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So süß, wie die ersten Frühlings-Strahlen – Sweet Bowl… mit Tamarinde.

Da hat der Frühling doch tatsächlich vorab ganz zart an unsere Tür geklopft und uns einen vergnügten Vorgeschmack auf die kommenden Monate gewährt. Der Wochenanfang war einfach so liebenswert, warm und sonnig. Zum ersten Mal seit Monaten konnte ich die (Achtung sexy.) olle Thermounterwäsche im Schrank lassen und statt dessen zu nackter Jeans und Pullover greifen und nachmittags wurde selbst das allmählich zu warm. Herrlich. Nix mehr mit melancholischem purple rain. Statt dessen, leave your hat on aber zieh den Pulli aus, denn hier bin ich nun. Sonnenschein – Hello, it’s me. Und die B-A-n-A-n-a-S im Gefrierschrank wollten ebenfalls raus aus der Kälte und rein in die Sonne.

Ich liebe Bananen. (Ja ich weiß. Liebe ist ein starkes Wort.) Doch in den letzten Monaten habe ich kaum welche gegessen. Im Winter schmecken sie mir einfach nicht so gut, ich hab kaum Hunger drauf und oft reifen sie bei den kalten Temperaturen auch gar nicht mal so gut nach.

Doch kaum schimmerten nun die ersten Sonnenstrahlen durch den Himmel hinab, kein Wintersonne- glitzern sondern breite und warme Sonnenstrahlen, die die so ein wohliges Kribbeln auf der Haut erzeugen und direkt Lust auf Eis und verbummelte Sonnenuntergänge machen…da kam dann auch die Bananenlust zurück.

Ein paar hab ich eingefroren und nachmittags gab es passend zum Sonnenschein ein halb gefrorenes Ingwer-Bananen Eis, mit Blaubeeren, Kakaonibs, Kiwi und Tamarindenpaste. Schnell gemacht und richtig lecker.

Tamarinden mag ich im Moment ebenfalls sehr gern. Es gibt zwei Arten von Tamarinden, Süße und Saure. Meine Tamarindenpaste wurde aus saurer Tamarinde hergestellt und sieht ein bisschen aus wie Melasse oder Rübenkraut. Sie schmeckt leicht dattelig süß und hat einen recht kräftigen, an Zitrone erinnernden Nachgeschmack. Man kann sie auch toll zum verfeinern von herzhaften Gerichten verwenden. Ich mag die Paste total gern und hier mochte ich besonders den zitronigen Kontrast zu der ansonsten ja doch recht süßen Bowl. Muss ja nicht immer Schokosauce sein.
Hier mal ein Bild von frischer, süßer Tamarinde, die hab ich nämlich vor kurzem im Supermarkt gesehen und sofort ein Päckchen davon zum testen mitgenommen.

„Was macht man denn da-mit?“ hat mich die Kassiererin gefragt, während sie skeptisch das Päckchen hin und her wog. „Essen…“ – Es war nicht böse gemeint, doch ich wusste es ja selber nicht so genau. Sie hat zum Glück gelacht und ich hab noch hinterher geschoben, dass man sie wohl knacken müsse und dann einfach so essen könne wie Datteln oder andere Trockenfrüchte und, dass sie sehr lecker sein sollen. Genau das habe ich dann zu hause auch gemacht. Knacken, piddeln (recht viel piddeln) und essen.

Im Gegensatz zu der Paste, ist der Geschmack der frischen Tamarinde süßer, klar, heißt ja auch süße Tamarinde und die Farbe ist viel heller, die Konsitenz erinnert an Fruchtleder und auch die süße Variante hat diesen leicht zitronigen Nachgeschmack. Mich hat es ein bisschen an die sauren Pommes, vom Schul-Büdchen damals, erinnert…

So genug gequatscht. An der Uhr gedreht. So süß, wie die ersten Frühlings-Strahlen – Sweet Bowl… mit Tamarinde. weiterlesen

Eintopf Crossover: Schwarzwurzel, Pastinake und Co. in cremiger Tahin-Senfsoße.

