genau konnte nicht wiedergegeben werden, das hat man sich dann doch nicht gemerkt, es reicht ja, wenn man bestätigt bekommt, dass vegan nicht…

Ursprünglichen Post anzeigen 900 weitere Wörter

– Hoffest 2016 – Welcome to Nutbush City Limits

Wo Mixer explodieren, Glücksräder florieren, derweil die Luft, erfüllt vom leisen Surren der Bienen sich allmählich mischt mit dem süßen Duft von dampfenden Waffeln. Wo Kuchen und Torten in ganzen Scharen vorbeiziehen, während der Regen sich sanft durch die Dämmerung bricht, um die Gräser zum großen Ereignis wach zu kitzeln… Ja, wo die Ziegen widerwillig und gähnend ein Auge auf tun. Ungläubig. Na, wer hat denn da so früh schon die Hühner raus gelassen! So ein Krach. Am frühen Morgen. Tzzz… Rot-wangig, schleppen, ziehen und karren sie Gegenstände umher. Und jetzt krähen sie auch noch! -Irene! -Renate!.. -Frau Wioletta? … Haci …Hast du Haci gesehen!?? Wo ist denn schon wieder die Tischrolle??? -Und natürlich: Heinz! Wo ist denn eigentlich Hei-inz!!!? Nein, so eine Ziege hat es manchmal wirklich nicht leicht, denn 

Wo all dies auf einmal geschieht und das in der Dämmerung eines herkömmlich durchwachsenen Sonntag morgens, da kann es sich nur um einen Tag im Jahr handeln. Den Hoffest Tag.

Jep. Der Biohof Bursch (und Freunde) hatten, wie jedes zweite Jahr nach Norden, Süden, Westen und Osten ausgeschickt. Groß und Klein, verlasst die Städte und tretet ein, Verweilt, nur einen Moment oder zwei und lasst euch verzaubern von unserem kleinen Biobü. Und Sie kamen! Dem Wetter zum trotz kamen sie und sie füllten unseren Hof mit Leben, mit Lachen. Sie warfen neugierige Blicke in die Folientunnel. Sie genossen. Sie staunten, wie man wohl nur in Biobü staunen kann. Sie kamen und sie gingen, doch wenn sie gingen dann nahmen sie ein Stück Biobu mit sich und trugen es in die hektischen Städte hinein. – Hoffest 2016 – Welcome to Nutbush City Limits weiterlesen

28 Augüste später… Eine Marktfrau hing im Wetterseil. Schön Blöd.

Oder auch Tellersommermix 2016 

Pizza Mimimi, mit Dinkel-Möhrchenboden, überbackenen Auberginen, Rucola und Walnüssen, dazu eine gefüllte Tomate und ein kleiner Fenchel Melonensalat

Och, nö! Schon wieder Wetter?

Man! Was ist das nur für ein Wetter?

Wetter 2016 – Ich war dabei!

Ach, so langsam reicht’s ja dann auch mit dem Wetter.

Also normal ist das nicht..!

„Wann wird’s mal wieder gar kein Wetter?“ (leise gesummt vom Käse-Andreas)

Und es war Wetter…

***

Liebes Tagebuch,

Heute hatten wir mal wieder Wetter. Ja, ich weiß. Schon wieder!?…Dabei hatten wir doch erst gestern Wetter und vorgestern und den Tag davor ebenfalls. Ich kann es ja selbst kaum glauben! Doch es ist so. Es will einfach nicht aufhören Wetter zu sein und so langsam verzweifle ich daran, denn es wird von Tag zu Tag schlimmer. Ich habe das Gefühl es breitet sich aus. Hatten wir zu Beginn der Woche lediglich ein bisschen Wetter, traf es uns heute mit voller Breitseite. Wir hatten so richtig Wetter. Es ist beängstigend. Selbst die Kunden…Ich höre es an dem Zittern in ihrer Stimme. Sie versuchen das Wetter mit einer flapsigen Bemerkung abzutun, doch in ihren Stimme klingt die Angst. Sie bricht sich durch jede einzelne Gott verdammte Silbe. Die Kunden fürchten das Wetter. Genau wie ich. So, wie wir alle.

