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– Petite fleur pour Dips – Kleine, herzhafte Brotblümchen zum Dippen und ein scharfes Chipotle Rahm- Pfännchen mit Kürbis, Spitzkohl und Räuchertofu

Uff! Umgezogen. Nach exakt vier Jahren und vier Monaten habe ich Montag meine ersten, richtig eigenen Wohnungsschlüssel wieder abgegeben. Ein komisches Gefühl, befreiend, ja, doch es ziepte auch ein bisschen. Ich wollte umziehen. Es war Zeit. Doch die Erinnerungen und die Wärme, die jedem Winkel dieses Lichtdurchfluteten Ortes anhaften, der Blick über die hellen Lichter der Stadt… Der Gang durch Wälder, die so lange einfach nur zuhören konnten… Es war schwer. Es war schwer als ich einzog, denn damals war mir das Herz gebrochen worden. Das Herz ist stark. Es kann auf so viele unterschiedliche Arten brechen und trotzdem, wenn man es lässt, wird es immer wieder ganz wundersam neu zusammenwachsen. 


Damals fühlte ich einen Schmerz, den ich wirklich nicht weiter empfehlen kann. Es war Schmerz in meiner Seele, in meinem Gedanken aber auch in jeder Faser meines Körpers. Ich spürte ihn mit jedem Schritt den ich tat, den ich nicht nicht tat. Er war tatsächlich aus mir heraus gerissen worden. Er war weg und dann wieder da. Er war ein aggressiver Splitter, den ich nicht zu fassen bekam… nicht zu fassen bekommen wollte. Also brachte ich mehrere Städte zwischen uns. Ich fand einen Ort, hell und warm, voller Geborgenheit. An einem Winterabend vor vier Jahren, wohlig eingekuschelt in meinen neuen Ort, konnte ich den Schmerz zum ersten Mal als das ansehen, was er gewesen war. Eine brotlose Kunst, künstlich von uns am Leben erhalten…
Danach besorgte ich mir eine neue Telefonnummer, obwohl das eigentlich eher symbolisch war. Der Splitter war raus.  – Petite fleur pour Dips – Kleine, herzhafte Brotblümchen zum Dippen und ein scharfes Chipotle Rahm- Pfännchen mit Kürbis, Spitzkohl und Räuchertofu weiterlesen

Selbstgemachter Vla, Pflaumen und ein süßes Knusper-Segel aus Buchweizen.

So schnell kannste ja kein Päckchen Pudding-Pulver aufreißen… Ein glutenfreies Ruck-Zuck Dessert, unkompliziert, günstig und von der Menge her absolut variabel. Und lecker, so lecker. Das nicht zuletzt wegen der göttlichen Zwetschgen…Es gibt was frisches, was süßes und ein bisschen was knuspriges und angenehm satt macht das ganze auch noch.

Die Idee zu dem Knusper Segel kam mir vor ein paar Tagen. Nach dem Essen habe ich oft Lust auf etwas kleines, süßes aber ich weiß nie so richtig auf was. Da ich gerade umziehe versuche ich Dinge aus meinem Vorratsschrank zu verbrauchen, so auch den Buchweizen. Nach den Agathe Bauer, Himmelsküsschen mit Couscous Crunch bin ich auf den Knusper Geschmack gekommen. Also habe ich den Buchweizen mit Mandeln, Zimt und Rohrzucker gemischt und ihn anschließend kurz im Ofen geröstet. Am Ende hatte ich so eine Art Zinimininis. Zum wegknabbern lecker…

Seit letzter Woche wird es Herbst, zumindest bei uns am Stand. Es gibt die ersten deutschen Äpfel, Pastinaken, eigene Hokkaido Kürbisse, Chinakohl und Zwetschgen. Obwohl ich schon seit Jahren hinter dem Marktstand stehe, denke ich jedes Jahr, es ist ein Wunder, der Jahreszeiten Umschwung. Die Farben, die sich ändern. Etwas neues liegt in der Luft. Die Stimmung schlägt um. Ein kleines Wunder…Zwetschgen hatten wir diese Woche im Angebot und sie waren so! lecker und aromatisch. Eigentlich wollte ich damit Kuchen backen, doch wer schon einmal umgezogen ist, der weiß, dass da nichts mal eben so nebenbei geschieht, was nicht unmittelbar mit packen und putzen und organisieren zu tun hat. Die ganze Woche über gab es gepimpte Variationen von der Nudel. Wahlweise mit TK- oder Frischgemüse. Ich könnte bald ein Kochbuch verfassen: Meine hundert schönsten Nudelrezepte. Doch leider habe ich ja nichts dokumentiert…Ach Nudeln sind schon was feines. Ich danke der Nudel. Du bist echt ne Töfte.

