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Schummel Backen: Nicht gebackene Vanille Tarte + sehr wohl gebackener Rhabarber Crumble = 2 Frauenzimmer backen 1 Kuchen² mit Rhabarber. (Vegan und optional glutenfrei).

Wir backen. Schon vor einiger Zeit, beschlossen, dass Zuckersüße Fräulein Glutenfrei Fliegenpilz und ich bei Gelegenheit ein kleines, gemeinsames Projekt zu starten. Wir überlegten, wie es anzustellen sei, tippten ein paar Mal mit dem Finger gegen die Nasespitze, schnippten sodann schnittig in die Luft, riefen: Wir wollen backen. Jede für sich, doch beide wollen wir backen. Mit Rhabarber als gemeinsame, verbindende Zutat und so wurde es also beschlossen und vom werten Fräulein längst durchgeführt. Ein köstlicher, glutenfreier Rhabarber-Kuchen mit Marzipan ist’s geworden. Zu bewundern hier.

Ich eile nun also einen ganzen Monat später hinter her. Doch nun habe ich es geschafft meinen Teil beizutragen und, weil ich das Fräulein in den letzten Monaten wirklich sehr lieb gewonnen habe und gar nicht genug bekommen kann von ihrer sonnig, herzlichen Art, freue mich nun um so mehr, dass es endlich vollbracht ist. Wir haben etwas getan, gemeinsam, das unsere Blogs ab jetzt verbindet. Wir haben Kuchen gebacken. Mit Rhabarber… 😉

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Kartoffelsalat? Jedenfalls schön bunt, mit Chicoree – Endivie, Sauerkraut und Orange und ein wenig mediterranem Flair.

Da ist es nun. Burschs Bestes Sauerkraut.

Hier in einer herbstlichen Salat-Variante, mit einem Dressing aus Senf, Ahornsirup und ein wenig Sojamilch.

Meiner Meinung nach ist es nicht nur unser Bestes sondern überhaupt das Beste Sauerkraut und ich habe da wirklich schon einige probiert. Jedes Sauerkraut schmeckt ein bisschen anders. Manche sind eher knackig andere etwas weicher. Manche schmecken mild, einige schmecken ziemlich sauer. Unseres schmeckt einfach nur lecker. Es hat eine milde Säure, ist nicht zu hart, dadurch sehr angenehm im Biss. Wenn ich es verwende nasche ich meist schon während der Zubereitung, die Hälfte direkt aus dem Päckchen. Ich käme nie auf die Idee Sauerkraut zu kochen. Einige Kunden fragen manchmal ob sie das Sauerkraut noch kochen müssten oder ob es fertig sei? Bloß nicht kochen! Es ist fertig. Man sollte Sauerkraut generell nicht kochen sondern es lediglich erwärmen. Gestern gab es gebratenen Chicorée mit karamellisierten Zwiebeln und Sesam und eben Sauerkraut. Da ist es völlig ausreichend, das Sauerkraut zum Schluss einfach unterzuheben. Das Besondere an einem Sauerkraut ist ja, dass es sich dabei um ein roh – fermentiertes Produkt handelt, das voller B Vitamine, natürlicher Milchsäuren und Vitamin C steckt. Beim kochen würden all diese Eigenschaften verloren gehen. Man würde es schlicht tot – kochen. Das kann man schon so sagen… Die Sauerkraut-Päckchen, die man im Supermarkt bekommt sind übrigens oft pasteurisiert und nicht mehr roh…