Es begann heute morgen ganz früh, viel zu früh und es zog sich durch den gesamten Tag. und selbst jetzt, tief in der Nacht, während ich dir stumm diese Zeilen schreibe, lauert das Wetter vor meinem Fenster. Ich kann es spüren. Es ist da draußen… Es wartet. Aber worauf denn nur? Was will das Wetter von uns? Nadine sagt, dass Wetter sei gekommen um uns zu zermürben. Warum? Na, das sei doch klar. Weil wir es ständig verhöhnt hätten. Niemand von uns habe das Wetter je respektiert. Seine Kunst. Es einfach Wetter sein zu lassen, so wie es wollte. So, wie es sich fühlte… Keine gutes Haar hätten wir je am Wetter gelassen. Nie durfte es so sein wie es wirklich war. Immer hatten wir etwas an ihm auszusetzen… Früher oder später rächt sich so etwas. Da dürfe man sich nicht wundern. Wie dieser Typ, dem sie als Kind immer verboten hatte Comic Bücher zu lesen, der der sich dann später selbst den Namen Dagobert gegeben hatte, um Geld zu erpressen, wirklich viel Geld, wahrscheinlich um sich sämtliche Comicbücher seiner verpassten Kindheit zu kaufen… So richtig geklappt hatte das damals nicht, doch in den kommenden Jahren hatte er ja viel Zeit, um zu lesen. Da waren bestimmt auch Comicbücher dabei. Auch wenn die dann nur geliehen waren. Solche Dinge passieren. Wenn ständig soviel Druck von außen verübt werde, da könne man schon mal durchdrehen… Das Wetter, ein rachedurstiges Mobbingopfer? So richtig plausibel erscheint es mir noch immer nicht, doch wenn ich so aus dem Fenster blicke…Das Wetter. Es ist da. Nach wie vor. Vielleicht werden wir es nie wieder los. Vielleicht wird von nun an jeden Tag Wetter sein. Die Möglichkeit besteht. Vielleicht wird es Zeit sich damit abzufinden. Irgendwie müssen wir ja versuchen unser Leben unabhängig vom Wetter zu leben. Doch, wie nur? Wir müssen einen Weg finden…

Jenny


Nachtrag, 06.08. 2016

Das Wetter, es ist tatsächlich geblieben. Der alte Herr T. vom Büdchen hatte es gewusst. Er hatte es bereits vergangene Woche gewusst und er sagte es mir und dabei hat er dann so komisch gelächelt. Er sagte, ob Sonne oder Regenwetter. Eines ist gewiss. Auch morgen wird wieder Wetter…

Seine Worte hatten etwas endgültiges gleichzeitig aber lag in ihnen etwas seltsam beruhigendes, eine unbestimmte Sicherheit, die ich noch nicht greifen konnte. Kurz danach veränderte sich alles. Die Worte des alten Herrn T. hallten durch meinen Kopf, wieder und wieder flossen sie gleichmäßig durch meine Wetter-getrübte Gehirnsuppe und plötzlich klärten sich die Dinge. Herrn T.s Worte hatten wie ein Gehirnfilter gewirkt. Der Nebel hatte sich gelichtet. Ich trat in die Küche. Ich fing an zu hantieren. Ich vergaß sogar, dass Wetter war. Herrn T.’s Worte hatte mich gerettet…

Zum Wetterunabhängigen Rezept: 28 Augüste später… Eine Marktfrau hing im Wetterseil. Schön Blöd. weiterlesen

Bauarbeiter GO! Zucchinischiffchen mit Couscous-Limetten Füllung und Tofu, pikant, im Sesam/Senf-Mantel.

Ein sommerlich leichtes Essen, das lauwarm serviert wird. Wohlverdient nach einem in vielerlei Hinsicht heißen Tag & Außerdem ein kleines Dankeschön…

Das letzte Mal hatte ich erzählt, dass meine Wohnsituation momentan vor allem eins ist, nämlich Sch* laut. Ich berichtete, dass eine ganze Hundertschaft an fröhlich, halbnackt vor sich hin werkelnden Bauarbeitern, vor, auf und unter meinem kleinen Dachgeschoss herum turnt und das den Großteil des Tages, auch Sonntags.
Bisher hatte ich dieses Umbau-Großprojekt bisher mit einigem Staunen und Bewunderung, ob der Kräfte und Fertigkeiten der Arbeiter verfolgt.
Kurzzeitig kam mir sogar der Gedanke, selbst ein wenig Reibach an der Geschichte zu schlagen, indem ich auf meinem Balkon Popcorn, kalte Getränke und kurzweilige Spiele wie „Wer hat den Bierigsten Bauch?!“ und  „Bauarbeiter GO! – Wenn dieser Bauch ein Pokémon wäre…“anböte. Gegen einen kleinen Obolus versteht sich.
Letztendlich überwog dann aber die Sehnsucht nach einem bitte, bitte schepper- und knallfreien Abend, ohne ohne kontinuierlich ab- und aufklingendes Stimmengewirr und nackte Bäuche.
Ich hatte mich mehr als satt gesehen. Also packte ich Dienstag Nachmittag ein paar Sachen zusammen und segelte hinaus in die Welt. Hinaus aus dem Lärmzentrum, hinein ins beschauliche, kleine Stolberg. Zu Mama.
Danke Mama.
Auch dafür, dass sie mich an jenem Dienstag Abend so äußerst quicklebendig an ihrer Tür empfing. Ein Umstand dessen ich mir bis dato gar nicht mal so sicher sein konnte, da „Der Teilnehmer“ bereits seit Samstag durchweg – vorübergehend, nicht zu erreichen war. Ein gemeinsam durchgeführter Handneustart konnte das äußerst verzwickte Problem schließlich lösen. Drei Kinder atmeten auf. Schüttelten vielleicht ein wenig den Kopf…
Naja. Hauptsache Ende gut, alles gut. Ich hatte meine Ruhe, nette Gesellschaft und statt Bier-Bäuche raten, gab es lieber was leckeres zu essen.
 