Jedenfalls hab ich mich gestern abend spontan für Vla mit frischen Zwetschgen entschieden, denn vor ein paar Tagen sah ich Tim Mälzer bei der Puddingzubereitung zu und seit dem habe ich Lust auf Pudding. Es sah so einfach bei ihm aus. Ich habe es mir noch einfacher gemacht, denn der Pudding, den ich nach der ersten Kostprobe in Vla umgetauft, besteht aus lediglich drei Zutaten. Sojamilch,  wenig Agavendicksaft (wegen der natürlichen Süße der Pflaumen) und Maisstärke. Eine Rezeptvorlage mit Mengenangabe fand ich bei Herr Grün kocht! Ein großartiger vegetarisch, veganer Blog auf dem ich regelmäßig und gerne stöbere. Statt Sojamilch kann man hier auch jede andere Pflanzenmilch verwenden. Ich werde das nächste Mal Vanille Sojamilch nehmen. Die Pflaumen habe ich frisch mit dazu gegeben. Man kann sie natürlich zu Kompott einkochen oder mit ein wenig Zucker bestreut im Ofen backen, doch diese hier waren derart süß und aromatisch, dass ich sie einfach pur mit dazu gegeben habe…

Ehrlich gestanden war ich am Ende selbst ein wenig überrascht, wie lecker das Dessert geworden ist. Insgeheim habe ich ja schon befürchtet, dass ich neben den ganzen Nudelpfannen nie wieder etwas veröffentlichungswürdiges zubereiten werden.. Doch das hier ließ sich elegant nebenbei erledigen, derweil das Gemüse vor sich hin brutzelte…Naja, kein Umzug dauert ewig. In spätestens zwei Wochen sollte das ganze komplett über die Bühne gegangen sein. Dann herrscht wieder Ruh‘, auch im Geiste.

Zum Rezept:   Selbstgemachter Vla, Pflaumen und ein süßes Knusper-Segel aus Buchweizen. weiterlesen

Pizza „Mimit“ oder auch: Ich kann das loslassen.

Pikant. Cremig & knusprig. Pizza mit Aubergine, Zwiebeln und mit Humus überbacken. Dadurch, dass die Auberginen-Scheiben vor dem backen mit Humus bestrichen werden, können sie einfach roh mit in den Ofen geschoben werden. 

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Neulich bei den anonymen Osterhasen

„Lieber Dr.S.Nun bin ich vegan und weiß gar nicht,was ich noch Färben kann…“

Liebe Frau Mouse. Sie sind eine olle Ulknudel.

Herzlichst ihr Dr.S.Goldtaler

Nudeln. Ein kunterbunter kleiner Ostergruß. 😀

Einmal aus Maismehl, einmal aus roten Linsen und einmal aus Buchweizen und Bärlauch. Da ging es in der Küche mal zu wie im Kindergarten. Bunt und ausgelassen, mit viel Gekicher und Geknete. Und hinterher leuchten dann nicht nur die Kinderaugen. 

IMG_20160324_163249Es war einfach ein riesen Spaß. Tagelang habe ich mir überlegt, dass ich zu Ostern gerne mal wieder was färben würde. Das habe ich schon seit Jahren schon nicht mehr gemacht, doch dieses Jahr hat es mich irgendwie gepackt. Der Färber-Geist schwirrte unablässig durch meine Gedanken. Buh. Zuerst dachte ich, dass ich einfach Marzipan nehmen könnte, statt der Eier aber das war mir dann doch irgendwie zu langweilig.

Vergangene Woche habe ich dann auf Klapperines Blog ein tolles Rezept für Soba Nudeln gefunden. Ich hatte schon einmal Ravioli aus Buchweizenmehl hergestellt und wo ich ihr Rezept sah, da bekam ich richtig Lust drauf auch mal wieder welche herzustellen. Tja und irgendwo in den unergründlichen tiefen meine Synapsen-Verkabelung machte es zischh und zu sehen war in dem Fall mal nicht nüscht sondern ganz viel. Die Lampen gingen nicht aus sondern sie begannen auf ploppend zu leuchteten, in den schönsten Farben, nämlich bunt, grell und NUDELN blinkend. Magisch…

…Und deshalb gibt es jetzt bunte Osternudeln.