Kürzlich erschien ein Artikel über das Bursch Sauerkraut im General-Anzeiger Bonn, um zu zeigen, wie es bei uns af dem Hof, irgendwo zwischen Tradition und Moderne, hergestellt wird und wie es tatsächlich noch (das wusste ich bisher auch nicht) von Fußeskraft, mit sauber beschuhten Füßen gestampft wird. Auf dem Leitbild des Artikels thront Wassili, gekleidet wie der Tatortreiniger, munter steht er mitten im Sauerkraut. Alter Schwede. Auf dieses Bild war ich jetzt aber nicht vorbereitet! Herrlichst…#TatortBursch… So… Kurz gesammelt und ein Tränchen weggewischt: Ende November haben wir jedenfalls eine Aktion bei uns auf dem Hof, bei der Mann bzw. Frau sein/ihr eigenes Sauerkraut stampfen kann, dann allerdings ganz traditionell mit Stampfer und Steinguttopf. Ja, das ist ne feine Sache aber, so etwas habe ich ja schon einmal gemacht. Sauerkraut. Vor zwei Jahren, mit Helmut dem ganz sicher besten Gastgeber der Welt. Doch gemeinsam mit Wassili Spuren zu hinterlassen, hm, ja, das wär schon was… Wer die ganze Review zum Rheinischen Tatort gerne mal lesen möchte: Hier entlang, bitte.

 Einmal Sauerkraut selber Stampfen… Ich kann das wirklich sehr empfehlen. Es ist eigentlich ganz simpel, macht richtig Spaß und durch das Hobeln und Stampfen bekommt man richtig toll definierte Arme. Kartoffelsalat? Jedenfalls schön bunt, mit Chicoree – Endivie, Sauerkraut und Orange und ein wenig mediterranem Flair. weiterlesen

Bonjour Herbst-Tristesse…Vanille-Zimt Milch mit geröstetem Buchweizen und extrem leckere Kekse aus dem Trester, mit Aquafaba.

Oder auch: Das kleine Küchenglück, denn ich habe dieses kleine Küchen-Erfolgserlebnis so gebraucht, ein Rezept, das einfach aus dem Nichts entsteht und das tausend kleine Glücksimpulse durch den Körper schießt. Beim Keksteig-schlecken hat sich ein ganz heimeliges Kindheitsgefühl eingestellt. Mama zog es schnüffelnd in die Küche:

„Mensch, das riecht hier aber nach Weihnachtsmarkt.“

 Was, da so Weihnachtlich roch waren die Kekse.

Herrlich duftende Buchweizenkekse, deren zart-schmelzender Kern an einen Brownie oder eine Schokoganache? erinnert. Ist ja keine Schokolade drin… Hergestellt habe ich die Kekse aus Aquafaba

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und dem Trester einer gerösteten Vanille & Zimt-Milch.

Man trinkt die Milch, denkt im ersten Moment, och ja, aber im Nachgeschmack, haut es einen dann so richtig aus den Schuhen. Der Nachgeschmack ist einfach so nussig! Meine Kollegin hat mich gefragt ob Schokolade drin sei? Nee, nur Buchweizen und ein paar Gewürze… 
Bonjour Herbst-Tristesse…Vanille-Zimt Milch mit geröstetem Buchweizen und extrem leckere Kekse aus dem Trester, mit Aquafaba. weiterlesen

Grünkohl² Einmal als Ofenchip „Honey-Mustard-Style“ und einmal als roh-marinierter Salat, mit Rotkohl und Pilzen.