Ungewöhnlich kalte Wetterlagen und Ernteausfälle in Südeuropa führen zu steigenden Obst- und Gemüsepreisen hier zu Lande, im heimischen Gemüseregal, am Biostand. Spitzenreiter sind Paprika, Zucchini und Auberginen mit Preisen von bis zu 10 Euro das Kilo und auch die Tomaten reißen mit ihren 7 Euro pro Kilo ein ganz hübsches, kleines Loch in den mit Knickergeld gefüllten Geldbeutel.

Meine Lippen sind mittlerweile blutig geknabbert, von all dem, was ich nicht sage. Ich schweige und kaue, schweige und kaue. Ich höre – Irgendwie gibts ja im Moment ja nichts…Man, ist das alles teuer…Wer soll das bezahlen?…Wer hat soviel Geld?…Eintopf Crossover: Schwarzwurzel, Pastinake und Co. in cremiger Tahin-Senfsoße. weiterlesen

Rotkohl wie Sauerkraut, Grünkohl mal gar nicht so wie bei Omma, dazu Hummus mit getrockneten Tomaten und Harissa. Und ein neuer Mixer zieht ein.

Fokus zurück auf’s Essen.

Zur Zeit tickt die Blog-Uhr, in einem dem Winterschlaf angepassten Tempo. Die Zeit vergeht nicht langsamer, im Gegenteil. Doch jede kleinste Bewegung kostete plötzlich ein ungleiches mehr an Energie, was einen Zeitlupeneffekt auf den gesamten, sich zunehmend zu einer schnurrenden Rolle krümmen wollenden Habitus nach sich zog. Die Menschin überzogen von einer feinen, kristallinen Eisschicht, unter der die Haut schmerzhaft zu brennen beginnt und die Glieder vor lauter Kälte ganz steif werden. Das ist nicht schön. Zumal alles plötzlich unheimlich schwer fällt. Das Aufstehen. Das Gehen. Das Sprechen. Alles wirkte plötzlich unnatürlich gedehnt und unendlich verlangsamt, selbst das Denken, sogar das Essen. Im Winter kaut es sich langsamer. Die Kälte spinnt also ihr zartes Netz, einen Kokon und genau da passiert es plötzlich: Die Blog-Uhr setzt aus, Stillstand. Stille – War es das jetzt? Die Seele hadert, schimpft sich tot und unproduktiv, doch da taucht die Sonne auf, eine Sonne namens Renate. Ihr warmes Licht wirkt elektrisierend, wärmend. Kreative Prozesse brauchen Zeit sagt sie, während eines Gesprächs, das sich eigentlich um etwas, wirklich, ganz anderes dreht. Es ist ein kleiner Nebensatz, doch er wirkt sofort. Der Himmel taut. Der Kokon schmilzt. Während ich über den gefrorenen Acker Richtung Bahn davon stapfe und noch einen Blick zurück zum Hof werfe, ihn betrachte wie er da so selig, mitten zwischen den ganz kahl gewordenen Birnen-Bäumen schlummert, da packt mich eine Vorfreude, denn ich sehe die Birnen-Bäume von neuem erblühen. Ich höre aufgeregtes Kinderlachen, Fußgetrappel. Ich höre quietschende Schaukeln und einen röhrenden Mixer, der das leise rotierende Glücksrad mühelos übertönt. Vögel flattern auf. Menschen in roten Schürzen schlängeln sich wie Ameisen durch die bunte Schar, in der Menschen warm duftenden Kuchen und bunte Gläschen in ihren Händen halten. Ich sehe einen großen Mann, der auf einem Strohballen steht und eine ausladende Bewegung, einmal um sich herum macht… Ich sehe, rieche und schmecke den Frühling. Der kommt bestimmt und ich begreife nun um so mehr, warum wir ihm zu ehren, jedes Jahr ein Fest feiern. Es ist ein Erwachen nach der Stille. – Danke, Renate.  Rotkohl wie Sauerkraut, Grünkohl mal gar nicht so wie bei Omma, dazu Hummus mit getrockneten Tomaten und Harissa. Und ein neuer Mixer zieht ein. weiterlesen

Gone Girl… Niemand sucht das Mädchen.

