Schlagwort-Archive: Hefeteig

Viele, viele bunte Hefeteilchen! … Ofen- Berliner, Mini Croissants und kleine (gefüllte) Bällchen.|Veganen Hefeteig mit Süßkartoffeln herstellen.

Habt ihr schon einmal einen Hefeteig mit Süßkartoffeln angesetzt?

Wenn ja, dann könnt ihr vielleicht nachvollziehen warum es mir gerade echt schwer fällt, die passenden Worte zu finden. Zu sagen: Das war lecker! ist nämlich absolut untertrieben. Ich backe ja im Moment total gern und am liebsten mit Hefeteig.

Vor kurzem hab ich im Netz ein Süßkartoffelbrötchen gesehen. Mir ging das Tagelang nicht aus dem Kopf. Die Idee hat mich fasziniert. Und, weil ich zu Karneval Ofen-Berliner gebacken hatte, mit dessen Ergebnis ich aber nicht so hundertprozentig zufrieden war, habe ich das ganze gestern noch mal gebacken.

Und sie waren lecker!

Aber, nochmal nur Ofenberliner zu machen, hätte ich irgendwie langweilig gefunden, also gab es Berliner plus alle Formen und Unformen, die sich gerade so rollen und zupfen ließen.

Durch die Süßkartoffeln bekommt der Teig eine besonders tolle intensiv, gelb-goldene Farbe. Ich konnte mich da gar nicht satt sehen.

Und der Duft! Vanille-Zuckerluft.

Und dann kam auch noch die Sonne raus und ich glaube, ich brauche jetzt eine neue Speicherkarte, denn ich hab beinahe länger fotografiert als gebacken.

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Schnelles (Dinkel-) Baguette.

Nach Art des „magischen“ Baguette.

Ich bin im Netz mehrfach auf Rezepte für dieses schnelle und unkomplizierte Baguette gestoßen und, weil ich wie gestern erwähnt momentan zwar im Backfieber bin aber überhaupt nichts dagegen habe, wenn es auch mal was schneller geht, dachte ich, ich probiere das einfach mal aus.

Und das Ergebnis ist wirklich großartig geworden. Ich präsentiere, nun, mein Dinkel-  Baguette im Schnee …

… Die Lichtverhältnisse waren an diesem Tag eher trist, deshalb hab ich das Baguette einfach mit auf den Balkon genommen.

Auf dem Bild seht ihr außerdem ein paar Ofenberliner mit Whiskey-Buttercreme Füllung, die ich parallel zu den Baguettes gebacken hatte. Die Berliner waren ebenfalls gut, hätten aber noch ein bisschen mehr aufgehen dürfen. Ich backe sie nochmal und dann gibt es auch ein Rezept. Allein die Cremefüllung ist ein eigenes Rezept wert. Die ist echt gut geworden.

Nach den Schneefotos waren die Baguettes dann jedenfalls perfekt temperiert, und Bissbereit.

Wie gesagt, das Licht war nicht so gut. Ich hoffe, man kann trotzdem sehen, wie locker und knusprig das Brot geworden ist. Echt lecker… Wobei ich gestehen muss, dass mir die italienische Ciabatta Variante (mit ein wenig Olivenöl) vielleicht noch einen ticken besser gefällt aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Alles andere wäre ja auch langweilig.

Die Arbeitsschritte sind  recht simpel. Schnelles (Dinkel-) Baguette. weiterlesen

Mein Herz tanzt – vor Nervosität… Ich koche bei uns auf dem Hof, vor echten Menschen! Grünkohl mal anders.

Mittwoch Nachmittag.

Mit feuchten Händen. Der Koffein- Tacho… gesprengt. Mit Mehl gepuderten Haaren schreibe ich nun diesen Beitrag, denn ich habe gerade die letzte Probe vor dem großen Samstag hinter mich gebracht. Samstag! Atmen, Jenny. Atmen.

Samstag kochen und backen wir zu dritt bei uns auf dem Hof für die Kunden und für jeden, der Lust hat dabei zu sein. Parallel zum normalen Hofladenbetrieb werden mein Kollege Chander, die Ökotrophologin (Kundin, Köchin, Autorin und quasi Über-Frau) Edith Gätjen und ich, gemeinsam in der hauseigenen Backstube kochen und backen und hoffentlich eine Menge Spaß dabei haben. Jetzt gerade sehne mich eher nach der Sicherheit meines Marktstandes. Jetzt gerade würde ich die ganze Sache am liebsten wieder abblasen. Einfach einen ganz normalen Samstag haben. Doch, wie heißt es bei Marquis, so schön: „Ich musst nicht alles glauben, was ich denke.“ Eben. Eigentlich freue mich nämlich auf dieses Ereignis und diese Freude lasse ich mir nicht vermiesen, schon gar nicht von so einer blöden, kleinen Stimme, die nichts kann, außer – eine blöde, kleine Stimme zu sein. Uh, tolle Leistung. Bleiben wir also bei, ich freue mich total auf die Herausforderung, darauf, dass ich mal etwas anderes, etwas neues machen darf. Viel Besser.