Ich entschied mich für Mais- und für Linsenmehl, denn ich wollte nicht schon wieder Buchweizenmehl benutzen. Maismehl finde ich einfach sagenhaft lecker und die Idee aus Linsen Nudeln herzustellen fand ich auch ganz spannend. Ich habe Linsennudeln schon ein paar Mal im Geschäft liegen sehen aber beim Blick auf den Preis, dachte ich. Nö. Wohl kaum. Selber machen hat sich da geradezu aufgedrängt. Ich hatte also Mais und Linsennudeln im Kopf und als ich dann Mittwoch mit Anna Bärlauch sammeln gewesen bin entschloss ich mich spontan dazu noch Bärlauch Nudeln herzustellen. Pasta Tricolore sozusagen. Beim Bärlauch-Teig habe ich dann doch wieder zum Buchweizenmehl gegriffen. Ich mag den kräftig nussigen Buchweizen sehr gern. Mich hat interessiert wie er in Kombination mit dem würzigen Bärlauch schmeckt. Außerdem dachte ich: Jetzt haste schon zwei glutenfreie Nudel Varianten, dann lass das doch einfach so. Also doch wieder, Buchweizenmehl.

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Wie gesagt. Es war ein riesen Spaß. Als ich bei der Teigherstellung gemerkt habe: Huch, das gibt ja tatsächlich was…da habe ich so richtig kreative Fahrt aufgenommen und deshalb habe ich mich dazu ermutigt gefühlt direkt verschiedene Nudel Formen aus zu probieren. Die kleinen Ravioli artigen Nudeln habe ich mit einem Förmchen ausgestochen, dass ich in meiner Backförmchen Schachtel gefunden habe. Den Bandnudeln habe ich mit dem Pizza Schneider zurecht geschnitten, beziehungsweise von Hand noch ein wenig hin und her geformt. Bei den Linsennudeln war schon bei der Teig Herstellung ein wenig Feingefühl gefragt, beim Ausstechen noch mehr. Der Teig war einfach nicht so geschmeidig wie die anderen beiden. Er ließ sich nicht so gut aus der Form lösen. Die kleine Schwierigkeitsstufe fand ich ok. Mit ein wenig Geduld und unter zu Hilfenahme eines Zahnstochers sind die kleinen Ravioliartigen dann doch heil geblieben. Neulich bei den anonymen Osterhasen weiterlesen

Einfache Mini Thai Pizzen mit Dinkel Buchweizenboden & Cashew Hefeschmelz

 

 

Kaum zu glauben. Nach all den Jahren…Mein erster Hefeschmelz und überhaupt erst das zweite Mal, das ich Pizza selber mache. So lecker! Und so hübsch. Ich glaube, ich könnte ein ganzes Album aus den Fotos zusammen basteln. 😀 So viele Fotos habe ich noch nie gemacht. Den Boden habe ich aus Dinkel- und Buchweizenmehl hergestellt. Ich liebe den herzhaften und würzigen Geschmack von Buchweizen. Statt Tomatensauce habe ich Thai Currypaste auf die Böden gestrichen. Einfache Mini Thai Pizzen mit Dinkel Buchweizenboden & Cashew Hefeschmelz weiterlesen

Esst mehr Kuchen. Haferkuchen mit Dattelkaramell und knackiger Schokohülle. Einfach und ohne backen.

Ein einfacher  Kuchen mit ungebackenem Boden, Dattelkaramell, geröstetem Buchweizen und knackiger Schokohülle.

Der Boden besteht aus glutenfreien Haferflocken, Kokosraspeln, sowie gerösteten und vermahlenen Kichererbsen. Man sieht es bereits auf dem Bild. Der Boden wird richtig schön fluffig. Eine Freundin dachte es seien Cashews drin. Der Geschmack ist also auch erste „Sahne“.

IMG_20150813_062714 Esst mehr Kuchen. Haferkuchen mit Dattelkaramell und knackiger Schokohülle. Einfach und ohne backen. weiterlesen

Mein großer Freund Buki. Bunt gefüllter knuspriger Buchweizen-Kichererbsen Pfannkuchen

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Ich taufe es „Buki“, einen knusprigen Pfannkuchen bestehend aus Buchweizenmehl und gemahlen, gerösteten Kichererbsen. Beides zu ungefähr gleichen Teilen, etwas Backpulver und Zitronenschale, eine Prise Salz und dann Wasser hinzugeben, bis ein etwas zu flüssig geratener Joghurt Teig entsteht. Ich habe noch ein wenig getrockentes Bohnenkraut und gemahlene Fenchelsamen, in den Teig, mit rein, gegeben.

Dann den Teig schön dünn in der Pfanne ausstreichen. Von beiden Seiten ausbacken.

Buki ist wirklich ein ganz Lieber 😉

Füllung:

bunter Mangold und gebratene Pfifferlinge mit Zwiebelringen, Knobi und Peperoni

geraspelte Möhre

zum bestreichen: scharfer Hummus

Es hat wunderbar geschmeckt aber die geraspelten Möhren…. Das war so lecker in Kombination mit dem Hummus.

Buki mag anscheinend Raspel Möhre und Hummus sehr gern.

Da zeigt sich mal wieder, dass die einfachsten Dinge halt doch die Besten sind.