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Easy Peasy. Veganer Apfelstreuselkuchen mit Haferlocken-Mürbeteig und Vanille Joghurt Eis.

Ein super einfacher zart mürber Apfelkuchen mit extra viel Apfel-Apfelmus Füllung und noch mehr Streuseln obendrauf denn, wenn schon Kuchen dann aber richtig streuselig und dann bitte auch mit Eis, mit Vanille Joghurt Eis. 

Beide Rezepte sind total simpel und das Eis könnt ihr auch ohne Eismaschine zubereiten. Außerdem ist ist es Bananen-frei. Ich mag zwar Nicecream aber man will ja vielleicht auch mal ne andere Geschmacksrichtung, auf dem Teller haben außer Banane. Mal so, mal so, ist doch schön, wenn man die Wahl hat.

Ich hatte diesmal quasi keine Wahl.

Ich musste diesen Apfelkuchen machen, denn letzte Woche haben wir tatsächlich nochmal deutschen Demeter Elstar bekommen, was wirklich etwas besonderes ist, denn mit den regionalen bzw. deutschen Äpfel war/ist eigentlich jetzt vorbei. Die letzte Apfelernte ist schlecht gewesen wegen der Spät-Fröste im Frühjahr. Da sind viele Blüten erfroren und das muss man sich dann erst mal vorstellen – wie das für einen Bauern ist, wenn plötzlich die halbe Ernte wegbricht, ohne das man etwas dagegen tun kann. Und da soll sich dann bitte nochmal jemand über zu hohe (Apfel)Preise beschweren. Also, ich greife da trotzdem gerne zu, denn mein Geld und ich wir entscheiden ja, wen wir mit unserer Konsumentenpower unterstützen, man denkt ja immer – och, ich als einzlener, was kann ich schon bewegen? – Aber ja, jeder einzelne kann etwas bewegen, indem er kluge Entscheidungen trifft und manche Dinge lieber im Regal stehen lässt.

Jedenfalls, da lagen sie nun. Wunderschön. Rotbackig leuchtend. Viele kleine Elstar Äpfel die Nadine und mich morgens ganz frech anlächeln. Und wir beide hängen schwärmend über der Kiste.

„Hach, da muss man doch eigentlich noch mal Apfelkuchen backen. Oder?“ – „Ja, ich find schon…“ und so kam es dann auch.

Ich hab Nadine nach einem Rezept gefragt, „Ach, ich mach einfach einen Mürbeboden. Die Äpfel hobel ich ganz fein und mische sie mit Apfelmus und dann kommen noch Streusel oben drauf.“ Das klang gut und tatsächlich habe ich ihren Streuselkuchen sogar schon gegessen, ohne das ich es wusste! Auf unserem Frühlingsfest. Da wird er nämlich jedes Jahr verkauft – veganer Apfelstreuselkuchen a la Nadine, denn Madame hat früher in unserer Backstube gearbeitet, bevor sie (zu meiner großen Freude) auf den Markt gewechselt hat. Witzig, ich hab damals sogar ein Foto von dem Kuchen gepostet. und ihn als besten veganen Apfelkuchen „den ich jemals gegessen habe“ bezeichnet.

Das war nämlich das Jahr in dem ich die Smoothies auf dem Hoffest zubereitet habe und heute schließt sich der Kreis indem ich euch nun meine Version dieses super leckeren Kuchens zeige. Und ich kann euch sagen, der Kuchen ist, ganz wie Nadine gesagt hat – einfach mega 😉 .

Zum Rezept: Easy Peasy. Veganer Apfelstreuselkuchen mit Haferlocken-Mürbeteig und Vanille Joghurt Eis. weiterlesen

Beschwipster Studentenkuchen.

Ein fein beschwipster Dinkelboden mit Amaretto, Äpfeln & Rosinen
und Studentenfutter Crumble.

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Backen. Ach, ja. Mache ich, im Gegensatz zum Kochen, eigentlich nicht so häufig. Ich habe eine Heiden Respekt vor diesem alten Handwerk. Zu schnell verbrennt da etwas, der Teig misslingt, sofern man nicht präzise genug gearbeitet hat (als er in den Ofen kann war doch noch alles gut), Das Brot gerät zu drisch oder zu feucht oder niemand, außer dir selber, kann das Etwas, das da aus dem Backofen kommt, noch als Brot identifizieren...Ja, backen ist für mich doch sehr anstrengend und irgendwie Nervenaufreibend. Mittlerweile nicht mehr ganz so, wie noch vor ein paar Jahren. Aber die Aufregung, dieses Kribbeln, darüber ob man am Ende etwas in Händen halten wird, das essbar, identifizierbar und im Idealfall sogar lecker ist, diese Aufregung spüre ich nach wie vor, jedes Mal, wenn ich backe.