Die Tofu-Panade fand ich einfach zum niederknien. Ich hab zum ersten Mal etwas „richtig“ paniert. Die Panade hat toll gehalten und der Sesam-Mantel ist richtig schön knusprig geworden. Meine Mama hatten es besonders die Zucchinischiffchen angetan, die durch den knusprig, süß-pikanten Tofu toll ergänzt wurden. Noch ein paar Spritzer Limettensaft drüber geträufelt…

Es war einfach unheimlich lecker, nicht zu mächtig und die Kombi passte. Genau das Richtige an einem lauen Sommerabend. 


Bauarbeiter GO! Zucchinischiffchen mit Couscous-Limetten Füllung und Tofu, pikant, im Sesam/Senf-Mantel. weiterlesen

Heute ist morgen, schon damals war gestern… Und dann gab ich dem Morgen die Hand

Die Zeit folgt ihrem eigenen Rhythmus. Manchmal stelle ich erstaunt fest, dass Dinge, die doch eben erst passiert sind, tatsächlich schon viel länger zurück liegen. Neulich und vor kurzem. Oftmals relativ. Ich sage: Seit einiger Zeit ernähre ich mich vegan, doch sobald ich eingehender darüber nachdenke, dämmert mir, dass dieses seit einiger Zeit, mittlerweile eine Zeitspanne von über drei Jahren umfasst.  Die Zeit vergeht, konsequent. Die gefühlte Zeit tickt da anders. Heute ist morgen, schon damals war gestern… Und dann gab ich dem Morgen die Hand weiterlesen

Frühlingserwachen 2016/Teil 3: Von kleinen Hexen und großen Zauberern

 

Der Mann erwies sich als äußerst geduldig.

Er fragte ob er in fünf Minuten noch Mal wieder kommen solle ob ich dann soweit sei? Ich nickte dankbar und flizte los, denn mir fehlten noch Agavendicksaft und Eis für die Smoothies. Unterwegs traf ich auf Frau Wioletta. Ich berichtete von dem Rübstiel Problem. Rucola? antwortete sie prompt, worauf hin ich ihr glücklich und dankbar in die Arme fiel. Ja, Rucola war eine tolle Idee.

Fünf Minuten später bekam der Mann seine grüne Ladynun mit Rucola statt mit Rübstiel. Wider aller Gewohnheit gab ich den Smoothie raus, ohne ihn vorher probiert zu haben. Es war eine Sekunden Entscheidung. Ich dachte, nein, wenn du das jetzt probierst wirst du eh nicht zufrieden sein, egal wie gut er schmeckt. Tatsächlich probierte ich meinen ersten Smoothie erst nachmittags um fünf. Da waren die Besucher bereits gegangen. Es war natürlich die grüne Lady. Die, mit der alles angefangen hatte. Und, was soll ich sagen!? Sie hat mir geschmeckt. Der geduldige Mann fand seinen Smoothie jedenfalls lecker, was mein ursprüngliches Lächeln zu einem breiten Grinsen anschwellen ließ. Und es hielt an, das Grinsen, nicht bloß bei mir. Frühlingserwachen 2016/Teil 3: Von kleinen Hexen und großen Zauberern weiterlesen

Frühlingserwachen 2016/Teil 2: Magische Momente

Es gibt sie. Diese Tage. Es gibt Tage, da wachst du morgens auf, du spürst ein unangenehmes Ziehen in der Magen Gegend. Es folgt ein Seufzer. Er kommt von Herzen. Ein kurzer Blick auf die Uhr und du rollst dich trotzig wieder zusammen, ziehst die die Bettdecke über den Kopf. Am liebsten möchtest du für immer hier, in der Geborgenheit der Kissen, versinken. Zumindest bis Montag. Der Sonntag macht’s möglich! Frühlingserwachen 2016/Teil 2: Magische Momente weiterlesen

Frühlingserwachen 2016/Teil 1: Zauberhafte Ereignisse

Aus den geheimen M. Akten 

IMG_20160417_184453

Vergangenen Sonntag erklärte das Vorgebirge den Frühling offiziell für eröffnet. Dem Wetter zum trotz. Wir sprechen hier immerhin vom Vorgebirge. Das Vorgebirge lässt sich von Dinge wie läpschen schlecht Wettervorhersagen nicht von seinen Plänen abbringen. Schlechtes Wetter? Da wird nur schwach abgewunken. Wenn das Vorgebirge den Frühling eröffnen will, wenn sich die umliegenden Höfe aus gegebenem Anlass sogar extra gemeinschaftlich zusammen geschlossen haben, dann wird der Frühling eröffnet. Komme was da wolle. Dunkle Wolken haben da keinerlei Mitspracherecht. Die Vorgebirgler vertrauen, da ganz auf ihr Glück, auf ihr Glück und auf ihre Regen dichten Scheunen. Frühlingserwachen 2016/Teil 1: Zauberhafte Ereignisse weiterlesen