„Keine Ahnung, keine Meinung, kein Konzept. Keine Lust, um aufzustehen…“

Der Wetterumschwung drückt in diesem Jahr doch arg auf die Stimmung. Wie schön wäre es sich einrollen zu können, wie ein kleines Murmeltier, und zu schlafen, so lange zu schlafen, bis die ersten hellen Strahlen sich wieder ihren Weg durch das triste Grau brechen.Warme Strahlen, die einem liebevoll das Näschen kitzeln, sanft flüstern: Wach auf, kleines Murmeltier. Ich bin wieder hier… Genug Speck hätte ich mir jedenfalls schon angefuttert. Winterschlaf, kein Problem. Ach, ob schlafend oder wachend, die kleine Speck-Schicht zahlt sich jetzt schon aus, allein schon, weil sie besser wärmt als jede Thermowäsche. Die Speck-Schicht ist immer da, 24 Stunden lang. Die lange Unterwäsche muss man ja irgendwann auch wieder ausziehen. Und dann steht man da und braucht eine halbe Ewigkeit bevor man sich überhaupt erst überwinden kann, in oder aus den Klamotten zu schlüpfen. Beim Natur-Speck ist das anders. Er ist permanent tragbar,  atmungsaktiv und individuell passgenau, denn er schmiegt sich wohlwollend an jede Körperform an. Pflegeleicht ist er dazu. Nur, egal ob Herzhaft oder süß, jeder Natur-Speck ist hungrig, und will regelmäßig gefüttert werden, sonst schrumpft er. Kalte Hände und/oder Füße können da erste Warnzeichen sein. Mein Modell, eine klassische Damen Ausführung, mit Namen „Die kleine vegane Nougat-Praline“ mag es besonders gern süß. Egal ob kleine Marzipan-Kartöffelchen, Bratapfel-Kuchen mit Vanillesauce, Schokoladenfondue, Stollen mit Marzipan und Rumrosinen, Erdnussbutter, Datteln, Eierlikör oder Crêpe mit zart-schmelzender schokoladiger Füllung; Es geht ihr gut. Die Augen der kleinen Nougat-Praline leuchten nur all zu schnell.

Sie lässt sich gerne füttern. Geschickt und schnell passt sie sich jeder Temperatur und jedem Kuchen-Buffet an, ein Vorzeigemodell…

Hm… Ach, Vielleicht möchte ich den Winter doch nicht verschlafen. Der Duft von Zimt und Muskat in der Luft, der erste Schnee der sanft vom Himmel rieselt, Freiheit und die Welt, die sich ganz heimelig in einem, mal schummerigen, mal grellen Kerzenmeer entzündet. Besinnlichkeit und Nächstenliebe, ja manchmal, und mittendrin eine selbst-wärmende kleine, vegane Nougat-Praline… Wäre ja eigentlich schade, das alles zu verpassen. Grünkohl² Einmal als Ofenchip „Honey-Mustard-Style“ und einmal als roh-marinierter Salat, mit Rotkohl und Pilzen. weiterlesen

– Chantal, Heul leise! – Heute bin ich das Prinzesschen!

Und ich sage: Esst mehr Quitten! … Bitte.

Die Quitte ist ja irgendwie der Nerd unter den heimischen Obstsorten. Kaum einer will sie. Manche kennen sie gar nicht. Einige raufen sich die Haare, sobald sie das Wort Quitte nur hören, stammeln was von Hackebeil und keine Lust… Letzte Woche wollte ich ein paar Quitten an Kunden verschenken. Der liebe Helmut hatte mir eine ganze Holzkiste voll herrlich duftender Birnenquitten, als kleinen Herbstgruß, mit auf den Markt geschickt. Da musste selbst ich mir kurz die Haare raufen. So viele Quitten! Wie hätte ich die alle in der DB transportieren sollen? Als würde ich nach dem Markt nicht so oftmals schon aussehen wie ein kleiner Lastenesel. Voll-behangen, mit Quitten in der DB? Nö. Das ging nicht. Also mussten ein paar davon unter das Markt-Volk gebracht werden… Von wegen! Nicht EINE einzige habe ich an den Mann bzw. die Frau bringen können! Öch, nöö… Da muss ich erst ein Rezept raussuchen…Quitten?… HackebeilKeine LustAch, da weiß ich jetzt gar nicht, was ich mit denen anfangen soll… Boah, heul leise! Echt, ey! Denken sie vielleicht auch mal an armen Quitten? Die hören das doch! Zeigen sie mal ein bisschen mehr Herz für heimische Außenseiter-Obste! Die Integration beginnt in ihrer Küche… Denken sie mal darüber nach.

