Archiv der Kategorie: Winter

Wärmende Buchweizen-Dattelmilch… Und mein peinlicher Mini-TV Auftritt.

Frühstücksköstlichkeiten.

Eine warme und wärmende Buchweizen-Milch, mit Datteln und Ahornsirup gesüßt. – Für etwas mehr Wärme an einem kühlen Frühlings-Morgen –

Denn ich weiß nicht wie es euch geht, doch eigentlich denke ich, dass es vielen wohl genau so geht: Normalerweise trinke ich morgens einen Smoothie, den ich am Abend zuvor zubereitet habe aber bei den winzigen Temperaturen die zur Zeit herrschen, kann ich das einfach nicht. Viel zu kalt. Viele Obstsorten wirken zusätzlich kühlend auf den Körper und wer kann das im Moment schon gebrauchen? Ich jedenfalls brauche da eher etwas warmes, trotzdem Nahrhaftes, eine Alternative zum Müsli oder Brötchen – denn ich fang ja sicherlich nicht an mir morgens um vier, zwischen Wecker klingeln, Zähneputzen und ab zur Bahn, noch schnell ein Brot rein zu zwängen.

Essen ist ja schließlich nicht nur ein Muss sondern auch ein Genuss und der erfordert Zeit und Ruhe und Wärme.

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Das Problem mit den kühlen Smoothies hat jedenfalls dazu geführt, dass ich vor ein paar Jahren damit angefangen habe, mit warmen Smoothies herum zu experimentieren und das war/ist ein wirklich super spannender Prozess. Die Möglichkeiten sind riesig und lecker und genau so unbegrenzt, wie bei den kalten Sommerschwestern.

Pastinaken, Bananen, Süßkartoffeln,  Datteln, Zimt, Ingwer, Kurkuma, Buchweizen, Sesam, Nussmus, Erdmandeln, Kakao, Orange…

All diese diese Zutaten – Plus, lassen sich wunderbar in absolut leckere, wärmende Smoothies verwandeln. Man mixt die Zutaten zusammen – Früher, als ich noch keinen Hochleistungsmixer hatte, hab ich den Smoothie anschließend auf dem Herd noch einmal kurz erwärmt. Heute lasse ich den Mixer einfach etwas länger laufen und dann fülle ich das Ganze in meine Thermoskanne oder in eine leere Pflanzenmilchpackung. Zu hause hab ich’s natürlich ein bisschen netter hergerichtet.

Auf der Arbeit haben wir einen kleinen Heizpilz mit Abdeckung. Kollegen grillen da angeblich gerne mal den ein oder anderen … Na, das wäre ja jetzt reines hören-sagen. Ich stelle da jedenfalls gerne meinen Smoothie drauf und nach ein paar Minuten ist der dann wieder wunderbar warm und dampft verträumt vor sich hin – Ach ne, das war ja ich… Ganz Smoothie-verträumt.

Jedenfalls, das Rezept, das ich euch heute zeige, ist eher ein Milch als ein Smoothie geworden – besteht aus geröstetem Sesam, Buchweizen, Datteln, Gewürzen und Ahornsirup. Man kann noch eins, zwei Bananen mit mixen, hab ich auch schon gemacht aber Gott, die süße Milch war, so wie sie ist, einfach der Gipfel aller Wintermilch Experimente. Peinlich aber wahr – Ich musste beim trinken die ganze Zeit dümmlich vor mich hin grinsen. Wenn das mal jede Mahlzeit schaffen würde. Peinlich ist ein gutes Stichwort: Mein peinlicher, ca. 5 sekunden anhaltender Mini- TV Auftritt.

