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Viele, viele bunte Hefeteilchen! … Ofen- Berliner, Mini Croissants und kleine (gefüllte) Bällchen.|Veganen Hefeteig mit Süßkartoffeln herstellen.

Habt ihr schon einmal einen Hefeteig mit Süßkartoffeln angesetzt?

Wenn ja, dann könnt ihr vielleicht nachvollziehen warum es mir gerade echt schwer fällt, die passenden Worte zu finden. Zu sagen: Das war lecker! ist nämlich absolut untertrieben. Ich backe ja im Moment total gern und am liebsten mit Hefeteig.

Vor kurzem hab ich im Netz ein Süßkartoffelbrötchen gesehen. Mir ging das Tagelang nicht aus dem Kopf. Die Idee hat mich fasziniert. Und, weil ich zu Karneval Ofen-Berliner gebacken hatte, mit dessen Ergebnis ich aber nicht so hundertprozentig zufrieden war, habe ich das ganze gestern noch mal gebacken.

Und sie waren lecker!

Aber, nochmal nur Ofenberliner zu machen, hätte ich irgendwie langweilig gefunden, also gab es Berliner plus alle Formen und Unformen, die sich gerade so rollen und zupfen ließen.

Durch die Süßkartoffeln bekommt der Teig eine besonders tolle intensiv, gelb-goldene Farbe. Ich konnte mich da gar nicht satt sehen.

Und der Duft! Vanille-Zuckerluft.

Und dann kam auch noch die Sonne raus und ich glaube, ich brauche jetzt eine neue Speicherkarte, denn ich hab beinahe länger fotografiert als gebacken.

Ich bin so dankbar für jeden einzelnen Sonnenstrahl, denn naja, ihr kennt das ja wahrscheinlich selber. Im Winter gute Fotos schießen zu wollen, kann sehr oft, sehr frustrierend sein! Ich krieg da manchmal echt die Krise, wenn das Essen eigentlich total lecker ist und „in Echt“ auch so aussieht, es dann auf den Bildern aber einfach nur farblos und traurig wirkt. Ich finde Bilder müssen und sollen nicht so durchgestylt und auf Hochglanz poliert wirken, das tue ich ja selber auch nicht, aber man will ja trotzdem, dass das Essen appetitlich aussieht.

Gestern gab es jedenfalls Sonne im Überfluss und da gab es dann kein halten mehr. Gott! ich hab so Spaß gehabt und deshalb müsst ihr euch jetzt nicht nur viel Text durchlesen, sondern auch ne Menge Fotos angucken.

Nach dem Backen wurde jedes Hefeteilchen noch in einer guten Portion Rohrzucker gewälzt, die Berliner habe ich einmal mit einer Vanille-Buttercreme auf Cashewbasis gefüllt (das ist die Creme, die ihr oben seht) und einmal mit einer ganz unkompliziert schnell selbst gemachten Blaubeermarmelade. Der Oberknaller allerdings war das Butter-Mandel Karamell. In der Pfanne karamellisierte Mandelblättchen, karamellisiert in Butter und Zucker und Vanille und wenn das ganze dann erkaltet hat man so eine Art Mandel-Krokant und, sobald man einmal angefangen hat davon zu naschen, kann man nie wieder aufhören. 😀 Meine Lieblingsvariante war dann auch ganz einfach, das ungefüllte Brötchen mit ganz viel von dem Mandelkrokant. Und, weil Süßkartoffel mit drin ist, ist das ganze ja sogar richtig gesund. 😉

Jedenfalls, wenn ihr Hefeteig mögt, dann kann ich euch dieses Rezept echt ans Herz legen. Es ist zwar nicht schnell gemacht, dafür aber recht simpel. Und hier kommt es jetzt.

