Archiv der Kategorie: Knuspriges/ aus dem Ofen

Hey there. Let’s Paint a Picture… Kohlrabi-Ingwer Cremesüppchen, vegan, im eigenen Häuschen – mit grünem Milchschaum und Quinoa-Walnuss Talern.

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Gehen zwei Tomaten über die Straße… – Törööö Ketchup, mit Agavendicksaft gesüßt, vegan und leicht scharf. Dazu Blumenkohl Schteaks.

Ein Rezept, das mich schon beim fotografieren zum Lachen bringt – Das sind mit die schönsten. Ich muss lachen, weil ein simpler Ketchup eine Erinnerung weckt, die eigentlich schon längst, – längst, tief im Synapsenschrank verschwunden war. Doch nun stehe ich vor diesem Ketchup, verrenke mich, versuche den bestmöglichen Winkel und das richtige Licht einzufangen. Plötzlich kommt mir dieser Witz in den Sinn

  • Gehen zwei Tomaten über die Straße. Wird die eine von einem Auto überfahren. Seufzt die andere: Komm, Ketchup. Geh’n wir rüber zur Pommes-Bude… – 

Eigentlich ist der einzige Witz an den ich mich spontan erinnern könnte, wenn ich nun müsste, den ich aufsagen würde, wobei ich ihn hier ja Gott sei Dank nicht wirklich auf-sagen muss, denn Witze erzählen kann ich so gar nicht und lustig finde ich die meisten auch nicht. Gehen zwei Tomaten über die Straße… – Törööö Ketchup, mit Agavendicksaft gesüßt, vegan und leicht scharf. Dazu Blumenkohl Schteaks. weiterlesen

Gone Girl… Niemand sucht das Mädchen.

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Mehr Silvester Tapas: Das Pizza-Raclette und ein paar Tofu/Ananas Spießer (Vegan) für die Grillplatte.

Bevor ich als Marktfrau auf dem Biohof gelandet bin habe ich jahrelang spanische, äh italienische oder – ach, sagen wir einfach ich habe internationale Tapas verkauft, die aber unter spanischen Logo vermarktet wurden. Vermarktet im wörtlichen Sinne, denn bereits damals habe ich genau dort mit „meinem“ Tapas-Lädchen gearbeitet, auf Wochenmärkten. Zuvor und zwischendurch hatte ich auch  habe ich immer mal wieder andere Jobs ausprobiert und gerade muss ich daran denken, wie viele mehr oder weniger obskure Nebenjobs sich da im Laufe der Jahre angesammelt haben… Ganz hinten auf der Liste steht definitiv das Probearbeiten bei McFit, dem Arsch nach dem ich mich sicherlich nicht umdrehe und das Kellnern in der örtlichen Dorf Diskothek. Arbeiten, wo die beste Freundin ausgelassen tanzt und feiert und der Arsch sein, an den der besoffene Timo aus der Parallelklasse die ganze Zeit fassen will. Nein, dann lieber Tapas verkaufen, drei Städte weiter, zu Uhrzeiten an denen andere Ärsche gerade erst ins Bett fallen.

Der Job verlor sich während des Studiums, die Liebe zu mediterranen Kleinigkeiten blieb. Egal ob Oliven, getrockete Tomaten oder Aioli. Wie ich bereits im letzten Teil erwähnte, ich mag es, wenn der Tisch mit ganz vielen leckeren Kleinigkeiten gedeckt ist. Dazu ein knuspriges Holzofenbrot oder ein Ciabatta, beträufelt mit ein wenig Olivenöl. Vielleicht noch ein Glas Wein – Stundenlang kann man so beisammen sitzen und mal hier, mal dort picken. Mehr Silvester Tapas: Das Pizza-Raclette und ein paar Tofu/Ananas Spießer (Vegan) für die Grillplatte. weiterlesen

Waldo will Weihnachten! Auf der Suche nach dem Geist der Weihnacht…

Waldo zieht ein.