Wahrscheinlich haben sich die nerdigen Dinger vor langer Zeit selber den Beinamen Apfel- oder Birnenquitte gegeben, einfach damit man sie endlich ernst nimmt. Ja, Auch wir sind essbar! Fein süß-sauer, wohlig duftend & dabei so aromatisch.  S***** auf den Obst- Mainstream.  – Chantal, Heul leise! – Heute bin ich das Prinzesschen! weiterlesen

+++ Kürberella +++ BreakUp +++ Cinderella und der Kürbis trennen sich +++ Gerüchte bestätigt! +++ Jetzt spricht der Mixer: „Sie hat ihn entsaftet.“ +++ Beantragt sie jetzt das alleinige Trester-Recht? +++

Arme Cinderella.

Da hat sich der feine Prinz schlag Mitternacht zurück verwandelt, in einen Kürbis. Davon stehlen wollt er sich. Einfach hinaus rollen aus dem Schloss wollt er. Sie sei ja eine Hexe! flüsterte man schon lange hinter vorgehaltener Hand. Schlimmer als einst die Stiefmutter, das sei sie! Schneewittchen soll es ihm angetan haben. Das junge Schneewittchen…

Doch Cinderella, schlau wie sie ist, weiß ja längst wie es um ihren feinen Prinzen bestellt ist. So überlegt sie denn auch gar nicht lang. Freiheit! Ha. Flux setzt sie die Gläserne Hacke dazwischen und so ist das Abenteuer vorbei, noch bevor es richtig begonnen hat. „Na. Wo willst du denn hin, du alter Kürbis!?“ Schon hält sie ihn ganz fest in ihren zarten Händen, dreht ihn ein bisschen hin und wieder her. Einen Kuss drückt sie ihm auf seinen dicklichen Wanst. „Dir zeig ich ja, was eine Hexe ist!“spricht’s und entlässt ihn in die Freiheit. Krachend springt er am Boden entzwei. Nun ist er hin. Und die Moral von der Geschicht: „Kürbisse wie dich, verspeise ich… doch glatt zum Frühstück!“

Derweil in China ein Sack Reis umfällt.


Ein Kürbis-Vanille Smoothie & Waffelschnitten aus dem Trester 

Ich weiß nicht ob es an der Kombination von Kürbis und Vanille liegt aber der Smoothie hat tatsächlich etwas von einem RührKuchen oder von Waffeln. Vielleicht kam daher die Idee aus dem Trester so etwas wie, Überraschung, Rührkuchen oder Waffeln herzustellen. Nein,  ernsthaft! Eigentlich sollten es Kekse werden, doch dazu waren sie mir zu soft und nach dem probieren stand fest: Oh, wie Waffeln! Oder auch, wie diese kleinen Eierplätzchen, falls ihr die kennt.

Also, selbst für mich, die ich ja schon einige Smoothies und Säfte zubereitet habe, ist dieser Smoothie, auf Grund seines ungewöhnlichen Geschmacks und seiner leuchtenden Farbe schon etwas besonderes. Und, dass man als quasi als „Nebenprodukt“ noch ne Portion goldiger Waffelschnitten mit dazu bekommt…Da kann man mal sehen, dass es durchaus seine Vorteile hat, keinen Hochleistungsmixer zu besitzen. Wo sollte man denn sonst den vielen Trester her nehmen? 😉 +++ Kürberella +++ BreakUp +++ Cinderella und der Kürbis trennen sich +++ Gerüchte bestätigt! +++ Jetzt spricht der Mixer: „Sie hat ihn entsaftet.“ +++ Beantragt sie jetzt das alleinige Trester-Recht? +++ weiterlesen

Herr: Es ist Zeit. Herbstzeit mit Kürbissen und Co.

