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Wärmende Buchweizen-Dattelmilch… Und mein peinlicher Mini-TV Auftritt.

Frühstücksköstlichkeiten.

Eine warme und wärmende Buchweizen-Milch, mit Datteln und Ahornsirup gesüßt. – Für etwas mehr Wärme an einem kühlen Frühlings-Morgen –

Denn ich weiß nicht wie es euch geht, doch eigentlich denke ich, dass es vielen wohl genau so geht: Normalerweise trinke ich morgens einen Smoothie, den ich am Abend zuvor zubereitet habe aber bei den winzigen Temperaturen die zur Zeit herrschen, kann ich das einfach nicht. Viel zu kalt. Viele Obstsorten wirken zusätzlich kühlend auf den Körper und wer kann das im Moment schon gebrauchen? Ich jedenfalls brauche da eher etwas warmes, trotzdem Nahrhaftes, eine Alternative zum Müsli oder Brötchen – denn ich fang ja sicherlich nicht an mir morgens um vier, zwischen Wecker klingeln, Zähneputzen und ab zur Bahn, noch schnell ein Brot rein zu zwängen.

Essen ist ja schließlich nicht nur ein Muss sondern auch ein Genuss und der erfordert Zeit und Ruhe und Wärme.

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Das Problem mit den kühlen Smoothies hat jedenfalls dazu geführt, dass ich vor ein paar Jahren damit angefangen habe, mit warmen Smoothies herum zu experimentieren und das war/ist ein wirklich super spannender Prozess. Die Möglichkeiten sind riesig und lecker und genau so unbegrenzt, wie bei den kalten Sommerschwestern.

Pastinaken, Bananen, Süßkartoffeln,  Datteln, Zimt, Ingwer, Kurkuma, Buchweizen, Sesam, Nussmus, Erdmandeln, Kakao, Orange…

All diese diese Zutaten – Plus, lassen sich wunderbar in absolut leckere, wärmende Smoothies verwandeln. Man mixt die Zutaten zusammen – Früher, als ich noch keinen Hochleistungsmixer hatte, hab ich den Smoothie anschließend auf dem Herd noch einmal kurz erwärmt. Heute lasse ich den Mixer einfach etwas länger laufen und dann fülle ich das Ganze in meine Thermoskanne oder in eine leere Pflanzenmilchpackung. Zu hause hab ich’s natürlich ein bisschen netter hergerichtet.

Auf der Arbeit haben wir einen kleinen Heizpilz mit Abdeckung. Kollegen grillen da angeblich gerne mal den ein oder anderen … Na, das wäre ja jetzt reines hören-sagen. Ich stelle da jedenfalls gerne meinen Smoothie drauf und nach ein paar Minuten ist der dann wieder wunderbar warm und dampft verträumt vor sich hin – Ach ne, das war ja ich… Ganz Smoothie-verträumt.

Jedenfalls, das Rezept, das ich euch heute zeige, ist eher ein Milch als ein Smoothie geworden – besteht aus geröstetem Sesam, Buchweizen, Datteln, Gewürzen und Ahornsirup. Man kann noch eins, zwei Bananen mit mixen, hab ich auch schon gemacht aber Gott, die süße Milch war, so wie sie ist, einfach der Gipfel aller Wintermilch Experimente. Peinlich aber wahr – Ich musste beim trinken die ganze Zeit dümmlich vor mich hin grinsen. Wenn das mal jede Mahlzeit schaffen würde. Peinlich ist ein gutes Stichwort: Mein peinlicher, ca. 5 sekunden anhaltender Mini- TV Auftritt.

Gut, so peinlich war es eigentlich gar nicht aber komisch. Komisch war es auf jeden Fall. Sich selbst, so ungeschminkt – denn ich hatte an diesem Tag verschlafen, im Fernsehen zu sehen und vor allem zu hören ist sehr gewöhnungsbedürftig und irgendwie seltsam. Peinlich wird es dann, wenn man direkt am Anfang des Beitrages im Hintergrund eingeblendet wird, wie man sich gerade vor lachen kringelt, mitten, während der Arbeitszeit. Großartig. Ja, ich bin eine wirklich fröhliche Marktfrau. Ab sofort auch wiederholbar, auf Knopfdruck.