Gut, so peinlich war es eigentlich gar nicht aber komisch. Komisch war es auf jeden Fall. Sich selbst, so ungeschminkt – denn ich hatte an diesem Tag verschlafen, im Fernsehen zu sehen und vor allem zu hören ist sehr gewöhnungsbedürftig und irgendwie seltsam. Peinlich wird es dann, wenn man direkt am Anfang des Beitrages im Hintergrund eingeblendet wird, wie man sich gerade vor lachen kringelt, mitten, während der Arbeitszeit. Großartig. Ja, ich bin eine wirklich fröhliche Marktfrau. Ab sofort auch wiederholbar, auf Knopfdruck.

Aber was war passiert? Der WDR war angerückt. Vor knapp einem Monat, bei uns, auf dem Bio-Markt in Refrath. Gedreht wurde für die Sendung Hier und Heute, für das neue Format Ullas Marktküche. Die liebe, wirklich super liebe Ulla ist Profi- Köchin und eine Kundin von uns. Sie kocht schon seit Jahren regelmäßig für den WDR bzw. den WDR Hörfunk. Für die Sendung hat sie, zunächst bei uns Händlern auf dem Markt eingekauft, ich wurde zum erstem Mal in meinem Leben professionell ausgeleuchtet, man hat ihr eine kleine Küche mitten auf dem Marktplatz aufgebaut und anschließend wurde dann live gekocht und natürlich auch verkostet. Die Kunden fanden’s klasse und wir Händler hatten ebenfalls unseren Spaß. – Offensichtlich. hm, hm.

6 Stunden Drehzeit, für einen letztendlich 6 minütigen Beitrag. Donnerwetter! Es war ein spannender Tag – spannend so einen Dreh mal live und in Farbe mitverfolgen zu können, spannend zu sehen, dass im Fernsehen hinterher alles irgendwie so ganz anders wirkt, als im Live Moment.

Die meisten Einstellungen wurden so oft mehrfach gedreht. Allein schon wie sie zu uns an den Stand tritt… Ulla und ihre innere Ruhe hatte da echt meine absolute Bewunderung. Normalerweise braucht man beim kochen doch auch eigentlich diese spezielle Art von Flow Zustand oder? Ich stelle mir das jedenfalls echt schwierig vor, wenn man zwischendurch immer wieder abbrechen muss und aus dem Rhythmus gerissen wird. Aber Ulla hat das absolut souverän und entspannt gemeistert und am Ende standen zwei leckere Varianten eines Kartoffel-Lauch Stampfs‘ auf dem Tisch. Aber ganz ehrlich: Mit den Zutaten konnte es ja auch nur lecker werden.

Den Buchweizen-Smoothie hatte ich übrigens auch an dem Tag mit dabei („Hallo – könnten sie bitte diese Verpackung da aus dem Hintergrund entfernen? …Danke.“)

Hm.

Die Sendung samt Rezept könnt ihr euch hier, in der Mediathek angucken ⇒ Ullas Marktküche.

 

Und hier kommt jetzt das Rezept für die leckerste vegane Buchweizenmilch aller Zeiten.


Buchweizen Dattelmilch.

– Geröstet, süß & wärmend.  –

ergibt 1 Liter

Zutaten:

  • 100g Buchweizen
  • 30g Sesam
  • 1 Liter Wasser
  • 6 Datteln (am besten die cremigen Medjools)
  • 1 Espresso Löffel Vanillepaste
  • 2 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 0,5 TL Ingwer Pulver
  • etwas Zitronenabrieb

  • 2 TL Ahornsirup oder mehr oder weniger

Zubereitung:

Zuerst den Buchweizen in einer beschichteten Pfanne gut anrösten, den Sesam erst zum Schluss mit dazu geben und leicht mit rösten – Sesam wird sehr, sehr intensiv, wenn man ihn zu kräftig röstet.

Eine Prise Salz, Buchweizen und Sesam zusammen mit 1 Litern Wasser in den Mixer geben, 30 Min. quellen lassen, 90 Sek. auf höchster Stufe fein mixen.

Milch durch einen Nussmilchbeutel oder ein feines Sieb filtern. Den Trester kann man zu Keksen, Kuchen oder Waffeln 😉 weiterverarbeiten.