Er ist noch nicht ganz angekommen, doch heute klopfte er hier zum ersten Mal an die Tür. Seine Gesten, noch sind sie zaghaft. Sie wirken unentschlossen und unsicher, ganz so wie der heutige Tag, der irgendwie auch nicht so recht weiß was er will, ob er noch ein leicht unterkühlter Spätsommertag sein oder doch lieber trist und farblos den Herbst einläuten möchten. Nur golden, das merkt man ihm sofort an, golden möchte er heute nicht sein. Dazu war die Reise vielleicht zu lang oder zu beschwerlich. Vielleicht auch zu nervlich? Ob der Herbst mit der DB anreist? Die Entscheidung, wie er dieses Jahr daher kommen möchte kann man ihm jedenfalls nicht abnehmen. Doch, man kann ihm die Tür öffnen. Man kann ihm sagen, wie toll es sei, dass er da sei…Und wie schön, du hast wieder Kürbisse mitgebracht…und Äpfel!

Ja, man kann ihn darin bestärken einzutreten. Er ist kein einfacher Gast. Eher ein launischer. So kommt er mal trist und schwermütig, dann wieder golden und leuchtend daher. Wer könnte es ihm verübeln? Fühlt er sich ja immer irgendwie ein bisschen zwischen den Stühlen. Da kann ich bloß mit den Schultern zucken. Und? Das Gefühl kennen wir doch alle…  

Da hebt er den Blick, sieht mir aus rost-golden Augen entgegen.  Ein kleines Funkeln. Ein scheues Lächeln und ein kaum merkliches Nicken. – Ja, ich hab dich vermisst.

Wir schlendern durch die Diele, während ich ihm erkläre, dass es ja nicht nur die Kürbisse seien. Nein…

 Egal ob der Soja-Latte am Nachmittag…

…Oder das Stöbern in Opas gesammelten Jahrzehnten des Bücherclubs. In ein leichtes Jäckchen gehüllt liest es sich zu dieser Jahreszeit ganz nett auf dem Balkon…

An diesem so lala Tag, an dem die Sonne immer wieder unablässig versucht sich durch die Wolkendecke zu brechen, freue ich mich. der Herbst ist da. Gemeinsam mit ihm kehrt ein wenig mehr Gemütlichkeit in meinen Alltag ein.

Seine Launenhaftigkeit…

Dieses leichte kribbeln darüber, was der morgige Tag mit ihm bringen wird…

Ach, ich vertraue da einfach auf den Zauber und auf das Versprechen, das in seinen rost-goldenen Augen liegt.

Zum Rezept: Herr: Es ist Zeit. Herbstzeit mit Kürbissen und Co. weiterlesen

Selbstgemachter Vla, Pflaumen und ein süßes Knusper-Segel aus Buchweizen.

So schnell kannste ja kein Päckchen Pudding-Pulver aufreißen… Ein glutenfreies Ruck-Zuck Dessert, unkompliziert, günstig und von der Menge her absolut variabel. Und lecker, so lecker. Das nicht zuletzt wegen der göttlichen Zwetschgen…Es gibt was frisches, was süßes und ein bisschen was knuspriges und angenehm satt macht das ganze auch noch.

Die Idee zu dem Knusper Segel kam mir vor ein paar Tagen. Nach dem Essen habe ich oft Lust auf etwas kleines, süßes aber ich weiß nie so richtig auf was. Da ich gerade umziehe versuche ich Dinge aus meinem Vorratsschrank zu verbrauchen, so auch den Buchweizen. Nach den Agathe Bauer, Himmelsküsschen mit Couscous Crunch bin ich auf den Knusper Geschmack gekommen. Also habe ich den Buchweizen mit Mandeln, Zimt und Rohrzucker gemischt und ihn anschließend kurz im Ofen geröstet. Am Ende hatte ich so eine Art Zinimininis. Zum wegknabbern lecker…