Zunächst war ich ziemlich planlos, was ich Samstag nun kochen soll, weil ich so viele aber lose Ideen im Kopf hatte. Edith, die ja auch eine Kundin von uns ist, hat das ganze vor ein paar Wochen, ein wenig für mich, kanalisiert. „Du könntest doch Pizzaschnecken machen?“ Edith und Chander werden ein Gemüsegericht kochen. Dazu etwas brotiges, als Ergänzung – Die Idee gefiel mir, zunehmend besser. Ich hab die Ideen-Fäden dann noch ein paar Tage weiter, da oben spinnen lassen und letztendlich, nachdem ich wusste ich möchte unbedingt etwas mit Grünkohl machen, kamen diese beiden Rezepte dabei raus.

Herzhafte Pestoblume – mit geräuchertem Grünkohl Pesto

 

und eine

Süße Hefeschnecke mit Grünkohl-Anis Pesto, Apfel und Walnuss

 

Meine Grundlegenden Überlegungen bei der Rezeptfindung waren:

Ich will was mit Grünkohl oder Sauerkraut machen. Das Rezept soll möglichst ohne fancy Zutaten oder Ersatzprodukte auskommen. Es soll zeitlich machbar und für andere leicht nach-kochbar sein. Dekorativ sollte es sein. Schmecken muss es! Und ja, irgendwie sollte es auch etwas Neues sein, etwas, dass man so bisher vielleicht noch nicht gegessen hat.

Zuerst wollte Pizzaschnecken, einmal mit Grünkohl-Pesto und einmal mit Sauerkraut machen. Aber dann dachte ich:

Ach, zweimal Schnecken ist doch langweilig… Ich könnte statt dessen eine Pestoblume machen. Und, Gibt es im Netz eigentlich ein Rezept für ein Dessert mit Grünkohl? Nein. (Auf einem amerikanischen Blog habe ich schließlich doch ein Rezept für kale-cupcakes gefunden) Vielleicht ein süßes Pesto? Wie ein Basilikum Pesto… Nur eben mit Grünkohl. Grünkohl, einmal als herzhafte Pestoblume und einmal ganz anders, als süße Hefeschnecke. Das wär doch was…  Mein Herz tanzt – vor Nervosität… Ich koche bei uns auf dem Hof, vor echten Menschen! Grünkohl mal anders. weiterlesen

Oh, bin ich spät dran? Weihnachtliches Bananenbrot (Hefeteig-Variante) Lebkuchen Art – mit Pecannüssen, Pflaumenmus und vielen, kleinen Schoko-Stückchen.

Einmal tief durchatmen – und dann voller Freude aber auch ein bisschen aufgeregt und kleinlaut: Hallo.

Da bin ich wieder und ich habe ein Bananenbrot mitgebracht.

Das letzte Rezept ist ja nun schon ein paar Tage her und nun überlege ich ob ich darüber schreiben soll, also über die Gründe, warum das so ist, war… gewesen ist – darüber, was so los war aber eigentlich war ja gar nichts los, also gibt es eigentlich auch nichts zu sagen. Aber irgendetwas möchte ich ja doch sagen. Also sag ich vielleicht einfach – Eine große Tube Tomatenmark. Eine große Tube Tomatenmark hält lang, man kann sie lange verwenden. Man kann alles aus ihr raus-quetschen, bis zum letzten Tropfen, ja. Man kann anschließend eine Schere nehmen, die Tube aufschneiden, um noch das letzte bisschen aus ihr raus zu kratzen (Man glaubt ja gar nicht, wie viel da noch drin ist.) Irgendwann ist die Tube trotzdem leer und dann muss man eine neue kaufen oder man wechselt vielleicht mal zu Paprikamark. Auch lecker. Das Ding ist – Irgendetwas muss man tun, wenn die Tube leer ist. Irgendwie muss man reagieren.