Milch zurück in den gesäuberten Mixer geben, nochmal 60-90 Sek. auf höchster Stufe mit den übrigen Zutaten mixen.

Probieren und gegebenenfalls mit Ahornsirup nochmal nach-süßen.

 

Liebe Grüße, Jenny

Matcha Milchbrötchen.

Fluffig süße und buttrige vegane Milchbrötchen, wie Milchhörnchen. Mit Vanille, Zimt und dieser ganz speziellen grünen Matcha Note. So was kann man echt nicht kaufen. Da muss man schon selber ran oder mit einem hübschen Bäcker verheiratet sein. Im Idealfall beides.

Und Jetzt sitze ich hier, wie ein Schneiderlein, frisch geduscht und mit Turban – einen Apfel kauend und weiß ausnahmsweise mal gar nicht so recht, wie ich anfangen soll… Die letzten Tage sind nur so an mir vorbei gerast. Kennt ihr das, manchmal hat man Phasen in denen man Tagelang das gleiche essen könnte. Kiloweise Brokkoli, Pizza oder z.B. Pfannkuchen mit Zimt und Apfelmus. Man bekommt einfach nicht genug davon. Bei mir ist das gerade mit dem Hefeteig so. Ich könnte den ganzen Tag mit backen verbringen,

vergesse dabei alles um mich herum und plötzlich ist es wieder dunkel, backen, arbeiten, weiter backen und schon wieder aufstehen. Matcha Milchbrötchen. weiterlesen

Der Duft_ von Liebe und Kakaobutter. Süßer Mini-Hefekuchen mit Mandel-Nugat ~ a la Vita Est.*

*Alle Rechte liegen bei der genialen Urheberin und Vollzeit (Geschmacks) Göttin, Sabine.

🙂

Endlich hab ich dein Nugat Rezept ausprobiert und eines sage ich dir, nein zweies – Lecker! und, Ich werde es wieder tun. Dann auch, mit Haselnüssen. Die hatten sich nämlich, passend zum Wetter irgendwie in Luft aufgelöst. Deshalb hab ich den/das? Nugat einfach mit Mandeln gemacht.

Das war vor drei Tage und nun ist alles gone with the wind…

…verflüchtigt, im Hunger auf Nugat und Hefeteig.

Das war am Donnerstag. Als der Sturm kam, während ich wieder nach hause ging, wieder nach hause ging, weil alle Märkte abgesagt wurden. Ja, man hätte den Stand aufbauen und den Markt stattfinden lassen können aber, man hätte es eben auch einfach lassen können. Ein offener Marktstand ist schließlich kein in Beton Mauern verpackter Supermarkt. Wenn die Bananen erst mal fliegen, dann fliegen sie und da kann man sich nicht aussuchen, wen oder wessen Birne sie treffen. Wobei Bananen ja noch das harmloseste Beispiel sind. Mehr muss man dazu, denke ich, nicht sagen.

Und dann stand ich da in einer dämmrigen, verlassenen Wohnung, um neun Uhr morgens – wach, voll auf Kaffee und noch immer nervös wegen des gestrigen Back- und Koch-Events bei uns auf dem Hof. Im Kopf das Bild eines leckeren, süßen Rosen-Panettones. Danke dafür, Arno. Ein Panettone ist es aber nicht geworden, denn der braucht Zeit.

Statt dessen habe ich das Süße mit dem Nützlichen verbunden und nochmal einen kleinen Hefekuchen als letzte, wirklich letzte, Backprobe vor Samstag gebacken, Der Duft_ von Liebe und Kakaobutter. Süßer Mini-Hefekuchen mit Mandel-Nugat ~ a la Vita Est.* weiterlesen

Mein Herz tanzt – vor Nervosität… Ich koche bei uns auf dem Hof, vor echten Menschen! Grünkohl mal anders.

Mittwoch Nachmittag.