Aber was war passiert? Der WDR war angerückt. Vor knapp einem Monat, bei uns, auf dem Bio-Markt in Refrath. Gedreht wurde für die Sendung Hier und Heute, für das neue Format Ullas Marktküche. Die liebe, wirklich super liebe Ulla ist Profi- Köchin und eine Kundin von uns. Sie kocht schon seit Jahren regelmäßig für den WDR bzw. den WDR Hörfunk. Für die Sendung hat sie, zunächst bei uns Händlern auf dem Markt eingekauft, ich wurde zum erstem Mal in meinem Leben professionell ausgeleuchtet, man hat ihr eine kleine Küche mitten auf dem Marktplatz aufgebaut und anschließend wurde dann live gekocht und natürlich auch verkostet. Die Kunden fanden’s klasse und wir Händler hatten ebenfalls unseren Spaß. – Offensichtlich. hm, hm.

6 Stunden Drehzeit, für einen letztendlich 6 minütigen Beitrag. Donnerwetter! Es war ein spannender Tag – spannend so einen Dreh mal live und in Farbe mitverfolgen zu können, spannend zu sehen, dass im Fernsehen hinterher alles irgendwie so ganz anders wirkt, als im Live Moment.

Die meisten Einstellungen wurden so oft mehrfach gedreht. Allein schon wie sie zu uns an den Stand tritt… Ulla und ihre innere Ruhe hatte da echt meine absolute Bewunderung. Normalerweise braucht man beim kochen doch auch eigentlich diese spezielle Art von Flow Zustand oder? Ich stelle mir das jedenfalls echt schwierig vor, wenn man zwischendurch immer wieder abbrechen muss und aus dem Rhythmus gerissen wird. Aber Ulla hat das absolut souverän und entspannt gemeistert und am Ende standen zwei leckere Varianten eines Kartoffel-Lauch Stampfs‘ auf dem Tisch. Aber ganz ehrlich: Mit den Zutaten konnte es ja auch nur lecker werden.

Den Buchweizen-Smoothie hatte ich übrigens auch an dem Tag mit dabei („Hallo – könnten sie bitte diese Verpackung da aus dem Hintergrund entfernen? …Danke.“)

Hm.

Die Sendung samt Rezept könnt ihr euch hier, in der Mediathek angucken ⇒ Ullas Marktküche.

 

Und hier kommt jetzt das Rezept für die leckerste vegane Buchweizenmilch aller Zeiten.


Buchweizen Dattelmilch.

– Geröstet, süß & wärmend.  –

ergibt 1 Liter

Zutaten:

  • 100g Buchweizen
  • 30g Sesam
  • 1 Liter Wasser
  • 6 Datteln (am besten die cremigen Medjools)
  • 1 Espresso Löffel Vanillepaste
  • 2 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 0,5 TL Ingwer Pulver
  • etwas Zitronenabrieb

  • 2 TL Ahornsirup oder mehr oder weniger

Zubereitung:

Zuerst den Buchweizen in einer beschichteten Pfanne gut anrösten, den Sesam erst zum Schluss mit dazu geben und leicht mit rösten – Sesam wird sehr, sehr intensiv, wenn man ihn zu kräftig röstet.

Eine Prise Salz, Buchweizen und Sesam zusammen mit 1 Litern Wasser in den Mixer geben, 30 Min. quellen lassen, 90 Sek. auf höchster Stufe fein mixen.

Milch durch einen Nussmilchbeutel oder ein feines Sieb filtern. Den Trester kann man zu Keksen, Kuchen oder Waffeln 😉 weiterverarbeiten.

Milch zurück in den gesäuberten Mixer geben, nochmal 60-90 Sek. auf höchster Stufe mit den übrigen Zutaten mixen.

Probieren und gegebenenfalls mit Ahornsirup nochmal nach-süßen.

 

Liebe Grüße, Jenny

Kleine Koffein-Spritze.

Morgen soll das Thermometer wieder auf lauschige 30°C klettern. Da sage ich Juhu – Obstwetter und freue mich, und sehe mich jetzt schon Wassermelonen wie goldene Pokale hin und her jonglieren, während ich kichernd denke, dass ich da ja gerade eine Wassermelone getragen habe. Manche Dinge ändern sich einfach nie und wer das jetzt nicht versteht, der möge sich an seine Freundin, Mutter oder Schwester wenden. 😉

Wassermelonen sind diese Woche jedenfalls bei uns im Angebot und bei den heißen Temperaturen gehen die natürlich weg wie nichts aber um Melonen geht es ja eigentlich gar nicht sondern um Tee, beziehungsweise Limonade. Die auf 1,2 Liter kompensierte Limo-Power. Eine eiskalte Limo für heiße Tage und hitzige…Naja…

