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Mein Herz tanzt – vor Nervosität… Ich koche bei uns auf dem Hof, vor echten Menschen! ~ Grünkohl mal anders.

Mittwoch Nachmittag. Mit feuchten Händen.

Der Koffein- Tacho… gesprengt. Mit Mehl gepuderten Haaren schreibe ich nun diesen Beitrag, denn ich habe gerade die letzte Probe vor dem großen Samstag hinter mich gebracht. Samstag! Atmen, Jenny. Atmen.

Samstag kochen und backen wir zu dritt bei uns auf dem Hof für die Kunden und für jeden, der Lust hat dabei zu sein. Parallel zum normalen Hofladenbetrieb werden mein Kollege Chander, die Ökotrophologin (Kundin, Köchin, Autorin und quasi Über-Frau) Edith Gätjen und ich, gemeinsam in der hauseigenen Backstube kochen und backen und hoffentlich eine Menge Spaß dabei haben. Jetzt gerade sehne mich eher nach der Sicherheit meines Marktstandes. Jetzt gerade würde ich die ganze Sache am liebsten wieder abblasen. Einfach einen ganz normalen Samstag haben. Doch, wie heißt es bei Marquis, so schön: „Ich musst nicht alles glauben, was ich denke.“ Eben. Eigentlich freue mich nämlich auf dieses Ereignis und diese Freude lasse ich mir nicht vermiesen, schon gar nicht von so einer blöden, kleinen Stimme, die nichts kann, außer – eine blöde, kleine Stimme zu sein. Uh, tolle Leistung. Bleiben wir also bei, ich freue mich total auf die Herausforderung, darauf, dass ich mal etwas anderes, etwas neues machen darf. Viel Besser.

Zunächst war ich ziemlich planlos, was ich Samstag nun kochen soll, weil ich so viele aber lose Ideen im Kopf hatte. Edith, die ja auch eine Kundin von uns ist, hat das ganze vor ein paar Wochen, ein wenig für mich, kanalisiert. „Du könntest doch Pizzaschnecken machen?“ Edith und Chander werden ein Gemüsegericht kochen. Dazu etwas brotiges, als Ergänzung – Die Idee gefiel mir, zunehmend besser. Ich hab die Ideen-Fäden dann noch ein paar Tage weiter, da oben spinnen lassen und letztendlich, nachdem ich wusste ich möchte unbedingt etwas mit Grünkohl machen, kamen diese beiden Rezepte dabei raus.

Herzhafte Pestoblume – mit geräuchertem Grünkohl Pesto

und eine

Süße Hefeschnecke mit Grünkohl-Anis Pesto, Apfel und Walnuss

Meine Grundlegenden Überlegungen bei der Rezeptfindung waren:

Ich will was mit Grünkohl oder Sauerkraut machen. Das Rezept soll möglichst ohne fancy Zutaten oder Ersatzprodukte auskommen. Es soll zeitlich machbar und für andere leicht nach-kochbar sein. Dekorativ sollte es sein. Schmecken muss es! Und ja, irgendwie sollte es auch etwas Neues sein, etwas, dass man so bisher vielleicht noch nicht gegessen hat.

Zuerst wollte Pizzaschnecken, einmal mit Grünkohl-Pesto und einmal mit Sauerkraut machen. Aber dann dachte ich:

Ach, zweimal Schnecken ist doch langweilig… Ich könnte statt dessen eine Pestoblume machen. Und, Gibt es im Netz eigentlich ein Rezept für ein Dessert mit Grünkohl? Nein. (Auf einem amerikanischen Blog habe ich schließlich doch ein Rezept für kale-cupcakes gefunden) Vielleicht ein süßes Pesto? Wie ein Basilikum Pesto… Nur eben mit Grünkohl. Grünkohl, einmal als herzhafte Pestoblume und einmal ganz anders, als süße Hefeschnecke. Das wär doch was…  Mein Herz tanzt – vor Nervosität… Ich koche bei uns auf dem Hof, vor echten Menschen! ~ Grünkohl mal anders. weiterlesen

Vegane Vitaminchen_ Krautsalat ~ Aus Rot- und Grünkohl.