Mit feuchten Händen. Der Koffein- Tacho… gesprengt. Mit Mehl gepuderten Haaren schreibe ich nun diesen Beitrag, denn ich habe gerade die letzte Probe vor dem großen Samstag hinter mich gebracht. Samstag! Atmen, Jenny. Atmen.

Samstag kochen und backen wir zu dritt bei uns auf dem Hof für die Kunden und für jeden, der Lust hat dabei zu sein. Parallel zum normalen Hofladenbetrieb werden mein Kollege Chander, die Ökotrophologin (Kundin, Köchin, Autorin und quasi Über-Frau) Edith Gätjen und ich, gemeinsam in der hauseigenen Backstube kochen und backen und hoffentlich eine Menge Spaß dabei haben. Jetzt gerade sehne mich eher nach der Sicherheit meines Marktstandes. Jetzt gerade würde ich die ganze Sache am liebsten wieder abblasen. Einfach einen ganz normalen Samstag haben. Doch, wie heißt es bei Marquis, so schön: „Ich musst nicht alles glauben, was ich denke.“ Eben. Eigentlich freue mich nämlich auf dieses Ereignis und diese Freude lasse ich mir nicht vermiesen, schon gar nicht von so einer blöden, kleinen Stimme, die nichts kann, außer – eine blöde, kleine Stimme zu sein. Uh, tolle Leistung. Bleiben wir also bei, ich freue mich total auf die Herausforderung, darauf, dass ich mal etwas anderes, etwas neues machen darf. Viel Besser.

Zunächst war ich ziemlich planlos, was ich Samstag nun kochen soll, weil ich so viele aber lose Ideen im Kopf hatte. Edith, die ja auch eine Kundin von uns ist, hat das ganze vor ein paar Wochen, ein wenig für mich, kanalisiert. „Du könntest doch Pizzaschnecken machen?“ Edith und Chander werden ein Gemüsegericht kochen. Dazu etwas brotiges, als Ergänzung – Die Idee gefiel mir, zunehmend besser. Ich hab die Ideen-Fäden dann noch ein paar Tage weiter, da oben spinnen lassen und letztendlich, nachdem ich wusste ich möchte unbedingt etwas mit Grünkohl machen, kamen diese beiden Rezepte dabei raus.

Herzhafte Pestoblume – mit geräuchertem Grünkohl Pesto

 

und eine

Süße Hefeschnecke mit Grünkohl-Anis Pesto, Apfel und Walnuss

 

Meine Grundlegenden Überlegungen bei der Rezeptfindung waren:

Ich will was mit Grünkohl oder Sauerkraut machen. Das Rezept soll möglichst ohne fancy Zutaten oder Ersatzprodukte auskommen. Es soll zeitlich machbar und für andere leicht nach-kochbar sein. Dekorativ sollte es sein. Schmecken muss es! Und ja, irgendwie sollte es auch etwas Neues sein, etwas, dass man so bisher vielleicht noch nicht gegessen hat.

Zuerst wollte Pizzaschnecken, einmal mit Grünkohl-Pesto und einmal mit Sauerkraut machen. Aber dann dachte ich:

Ach, zweimal Schnecken ist doch langweilig… Ich könnte statt dessen eine Pestoblume machen. Und, Gibt es im Netz eigentlich ein Rezept für ein Dessert mit Grünkohl? Nein. (Auf einem amerikanischen Blog habe ich schließlich doch ein Rezept für kale-cupcakes gefunden) Vielleicht ein süßes Pesto? Wie ein Basilikum Pesto… Nur eben mit Grünkohl. Grünkohl, einmal als herzhafte Pestoblume und einmal ganz anders, als süße Hefeschnecke. Das wär doch was…  Mein Herz tanzt – vor Nervosität… Ich koche bei uns auf dem Hof, vor echten Menschen! Grünkohl mal anders. weiterlesen

Vegane Vitaminchen_ Krautsalat ~ Aus Rot- und Grünkohl.