Es war ein fieser Schachzug, dass sie Waldo mit ins Spiel brachte. In mir regte sich bis dato ja praktisch nichts… außer einem leichten Hungergefühl, vielleicht. Seit ich Urlaub habe, sind die Übergänge von Frühstück, zu Mittag-, zu Abendessen quasi fließend – harmonisch, ineinander-greifend… Jedenfalls,

Alles Bitten ob man denn nicht wenigstens ein paar Figürchen, einen Tannenzweig oder eine klitze kleine Kerze aufstellen könne, sämtliche vorweihnachtliche Stimmungsfünkchen, wurden bis dato mit einem unbestimmten Schulterzucken, einem gedehnten Gähnen, einem gemurmelten mir-egal, mühelos weg nihiliert. Nebenbei noch schnell am Radioknopf gedreht, Last… Aus. Wenn man ein leicht unterschwelliges Seufzen in das Mir-Egal mit einbaut und beim ausatmen so was gereizt – genervtes mitschwingen lässt, dann klingt der Satz tatsächlich wie, Jetzt-Lass-mich-doch-endlich-mit-diesem-Mist-in-Ruhe! Oder, Ich- hab- jetzt- echt- keine- Lust- darüber- zu- diskutieren. Punkt… Ja, man muss das ein bisschen üben. Ich selbst war diesmal wohl nicht ganz so in Form, denn während ich mit der Tasse in der Hand Richtung Balkon davon schlurfe, ertönt es hinter mir: „Ach, Kind. Kannst du nicht wenigstens ein bisschen Weihnachtlich und besinnlich sein!? Du verdirbst einem ja den ganzen Spaß. Das ist doch scheiße!“ – „Hast du gerade scheiße gesagt?“ Erstaunlich. Da schwappt beinahe der Irish-Coffee über, der sich wohl genau so erschrocken hat. „Ja! Herrgott nochmal.“ Oh, je. Jetzt bringt sie auch noch Gott mit ins Spiel. „Ach, Mama.“ sage ich seufzend. „Gott liebt ja alle Menschen. Bedingungslos. Weihnachtslos. Einfach so. Auch mich…“ Da beugt sie sich schnüffelnd vor und fragt leise ob ich betrunken sei, was ich, nach einer kurzen Bedenkzeit, wahrheitsgemäß bejahe. Stimmt. “ Aber warum denn nur? Und das um die Uhrzeit!?“ Sie schnappt merklich nach Luft. „Na, weil ich Urlaub habe und… weil ich Weihnachtlich sein wollte.“ antworte ich kichernd. Ihre Augen werden beinahe genau so schmal wie ihre Lippen, doch sie zieht wortlos von dannen und die Diskussion scheint beendet. Mama 0, Tochter 1. Prost…

Von wegen! Eine Stunde und ein vorgetäuschtes  Ich- geh-mal- eben- unten- die- Wäsche- holen später, steht er plötzlich da. Breit und dämlich grinsend, thront er mitten im Raum. Der Weihnachts Waldo, dieses dämliche Vieh! Sie hat ihn tatsächlich hoch geholt. Von wegen Wäsche! Grimmig und mit geballten Fäusten sehe ich abwechselnd vom WeihnachtsWaldo zur sadistischen Mutter, die jedoch betont konzentriert auf den Bildschirm starrt, wo Andy Borg gerade säuselnd intoniert, dass Zärtlichkeit Zeit brauche und Träume Platz zum fliegen, woraufhin Mama ein leises „hach“ entfährt und sie tatsächlich unkontrolliert nach rechts und links zu wippen beginnt. Donnerwetter. Die Hölle, das sind die anderen. In der Tat… Mama 3, Andy 2, WeihnachtsWaldo 1, Ich… K.O., in der zweiten Runde. Ich muss mich hinlegen, unbedingt. Als ich eine Stunde später zerknirscht erwache blicke ich plötzlich mitten in Waldos treue Augen und schreie auf. Sie hat ihn mir tatsächlich mitten vor das Bett gestellt, Frechheit! Ich will ihn treten, doch irgendwie fehlt mir die Kraft, außerdem tut mir der Kopf weh. Also liege ich eine Zeit lang einfach so da. Matt und zerknirscht sehe ich Waldo an. Waldo sieht mich an. Keiner sagt was, doch seine treu-doofen Augen sprechen Bände. „Bin ich nicht süß. Ich bin Waldo. Bin ich nicht Weihnachtlich. Du musst mich lieb haben. Ja? Hab mich lieb- ja. Weih-nach-ten. Lieb-ja…LIEB.“ –  Ach, halts Maul du, Vieh. Ist ja schon gut. Ja, Ich hab dich lieb…  Alle Jahre wieder. Immer ist es dasselbe. Jedes Jahr verliebe ich mich aufs Neue in den blöden WeihnachtsWaldo, mit seinen treu-doofen Augen. Einen Moment zu lange hineingeblickt, keimt sie plötzlich ganz zart auf, die Weihnachtsstimmung…Man kann ihm einfach nicht entkommen, dem WeihnachtsWaldo. Mama weiß das. Verdammt.