Zum gelingenden Backen braucht es meiner Meinung nach, vor allem, Zweierlei. Nämlich: Zeit & Innere Ruhe.

Es braucht Zeit, sich auszuprobieren und sich ein paar Grundkenntnisse anzueignen. Es braucht Zeit, um ein gutes Gefühl für die verschiedenen Teige und ihre Konsistenzen zu entwickeln. Und, es braucht Zeit, sich ein gesundes Back-Selbstbewusstsein anzutrainieren (Noch fünf Minuten. Nein! Die Brötchen kommen raus! Genau Jetzt.Jetzt!) Vor allem aber braucht es, meiner Meinung nach, die Fähigkeit, innerlich ruhig und gelassen zu bleiben, um beim ersten Fehlversuch nicht direkt wieder das Back-Handtuch, weit von sich, zu werfen. Was soll ich sagen…? Ich war ruhig und nun bin ich sogar gelassen. Der Kuchen ist etwas geworden. Er ist sogar sehr lecker geworden.  Ich danke den Back-Göttern und gönne mir noch ein Stück. Vielleicht werde ich ja gleich noch ein wenig meditieren, nachdem ich mir das Mehl aus den Haaren gewaschen habe…

 

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Da ich einen dicken Boden wollte ist der Kuchen etwas kleiner geraten als eine 26er Springform.

Für den Hefeteig-Boden:

200g Dinkelvollkornmehl, 25g Amaranth (gepufft), 2EL gemahlene Haferflocken, 4EL gemahlene Kokosflocken, 1/2 Pck.Trockenhefe, 3-4EL Agavendicksaft, Saft und Abrieb einer halben, großen Orange, eine Prise Salz, 100ml Pflanzenmilch (Hier Reismilch, da schön süß)
Außerdem: geriebene Tonkabohne, 1TL Zimt, 1/2TL Muskatblüte (vorsichtig dosieren, sehr intensiv)

Die trockenen Zutaten und die Gewürze miteinander vermischen Orangenabrieb und Saft, Agavendicksaft dazu geben. Beginnen einen Hefeteig herzustellen. (Da muss man ein wenig Ausdauer und Muskelkraft aufwenden, es sei denn natürlich man hat eine Küchenmaschine. Ich besitze zwar eine, knete aber trotzdem lieber von Hand.) Pflanzenmilch nach und nach hinzugeben und so lange weiterkneten bis ein glänzender und geschmeidiger Teig entstanden ist. Beiseite stellen. Abgedeckt, an einem warmen Ort mindestens 30min. gehen lassen. Erneut kneten, Kreisförmig (oder so ähnlich 😉 ) ausrollen, Rund herum den Rand ein wenig hochziehen. Mit einem Zahnstocher den Teig mehrfach einstechen (damit der Schwips schön in den Boden ziehen kann).


 

Für den beschwipsten Belag:

3 kleine bis mittlere Äpfel (hier süß-sauere Elstar und Topaz, die werden beim backen schön mürbe und der Topaz bekommt eine schöne, gold-gelbe Farbe), 2EL Rosinen, Saft und Abrieb einer Zitrone, 3EL Amaretto, 3EL Ahornsirup (oder Süße nach Wahl), Zimt, etwas geriebene Tonkabohne, eine Prise Kurkuma.

Die Äpfel vierteln und entkernen, klein schneiden, zusammen mit den Zutaten für den Schwips in eine Schüssel geben, verrühren. Mindestens eine halbe Stunde beschwipsen lassen. Gegebenenfalls zwischendurch umrühren. Äpfel und Rosinen, sowie 3/4 des Schwips, gleichmäßig auf dem Hefeboden verteilen.


 

Beschwipster Crumble:

50g Studentenfutter (ohne die Rosinen), 1EL gemahlene Haferlocken, 1EL Kokosflocken, 1EL Amaranth, der Rest vom Schwips

Studentenfutter, im Zerkleinerer oder von Hand (grob) klein hacken. Gemeinsam mit den anderen Zutaten zu dem restlichen Schwips geben. Mit der Hand verkrümmeln. (Bei Bedarf noch einen Schuss Süße oder ein paar Nüsse dazu geben). Den Crumble, gleichmäßig über dem Belag verteilen.


 

Backen:
Im vorgeheizten Ofen, bei 180ºC , mittlerer Einschub, 25-30min. fertig backen.

 

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Den herrlich würzigen Duft genießen und auffuttern. 🙂