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The Pink Coconut Thing – Backofenspargel, Rote Bete und Zucchini in Curry-Kokos Sauce.

Bei Spargel würde mir als erstes, sogar als viertes nicht unbedingt Kokossauce in den Sinn kommen aber ich hatte halt noch eine knappe halbe Dose Kokosnussmilch im Kühlschrank stehen und gestern Abend dachte ich dann warum eigentlich nicht.Letztes Jahr hatte ich das Kokos-Muskat Kartoffel Gratin von Marlies ausprobiert, das wirklich sagenhaft lecker war, einfach weil es herzhaft und so gar nicht penetrant nach Kokosnuss geschmeckt hat, was ich im Vorfeld so ja gar nicht glauben wollte.

Ich mag Kokosnuss, Kokosraspeln, Kokoswasser aber den Geschmack von Dosen-Kokosmilch empfinde ich häufig als irgendwie komisch und unangenehm und deshalb koche ich sehr selten damit.

Doch bestärkt durch die positive Auflauf-Erfahrung, hielt ich gestern Abend die Dose in der Hand, roch daran, zuckte mit den Schultern – Na, gut. Wird schon werden. Ja, Mensch und dann wurde es sogar lecker, also richtig lecker und so Pink, besonders die Zucchini. The Pink Coconut Thing – Backofenspargel, Rote Bete und Zucchini in Curry-Kokos Sauce. weiterlesen

Dieses aufgepeppte junge Gemüse! Gedämpfte Möhrchen und Rote Bete mit Balsamico und Bohnenkraut und – in Sojasauce karamellisierten Nüssen.

Vor ein paar Wochen hat mich eine Kundin vom Wochenmarkt, Petra, ganz lieb gefragt ob ich nicht Lust hätte ihr bei der Zubereitung eines veganen Buffets für ca. 40 Personen zu helfen. Noch bevor sie die Frage überhaupt ganz ausgesprochen hatte, hörte ich mich bereits JA! sagen. Breit grinsend. Einfach aus dem Bauch heraus geantwortet. Aus dem Bauch heraus, Ha! Ha! Da hab ich mich selber ordentlich gewundert denn, ihr wisst das ja nicht aber fremde Menschen machen mir Angst. Ehrlich! Selbst nach fünf Jahren Bursch habe ich immer noch ordentlich Herzflattern vor Hoffesten und Frühlingstreffen. Ich kann das nicht. – Ich will das nicht. – Die denken doch nur, dass ich das kann – Bla bla… Ich weiß natürlich, dass das alles unbegründeter Kokolores ist, doch der Kopf ist in solchen Momenten ein prachtvolles Rumpelstilzchen (aber bitte nicht weitersagen). Im Buffet-Fall jedoch kam die Antwort noch ehe das Hirn sich überhaupt zuschalten konnte. Gut so, denn bei dem Buffet mitzuwirken war eine so schöne Erfahrung! Und das es so wurde lag eindeutig an Petra. Ich weiß nicht ob ihr das kennt aber manchmal trifft man Menschen, bei denen man sich direkt zu Hause fühlt. Mit ihnen zusammen zu sein, fühlt sich irgendwie ganz natürlich an. Mühelos. Mit Petra ist es so. Ihre heitere und warme Art, ihre Liebe zu nachhaltigen Lebensmitteln und die Art und Weise wie sie über das, was sie da tagtäglich in der Küche fabriziert, redet, begeistert mich einfach. Stundenlang könnte ich mit ihr über Gott und die Welt sprechen und Rezepte hin und her tauschen.

Insgesamt vier Tage lang haben Petra und ihr Liebster Frank in der Küche gestanden, haben Pestoblumen gebacken, Gemüse geschnippelt, Dips angerührt, Chutneys eingekocht, bis am Ende vierzig Personen begeistert und zufrieden vor sich hin mümmeln konnten. Dieses aufgepeppte junge Gemüse! Gedämpfte Möhrchen und Rote Bete mit Balsamico und Bohnenkraut und – in Sojasauce karamellisierten Nüssen. weiterlesen

Von Roter Bete und Äpfeln und ziemlich besten Freunden…

Eine kleiner Salat Hingucker, der durch seine würzig, liebliche Note und dezente Röstaromen besticht. Lecker!