Zum Rezept:


Kunterbunte Mini- Hefeteilchen 

– mit Süßkartoffeln – 

Grundrezept Süßkartoffel-Hefeteig:

  • 250g (Dinkel-)Mehl + etwas mehr zum unterarbeiten
  • 250g Süßkartoffeln (ohne Schale gewogen)
  • 1/2 Würfel Hefe + 2 EL Wasser
  • 40g Rohrzucker
  • 40g Öl
  • 8g gemahlene Leinsamen (1 EL)
  • 1 Prise Salz, etwas Orangenabrieb, Vanille nach belieben

Zubereitung:

  1. Die Süßkartoffel dämpfen oder im Ofen weich backen, (pellen), zerstampfen, abkühlen lassen
  2. Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde in die Mitte drücken, Hefe mit ein bisschen Zucker in dem Wasser auflösen. Mulde mit etwas Mehl bestäuben, ein paar Minuten warten bis die Hefe reagiert.
  3. Alle übrigen Zutaten dazu geben, mit den Knethaken des Rührgeräts ca. 7-10 Min. lang kneten, bis der Teig sich gut vom Schüsselrand löst. (Der Teig ist noch leicht klebrig)
  4. Auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen nochmal durchkneten.  Dabei soviel Mehl unter-arbeiten, bis ein geschmeidiger Hefeteig entstanden ist.

(Für Hefeteig Neulinge: Willkommen. 😉 Es lohnt sich sehr, sich z.B. bei Youtube mal ein Video anzugucken, wie man Hefeteig zärtlich knetet und schleift. Mit Worten lässt sich das schwer erklären.)

  1. In eine nicht zu kleine geölte Schüssel geben und abgedeckt 1 1/2 bis 2 Stunden gehen lassen, an einem warmen Ort. Der Teig geht ganz schön auf!
  2. Teig auf eine die bemehlte Arbeitsfläche geben, mit etwas Mehl bestreuen, zu einer Rolle formen und in ca. 10-12 gleichgroße Stücke teilen.
  3. Jetzt könnt ihr nach belieben formen, ihr müsst nur darauf achten, dass eure Arbeitsfläche und die Hände immer gut bemehlt sind.
  4. Um die Berliner herzustellen formt ihr kleine Bällchen und drückt diese oben leicht platt (Durchmesser hier ca. 6-8cm), für die Croissants zieht ihr das Teigstück zu einem langen, dünnen Strang auseinander und rollt diesen einfach auf.
  5. Auf zwei mit Backpapier ausgelegte, leicht gefettete Backbleche setzten und nochmal ca. 15 Minuten ruhen lassen
  6. Mit Pflanzenmilch bepinseln.

Im vorgeheizten Backofen (zweite Schiene von unten) bei 180°C ca. 15 Min. backen.

Noch warme Teilchen mit Milch bepinseln und in Zucker wälzen.

Für die gefüllten Berliner: Mit einem Strohhalm das Loch vorpieksen und den Halm ruhig vorsichtig ein bisschen in dem Berliner drehen. Dann geht mehr Füllung rein. 😉

Für die Füllung braucht ihr einen Spritzbeutel mit Lochtülle. Füllung jeweils in den Beutel geben und langsam in die Berliner spritzen.


Vanille-Buttercreme-Füllung mit Schwips Option: 

  • 150g Cashews
  • 1 EL Agavendicksaft oder Süße nach Wahl
  • 1/2 EL ungesüßten Pflanzenjoghurt oder veganen Frischkäse
  • 1 TL Vanillepaste
  • 1/2 kleine Zitrone, Abrieb u. Saft
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Öl
  • ca. 50ml Reismilch
  • Optional: 1 EL Whisky, dann aber weniger Reismilch

Alle Zutaten im Mixer zu einer homogenen Masse Mixen. Fertig.

Die Creme könnt ihr auch als Frosting verwenden.


Für die Blaubeermarmelade habe ich einfach Blaubeeren mit etwas Zitronensaft und Malzsirup fein gemixt und anschließend ein paar Flohsamen zum abbinden untergerrührt.

Alternativ zu den Flohsamenschalen könnt ihr auch Chiasamen verwenden oder ihr püriert die Blaubeeren mit Datteln, dann brauacht ihr gar kein Bindemittel mehr.

Und nun das Finale.