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³BASTERDS. – 3 Dreiminuten Rezepte.

Unrühmlich & episch. Es war einmal im Westen der Kupferstadt Stolberg…

Ja, was war denn da? Was immer es war, es hat seine Koffer gepackt und ist fort gegangen. Nun ist da nichts mehr außer der verranzten Industrie und ich glaube es wird auch nichts mehr. Kein Mensch, kein Hund, kein place°to°be. Statt dessen, Verfall, wo immer man hinsieht. Es bröckelt der Putz von den marode gewordenen Wänden und manchmal stinkt es bestialisch aus den Rissen des aufgesplatzten Asphalts. Aus den freiliegenden Rohren stinkt es sowieso. Dazwischen steht und kräht lustlos der Hahn. Die Sonne zieht auf. Geräuschlos, nahtlos und schön. Ein Lichtblick.

Die Zeit hat die Tannen gebeugt. Krumm und müde stehen sie da. Sie stehen. Über die Jahrzehnte hinweg mussten sie dieselbe immer wieder wiedergekäute Luft atmen. Trotzdem, Die meisten von ihnen sind hochgewachsen und schön. Ich frage mich, wie sie das wohl angestellt haben…Wer interessiert sich schon ernsthaft für alte Tannen?

Das langsame und schwerfällige Quietschen, kündigt den Aufzug des Mondes an. Mühsam, Stück für Stück. Festgezurrt und angeknipst. Ping. Manchmal ist es ihnen zu viel. Dann brauchen sie so lange, um ihn dort hoch zu hieven, dass er, kaum, dass man ihn im Morgengrauen erblickt, auch schon wieder verschwindet. Nun geht die ganze Prozedur wieder von vorne los, nur Rückwarts natürlich. Manchmal vergessen sie ihn einfach den trägen, alten __ oder ein Stern brennt ab, bzw. eine Sicherung brennt durch. Dann bleibt es dunkel. Die ganze Nacht … Ach, was solls?, sagen sie. Wem sollte das schon auffallen? – Ich denke, vielleicht dem Fuchs. Der Einsame, der in der Nacht so rastlos umherschleicht, so, als würde ihn etwas beschleichen, während die restliche Welt, um ihn herum, im Tiefschlaf versunken ist… Aber so genau weiß ich das auch nicht.

Es folgen drei epische Kurz-Rezepte

– ³BASTERDS –

„Ich wollte die Welt retten, doch es regnet.“ 




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Waldo will Weihnachten! Auf der Suche nach dem Geist der Weihnacht…

Waldo zieht ein.

Es war ein fieser Schachzug, dass sie Waldo mit ins Spiel brachte. In mir regte sich bis dato ja praktisch nichts… außer einem leichten Hungergefühl, vielleicht. Seit ich Urlaub habe, sind die Übergänge von Frühstück, zu Mittag-, zu Abendessen quasi fließend – harmonisch, ineinander-greifend… Jedenfalls,