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So. Nach Brotexperimenten und Nusskäse, nach Keks Spielereien mit Aquafaba und nach mehreren Ladungen von Marlies genialen Süßkartoffel-Apfel Puffern, von denen ich einfach nicht genug bekommen kann, rollte ich mich vergangenen Sonntag Morgen aus dem Bett und dachte: Man. So geht das nicht weiter. Ich brauche jetzt echt mal was frisches.

Nach dem Kaffee natürlich. Zuerst musste ich auch ja auch noch Kekse backen, weil meine Mama sich zum Sonntags Spaziergang/“Ach du willst heut backen“ Besuch angekündigt hatte. Doch dazu ein ander Mal mehr…

Der Kaffee war getrunken. Die Kekse waren gebacken. Der ein oder andere musste natürlich doch probiert werden, da zog mein Magen mir vorsichtig am Ärmel und fragte mit großen Augen: Salat?… Ich überlegte, nickte und fasste mir bereitwillig an das Keks Bäuchlein. Ja. Jetzt machen wir Salat.

Gesagt, getan. Die Idee stammt mal wieder von einer Kundin, nämlich von der lieben Kerstin.  Die ernährt sich hauptsächlich rohköstlich, was ich immer wieder bewundernswert finde. Ach, ja. Eines Tages…

Jedenfalls hatte Kerstin mir nun schon mehrfach erzählt, dass sie momentan total auf die Kombination von Apfel und Roter Bete abfahre. Das klang interessant, denn roh mag ich Rote Bete am liebsten und in Kombination mit Apfel hatte ich sie bisher tatsächlich noch nie probiert. Die Idee hier geröstete Fenchel Samen zu verwenden geht auf Marlies und ihre Knaller Puffer zurück, denn das Rezept hat mich nicht nur zur geneigten Puffer Konsumentin werden lassen sondern es hat mir auch ins Gedächtnis gerufen wie lecker geröstete Fenchel Samen an sich, besonders aber in Kombination mit Apfel sind…

Solch eine illustre und harmonische Gesellschaft wünsche ich mir noch öfters als Gäste in meiner kleinen Küche. Der Salat ist so, so gut geworden. Apfel, Rote Bete, Fenchel, dazu der würzige Sesam. Beim probieren merkt man sofort, hier treffen sich lauter ziemlich beste Freunde in der Schüssel. So macht das Spaß!

Mein herzlichster Dank für das kleine frische Intermezzo geht folglich an die beiden leckeren Damen, die mich zu diesem Rezept inspiriert haben. Danke.

Hier ist es nun, das ganz simple und himmlisch leckere Rezept.


  Rote Bete/Apfel Salat  mit Sesam und gerösteten Fenchel Samen

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Man braucht:

1 große, wirklich große Rote Bete

2 knackig süß-saure Äpfel

1-2 EL Sesam

1EL Fenchel Samen

etwas Süße nach Wahl

Zubereitung:

Fenchel und Sesam gemeinsam in einer beschichteten Pfanne, trocken anrösten. Man riecht, sobald sie fertig sind.

Einmal-Handschuhe anziehen. Die Rote Bete schälen (Sparschäler), halbieren und nach belieben in breite Stifte schneiden oder grob raspeln. In eine Schüssel geben. Einen Apfel entkernen und fein würfeln, den anderen fein reiben. Beides zu der Roten Bete geben. Den gerösteten Fenchel, sowie die Sesam Samen unterheben, Salat mit den (besser noch behandschuhten) Händen gut durchmischen, probieren, gegebenenfalls noch ein wenig nach Süßen. Anrichten und genießen…

 

Fear and Loathing…Rote Bete Rohkost mit Erdbeeren. Da hebt selbst der Zoll enthusiastisch den Daumen.