Also schleppe ich mich aus dem Bett und schleife Waldo zurück ins Wohnzimmer, wo er hingehört. „Frieden?“  setze ich an. „Frieden.“ Sie nickt und hält mir lächelnd ein Plätzchen hin. Oh, man… Mama 1, Tochter 1, Waldo 2, Andy…Aus.  Waldo will Weihnachten! Auf der Suche nach dem Geist der Weihnacht… weiterlesen

Grünkohl² Einmal als Ofenchip „Honey-Mustard-Style“ und einmal als roh-marinierter Salat, mit Rotkohl und Pilzen.

„Keine Ahnung, keine Meinung, kein Konzept. Keine Lust, um aufzustehen…“

Der Wetterumschwung drückt in diesem Jahr doch arg auf die Stimmung. Wie schön wäre es sich einrollen zu können, wie ein kleines Murmeltier, und zu schlafen, so lange zu schlafen, bis die ersten hellen Strahlen sich wieder ihren Weg durch das triste Grau brechen.Warme Strahlen, die einem liebevoll das Näschen kitzeln, sanft flüstern: Wach auf, kleines Murmeltier. Ich bin wieder hier… Genug Speck hätte ich mir jedenfalls schon angefuttert. Winterschlaf, kein Problem. Ach, ob schlafend oder wachend, die kleine Speck-Schicht zahlt sich jetzt schon aus, allein schon, weil sie besser wärmt als jede Thermowäsche. Die Speck-Schicht ist immer da, 24 Stunden lang. Die lange Unterwäsche muss man ja irgendwann auch wieder ausziehen. Und dann steht man da und braucht eine halbe Ewigkeit bevor man sich überhaupt erst überwinden kann, in oder aus den Klamotten zu schlüpfen. Beim Natur-Speck ist das anders. Er ist permanent tragbar,  atmungsaktiv und individuell passgenau, denn er schmiegt sich wohlwollend an jede Körperform an. Pflegeleicht ist er dazu. Nur, egal ob Herzhaft oder süß, jeder Natur-Speck ist hungrig, und will regelmäßig gefüttert werden, sonst schrumpft er. Kalte Hände und/oder Füße können da erste Warnzeichen sein. Mein Modell, eine klassische Damen Ausführung, mit Namen „Die kleine vegane Nougat-Praline“ mag es besonders gern süß. Egal ob kleine Marzipan-Kartöffelchen, Bratapfel-Kuchen mit Vanillesauce, Schokoladenfondue, Stollen mit Marzipan und Rumrosinen, Erdnussbutter, Datteln, Eierlikör oder Crêpe mit zart-schmelzender schokoladiger Füllung; Es geht ihr gut. Die Augen der kleinen Nougat-Praline leuchten nur all zu schnell.

Sie lässt sich gerne füttern. Geschickt und schnell passt sie sich jeder Temperatur und jedem Kuchen-Buffet an, ein Vorzeigemodell…

Hm… Ach, Vielleicht möchte ich den Winter doch nicht verschlafen. Der Duft von Zimt und Muskat in der Luft, der erste Schnee der sanft vom Himmel rieselt, Freiheit und die Welt, die sich ganz heimelig in einem, mal schummerigen, mal grellen Kerzenmeer entzündet. Besinnlichkeit und Nächstenliebe, ja manchmal, und mittendrin eine selbst-wärmende kleine, vegane Nougat-Praline… Wäre ja eigentlich schade, das alles zu verpassen. Grünkohl² Einmal als Ofenchip „Honey-Mustard-Style“ und einmal als roh-marinierter Salat, mit Rotkohl und Pilzen. weiterlesen

– Petite fleur pour Dips – Kleine, herzhafte Brotblümchen zum Dippen und ein scharfes Chipotle Rahm- Pfännchen mit Kürbis, Spitzkohl und Räuchertofu

Uff! Umgezogen. Nach exakt vier Jahren und vier Monaten habe ich Montag meine ersten, richtig eigenen Wohnungsschlüssel wieder abgegeben. Ein komisches Gefühl, befreiend, ja, doch es ziepte auch ein bisschen. Ich wollte umziehen. Es war Zeit. Doch die Erinnerungen und die Wärme, die jedem Winkel dieses Lichtdurchfluteten Ortes anhaften, der Blick über die hellen Lichter der Stadt… Der Gang durch Wälder, die so lange einfach nur zuhören konnten… Es war schwer. Es war schwer als ich einzog, denn damals war mir das Herz gebrochen worden. Das Herz ist stark. Es kann auf so viele unterschiedliche Arten brechen und trotzdem, wenn man es lässt, wird es immer wieder ganz wundersam neu zusammenwachsen. 