Alles Bitten ob man denn nicht wenigstens ein paar Figürchen, einen Tannenzweig oder eine klitze kleine Kerze aufstellen könne, sämtliche vorweihnachtliche Stimmungsfünkchen, wurden bis dato mit einem unbestimmten Schulterzucken, einem gedehnten Gähnen, einem gemurmelten mir-egal, mühelos weg nihiliert. Nebenbei noch schnell am Radioknopf gedreht, Last… Aus. Wenn man ein leicht unterschwelliges Seufzen in das Mir-Egal mit einbaut und beim ausatmen so was gereizt – genervtes mitschwingen lässt, dann klingt der Satz tatsächlich wie, Jetzt-Lass-mich-doch-endlich-mit-diesem-Mist-in-Ruhe! Oder, Ich- hab- jetzt- echt- keine- Lust- darüber- zu- diskutieren. Punkt… Ja, man muss das ein bisschen üben. Ich selbst war diesmal wohl nicht ganz so in Form, denn während ich mit der Tasse in der Hand Richtung Balkon davon schlurfe, ertönt es hinter mir: „Ach, Kind. Kannst du nicht wenigstens ein bisschen Weihnachtlich und besinnlich sein!? Du verdirbst einem ja den ganzen Spaß. Das ist doch scheiße!“ – „Hast du gerade scheiße gesagt?“ Erstaunlich. Da schwappt beinahe der Irish-Coffee über, der sich wohl genau so erschrocken hat. „Ja! Herrgott nochmal.“ Oh, je. Jetzt bringt sie auch noch Gott mit ins Spiel. „Ach, Mama.“ sage ich seufzend. „Gott liebt ja alle Menschen. Bedingungslos. Weihnachtslos. Einfach so. Auch mich…“ Da beugt sie sich schnüffelnd vor und fragt leise ob ich betrunken sei, was ich, nach einer kurzen Bedenkzeit, wahrheitsgemäß bejahe. Stimmt. “ Aber warum denn nur? Und das um die Uhrzeit!?“ Sie schnappt merklich nach Luft. „Na, weil ich Urlaub habe und… weil ich Weihnachtlich sein wollte.“ antworte ich kichernd. Ihre Augen werden beinahe genau so schmal wie ihre Lippen, doch sie zieht wortlos von dannen und die Diskussion scheint beendet. Mama 0, Tochter 1. Prost…

Von wegen! Eine Stunde und ein vorgetäuschtes  Ich- geh-mal- eben- unten- die- Wäsche- holen später, steht er plötzlich da. Breit und dämlich grinsend, thront er mitten im Raum. Der Weihnachts Waldo, dieses dämliche Vieh! Sie hat ihn tatsächlich hoch geholt. Von wegen Wäsche! Grimmig und mit geballten Fäusten sehe ich abwechselnd vom WeihnachtsWaldo zur sadistischen Mutter, die jedoch betont konzentriert auf den Bildschirm starrt, wo Andy Borg gerade säuselnd intoniert, dass Zärtlichkeit Zeit brauche und Träume Platz zum fliegen, woraufhin Mama ein leises „hach“ entfährt und sie tatsächlich unkontrolliert nach rechts und links zu wippen beginnt. Donnerwetter. Die Hölle, das sind die anderen. In der Tat… Mama 3, Andy 2, WeihnachtsWaldo 1, Ich… K.O., in der zweiten Runde. Ich muss mich hinlegen, unbedingt. Als ich eine Stunde später zerknirscht erwache blicke ich plötzlich mitten in Waldos treue Augen und schreie auf. Sie hat ihn mir tatsächlich mitten vor das Bett gestellt, Frechheit! Ich will ihn treten, doch irgendwie fehlt mir die Kraft, außerdem tut mir der Kopf weh. Also liege ich eine Zeit lang einfach so da. Matt und zerknirscht sehe ich Waldo an. Waldo sieht mich an. Keiner sagt was, doch seine treu-doofen Augen sprechen Bände. „Bin ich nicht süß. Ich bin Waldo. Bin ich nicht Weihnachtlich. Du musst mich lieb haben. Ja? Hab mich lieb- ja. Weih-nach-ten. Lieb-ja…LIEB.“ –  Ach, halts Maul du, Vieh. Ist ja schon gut. Ja, Ich hab dich lieb…  Alle Jahre wieder. Immer ist es dasselbe. Jedes Jahr verliebe ich mich aufs Neue in den blöden WeihnachtsWaldo, mit seinen treu-doofen Augen. Einen Moment zu lange hineingeblickt, keimt sie plötzlich ganz zart auf, die Weihnachtsstimmung…Man kann ihm einfach nicht entkommen, dem WeihnachtsWaldo. Mama weiß das. Verdammt.