Hallo. Da bin ich schon wieder. 🙂 Im Moment leide ich an akuter Salat Lust. Nach all den Blatt-, Feld und Postelein Salaten wurde es nun doch mal langsam Zeit für was Neues. Und weil ich so Lust auf Rotkohl hatte, habe ich daraus, zusammen mit dem Grünkohl (der eigentlich für Chips bestimmt war – noch so ein Suchtfaktor diesen Winter ;-))

einen

Grün-/ Rotkohlsalat,

mit Pecannüssen, Äpfeln und Anis

zubereitet.

Um die Vitamin-Power komplett zu machen, hab ich das Ganze mit einem, Zitronen Orangen Dressing mariniert.

Der Salat an sich ist flott gemacht, man kann ihn direkt essen – Lecker ist natürlich auch, wenn man ihn ein paar Stunden durchziehen lässt. Dann zieht er noch etwas mehr leckeren Saft und wird auch etwas weicher.

Ich mag beide Varianten gern.

Anis ist wahrscheinlich nicht Jedermanns Sache aber ich finde ausprobieren lohnt sich trotzdem. Manchmal mag man Dinge ja doch, wenn man sie einfach mal anders zubereitet oder neu kombiniert. Vegane Vitaminchen_ Krautsalat ~ Aus Rot- und Grünkohl. weiterlesen

Oh, bin ich spät dran? Weihnachtliches Bananenbrot (Hefeteig-Variante) Lebkuchen Art – mit Pecannüssen, Pflaumenmus und vielen, kleinen Schoko-Stückchen.

Einmal tief durchatmen – und dann voller Freude aber auch ein bisschen aufgeregt und kleinlaut: Hallo.

Da bin ich wieder und ich habe ein Bananenbrot mitgebracht.

Das letzte Rezept ist ja nun schon ein paar Tage her und nun überlege ich ob ich darüber schreiben soll, also über die Gründe, warum das so ist, war… gewesen ist – darüber, was so los war aber eigentlich war ja gar nichts los, also gibt es eigentlich auch nichts zu sagen. Aber irgendetwas möchte ich ja doch sagen. Also sag ich vielleicht einfach – Eine große Tube Tomatenmark. Eine große Tube Tomatenmark hält lang, man kann sie lange verwenden. Man kann alles aus ihr raus-quetschen, bis zum letzten Tropfen, ja. Man kann anschließend eine Schere nehmen, die Tube aufschneiden, um noch das letzte bisschen aus ihr raus zu kratzen (Man glaubt ja gar nicht, wie viel da noch drin ist.) Irgendwann ist die Tube trotzdem leer und dann muss man eine neue kaufen oder man wechselt vielleicht mal zu Paprikamark. Auch lecker. Das Ding ist – Irgendetwas muss man tun, wenn die Tube leer ist. Irgendwie muss man reagieren.

So. Mit einer nagelneuen XXL Tube Tomatenmark in der rechten und einem großen Glas selbstgemachter Paprikapaste in der linken Hand, den Schokoladen-verschmierten Mund noch voller Bananenbrotkrümmel sage ich nun

Frohes Neues Jahr und

Zum Rezept:


Bananenbrot ist ein gutes Brot, ein Energie-spendendes. Oder wie heißt es so schön ausgelullert: „Schmeckt toll und macht nicht voll.“

Ernsthaft, das Brot (oder ist es doch eher ein Kuchen?) ist lecker geworden, schön saftig aber nicht zu weich, einfach angenehm. Es duftet herrlich und es macht eben wirklich nicht voll (müde).

Mir hat das Brot einfach nur Spaß gemacht, was wohl auch an den kleinen Schokostücken gelegen haben mag, die mit rein gebacken sind – und oben drauf kam dann noch Pflaumenmus.

Da hab ich allerdings ein fertiges genommen.

Hmm, die Schoko-Stückchen.