So. Mit einer nagelneuen XXL Tube Tomatenmark in der rechten und einem großen Glas selbstgemachter Paprikapaste in der linken Hand, den Schokoladen-verschmierten Mund noch voller Bananenbrotkrümmel sage ich nun

Frohes Neues Jahr und

Zum Rezept:


Bananenbrot ist ein gutes Brot, ein Energie-spendendes. Oder wie heißt es so schön ausgelullert: „Schmeckt toll und macht nicht voll.“

Ernsthaft, das Brot (oder ist es doch eher ein Kuchen?) ist lecker geworden, schön saftig aber nicht zu weich, einfach angenehm. Es duftet herrlich und es macht eben wirklich nicht voll (müde).

Mir hat das Brot einfach nur Spaß gemacht, was wohl auch an den kleinen Schokostücken gelegen haben mag, die mit rein gebacken sind – und oben drauf kam dann noch Pflaumenmus.

Da hab ich allerdings ein fertiges genommen.

Hmm, die Schoko-Stückchen.

Gebackene Schokolade hat ja nochmal eine ganz andere Qualität, als die bloße, lose Tafel.

Die schmilzt dann nämlich so schön im Mund und macht das Brot noch saftiger. Heute, einen Tag durchgezogen fand ich das Ganze noch besser als gestern. Oh, bin ich spät dran? Weihnachtliches Bananenbrot (Hefeteig-Variante) Lebkuchen Art – mit Pecannüssen, Pflaumenmus und vielen, kleinen Schoko-Stückchen. weiterlesen

Vegane Dinkel-Milchbrötchen & ein Schoko-Nuss Aufstrich, zum weglöffeln Gut.

Ja, zum weglöffeln gut – Leider. Ein volles Glas Schoko Aufstrich vor die Linse zu bekommen… Hm, schwierig. Eigentlich unmöglich. Genau so unmöglich wie wirklich nur ein Stückchen von der Tafel Schokolade zu essen. Menschen, die so etwas machen, nur ein Stückchen, nur ein Löffelchen…denen fehlt doch einfach das Schokoladen-Gen.

Denn, wenn es einem da so frisch geröstet und schokoladig aus dem Glas entgegen schwirrt, da muss man doch einfach den Löffel ganz tief rein tauchen und probieren, auch um sich davon zu überzeugen, dass der Geschmack sicher hält, was der Duft verspricht. Und dann taucht man den Löffel wieder rein. Und nochmal. Und wieder. Vielleicht noch ein Mal. Nur, um ganz, ganz sicher zu gehen… Und plötzlich starrt man ins Glas und denkt: Ja, Huch. Wo ist denn alles hin? Oh je.

 

Doch ich war ja nicht allein. Ich hatte Helfer und einen Hasen, die mit am späten Frühstückstisch saßen und nach ein paar Probier-Löffelchen und Messerchen war man sich einig: Das ist aber lecker… Und es riecht ja wirklich wie Nu*****.  Na, da strahlt die Marktfrau doch von einem Ohr zum anderen und wird zur sofort zur Grinsekatze. Danke. Vegane Dinkel-Milchbrötchen & ein Schoko-Nuss Aufstrich, zum weglöffeln Gut. weiterlesen

Überbackenes, mediterranes Brot Calzone Art – Pikant gefüllt mit grünem Spargel, Bohnen und Jalapenos…Ein Küchenunfall mit Happy End!

Oh, Nein! Nein. NEIN! Doch nicht jetzt! So eine Käse…So etwa der Wortlaut, Dienstag Abend, 18.30 Uhr, in meiner Küche. Nur, dass ich statt „Käse“ ein anderes Wort benutzte, das ich jedoch, als kultivierte Obst und Gemüse Fachverkäuferin hier nicht wiedergeben möchte. Der Ehrlichkeit halber, sei es trotzdem erwähnt… Überbackenes, mediterranes Brot Calzone Art – Pikant gefüllt mit grünem Spargel, Bohnen und Jalapenos…Ein Küchenunfall mit Happy End! weiterlesen

Beschwipster Studentenkuchen.

Ein fein beschwipster Dinkelboden mit Amaretto, Äpfeln & Rosinen
und Studentenfutter Crumble.

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Backen. Ach, ja. Mache ich, im Gegensatz zum Kochen, eigentlich nicht so häufig. Ich habe eine Heiden Respekt vor diesem alten Handwerk. Zu schnell verbrennt da etwas, der Teig misslingt, sofern man nicht präzise genug gearbeitet hat (als er in den Ofen kann war doch noch alles gut), Das Brot gerät zu drisch oder zu feucht oder niemand, außer dir selber, kann das Etwas, das da aus dem Backofen kommt, noch als Brot identifizieren...Ja, backen ist für mich doch sehr anstrengend und irgendwie Nervenaufreibend. Mittlerweile nicht mehr ganz so, wie noch vor ein paar Jahren. Aber die Aufregung, dieses Kribbeln, darüber ob man am Ende etwas in Händen halten wird, das essbar, identifizierbar und im Idealfall sogar lecker ist, diese Aufregung spüre ich nach wie vor, jedes Mal, wenn ich backe.