 

Während der letzten Hitzewelle eine Woche lang jeden morgen genossen, wirkte die Limo wirklich super erfrischend und angenehmer Nebeneffekt war, dass sich mein Kaffeekonsum in der Zeit um die Hälfte reduziert hat. Nun halte ich Kaffee zwar für alles andere als Teufelszeug aber ab einer gewissen Liter-Zahl kommt man dann doch ins grübeln…

Doch hier habe ich eine Woche lang die große Kaffee-Kanne gegen eine kleine getauscht und dafür eine große Kanne Schwarz-Tee Limo mit Ingwer, Limette, Zitrone und Minze getrunken. Eiskalt genossen, super erfrischend, fruchtig, ein bisschen herb, ein bisschen scharf. Ein echter Kreislauf Starter. Kleine Koffein-Spritze. weiterlesen

Hey there. Let’s Paint a Picture… Kohlrabi-Ingwer Cremesüppchen, vegan, im eigenen Häuschen – mit grünem Milchschaum und Quinoa-Walnuss Talern.

Hey there. Let’s Paint a Picture… Kohlrabi-Ingwer Cremesüppchen, vegan, im eigenen Häuschen – mit grünem Milchschaum und Quinoa-Walnuss Talern. weiterlesen

„Sellerie! Das ist Orange. Ihr solltet heiraten!“

Gelbe Bete, Sellerie und Süßkartoffel, an Sellerie Haselnuss Orangendressing.

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Ach, ja. In der Küche verhält es sich manchmal wie im wahren Leben. Da steht man ab und an ein wenig unschlüssig in der Gegend rum und weiß gar nicht so recht, wohin die Reise gehen soll. Zögerlich gibt man sich einen Ruck und fängt einfach an. Man schnippelt mal hier. Man rührt mal da und am Ende steht man vor einem fertigen Teller und stellt überrascht fest, dass man tatsächlich irgendwo angekommen ist. Vorläufig zumindest. Bis zum nächsten Abenteuer. 😉

Mein Abenteuer drehte sich in dem Fall um Sellerie und Orange.

Eigentlich sollte es gestern Schwarzwurzeln geben aber irgendwie hatte ich da so überhaupt gar keinen Hunger drauf. Kochen war auch irgendwie doof. Also stand ich einen Moment lang etwas unschlüssig in der Küche und überlegte. Hmm. Salat? Ja. Weißkohl? Ach, nee. Nicht schon wieder. Mal was Neues..Süßkartoffel vielleicht. Da hatte ich gestern schon Lust drauf. Die gelbe Bete müsste auch mal langsam weg…Sieht bestimmt hübsch zusammen aus…Ja. Und der Sellerie? Wie war das noch gleich? Was hatte sie Freitag nochmal gesagt?…

Sie, das war eine Kundin, die ich Freitag bedient hatte. Die Idee Sellerie mit Orange zu kombinieren stammte von ihr. Sie erzählte mir von einer Sellerie Orangensuppe, die sie am Wochenende nach-kochen wollte. Da bin ich sofort hellhörig geworden, weil ich bis dato noch nie von einer solchen Suppe gehört hatte. Die Idee beides miteinander als Salat zu kombinieren kannte ich schon von ein paar Arbeitskollegen. Hatte ich aber bis dato nie ausprobiert. Das Gespräch erinnerte mich wieder daran. Hinterher habe ich mich dann ganz überschwänglich und mehrfach bei ihr bedankt und ihr noch ne Orange dazu geschenkt :-D. Ich bin ja immer dankbar für Neue Anregungen.

Ja, und da stand ich nun in meiner kleinen Kombüse. Das kleine Zutaten Puzzle geisterte mir durch den Kopf. Also fing ich einfach an es zusammen zu setzen…Das kam am Ende dabei heraus:

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Die Kundin bekommt  nächsten Freitag definitiv noch ne Orange von mir. Es war so lecker. Fruchtig und süß, gleichzeitig aber auch würzig und nussig und der Ingwer…Perfekt. Alle Zutaten haben einfach perfekt zusammen gepasst. Also, so was leckeres…Ich bin noch immer ganz fasziniert. 🙂 „Sellerie! Das ist Orange. Ihr solltet heiraten!“ weiterlesen