Damals fühlte ich einen Schmerz, den ich wirklich nicht weiter empfehlen kann. Es war Schmerz in meiner Seele, in meinem Gedanken aber auch in jeder Faser meines Körpers. Ich spürte ihn mit jedem Schritt den ich tat, den ich nicht nicht tat. Er war tatsächlich aus mir heraus gerissen worden. Er war weg und dann wieder da. Er war ein aggressiver Splitter, den ich nicht zu fassen bekam… nicht zu fassen bekommen wollte. Also brachte ich mehrere Städte zwischen uns. Ich fand einen Ort, hell und warm, voller Geborgenheit. An einem Winterabend vor vier Jahren, wohlig eingekuschelt in meinen neuen Ort, konnte ich den Schmerz zum ersten Mal als das ansehen, was er gewesen war. Eine brotlose Kunst, künstlich von uns am Leben erhalten…
Danach besorgte ich mir eine neue Telefonnummer, obwohl das eigentlich eher symbolisch war. Der Splitter war raus.  – Petite fleur pour Dips – Kleine, herzhafte Brotblümchen zum Dippen und ein scharfes Chipotle Rahm- Pfännchen mit Kürbis, Spitzkohl und Räuchertofu weiterlesen

Gefüllte Paprika mit Walnussreis, Zaziki und Ofen-Bete.

Ein komplizierter Esser war ich nie, doch seit ich als Marktfrau arbeite und ein bisschen nachjustiert habe, was die Ernährung betrifft, hat sich mein Geschmacksempfinden doch ein wenig verändert bzw. sensibilisiert. Vor einigen Jahren bekam ich einmal eine Präsentkorb geschenkt, so groß wie ein Wäschekorb, voll mit Keksen, Schokolade und Pralinen. Das Ergebnis eines Geburts-Tages, denn ich hatte einen gewissen ruf. Wie Pipi Langstrumpf im Süßigkeiten Laden, genau so fühlte so dieser Korb an, den ich fest umschlossen auf meinem Schoss hielt, während die Augen wie Sterne leuchteten. Meine einstige Mitbewohnerin nannte mich gerne das Trap – Trap Monster, ein kleines Monster in Adiletten das vorzugsweise Nachts, durch die Flure schlurfte und schnurr-stracks auf den Nutellaschrank zu trippelte, bewaffnet mit einem Löffeln und der losen Absicht zu vernichten, meist restlos, was schließlich dazu führte, dass das Monster eines nachts den Schrank öffnete und statt des Nutellas einen Post-it mit der Aufschrift: „Hier stand mal ein Nutella Glas.“ vorfand, während die Mitbewohnerin wahrscheinlich gerade selig schlummernd ein Glas im Arm hielt…

Und auch einer meiner Ehemaligen wurde es nicht müde Freunden und Familie die gruselige Geschichte einer unvergesslichen Nacht zu erzählen, in der er aufwachte und sich, statt neben seiner Freundin, neben einem Monster wiederfand, das an der Bettkante sitzend, leffzende und knisternde Geräusche von sich gab, während es sich vorgebeugt, im Schutze der Dunkelheit, über eine Packung Celebrations her machte. Schmatzend…Kauend… Was machst du da? … Hm. Essen? Seitdem sprach er von mir als  I am Legend, der Infizierten… Schon peinlich. Irgendwie. Das Positive an der Sache war, dass sich danach eine Art Allianz zwischen meiner Mitbewohnerin und meinem Freund bildete, obwohl die beiden sich eigentlich gar nicht ausstehen konnten. Essen verbindet eben doch. Schön.

Solche nächtlichen Vorfälle gehören der Vergangenheit an. Die meisten dieser Süßigkeiten schmecken mir heute entweder nicht mehr oder sie sind nicht vegan oder ich habe einfach für mich begriffen, dass meinem allgemeinen mentalen Befinden nicht allzu förderlich sind und schlafe statt dessen lieber durch und esse dann morgens mehr. Aber, wenn heute jemand an mich heran tritt, beinahe widerwillig drei Aprikosen kauft und dabei sagt er oder sie sei ja so eine Süße/r,  beim Fruchtzucker müsse man ein wenig aufpassen, dann muss ich gelegentlich (schmunzelnd) den Kopf schütteln, denke an vergangene Nächte und frage mich und manchmal auch den Kunden ob es nicht mehr Sinn machen würde jetzt ein Kilo Aprikosen, als später dann ein Glas Nutella zu essen. Aber gut, jeder Jeck ist anders und jeder Jeck hat seinen eigenen Weg beziehungsweise seinen eigenen Ernährungsguru mit wissenschaftlich untermauerter These, mit der jener seinen nächsten Jamaica Urlaub gut finanziert sieht…