Also schleppe ich mich aus dem Bett und schleife Waldo zurück ins Wohnzimmer, wo er hingehört. „Frieden?“  setze ich an. „Frieden.“ Sie nickt und hält mir lächelnd ein Plätzchen hin. Oh, man… Mama 1, Tochter 1, Waldo 2, Andy…Aus.  Waldo will Weihnachten! Auf der Suche nach dem Geist der Weihnacht… weiterlesen

Kartoffelsalat? Jedenfalls schön bunt, mit Chicoree – Endivie, Sauerkraut und Orange und ein wenig mediterranem Flair.

Da ist es nun. Burschs Bestes Sauerkraut.

Hier in einer herbstlichen Salat-Variante, mit einem Dressing aus Senf, Ahornsirup und ein wenig Sojamilch.

Meiner Meinung nach ist es nicht nur unser Bestes sondern überhaupt das Beste Sauerkraut und ich habe da wirklich schon einige probiert. Jedes Sauerkraut schmeckt ein bisschen anders. Manche sind eher knackig andere etwas weicher. Manche schmecken mild, einige schmecken ziemlich sauer. Unseres schmeckt einfach nur lecker. Es hat eine milde Säure, ist nicht zu hart, dadurch sehr angenehm im Biss. Wenn ich es verwende nasche ich meist schon während der Zubereitung, die Hälfte direkt aus dem Päckchen. Ich käme nie auf die Idee Sauerkraut zu kochen. Einige Kunden fragen manchmal ob sie das Sauerkraut noch kochen müssten oder ob es fertig sei? Bloß nicht kochen! Es ist fertig. Man sollte Sauerkraut generell nicht kochen sondern es lediglich erwärmen. Gestern gab es gebratenen Chicorée mit karamellisierten Zwiebeln und Sesam und eben Sauerkraut. Da ist es völlig ausreichend, das Sauerkraut zum Schluss einfach unterzuheben. Das Besondere an einem Sauerkraut ist ja, dass es sich dabei um ein roh – fermentiertes Produkt handelt, das voller B Vitamine, natürlicher Milchsäuren und Vitamin C steckt. Beim kochen würden all diese Eigenschaften verloren gehen. Man würde es schlicht tot – kochen. Das kann man schon so sagen… Die Sauerkraut-Päckchen, die man im Supermarkt bekommt sind übrigens oft pasteurisiert und nicht mehr roh…

Kürzlich erschien ein Artikel über das Bursch Sauerkraut im General-Anzeiger Bonn, um zu zeigen, wie es bei uns af dem Hof, irgendwo zwischen Tradition und Moderne, hergestellt wird und wie es tatsächlich noch (das wusste ich bisher auch nicht) von Fußeskraft, mit sauber beschuhten Füßen gestampft wird. Auf dem Leitbild des Artikels thront Wassili, gekleidet wie der Tatortreiniger, munter steht er mitten im Sauerkraut. Alter Schwede. Auf dieses Bild war ich jetzt aber nicht vorbereitet! Herrlichst…#TatortBursch… So… Kurz gesammelt und ein Tränchen weggewischt: Ende November haben wir jedenfalls eine Aktion bei uns auf dem Hof, bei der Mann bzw. Frau sein/ihr eigenes Sauerkraut stampfen kann, dann allerdings ganz traditionell mit Stampfer und Steinguttopf. Ja, das ist ne feine Sache aber, so etwas habe ich ja schon einmal gemacht. Sauerkraut. Vor zwei Jahren, mit Helmut dem ganz sicher besten Gastgeber der Welt. Doch gemeinsam mit Wassili Spuren zu hinterlassen, hm, ja, das wär schon was… Wer die ganze Review zum Rheinischen Tatort gerne mal lesen möchte: Hier entlang, bitte.

 Einmal Sauerkraut selber Stampfen… Ich kann das wirklich sehr empfehlen. Es ist eigentlich ganz simpel, macht richtig Spaß und durch das Hobeln und Stampfen bekommt man richtig toll definierte Arme. Kartoffelsalat? Jedenfalls schön bunt, mit Chicoree – Endivie, Sauerkraut und Orange und ein wenig mediterranem Flair. weiterlesen

Bonjour Herbst-Tristesse…Vanille-Zimt Milch aus geröstetem Buchweizen und extrem leckere Kekse aus dem Trester, mit Aquafaba – Glutenfrei.