Gebackene Schokolade hat ja nochmal eine ganz andere Qualität, als die bloße, lose Tafel.

Die schmilzt dann nämlich so schön im Mund und macht das Brot noch saftiger. Heute, einen Tag durchgezogen fand ich das Ganze noch besser als gestern. Oh, bin ich spät dran? Weihnachtliches Bananenbrot (Hefeteig-Variante) Lebkuchen Art – mit Pecannüssen, Pflaumenmus und vielen, kleinen Schoko-Stückchen. weiterlesen

Selbstgemachte Gnocchi oder Schupfnudeln. Total simpel, vegan und glutenfrei.

…Und nochmal so viel leckerer als die erste Variante mit Dinkel und Buchweizenmehl!

So lecker, dass ich ein viertel davon, nach dem kochen, einfach pur weg genascht habe. Und da kann ich auch direkt was zur Haltbarkeit sagen. Ein paar habe ich nämlich noch im Kühlschrank stehen. Heute ist Tag drei nach Produktionsbeginn und sie schmecken nach wie vor wunderbar.

Eigentlich habe ich kein Problem mit Gluten und muss mich auch sonst nicht mit irgendwelchen Lebensmittel Unverträglichkeiten herum schlagen. Als Kind und Jugendliche hatte ich Neurodermitis und durfte deshalb einiges von dem, was Kinder so als Leckereien empfinden, eben nicht essen. Ketchup zum Beispiel. Der ging gar nicht. Nicht mal heimlich, denn es blieb ja nie lange geheim. Pommes ohne Ketchup. Da zieh ich heute noch ne Schnute und denke, Eltern können so grausam sein.     

Um so mehr genieße ich jetzt natürlich, dass ich alles Essen und trinken darf, worauf ich Lust habe, wenn ich Lust darauf habe.

Diese Freiheit ist ein Geschenk.

Ich kann euch jetzt leider keine tolle Story darüber erzählen, wie ich meine Neurodermitis durch die Umstellung auf vegane Ernährung geheilt habe. Denn das lief unabhängig voneinander und auch wenn ich glaube das Ernährung viel kann und der Grundbaustein für Gesundheit ist, so ist sie dann eben auch doch nur das – ein Baustein von vielen. Aber was rede ich da.

Ich bin eine Marktfrau und dies ist ein Kochblog.

Selbstgemachte Gnocchi oder Schupfnudeln. Total simpel, vegan und glutenfrei. weiterlesen

2 Fräulein backen – Herzhaft/Vegan… Würziges Bratkatoffelbrot, mit Wildkräuter-Quark oder Käse überbacken.

Mit Märzen im Herzen ist es September geworden. Eine Katze grinst, lugt träge hinter der Kellertreppe hervor. Sie will hinaus, weiß aber noch nicht ob sie mir vertrauen kann. Kann sie. – Ich lasse sie hinaus, damit sie dort die letzten Sonnenstrahlen und anderes Getier jagen kann. Bald wird das letzte Glühwürmchen das Licht ausknipst haben. Dann wieder herrschen die Schatten, kalt und eisig, lassen sie Kaninchen zur gänzlichen Weiße erstarren – Wir haben keine Zeit! Mein Herr, sie zittern ja. Sehnen uns nach Wärme! Wir eilen mit eng anliegendem Kopf von a nach b aber noch nicht! Nein, noch ist Zeit und sowieso – Es ist Sonntag. Selbst die Sonne hat Zeit.