Rote Bete Rohkost mit Cherrytomaten/Erdbeeren

Spargel und Dill

Ein echter Hingucker und absolut lecker! Die tolle Handy Kamera konnte gar nicht einfangen, wie intensiv Purpur Pink der Salat geleuchtet hat. Minutenlang habe ich hypnotisch auf den Teller gestarrt. Gut, dass Salat nicht kalt werden kann 😉

Den Teller musste ich hinterher nur noch pro forma spülen, so blitz blank war er…

Während des Essens lachten mich plötzlich die Erdbeeren so schelmisch an, also habe ich mal vorsichtig probiert, wie das in Kombination mit dem Salat schmeckt. Aber hallo. Lecker! Und weil das so gut war habe ich sie in das Rezept mit aufgenommen. Deshalb sind sie auf den Fotos nicht zu sehen. Eine spontan Improvisation sozusagen.

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Zutaten:

frische Rote Bete Knollen

Cherrytomaten

weißen Spargel

Erdbeeren

Dill

Sößchen:

Zitrone & Salz

( bzw. wir haben einfach die Lake der grünen

 A***tura Oliven genommen,

die besteht nämlich aus eben dem)

 Agavensirup

Pfeffer

Anleitung:

Rote Bete raspeln oder fein hobeln (dann kann man sie wunderbar roh essen)

Spargel schälen und in Stücke schneiden

In eine Schüssel geben und mit den Zutaten für das Sößchen vermengen (wir haben dezent dosiert, also einen Schuss Lake, ca. einen Esslöffel Agave drei Umdrehungen aus der Pfeffermühle).

Erdbeeren und Tomaten ebenfalls in Mundgerechte Stücke schneiden, dazu geben

Dill hacken, vorsichtig dosieren, weil der Geschmack sehr dominant, außer man ist Dill Liebhaber, mit zum restlichen Salat geben und ggf. noch einmal abschmecken.

Das ist echt ein lecker Salätchen geworden 😉

Roh schmecken Rote Bete und Spargel noch einmal ganz anders als gekocht. Die rote Bete ist roh viel milder und gar nicht so erdig im Geschmack, wie die Zubereitete. Der Spargel ist ebenfalls viel milder, ganz saftig und wunderbar süß, mit einem leicht herben Nachgeschmack, der sich allerdings in dem liebliche Salat verliert. Richtig lecker war’s.

 

Ein echter Hingucker. Rote Bete – Möhren Untereinander

Bei diesem Gericht färben sich die Möhrchen ganz hübsch leuchtend Orange mit einem leichten Stich ins Purpur. Genau das richtige für einen kleinen bunten Vogel und mich. Vielleicht wäre das Gericht ja auch was für Kinder…

 

Zutaten:

Rote Bete Blätter

Möhren

Zwei Knoblauchzehen

Außerdem:

Sojasauce, Apfelessig, Reissirup,

Möhren kleinschneiden. Etwas Wasser in eine große Pfanne geben, so dass der Boden gerade bedeckt ist. Möhren dazu tun und dann den passenden Deckel auf die Pfanne geben. Erhitzen, bis das Wasser zu Dampfen beginnt, dann die Hitze reduzieren. In der Zwischenzeit die Rote Bete Blätter samt Stiele grob klein-hacken, anschließend mit in die Pfanne geben. Deckel wieder schließen. Ca. fünf Minuten mitdünsten (Wer es weicher mag dünstet länger und andersherum)

Gar-Wasser abkippen oder auffangen und später trinken.

 Das Gemüse kurz etwas abkühlen lassen.

 Die Knoblauchzehen pressen und mit zu dem Rote Bete Möhren Untereinander geben. Jeweils mit einem guten Schuss Sojasauce, sowie etwas Apfelessig und Reissirup (o. a. Süßungsmittel) würzen. Alles gut vermengen. Nochmal abschmecken.

Fertig.

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Fingerfood. Kaltes Zucchini – Pilz Curry auf rote Bete Blatt

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Und sie wollen das wirklich nicht essen???“