Seit letzter Woche wird es Herbst, zumindest bei uns am Stand. Es gibt die ersten deutschen Äpfel, Pastinaken, eigene Hokkaido Kürbisse, Chinakohl und Zwetschgen. Obwohl ich schon seit Jahren hinter dem Marktstand stehe, denke ich jedes Jahr, es ist ein Wunder, der Jahreszeiten Umschwung. Die Farben, die sich ändern. Etwas neues liegt in der Luft. Die Stimmung schlägt um. Ein kleines Wunder…Zwetschgen hatten wir diese Woche im Angebot und sie waren so! lecker und aromatisch. Eigentlich wollte ich damit Kuchen backen, doch wer schon einmal umgezogen ist, der weiß, dass da nichts mal eben so nebenbei geschieht, was nicht unmittelbar mit packen und putzen und organisieren zu tun hat. Die ganze Woche über gab es gepimpte Variationen von der Nudel. Wahlweise mit TK- oder Frischgemüse. Ich könnte bald ein Kochbuch verfassen: Meine hundert schönsten Nudelrezepte. Doch leider habe ich ja nichts dokumentiert…Ach Nudeln sind schon was feines. Ich danke der Nudel. Du bist echt ne Töfte.

Jedenfalls hab ich mich gestern abend spontan für Vla mit frischen Zwetschgen entschieden, denn vor ein paar Tagen sah ich Tim Mälzer bei der Puddingzubereitung zu und seit dem habe ich Lust auf Pudding. Es sah so einfach bei ihm aus. Ich habe es mir noch einfacher gemacht, denn der Pudding, den ich nach der ersten Kostprobe in Vla umgetauft, besteht aus lediglich drei Zutaten. Sojamilch,  wenig Agavendicksaft (wegen der natürlichen Süße der Pflaumen) und Maisstärke. Eine Rezeptvorlage mit Mengenangabe fand ich bei Herr Grün kocht! Ein großartiger vegetarisch, veganer Blog auf dem ich regelmäßig und gerne stöbere. Statt Sojamilch kann man hier auch jede andere Pflanzenmilch verwenden. Ich werde das nächste Mal Vanille Sojamilch nehmen. Die Pflaumen habe ich frisch mit dazu gegeben. Man kann sie natürlich zu Kompott einkochen oder mit ein wenig Zucker bestreut im Ofen backen, doch diese hier waren derart süß und aromatisch, dass ich sie einfach pur mit dazu gegeben habe…

Ehrlich gestanden war ich am Ende selbst ein wenig überrascht, wie lecker das Dessert geworden ist. Insgeheim habe ich ja schon befürchtet, dass ich neben den ganzen Nudelpfannen nie wieder etwas veröffentlichungswürdiges zubereiten werden.. Doch das hier ließ sich elegant nebenbei erledigen, derweil das Gemüse vor sich hin brutzelte…Naja, kein Umzug dauert ewig. In spätestens zwei Wochen sollte das ganze komplett über die Bühne gegangen sein. Dann herrscht wieder Ruh‘, auch im Geiste.

Zum Rezept:   Selbstgemachter Vla, Pflaumen und ein süßes Knusper-Segel aus Buchweizen. weiterlesen

Ein Mann zum dahinschmelzen?Buttermilch-Karamell trifft schwarze Johannisbeere… Vegan, ohne Eismaschine und mit Aquafaba.

Zunächst aber,

Es macht mich ein wenig verlegen es zuzugeben aber neben Espresso, Zigaretten und Schokolade halte ich den Mann für die wohl zartbitterste Versuchung seit es so etwas wie Geschlechtsreife gibt. Dabei gilt hier für mich dasselbe wie bei allen anderen Genussmitteln. Die Dosis macht das Gift. Ab und mal ein Stückchen genossen und alles ist fein. Übertreibt man es, bekommt man nur Bauch- und oder Kopfschmerzen. Man fühlt sich schrecklich überfressen und weiß gar nicht wohin mit all der Übelkeit. Und dann liegt man da, manchmal Tage, Jahre oder sogar ein  ganzes armseliges Leben lang und denkt frustriert: Hätt ich doch bloß nicht…Ja. Das Maß aller Dinge. Manchmal ist es schwer auszuloten. 