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Also nehme ich das kleine, zittrige Kaninchen, behutsam setze ich es mir auf den Bauch, wo bereits die Katze zufrieden von einem Ohr zum anderen grinst. Ihre Stimme gleicht einem zarten Schnurren. Sie flüstert…

„Ich bin verrückt. Du bist verrückt. Ich bin verrückt. Du…“*

“ Verrückt ist, wie verschwenderisch sie hier mit Worten umgehen!!“ kreischt das Kaninchen. „Nur ein Satz pro Katze! Nur ein Satz!!! Sie kennen wohl die Regeln nicht, wie!? Sie müssen wohl eine besonders dumme ihrer Art sein, wie!? Dacht‘ ich mir gleich! Das kostet sie jetzt fein was extra! E-X-T-R-A. Zeit wächst doch schließlich nicht wie Sand auf Bäumen! Wenn ich hier nur schnell genug wieder weg komme…“ – Wo wollen sie denn hin, werter Herr Kaninchen? Vielleicht können wir ihnen bei ihrem Weg behilflich sein? –  „Nein!“ protestiert er. „Geht nicht. Geht nicht! Kaputt. Einfach kaputt. So ein Elend und unmöglich. So un-möglich. Ich hab’s glatt vergessen! Diese Katze ist Schuld. (Er deutet auf die Fliege) Sie hat meine Zeit verschwendet und nun ist mir alles… unklar und einerlei.“ – „Da-h-h-nn“gähnt die Katze, „Dann ist es auch egal, wie du weiter gehst* und dann kannst du auch noch ein bisschen bleiben und wir borgen dir einfach etwas von unserer Zeit. Unserer Kartoffel nach haben wir noch mehr als genug davon.“

Oh, ja bleib und hilf uns. Das quirrlige Fräulein Fliegenpilz hat uns eine würzige Spinat-Quiche gebacken, glutenfrei und nun wollen wir ihr unsererseits etwas herzhaftes zu tun. Ein Bratkartoffelbrot aber ein veganes – Mit Dip und Käse und Blümchen, denn ein kleines Blümchen sollte nicht fehlen.

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Und dir, werter Herr Kaninchen, schenken wir eine neue Kartoffel.

Eine Bratkartoffel die richtig tickt.

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„Verrückt“, schrillt das Kanninchen. „Verrückt! Glutenfrei. Vegan. Sie sind hier ja alle schon ganz wahnsinnig. – So, wie sie, mein Herr.

Wie ich? Ausgerechnet I-c-h? Woher willst DU wissen, dass ICH verrückt bin!? – „Wenn du es nicht wärst,“ stellte die Grinsekatze fest, „dann wärest du nicht hier.“* 

„Aber gleich vegan? Ausgerechnet vegan! Unmöglich – Sie dummes Ding. Und da lachen sie noch! Dabei halten sich eine bunte Katze auf dem Bauch und sehen sie nur! Die Katze trägt eine Fliege. Gerade fliegt sie davon. Da sehen sie! Sie fliegt und hat die Katze geschultert. Unmöglich!“

Ach, wissen sie (aus purer Freude klatsche ich in die Hände) „Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet.“* sage ich und sehe winkend dem Kätzchen hinterher. Sobald sie bei uns angekommen sind, werden sie das begreifen. Heute, Morgen oder Gestern. Ganz wie sie… Oh, wie schön! Da! Sehen sie nur. Ihre Löffel haben bereits angefangen sich blau zu färben… und ihr Näschen leuchtet, ich glaube zart-rosa ist es… mit einem kleinen Tupfer grün.

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Sie werden schon bunter, mein Herr! Nur zu. Nur zu. Dann können wir gleich los legen. Das französisch-farbene Fräulein und der kleine, verrückte Fliegenpilz erwarten uns sicherlich bereits. Husch, husch in die Küche mit ihnen und vergessen sie ihre Löffel nicht. 2 Fräulein backen – Herzhaft/Vegan… Würziges Bratkatoffelbrot, mit Wildkräuter-Quark oder Käse überbacken. weiterlesen

Der Affe, Brot und Salz – Eine einfache Rezeptsammlung.