„Nein.“

„Sind sie sicher?“

„Ja.“

„Ich mach das jetzt ab…?!“

„Ja, bitte!!!“

„Na, gut.“ … „Es tut mir zwar in der Seele weh…aber wenn sie es wirklich nicht wollen…dann nehm ich das jetzt und sage Daahnke.“ Jenseits aller vielleicht ein klitzeklein bisschen übertriebener Fassungslosigkeit und Entrüstung war die Maske zu Boden gekracht und zerbröselt. Ein ehrlich gemeintes, strahlendes Lächeln umspielte nun mein Gesicht. Ein heiliger Moment war’s. Ich verstand. Es war nicht irgendwas, dass ich da in meinen zittrigen Händen hielt. Nein, es war die visuelle Vitaminspritze des Morgens. Es war DER Moment des Tages. Es war das erste Bund Rote Bete Grün Pur, in der neuen Saison, das ich da so fest umklammert hielt. Der Kunde wollte es nicht, trotz mehrfachen nachfragens. Nun gehörte es mir. Mir, ganz allein. Man. Ich war berührt. Heroisch, wenngleich etwas ungläubig hielt ich es in die Höhe, das rot grüne Gold. Mein Ssschaatz 😉

Ein paar Sekunden lang stand ich bloß so da, betrachtete andächtig mein grünes Glück, ließ es, ganz versunken, ein wenig in der Morgensonne glitzern. So schön. Dann erinnerte ich mich plötzlich: Die Arbeit rief und mein Kunde starrte mich bereits eindringlich- irritiert und mit schrägem Kopf an. Oh! Also flux eine Tüte geschnappt, das grün rote Glück sanft darin eingebettet und weiter ging’s im lustigen Bedien Verein. Ja, bitteschön.

Also noch einmal:

Die Gerüchte stimmen!

Rote Bete Blätter kann man essen. Nein, die sind nicht giftig. Echt jetzt. Ja, auch die Stiele. Ja, das schmeckt wirklich. Ja, da steckt ganz viel gesundes drin. Gerüchtweise befinden sich in den Blättern sogar mehr Nährstoffe als in den Knollen. Ja, ich weiß. Das muss man erst einmal verarbeiten, wo man das bisher ja immer so achtlos weg geschmissen hat oder an die Kaninchen verfüttert hat. Man kann Rote Bete Blätter zubereiten und verwenden wie Mangold oder Spinat. Man nimmt sie zum Beispiel für Lasagne oder man verwendet sie alternativ als Pizza oder Burger Beigabe oder man nimmt sie anstelle von Wraps oder Weinblättern, um lustige Sachen in den Blättern verschwinden zu lassen.

Grob kleingehackt hackt, in etwas Wasser oder Öl gedünstet, kann man die Schätzges gut in Nudel, Reis oder Kartoffelgerichten…. unterbringen.

Wem das alles zu aufwendig ist, der gibt sie schlicht roh mit den Salat. Man sieht.

Man sieht, man könnte sie quasi die ganze saisaon lang, jeden Tag mit Rote Bete Grün vollstopfen, ohne zweimal das gleiche Essen zu müssen… Herrlich, was.

So. Jetzt aber. Das Rezept.

 

Kaltes Pilzcurry auf Rote Bete Blatt

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                                                                              Zutaten:

                                                          =>  Eine Dose Champignons

Eine geraspelte Zucchini

Eine (große) Knobizehe

Rote Bete Blätter nach Belieben

Für das Sößchen:

Eine Handvoll Cashew Kerne

eine Handvoll Hefeflocken,

ein guter TL Currypulver, etvl. etwas Kurkuma

ein paar Spritzer Zitronensaft +Abrieb

Ein Schuss Sojasauce + 1-2EL Agavensirup

Zubereitung:

Dose öffnen, Pilze abtropfen lassen und gemeinsam mit der geraspelten Zucchini in eine Schüssel geben. Knobizehe pressen. Dazu geben. Die Sojasauce dazu geben. Alles kurz miteinander vermischen. Kurz warten. Cashew Kerne, gemeinsam mit dem Curry, dem Kurkuma, sowie der Zitronenschale im Mixer oder Universal-Zerkleinerer fein vermahlen währenddessen: Durch die Sojasauce tritt nun das Wasser aus Zucchini und Pilzen aus. Das ist die Basis für die Sauce. Cashwew-Curry Gemisch und Zitronensaft dazu geben. Mit Hefeflocken abbinden und mit Agavesirup abschmecken. Wenn zu flüssig, mehr Hefeflocken dazu. Wenn zu fest, etw. Wasser oder Zitronensaft dazu.

Rote Bete Blätter auf einem Teller verteilen und das Pilzcurry Portionsweise obendrauf geben. In die Hand nehmen und genießen.