Das Butter-Vanille-Karamell Mandelkrokant  😉

Das ist echt super easy. Mandelblättchen bei mittlere Hitze in der Pfanne rösten, zur Seite stellen, Temperatur ein bisschen reduzieren, ein Stück vegane Butter (ca. 20g) in der Pfanne schmelzen lassen, 2-3 EL Rohrzucker dazu geben, Zucker schmelzen lassen, sobald der Zucker sich aufgelöst hat 3.4 Tropfen Vanilleextrakt dazugeben und die Mandelblättchen unterheben. Auf ein leicht gefettetes Backpapier verstreichen (vorsicht, sehr heiß!) und kurz auskühlen lassen.

Danach könnt ihr das Krokant in beliebig große Stücke brechen. Wenn ihr es noch warm auf die Hefeteilchen oder Berliner gebt, bleibt es dekorativ daran haften aber ich fand das Gebäck mit der Zucker Garnitur so hübsch…

Das Vorbild für die Berliner waren ursprünglich Bienenstich Berliner. 🙂

Haha, ich wollte das Ganze heute mal kurz halten.

Hat leider nicht geklappt.


 

Habt ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße, Jenny

 

Aus der Winterbackstub’n: Schnelles (Dinkel-) Baguette.

Nach Art des „magischen“ Baguette.

Ich bin im Netz mehrfach auf Rezepte für dieses schnelle und unkomplizierte Baguette gestoßen und, weil ich wie gestern erwähnt momentan zwar im Backfieber bin aber überhaupt nichts dagegen habe, wenn es auch mal was schneller geht, dachte ich, ich probiere das einfach mal aus.

Und das Ergebnis ist wirklich großartig geworden. Ich präsentiere, nun, mein Dinkel-  Baguette im Schnee …

… Die Lichtverhältnisse waren an diesem Tag eher trist, deshalb hab ich das Baguette einfach mit auf den Balkon genommen.

Auf dem Bild seht ihr außerdem ein paar Ofenberliner mit Whiskey-Buttercreme Füllung, die ich parallel zu den Baguettes gebacken hatte. Die Berliner waren ebenfalls gut, hätten aber noch ein bisschen mehr aufgehen dürfen. Ich backe sie nochmal und dann gibt es auch ein Rezept. Allein die Cremefüllung ist ein eigenes Rezept wert. Die ist echt gut geworden.

Nach den Schneefotos waren die Baguettes dann jedenfalls perfekt temperiert, und Bissbereit.

Wie gesagt, das Licht war nicht so gut. Ich hoffe, man kann trotzdem sehen, wie locker und knusprig das Brot geworden ist. Echt lecker… Wobei ich gestehen muss, dass mir die italienische Ciabatta Variante (mit ein wenig Olivenöl) vielleicht noch einen ticken besser gefällt aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Alles andere wäre ja auch langweilig.

Die Arbeitsschritte sind  recht simpel. Aus der Winterbackstub’n: Schnelles (Dinkel-) Baguette. weiterlesen

Matcha Milchbrötchen.

Fluffig süße und buttrige vegane Milchbrötchen, wie Milchhörnchen. Mit Vanille, Zimt und dieser ganz speziellen grünen Matcha Note. So was kann man echt nicht kaufen. Da muss man schon selber ran oder mit einem hübschen Bäcker verheiratet sein. Im Idealfall beides.

 

Und Jetzt sitze ich hier, wie ein Schneiderlein, frisch geduscht und mit Turban – einen Apfel kauend und weiß ausnahmsweise mal gar nicht so recht, wie ich anfangen soll… Die letzten Tage sind nur so an mir vorbei gerast. Kennt ihr das, manchmal hat man Phasen in denen man Tagelang das gleiche essen könnte. Kiloweise Brokkoli, Pizza oder z.B. Pfannkuchen mit Zimt und Apfelmus. Man bekommt einfach nicht genug davon. Bei mir ist das gerade mit dem Hefeteig so. Ich könnte den ganzen Tag mit backen verbringen,

 

vergesse dabei alles um mich herum und plötzlich ist es wieder dunkel, backen, arbeiten, weiter backen und schon wieder aufstehen.