So, und eigentlich wollte ich auf Paprika und Zaziki zu sprechen kommen und frage mich kurz wie ich auf die Süßigkeiten kam…Endet es nicht immer im Dessert…Ach, ja. Es ging um die sensibilisierten Geschmacksempfindungen. Seit ich als Marktfrau arbeite esse ich ein beinahe jedes Obst und Gemüse, was ich zwar vorher auch schon tat aber nun richte ich mich mehr nach dem Jahreszeitenrad. Wenn’s auf den Punkt gereift und auf die persönlich richtige Art zubereitet ist schmeckt es gleich viel besser und aromatischer. Sogar Gurken. Ich sagte es schon vor einiger Zeit: Gurken erinnern mich geschmacklich immer ein bisschen an unreife Melonen und gehören nicht zu meinen Lieblingssorten, doch gepaart mit Erdbeeren und einem süßen Agaven-Senf Dressing

oder wie heute in Form von Zaziki sieht die Sache ganz anders und zudem viel appetitlicher aus. Lecker! Das Zaziki Rezept ist heute mal eine Art Familienrezept, nach Mutti und war ursprünglich ein Salatdressing, ohne Gurke. Danke Mama. Die Gurkenwelt fürchtet dich nun.

Was am Ende des Tages übrig bleibt ist die arme Petersilie. Weit abgeschlagen und allein zurückgelassen. Die fasse ich nicht an, denn da wird mir allein vom Geruch schon übel. Ich hungere, derweil ein kleines Monster, eigentlich schlummernd, träge ein Auge öffnet. Etwas überlebt ja immer… Gefüllte Paprika mit Walnussreis, Zaziki und Ofen-Bete. weiterlesen

28 Augüste später… Eine Marktfrau hing im Wetterseil. Schön Blöd.

Oder auch Tellersommermix 2016 

Pizza Mimimi, mit Dinkel-Möhrchenboden, überbackenen Auberginen, Rucola und Walnüssen, dazu eine gefüllte Tomate und ein kleiner Fenchel Melonensalat

Och, nö! Schon wieder Wetter?

Man! Was ist das nur für ein Wetter?

Wetter 2016 – Ich war dabei!

Ach, so langsam reicht’s ja dann auch mit dem Wetter.

Also normal ist das nicht..!

„Wann wird’s mal wieder gar kein Wetter?“ (leise gesummt vom Käse-Andreas)

Und es war Wetter…

***

Liebes Tagebuch,

Heute hatten wir mal wieder Wetter. Ja, ich weiß. Schon wieder!?…Dabei hatten wir doch erst gestern Wetter und vorgestern und den Tag davor ebenfalls. Ich kann es ja selbst kaum glauben! Doch es ist so. Es will einfach nicht aufhören Wetter zu sein und so langsam verzweifle ich daran, denn es wird von Tag zu Tag schlimmer. Ich habe das Gefühl es breitet sich aus. Hatten wir zu Beginn der Woche lediglich ein bisschen Wetter, traf es uns heute mit voller Breitseite. Wir hatten so richtig Wetter. Es ist beängstigend. Selbst die Kunden…Ich höre es an dem Zittern in ihrer Stimme. Sie versuchen das Wetter mit einer flapsigen Bemerkung abzutun, doch in ihren Stimme klingt die Angst. Sie bricht sich durch jede einzelne Gott verdammte Silbe. Die Kunden fürchten das Wetter. Genau wie ich. So, wie wir alle.