Ich danke meiner kanadischen Brot-Heldin Sabine, für die Rettung dieses Beitrags, den ich veröffentlicht und dann versehentlich wieder gelöscht hatte. Nun ist er wieder da, weil Sabine eine Kopie besaß. Ach, Sabine! …Einer der Nachteile am Bloggen ist sicherlich, dass man nicht mal eben mit 1-10 Stück Kuchen, einer schönen Flasche Wein und einer Großpackung Haselnüsschen bewaffnet, klingeln kommen kann. Aber danke, Danke kann man sagen. Also Danke, Sabine.

Hier ist er nun,

 Der Affe, Brot und Salz…

Die Sonne scheint träge auf uns hinab. Auf uns, die wir geblieben sind. Wir. Das kleine Händchen attributionsloser Menschen, das sich noch nicht nach Norden, Süden, Westen oder Osten verflüchtigt hat. Immer der Nase nach. Und während sich andere nun mit plärrenden Kindern, schlechtem Hotel-Essen und verspäteten Flügen auseinandersetzen müssen, gehe ich hin und esse entspannt noch eine Tomate, eine Aprikose oder ein Blättchen Rucola, während ich weiterhin nach Kunden Ausschau halte. Ein wenig Geröll zieht am Stand vorbei, untermalt, nicht von karger Western-Musik sondern vom zärtlichen Klang der Titanic, hinter uns leiernd dargeboten auf der Panflöte. Nach vorne schauend, sehe ich den Mann mit dem Leierkasten herbei schlurfen. Er ist alt und beinahe kahlköpfig, was er allerdings geschickt unter einem großen, schwarzen Zylinder verbirgt. Sein linkes Bein lahmt ein wenig, doch er geht und geht und schiebt lächelnd den sperrigen Kasten vor sich her. Ein kleines Stoffäffchen sitzt auf seiner rechten Schulter. Jede Woche will ich den Mann fragen wie das Äffchen heißt, doch nie traue ich mich. Das Äffchen gähnt. Ich gähne. Wir verstehen uns. Der Affe, Brot und Salz – Eine einfache Rezeptsammlung. weiterlesen

– Shades of pancake – Linsenpfannkuchen. Vegan, Low Fat, Glutenfrei – ohne Altersbeschränkung.

Werter Leser,

Solltest du ein Kunde, vielleicht sogar Stammkunde des durchweg Familien-freundlichen Biohof Bursch sein und mir regelmäßig auf unseren Wochenmärkten begegnen, würde ich dich freundlichst darum bitten, die nun folgenden Textzeilen einfach zu überspringen und direkt zum Rezept weiter zu scrollen. Der folgende Text kann unabhängig vom Rezept gelesen werden, garantiert. Es ist nicht nötig, dass du deine sicherlich kostbare Zeit, an eine Marktfrau mit… Dieser Text ist einfach nicht für deinen zarten Augen, deine äußerst feinsinnigen Synapsenverästelungen, bestimmt. Normalerweise duze ich Kunden auch nicht ungefragt aber, ein distanziertes Sie scheint mir hier in Anbetracht der geplanten Zusammenführung von Erotik und Linsen unangemessen. Gegen die eigenen Gedanken ist man häufig eben doch machtlos.

Zeitüberschuss, angeborene Neugierde und ein bestimmter Grad an Wahn, in Folge fiebriger Erkältungstrunkenheit, plus Freundin Uschi bewaffnet mit einem du kannst hier nicht weg Grinsen und facettenreicher DVD, plus ein harmlos aussehender ebook-Reader, führten an jenen unbestimmten point of no return, den Punkt, an dem es kein zurück mehr gab, an dem die Worte  ein paar Wochen später ungefiltert durch das Hirn hindurch direkt in Hand strömten, nur um kurz darauf hart. kratzend auf das blanke Papier aufzuschlagen. Es war so:

Lieber Kunde, Dies ist deine letzte Chance einfach bis zum Rezept weiter zu scrollen. Ich sags ja nur.


– Shades of pancake – Linsenpfannkuchen. Vegan, Low Fat, Glutenfrei – ohne Altersbeschränkung. weiterlesen