Oder auch: Das kleine Küchenglück, denn ich habe dieses kleine Küchen-Erfolgserlebnis so gebraucht, ein Rezept, das einfach aus dem Nichts entsteht und das tausend kleine Glücksimpulse durch den Körper schießt. Beim Keksteig-schlecken hat sich ein ganz heimeliges Kindheitsgefühl eingestellt. Mama zog es schnüffelnd in die Küche:

„Mensch, das riecht hier aber nach Weihnachtsmarkt.“

 Was, da so Weihnachtlich roch waren die Kekse.

Herrlich duftende Buchweizenkekse, deren zart-schmelzender Kern an einen Brownie oder eine Schokoganache? erinnert. Ist ja keine Schokolade drin… Hergestellt habe ich die Kekse aus Aquafaba

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und dem Trester einer gerösteten Vanille & Zimt-Milch.

Man trinkt die Milch, denkt im ersten Moment, och ja, aber im Nachgeschmack, haut es einen dann so richtig aus den Schuhen. Der Nachgeschmack ist einfach so nussig! Meine Kollegin hat mich gefragt ob Schokolade drin sei? Nee, nur Buchweizen und ein paar Gewürze… 
Bonjour Herbst-Tristesse…Vanille-Zimt Milch aus geröstetem Buchweizen und extrem leckere Kekse aus dem Trester, mit Aquafaba – Glutenfrei. weiterlesen

Containering. Flames went Higher… Mediterrane Salbei-Nudeln mit überbackenen Auberginen, Kichererbsen und Kürbiskernpesto.

Die launische Herbstzeit ist keine Fruchtgemüse Zeit, insbesondere nicht bei uns auf dem Wochenmarkt. Eigene Tomaten, Gurken, Zucchini, Auberginen. Alles abgeerntet und vorbei. Jetzt gibt es Kohl, Wurzelgemüse, Topinambur, schwarzen Rettich…. und Wintersalate wie Endivie, Postelein, Feldsalat oder Zuckerhut… oder diesen tollen asiatisch angehauchten Wildkräuter – Mix-Salat, ach, ich könnt Ewig so weiter aufzählen. Lecker! Jede Jahreszeit bringt ja so ihre ganz eigenen, kleinen kulinarischen Schmankerl mit sich. Mein aller erstes BlogRezept war der Insalata di Bruno Marso, mit Granatapfel und karamellisierten Brotstückchen, ein Wintersalat, unten links zu sehen.

Wo war ich?… Weil wir allerdings ein Kundenfreundlicher Biohof und letztendlich ja dann doch irgendwie ein Unternehmen sind, dass auf dem hart umkämpften Obst-und Gemüse Markt überleben möchte, gibt es auch jetzt noch Tomaten, Auberginen und Co., nur dann halt nicht mehr aus eigener Ernte sondern aus dem Zukauf. Fruchtgemüse im Winter, ein immer wieder heiß diskutiertes Thema, bei uns. Ich habe schon mehrfach darüber geschrieben, doch ich finde man kann es gar nicht oft genug sagen. Die nun herrschenden herbstlichen Temperaturen sind so rein gar nichts für das empfindliche Fruchtgemüse. Man muss die Ware jetzt gut schützen und sie möglichst warm einpacken, sonst bekommen die Tomaten, durch die Kälte, schnell braune Flecken und das Fruchtgemüse wird wabbelig und weich. Wer will schon eine weiche Gurke essen? Ich persönlich würd nicht mal ne feste Gurke essen wollen aber gut…Wer Mangos, Kaki und Datteln auf dem Küchentisch liegen hat sollte da mal nicht mit Steinen werfen. Containering. Flames went Higher… Mediterrane Salbei-Nudeln mit überbackenen Auberginen, Kichererbsen und Kürbiskernpesto. weiterlesen