 

So vergehen die Tage und am Rande bekommt man dann noch irgendwie mit, wie die Menschen um einen herum plötzlich komisch verändert wirken, bunte Fetzen und seltsame Hüte zur Schau stellen. Sie schwingen und singen in alle Richtungen. Es regnet bunte Papierfetzen. Aus den Lautsprechern dröhnen Texte im 10/4 Takt und künden von Leben in einer neuen Welt, in der Menschen ziemlich viel Durst haben (das finde ich schon gut – trinken ist wichtig) und weiterziehen, an einen Ort von dem ich allerdings keine Ahnung habe, den man anscheinend aber nur erreichen kann, wenn man die Hände hoch, über den Kopf, hebt. Hm. Ja … Plötzlich ist alles anders, bunter, zuckrig und süß. Alkoholisch. Und ich merke, es kann jeden treffen, denn selbst Frau B. trägt heute Hütchen. Frau B… Hhhalaaf!  – lallt sie mir im vorbeigehen zu. Ich lächle höflich, frage mich aber gleichzeitig, wie lange ich eigentlich weg war – so geistig, so mitten im Backdelirium steckend, dass es möglich war, dass sich die Welt sich so schnell, so entwickeln konnte?

Meine Kollegin ist jetzt eine Erdbeere. Sagt sie. Ja, da sei sie sich ganz sicher.

Ich akzeptiere das, denn ich mag sie und ich finde, jeder sollte im Leben der sein können, der er sein will – Frei. Unabhängig. Eine Erdbeere.

 

Zumal, die Perücke steht ihr wirklich ganz ausgezeichnet. Eine Kundin bestätigt das und fragt, ob sie die Haare jetzt nicht immer so tragen wolle. Recht hat sie! Hübsches Mädel, denke ich und greif mir noch nen Muzen. Wir schnacken noch ein wenig mit der Kundin, die kein Hütchen trägt. 11.11 Uhr, da haben wir an unserem Marktstand auf einmal ganz viel Zeit. Also verteilen wir ein paar Quarkbällchen an die vorbei-schunkelnde Menschen und beobachten wie sie singend in das neue Paradies einziehen oder das, was sie dafür halten. Das wichtigste ist doch, diese Menschen haben Spaß. Lebensfreude.

Vielleicht ist in dieser seltsamen neuen Welt ja doch nicht alles schlecht.

Doch, als ich kurz darauf nach Hause eile, mir der Wind dabei immer wieder eisig durchs Haar fährt und ich die Welt im Spiegel unzähliger, unter mir knirschender Glasscherben betrachte, da wünsche ich mich dann doch ganz schnell in meine ruhige, kleine Backstube zurück, dahin, wo die Schluffen stehen, dort wo es nach Heizungs- Wärme, nach Zuckerbäckerei, duftet. Dort wo jecke Gespräche auf eine ganz andere Art statt finden, wo ich rollen und kneten kann, während mich die leisen und sanften Klänge einer längst vergangenen Zeit einlullen und das ist dann mein Paradies. Ich liebe es.

Zum Rezept: Matcha Milchbrötchen. weiterlesen

Der Duft_ von Liebe und Kakaobutter. Süßer Mini-Hefekuchen mit Mandel-Nugat ~ a la Vita Est.*

*Alle Rechte liegen bei der genialen Urheberin und Vollzeit (Geschmacks) Göttin, Sabine.

🙂

Endlich hab ich dein Nugat Rezept ausprobiert und eines sage ich dir, nein zweies – Lecker! und, Ich werde es wieder tun. Dann auch, mit Haselnüssen. Die hatten sich nämlich, passend zum Wetter irgendwie in Luft aufgelöst. Deshalb hab ich den/das? Nugat einfach mit Mandeln gemacht.

Das war vor drei Tage und nun ist alles gone with the wind…

…verflüchtigt, im Hunger auf Nugat und Hefeteig.