Es begann heute morgen ganz früh, viel zu früh und es zog sich durch den gesamten Tag. und selbst jetzt, tief in der Nacht, während ich dir stumm diese Zeilen schreibe, lauert das Wetter vor meinem Fenster. Ich kann es spüren. Es ist da draußen… Es wartet. Aber worauf denn nur? Was will das Wetter von uns? Nadine sagt, dass Wetter sei gekommen um uns zu zermürben. Warum? Na, das sei doch klar. Weil wir es ständig verhöhnt hätten. Niemand von uns habe das Wetter je respektiert. Seine Kunst. Es einfach Wetter sein zu lassen, so wie es wollte. So, wie es sich fühlte… Keine gutes Haar hätten wir je am Wetter gelassen. Nie durfte es so sein wie es wirklich war. Immer hatten wir etwas an ihm auszusetzen… Früher oder später rächt sich so etwas. Da dürfe man sich nicht wundern. Wie dieser Typ, dem sie als Kind immer verboten hatte Comic Bücher zu lesen, der der sich dann später selbst den Namen Dagobert gegeben hatte, um Geld zu erpressen, wirklich viel Geld, wahrscheinlich um sich sämtliche Comicbücher seiner verpassten Kindheit zu kaufen… So richtig geklappt hatte das damals nicht, doch in den kommenden Jahren hatte er ja viel Zeit, um zu lesen. Da waren bestimmt auch Comicbücher dabei. Auch wenn die dann nur geliehen waren. Solche Dinge passieren. Wenn ständig soviel Druck von außen verübt werde, da könne man schon mal durchdrehen… Das Wetter, ein rachedurstiges Mobbingopfer? So richtig plausibel erscheint es mir noch immer nicht, doch wenn ich so aus dem Fenster blicke…Das Wetter. Es ist da. Nach wie vor. Vielleicht werden wir es nie wieder los. Vielleicht wird von nun an jeden Tag Wetter sein. Die Möglichkeit besteht. Vielleicht wird es Zeit sich damit abzufinden. Irgendwie müssen wir ja versuchen unser Leben unabhängig vom Wetter zu leben. Doch, wie nur? Wir müssen einen Weg finden…

Jenny


Nachtrag, 06.08. 2016

Das Wetter, es ist tatsächlich geblieben. Der alte Herr T. vom Büdchen hatte es gewusst. Er hatte es bereits vergangene Woche gewusst und er sagte es mir und dabei hat er dann so komisch gelächelt. Er sagte, ob Sonne oder Regenwetter. Eines ist gewiss. Auch morgen wird wieder Wetter…

Seine Worte hatten etwas endgültiges gleichzeitig aber lag in ihnen etwas seltsam beruhigendes, eine unbestimmte Sicherheit, die ich noch nicht greifen konnte. Kurz danach veränderte sich alles. Die Worte des alten Herrn T. hallten durch meinen Kopf, wieder und wieder flossen sie gleichmäßig durch meine Wetter-getrübte Gehirnsuppe und plötzlich klärten sich die Dinge. Herrn T.s Worte hatten wie ein Gehirnfilter gewirkt. Der Nebel hatte sich gelichtet. Ich trat in die Küche. Ich fing an zu hantieren. Ich vergaß sogar, dass Wetter war. Herrn T.’s Worte hatte mich gerettet…

Zum Wetterunabhängigen Rezept: 28 Augüste später… Eine Marktfrau hing im Wetterseil. Schön Blöd. weiterlesen

Die Sonntags Heldin.

 Einfach & ohne lange Gehzeit.

SOS Sonntagsbrötchen. Mit Roggenvollkornmehl, Haferflocken und Möhrchen. Nicht wie aus dem Bilderbuch aber richtig lecker und sehr sättigend. Mit dünner Knusper Kruste.

 Sonntagmorgen.

Schlürfend, inhalierend auf dem Balkon. Die Welt riecht noch frisch und gewinnt nur langsam an Kontur. Das Bein schmerzt kaum mehr…Fremde Möbel, Gastmöbel auf dem Weg, wohin eigentlich? Meine Finger zeichnen den Strich nach, der sanft rot auf meinem Knie aufschimmert. Gastmöbel! Kleine Stolpersteine, auf dem noch leicht wankenden Weg zur Kaffeemaschine. Kopfschüttelnd lächelnd, senke ich meine Lippen in flüssiges schwarzes Chanel . Still. Inhalierend. Die Sonne zieht auf… Ein perfekter Sonntag Morgen.

Zärtlich fällt mein Blick auf das kleine Feigenbäumchen. Die erste Feige ist reif. Vielleicht darf ich sie ja später pflücken…

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Genüsslich gähnend strecke ich alles weit von mir, verkrieche mich in der klangvollen Stille dieses Morgens und denke an Kristina und ihren hochwertigen „Olaf 7976“. Ob man den auch auf Stumm schalten konnte? So ab und an? Ich wünschte es ihr jedenfalls. Aber was die Extras betraf hatte ja jeder seine ganz eigenen Vorstellungen. Die Sonntags Heldin. weiterlesen