Bisher habe ich mich ein wenig geziert diese doch sehr private Ansicht hier offen kund zu tun aber in Zeiten, in denen Kunden unsere Tomaten mit „Die sind ja noch süßer als die Verkäuferin.“ bewerten, sie mich mit „So Baby! Ich hätte gerne…“ anreden oder meinen mir, während eines Gesprächs über gepufftes! Amarant,  augenzwinkernd mitteilen zu müssen, dass ja bei weitem nicht alles „gepoppte“ empfehlenswert sei, da fand ich, es sei an der Zeit, mit meinen Ansichten nicht länger hinterm Berg zu halten, sondern eben diesen selbst zu erklimmen und mich in ähnlich geistige Höhen vorzuwagen.

Man hat ja als 1,67m kleine Marktfrau meist gar keine Ahnung wie klar und frisch die Luft dort oben, auf solch einem Niveau, sein kann, bis eines Tages unverhofft so ein 1,96m Berg vor einem auf thront und seine Bestellung abgibt, begleitet von Sätzen, so luftig und leicht, so zart und dünn, dass es jeder MarktFrau sofort die Sprache verschlägt und die Stimme leicht belegt, nicht viel mehr als ein in sich gekehrtes hm zu antworten weiß, gefolgt von einem gemurmelten „Brot“, denn der Vokal „o“ geht schön tief in der Bauch. Das entspannt.

Befreiend müsse es sein, dachte ich. Dort oben, auf dem Gipfel des winzigen witzigen Geschmacks. Dazu all die unverbrauchte Luft. Eine wohltuende Entlüftungskur für das Gehirn. Auf 1,67m bekommt man die viel zu selten. Die Aussicht war mir durchaus eine kleine Reise wert.

Also ging ich einfach los. Ich wollte da rauf. Auf den Gipfel. Unterwegs ließ ich allen unnötigen Ballast fahren. Übertriebener Anstand, falsche Etikette, eine ausreichende Sauerstoffzufuhr. All das alles fiel wie selbstverständlich von mir ab. Trotzdem, die Beine wurden zunehmend schwerer. Die Luft wurde auch irgendwie dünner. Ich quälte mich doch plötzlich bildete sich dieses Vakuum in meinem Kopf. Da wusste ich, ich war angekommen. Ganz oben. Frei und allein.

Luftig war’s! Und einsam. Für meinen Geschmack ein wenig zu einsam. Auf so hohem Niveau fühlte ich mich alles andere als wohl. Also schrieb ich schnell meine zartbitteren Zeilen und anschließend hieß es, nichts wie weg, zurück auf 1,67m. Nicht das höchste Niveau aber völlig ausreichend für eine kleine Marktfrau wie ich finde…

So knapp über dem Boden, ist man dann auch viel näher am Eisschrank…

Zum Rezept:


Ohne Banane und absolut unkompliziert!

Ich habe einige Zeit überlegt, wie ich dieses Eis beschreiben soll, denn ich habe so eine Geschmacksrichtung noch nie gegessen. Das Eis hat eine fruchtige Buttermilch Note, bekommt  aber durch Kokoscreme und Aquafaba eine cremige Schwere… Es sollte ja kein Obstsalat werden! Kokosblütenzucker und gehackte „Cashew Crunch“ Stückchen, toppen das Ganze mit ein bisschen Knusper und einer süßen Karamell Note. Und, weil mich die Johannisbeeren heute so angelacht haben, gab es neben Buttermilch-Karamell noch ein Buttermilch-Johanisbeer-Karamell Eis, gebettet auf einer ganz simplen Johanisbeer-Grütze. Oben drauf kamen noch ein paar Johannisbeeren und ein Löffelchen von der Black Berry-Grütze. 😉 Bon Appétit, kann ich da nur sagen… Ein Mann zum dahinschmelzen?Buttermilch-Karamell trifft schwarze Johannisbeere… Vegan, ohne Eismaschine und mit Aquafaba. weiterlesen