Das war am Donnerstag. Als der Sturm kam, während ich wieder nach hause ging, wieder nach hause ging, weil alle Märkte abgesagt wurden. Ja, man hätte den Stand aufbauen und den Markt stattfinden lassen können aber, man hätte es eben auch einfach lassen können. Ein offener Marktstand ist schließlich kein in Beton Mauern verpackter Supermarkt. Wenn die Bananen erst mal fliegen, dann fliegen sie und da kann man sich nicht aussuchen, wen oder wessen Birne sie treffen. Wobei Bananen ja noch das harmloseste Beispiel sind. Mehr muss man dazu, denke ich, nicht sagen.

Und dann stand ich da in einer dämmrigen, verlassenen Wohnung, um neun Uhr morgens – wach, voll auf Kaffee und noch immer nervös wegen des gestrigen Back- und Koch-Events bei uns auf dem Hof. Im Kopf das Bild eines leckeren, süßen Rosen-Panettones. Danke dafür, Arno. Ein Panettone ist es aber nicht geworden, denn der braucht Zeit.

Statt dessen habe ich das Süße mit dem Nützlichen verbunden und nochmal einen kleinen Hefekuchen als letzte, wirklich letzte, Backprobe vor Samstag gebacken, Der Duft_ von Liebe und Kakaobutter. Süßer Mini-Hefekuchen mit Mandel-Nugat ~ a la Vita Est.* weiterlesen

Mein Herz tanzt – vor Nervosität… Ich koche bei uns auf dem Hof, vor echten Menschen! Grünkohl mal anders.

Mittwoch Nachmittag.

Mit feuchten Händen. Der Koffein- Tacho… gesprengt. Mit Mehl gepuderten Haaren schreibe ich nun diesen Beitrag, denn ich habe gerade die letzte Probe vor dem großen Samstag hinter mich gebracht. Samstag! Atmen, Jenny. Atmen.

Samstag kochen und backen wir zu dritt bei uns auf dem Hof für die Kunden und für jeden, der Lust hat dabei zu sein. Parallel zum normalen Hofladenbetrieb werden mein Kollege Chander, die Ökotrophologin (Kundin, Köchin, Autorin und quasi Über-Frau) Edith Gätjen und ich, gemeinsam in der hauseigenen Backstube kochen und backen und hoffentlich eine Menge Spaß dabei haben. Jetzt gerade sehne mich eher nach der Sicherheit meines Marktstandes. Jetzt gerade würde ich die ganze Sache am liebsten wieder abblasen. Einfach einen ganz normalen Samstag haben. Doch, wie heißt es bei Marquis, so schön: „Ich musst nicht alles glauben, was ich denke.“ Eben. Eigentlich freue mich nämlich auf dieses Ereignis und diese Freude lasse ich mir nicht vermiesen, schon gar nicht von so einer blöden, kleinen Stimme, die nichts kann, außer – eine blöde, kleine Stimme zu sein. Uh, tolle Leistung. Bleiben wir also bei, ich freue mich total auf die Herausforderung, darauf, dass ich mal etwas anderes, etwas neues machen darf. Viel Besser.

Zunächst war ich ziemlich planlos, was ich Samstag nun kochen soll, weil ich so viele aber lose Ideen im Kopf hatte. Edith, die ja auch eine Kundin von uns ist, hat das ganze vor ein paar Wochen, ein wenig für mich, kanalisiert. „Du könntest doch Pizzaschnecken machen?“ Edith und Chander werden ein Gemüsegericht kochen. Dazu etwas brotiges, als Ergänzung – Die Idee gefiel mir, zunehmend besser. Ich hab die Ideen-Fäden dann noch ein paar Tage weiter, da oben spinnen lassen und letztendlich, nachdem ich wusste ich möchte unbedingt etwas mit Grünkohl machen, kamen diese beiden Rezepte dabei raus.