Hallo. Da bin ich schon wieder. 🙂 Im Moment leide ich an akuter Salat Lust. Nach all den Blatt-, Feld und Postelein Salaten wurde es nun doch mal langsam Zeit für was Neues. Und weil ich so Lust auf Rotkohl hatte, habe ich daraus, zusammen mit dem Grünkohl (der eigentlich für Chips bestimmt war – noch so ein Suchtfaktor diesen Winter ;-))

einen

Grün-/ Rotkohlsalat,

mit Pecannüssen, Äpfeln und Anis

zubereitet.

Um die Vitamin-Power komplett zu machen, hab ich das Ganze mit einem, Zitronen Orangen Dressing mariniert.

Der Salat an sich ist flott gemacht, man kann ihn direkt essen – Lecker ist natürlich auch, wenn man ihn ein paar Stunden durchziehen lässt. Dann zieht er noch etwas mehr leckeren Saft und wird auch etwas weicher.

Ich mag beide Varianten gern.

Anis ist wahrscheinlich nicht Jedermanns Sache aber ich finde ausprobieren lohnt sich trotzdem. Manchmal mag man Dinge ja doch, wenn man sie einfach mal anders zubereitet oder neu kombiniert. Vegane Vitaminchen_ Krautsalat ~ Aus Rot- und Grünkohl. weiterlesen

Ich schau dir auf den Teller Kleines. – Aber nur gucken. Nicht anfassen!

Marinierter Grün- und Spitzkohl, dazu ein Petersilienwurzel Nuss Käse und eine Art Brot Gebäck, hergestellt aus dem Trester des Frühstücks-Safts!

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Eine Kundin hatte mir ja vergangenen Freitag den Mund wässrig geredet, als sie mir von ihrem Grünkohlsalat vorschwärmte. Also nahm ich auch ein paar Blättchen mit, die ich später ebenfalls zu Salat verarbeiten wollte. Samstag morgen erwartete uns dann eine kleine Überraschung. Während wir frierend und noch halb verschlafen unseren Marktstand aufbauten erfüllte plötzlich ein unangenehm, spitzer Laut den Marktplatz. Das war ich. In Form eines: Uui! Guck mal wie hübsch… Denn, da lag er vor mir. Während ich die Gemüsekisten vom Rolli abpackte war ich unverhofft auf ihn gestoßen und nun leuchtete er mir entgegen. Saftig. Purpurfarben und sagenhaft schön. Roter Spitzkohl. Ich sah ihn und ich wusste direkt: Der muss mit in den Salat, zusammen mit dem Grünkohl. Den männlichen Anteil unseres Teams bewegte meine Entdeckung zwar irgendwie so gar nicht. Der fummelte lieber weiter an seinen Obstkisten rum. Doch, ein Blick in die leuchtenden Augen meiner Kollegin genügte. Der Spitzkohl würde an diesem Tag nicht nur in mein Einkaufstütchen wandern…

 

Ich wusste also, es soll Kohlsalat geben. Der süße Spitzkohl und der würzige Grünkohl bringen so einen tollen Eigengeschmack mit, deshalb habe ich mich bei der Verarbeitung hinterher für eine dezente Marinade entschieden, die mit wenig Zutaten auskommt.

Nachdem von dem Petersilienwurzel Dip so begeistert gewesen bin, wollte ich nun unbedingt eine Nuss Variante des Dips ausprobieren. Dazu habe ich den Sojajoghurt durch Mandeln und ein paar Cashews ersetzt. Na, das war ja vielleicht ein Erlebnis. Am Ende hatte ich einen streichfähigen mild nussigen Käse vor mir liegen. Der passte wunderbar zu Salat und Brot.

Den restlichen Käse ließ ich, faul wie ich bin, mitten in der Küche stehen. Über Nacht hat sich dann eine kleine Kruste auf dem Käse gebildet und als ich ihn abends wieder probierte, war ich begeistert, weil er noch intensiver und nussiger schmeckte als den Abend zuvor. Außen ist er richtig schön krümelig geworden. Ich werde da auf jeden Fall mal mal weiter experimentieren.

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Nusskäse, einen Tag durchgezogen, Marinierter Wirsing und Spitzkohl.

 

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