Zum gelingenden Backen braucht es meiner Meinung nach, vor allem, Zweierlei. Nämlich: Zeit & Innere Ruhe.

Es braucht Zeit, sich auszuprobieren und sich ein paar Grundkenntnisse anzueignen. Es braucht Zeit, um ein gutes Gefühl für die verschiedenen Teige und ihre Konsistenzen zu entwickeln. Und, es braucht Zeit, sich ein gesundes Back-Selbstbewusstsein anzutrainieren (Noch fünf Minuten. Nein! Die Brötchen kommen raus! Genau Jetzt.Jetzt!) Vor allem aber braucht es, meiner Meinung nach, die Fähigkeit, innerlich ruhig und gelassen zu bleiben, um beim ersten Fehlversuch nicht direkt wieder das Back-Handtuch, weit von sich, zu werfen. Was soll ich sagen…? Ich war ruhig und nun bin ich sogar gelassen. Der Kuchen ist etwas geworden. Er ist sogar sehr lecker geworden.  Ich danke den Back-Göttern und gönne mir noch ein Stück. Vielleicht werde ich ja gleich noch ein wenig meditieren, nachdem ich mir das Mehl aus den Haaren gewaschen habe…

 

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Da ich einen dicken Boden wollte ist der Kuchen etwas kleiner geraten als eine 26er Springform.

Für den Hefeteig-Boden:

200g Dinkelvollkornmehl, 25g Amaranth (gepufft), 2EL gemahlene Haferflocken, 4EL gemahlene Kokosflocken, 1/2 Pck.Trockenhefe, 3-4EL Agavendicksaft, Saft und Abrieb einer halben, großen Orange, eine Prise Salz, 100ml Pflanzenmilch (Hier Reismilch, da schön süß)
Außerdem: geriebene Tonkabohne, 1TL Zimt, 1/2TL Muskatblüte (vorsichtig dosieren, sehr intensiv)

Die trockenen Zutaten und die Gewürze miteinander vermischen Orangenabrieb und Saft, Agavendicksaft dazu geben. Beginnen einen Hefeteig herzustellen. (Da muss man ein wenig Ausdauer und Muskelkraft aufwenden, es sei denn natürlich man hat eine Küchenmaschine. Ich besitze zwar eine, knete aber trotzdem lieber von Hand.) Pflanzenmilch nach und nach hinzugeben und so lange weiterkneten bis ein glänzender und geschmeidiger Teig entstanden ist. Beiseite stellen. Abgedeckt, an einem warmen Ort mindestens 30min. gehen lassen. Erneut kneten, Kreisförmig (oder so ähnlich 😉 ) ausrollen, Rund herum den Rand ein wenig hochziehen. Mit einem Zahnstocher den Teig mehrfach einstechen (damit der Schwips schön in den Boden ziehen kann).


 

Für den beschwipsten Belag:

3 kleine bis mittlere Äpfel (hier süß-sauere Elstar und Topaz, die werden beim backen schön mürbe und der Topaz bekommt eine schöne, gold-gelbe Farbe), 2EL Rosinen, Saft und Abrieb einer Zitrone, 3EL Amaretto, 3EL Ahornsirup (oder Süße nach Wahl), Zimt, etwas geriebene Tonkabohne, eine Prise Kurkuma.

Die Äpfel vierteln und entkernen, klein schneiden, zusammen mit den Zutaten für den Schwips in eine Schüssel geben, verrühren. Mindestens eine halbe Stunde beschwipsen lassen. Gegebenenfalls zwischendurch umrühren. Äpfel und Rosinen, sowie 3/4 des Schwips, gleichmäßig auf dem Hefeboden verteilen.


 

Beschwipster Crumble:

50g Studentenfutter (ohne die Rosinen), 1EL gemahlene Haferlocken, 1EL Kokosflocken, 1EL Amaranth, der Rest vom Schwips

Studentenfutter, im Zerkleinerer oder von Hand (grob) klein hacken. Gemeinsam mit den anderen Zutaten zu dem restlichen Schwips geben. Mit der Hand verkrümmeln. (Bei Bedarf noch einen Schuss Süße oder ein paar Nüsse dazu geben). Den Crumble, gleichmäßig über dem Belag verteilen.


 

Backen:
Im vorgeheizten Ofen, bei 180ºC , mittlerer Einschub, 25-30min. fertig backen.

 

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Den herrlich würzigen Duft genießen und auffuttern. 🙂