Herzhafte Pestoblume – mit geräuchertem Grünkohl Pesto

 

und eine

Süße Hefeschnecke mit Grünkohl-Anis Pesto, Apfel und Walnuss

 

Meine Grundlegenden Überlegungen bei der Rezeptfindung waren:

Ich will was mit Grünkohl oder Sauerkraut machen. Das Rezept soll möglichst ohne fancy Zutaten oder Ersatzprodukte auskommen. Es soll zeitlich machbar und für andere leicht nach-kochbar sein. Dekorativ sollte es sein. Schmecken muss es! Und ja, irgendwie sollte es auch etwas Neues sein, etwas, dass man so bisher vielleicht noch nicht gegessen hat.

Zuerst wollte Pizzaschnecken, einmal mit Grünkohl-Pesto und einmal mit Sauerkraut machen. Aber dann dachte ich:

Ach, zweimal Schnecken ist doch langweilig… Ich könnte statt dessen eine Pestoblume machen. Und, Gibt es im Netz eigentlich ein Rezept für ein Dessert mit Grünkohl? Nein. (Auf einem amerikanischen Blog habe ich schließlich doch ein Rezept für kale-cupcakes gefunden) Vielleicht ein süßes Pesto? Wie ein Basilikum Pesto… Nur eben mit Grünkohl. Grünkohl, einmal als herzhafte Pestoblume und einmal ganz anders, als süße Hefeschnecke. Das wär doch was…  Mein Herz tanzt – vor Nervosität… Ich koche bei uns auf dem Hof, vor echten Menschen! Grünkohl mal anders. weiterlesen

Oh, bin ich spät dran? Weihnachtliches Bananenbrot (Hefeteig-Variante) Lebkuchen Art – mit Pecannüssen, Pflaumenmus und vielen, kleinen Schoko-Stückchen.

Einmal tief durchatmen – und dann voller Freude aber auch ein bisschen aufgeregt und kleinlaut: Hallo.

Da bin ich wieder und ich habe ein Bananenbrot mitgebracht.

Das letzte Rezept ist ja nun schon ein paar Tage her und nun überlege ich ob ich darüber schreiben soll, also über die Gründe, warum das so ist, war… gewesen ist – darüber, was so los war aber eigentlich war ja gar nichts los, also gibt es eigentlich auch nichts zu sagen. Aber irgendetwas möchte ich ja doch sagen. Also sag ich vielleicht einfach – Eine große Tube Tomatenmark. Eine große Tube Tomatenmark hält lang, man kann sie lange verwenden. Man kann alles aus ihr raus-quetschen, bis zum letzten Tropfen, ja. Man kann anschließend eine Schere nehmen, die Tube aufschneiden, um noch das letzte bisschen aus ihr raus zu kratzen (Man glaubt ja gar nicht, wie viel da noch drin ist.) Irgendwann ist die Tube trotzdem leer und dann muss man eine neue kaufen oder man wechselt vielleicht mal zu Paprikamark. Auch lecker. Das Ding ist – Irgendetwas muss man tun, wenn die Tube leer ist. Irgendwie muss man reagieren.

So. Mit einer nagelneuen XXL Tube Tomatenmark in der rechten und einem großen Glas selbstgemachter Paprikapaste in der linken Hand, den Schokoladen-verschmierten Mund noch voller Bananenbrotkrümmel sage ich nun

Frohes Neues Jahr und

Zum Rezept:


Bananenbrot ist ein gutes Brot, ein Energie-spendendes. Oder wie heißt es so schön ausgelullert: „Schmeckt toll und macht nicht voll.“

Ernsthaft, das Brot (oder ist es doch eher ein Kuchen?) ist lecker geworden, schön saftig aber nicht zu weich, einfach angenehm. Es duftet herrlich und es macht eben wirklich nicht voll (müde).

Mir hat das Brot einfach nur Spaß gemacht, was wohl auch an den kleinen Schokostücken gelegen haben mag, die mit rein gebacken sind – und oben drauf kam dann noch Pflaumenmus.

Da hab ich allerdings ein fertiges genommen.

Hmm, die Schoko-Stückchen.

Gebackene Schokolade hat ja nochmal eine ganz andere Qualität, als die bloße, lose Tafel.