Eine Donauwelle im Sommer…Ein himmlisch lockerer Mommy Cake, ohne Gluten und mit viel Liebe

Ein doppelter Nuss-Amaranthboden, mit schokolierten Kirschen, einer locker leichten, zitronigen Vanille-Joghurtcreme. Dazu ein Mandel-Haselnusskrokant, das sich als kleine Knusperzugabe im Boden befindet und das obenauf, gemeinsam mit ein wenig Zartbitterschokolade ein crunchy Topping abgibt. Glutenfrei. Ohne Butter und ohne Mist. Vegan, und das wichtigste: himmlisch lecker!! 

Gestern hatte die Frau aller Frauen Geburtstag und obwohl sie „wirklich keinen Kuchen und kein Geschenk“ haben wollte habe ich ihr eine Torte gebacken. Von falscher Bescheidenheit lasse ich mich nicht abhalten schon gar nicht an einem Geburtstag. Man sagt: Och, nö. Du musst doch nicht…Ich will gar nicht…Wirklich nicht, aber hinterher freut man sich schließlich doch wie eine Geburtstagskönigin, wenn das gute Stück vor einem steht. Und so kam es dann auch…

Sie fand die Torte wunderhübsch und nachdem wir sie angeschnitten und probiert hatte, klopfte sie mir Bier-ernst auf den Oberschenkel und sagte: „Du bist schon ne Gute.“ Warum ich mich daraufhin beinahe kugelte vor lachen begreift man wohl nur, wenn man meine Mama kennt, die nicht nur von mir als viel zu gut für diese Welt beschrieben wird. Humor hat sie auch, wie man sieht. Manchmal reicht da einfach einer ihrer Blicke und ich liege beinahe unter dem Tisch vor lachen. Sie ist schon einzig und als Mutter mehr als artig. Ein kleiner Geburtstags Kuchen ist da das Mindeste…

Obwohl ich bei meinen eigenen Sachen sehr kritisch bin und auch hier optisch das ein oder andere zu beanstanden hatte war ich insgesamt sehr zufrieden mit meinem Törtchen. Ursprünglich wollte ich eine vegane Donauwelle backen fand das gestern morgen dann aber doch irgendwie zu langweilig und auch zu mächtig und so entstand während der Zubereitung, nach und nach, diese glutenfreie und auch leichtere Variante.

Wer hier mitliest weiß außerdem, dass ich süßes Backen nun wirklich nicht mit zu meinen Stärken zähle. Allein deshalb habe ich bis zur letzten Sekunden gezittert ob der Kuchen gelungen ist. Ich entfernte den Tortenring. Die Anspannung, die in diesem Moment von mir abfiel, unbeschreiblich. Ich gestehe, ich war richtig stolz. Und als wir ihn dann probiert hatten und meinen Mama sagte, sie liebe Krokant, was mir bis dato gar nicht so bewusst war, da schwebte ich irgendwo auf Wolke Donau. Glück gehabt! Ich weiß wirklich nicht, wer von uns beiden sich am Ende mehr über den Kuchen gefreut hat…Da musste sogar Mamas Couch als Hintergrund herhalten. „Könntest du kurz den Fuß aus dem Bild nehmen?… Ich kann dein Bein noch immer sehen. Im-mer-noch…Ja, Danke. So geht’s.“ 😉

Es war wirklich ein schöner Nachmittag und hinterher dachte ich, dass wir so etwas viel öfter machen sollten und nicht nur an Feier- oder Geburtstagen. Zusammensitzen, lachen und Kuchen essen. Ein guter Vorsatz, wie ich finde.


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