Die schmilzt dann nämlich so schön im Mund und macht das Brot noch saftiger. Heute, einen Tag durchgezogen fand ich das Ganze noch besser als gestern. Oh, bin ich spät dran? Weihnachtliches Bananenbrot (Hefeteig-Variante) Lebkuchen Art – mit Pecannüssen, Pflaumenmus und vielen, kleinen Schoko-Stückchen. weiterlesen

2 Fräulein backen – Herzhaft/Vegan… Würziges Bratkatoffelbrot, mit Wildkräuter-Quark oder Käse überbacken.

Mit Märzen im Herzen ist es September geworden. Eine Katze grinst, lugt träge hinter der Kellertreppe hervor. Sie will hinaus, weiß aber noch nicht ob sie mir vertrauen kann. Kann sie. – Ich lasse sie hinaus, damit sie dort die letzten Sonnenstrahlen und anderes Getier jagen kann. Bald wird das letzte Glühwürmchen das Licht ausknipst haben. Dann wieder herrschen die Schatten, kalt und eisig, lassen sie Kaninchen zur gänzlichen Weiße erstarren – Wir haben keine Zeit! Mein Herr, sie zittern ja. Sehnen uns nach Wärme! Wir eilen mit eng anliegendem Kopf von a nach b aber noch nicht! Nein, noch ist Zeit und sowieso – Es ist Sonntag. Selbst die Sonne hat Zeit.

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Also nehme ich das kleine, zittrige Kaninchen, behutsam setze ich es mir auf den Bauch, wo bereits die Katze zufrieden von einem Ohr zum anderen grinst. Ihre Stimme gleicht einem zarten Schnurren. Sie flüstert…

„Ich bin verrückt. Du bist verrückt. Ich bin verrückt. Du…“*

“ Verrückt ist, wie verschwenderisch sie hier mit Worten umgehen!!“ kreischt das Kaninchen. „Nur ein Satz pro Katze! Nur ein Satz!!! Sie kennen wohl die Regeln nicht, wie!? Sie müssen wohl eine besonders dumme ihrer Art sein, wie!? Dacht‘ ich mir gleich! Das kostet sie jetzt fein was extra! E-X-T-R-A. Zeit wächst doch schließlich nicht wie Sand auf Bäumen! Wenn ich hier nur schnell genug wieder weg komme…“ – Wo wollen sie denn hin, werter Herr Kaninchen? Vielleicht können wir ihnen bei ihrem Weg behilflich sein? –  „Nein!“ protestiert er. „Geht nicht. Geht nicht! Kaputt. Einfach kaputt. So ein Elend und unmöglich. So un-möglich. Ich hab’s glatt vergessen! Diese Katze ist Schuld. (Er deutet auf die Fliege) Sie hat meine Zeit verschwendet und nun ist mir alles… unklar und einerlei.“ – „Da-h-h-nn“gähnt die Katze, „Dann ist es auch egal, wie du weiter gehst* und dann kannst du auch noch ein bisschen bleiben und wir borgen dir einfach etwas von unserer Zeit. Unserer Kartoffel nach haben wir noch mehr als genug davon.“

Oh, ja bleib und hilf uns. Das quirrlige Fräulein Fliegenpilz hat uns eine würzige Spinat-Quiche gebacken, glutenfrei und nun wollen wir ihr unsererseits etwas herzhaftes zu tun. Ein Bratkartoffelbrot aber ein veganes – Mit Dip und Käse und Blümchen, denn ein kleines Blümchen sollte nicht fehlen.

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Und dir, werter Herr Kaninchen, schenken wir eine neue Kartoffel.

Eine Bratkartoffel die richtig tickt.

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„Verrückt“, schrillt das Kanninchen. „Verrückt! Glutenfrei. Vegan. Sie sind hier ja alle schon ganz wahnsinnig. – So, wie sie, mein Herr.

Wie ich? Ausgerechnet I-c-h? Woher willst DU wissen, dass ICH verrückt bin!? – „Wenn du es nicht wärst,“ stellte die Grinsekatze fest, „dann wärest du nicht hier.“* 

„Aber gleich vegan? Ausgerechnet vegan! Unmöglich – Sie dummes Ding. Und da lachen sie noch! Dabei halten sich eine bunte Katze auf dem Bauch und sehen sie nur! Die Katze trägt eine Fliege. Gerade fliegt sie davon. Da sehen sie! Sie fliegt und hat die Katze geschultert. Unmöglich!“

Ach, wissen sie (aus purer Freude klatsche ich in die Hände) „Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet.“* sage ich und sehe winkend dem Kätzchen hinterher. Sobald sie bei uns angekommen sind, werden sie das begreifen. Heute, Morgen oder Gestern. Ganz wie sie… Oh, wie schön! Da! Sehen sie nur. Ihre Löffel haben bereits angefangen sich blau zu färben… und ihr Näschen leuchtet, ich glaube zart-rosa ist es… mit einem kleinen Tupfer grün.

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Sie werden schon bunter, mein Herr! Nur zu. Nur zu. Dann können wir gleich los legen. Das französisch-farbene Fräulein und der kleine, verrückte Fliegenpilz erwarten uns sicherlich bereits. Husch, husch in die Küche mit ihnen und vergessen sie ihre Löffel nicht. 2 Fräulein backen – Herzhaft/Vegan… Würziges Bratkatoffelbrot, mit Wildkräuter-Quark oder Käse überbacken. weiterlesen

Aus Kichererbsen…??? Marmor-Streuselkuchen mit Aprikosen und Kirsch-Joghurtkuchen.

Jep. Backen mit Elfie, die Spargelelfe MacGyver. Gebt mir ein Streichholz und eine Dose Kichererbsen und ich mach Kuchen draus… Oder so ähnlich. Auf dem Bild versteckt sich jedenfalls ein veganer und glutenfreier Marmor Steuselkuchen, dessen Teig hauptsächlich aus Kichererbsen und Kokosnuss besteht. Klingt komisch, ist/war aber so und schmeckte auch richtig lecker.

 

Im Endeffekt schmeckte es wie ein normaler Rührkuchen. Und ja. Ich kann sagen, man isst ein Stück Kuchen mit einem ganz anderen Genuss, wenn man weiß, dass der Kuchen zum größten Teil aus wirklichen Lebensmitteln besteht, quasi gesund ist oder gesünder ist aber bitte auf gar keinen Fall so schmeckt, gesund. Normalerweise teile ich Essen ungern in Kategorien wie Gesund und Ungesund ein, weil die Dosis bekanntlich das Gift macht, weil der Mensch ja viel komplexer und kein Mensch wie der andere ist…und weil wir ehrlich gesagt eh alle nicht mehr zu retten sind, bei dem ganzen Mist der so durch die Luft fliegt… Aber im Vergleich zu Handelsüblichen Kuchen, mit ihren Auszugsmehlen, verwunderlichen Zusatzstoffen und Raffinade Zuckern… Ich denke, da ist es schon in Ordnung, wenn ich diesen Kuchen hier als gesund bezeichne und gerne nochmal zugreife (n würde).

Kichererbsen, waren also drin, außerdem Kokosmehl und Kokosmilch, gesüßt wurde mit Agavendicksaft, etwas Buchweizenmehl und die obligatorische Zitrone mussten auch noch mit rein und ein bisschen Kakao für den Marmor-Effekt…

 

Naja. Dann war da noch die Schokolade… Über den Gesundheitsgrad von Schokolade lässt sich nun natürlich streiten aber ich finde eine Ganzheitlich ausgewogene, vegane Ernährung sollte den regelmäßigen Konsum der ein oder anderen Tafel schon mit-einschließen. Immerhin reden wir hier von pflanzlich basierter Ernährung, von Peace Food und Schokolade gibt den Nerven doch definitiv Peace, oder? Wie gesagt. Es ist soviel komplexer als das…und hier musste einfach Schokolade mit rein. Punkt. Aus Kichererbsen…??? Marmor-Streuselkuchen mit Aprikosen und Kirsch-Joghurtkuchen. weiterlesen