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Herr: Es ist Zeit. Herbstzeit mit Kürbissen und Co.

Er ist noch nicht ganz angekommen, doch heute klopfte er hier zum ersten Mal an die Tür. Seine Gesten, noch sind sie zaghaft. Sie wirken unentschlossen und unsicher, ganz so wie der heutige Tag, der irgendwie auch nicht so recht weiß was er will, ob er noch ein leicht unterkühlter Spätsommertag sein oder doch lieber trist und farblos den Herbst einläuten möchten. Nur golden, das merkt man ihm sofort an, golden möchte er heute nicht sein. Dazu war die Reise vielleicht zu lang oder zu beschwerlich. Vielleicht auch zu nervlich? Ob der Herbst mit der DB anreist? Die Entscheidung, wie er dieses Jahr daher kommen möchte kann man ihm jedenfalls nicht abnehmen. Doch, man kann ihm die Tür öffnen. Man kann ihm sagen, wie toll es sei, dass er da sei…Und wie schön, du hast wieder Kürbisse mitgebracht…und Äpfel!

Ja, man kann ihn darin bestärken einzutreten. Er ist kein einfacher Gast. Eher ein launischer. So kommt er mal trist und schwermütig, dann wieder golden und leuchtend daher. Wer könnte es ihm verübeln? Fühlt er sich ja immer irgendwie ein bisschen zwischen den Stühlen. Da kann ich bloß mit den Schultern zucken. Und? Das Gefühl kennen wir doch alle…  

Da hebt er den Blick, sieht mir aus rost-golden Augen entgegen.  Ein kleines Funkeln. Ein scheues Lächeln und ein kaum merkliches Nicken. – Ja, ich hab dich vermisst.

Wir schlendern durch die Diele, während ich ihm erkläre, dass es ja nicht nur die Kürbisse seien. Nein…

 Egal ob der Soja-Latte am Nachmittag…

…Oder das Stöbern in Opas gesammelten Jahrzehnten des Bücherclubs. In ein leichtes Jäckchen gehüllt liest es sich zu dieser Jahreszeit ganz nett auf dem Balkon…

An diesem so lala Tag, an dem die Sonne immer wieder unablässig versucht sich durch die Wolkendecke zu brechen, freue ich mich. der Herbst ist da. Gemeinsam mit ihm kehrt ein wenig mehr Gemütlichkeit in meinen Alltag ein.

Seine Launenhaftigkeit…

Dieses leichte kribbeln darüber, was der morgige Tag mit ihm bringen wird…

Ach, ich vertraue da einfach auf den Zauber und auf das Versprechen, das in seinen rost-goldenen Augen liegt.

Zum Rezept: Herr: Es ist Zeit. Herbstzeit mit Kürbissen und Co. weiterlesen

Von Roter Bete und Äpfeln und ziemlich besten Freunden…

Eine kleiner Salat Hingucker, der durch seine würzig, liebliche Note und dezente Röstaromen besticht. Lecker!

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So. Nach Brotexperimenten und Nusskäse, nach Keks Spielereien mit Aquafaba und nach mehreren Ladungen von Marlies genialen Süßkartoffel-Apfel Puffern, von denen ich einfach nicht genug bekommen kann, rollte ich mich vergangenen Sonntag Morgen aus dem Bett und dachte: Man. So geht das nicht weiter. Ich brauche jetzt echt mal was frisches.

Nach dem Kaffee natürlich. Zuerst musste ich auch ja auch noch Kekse backen, weil meine Mama sich zum Sonntags Spaziergang/“Ach du willst heut backen“ Besuch angekündigt hatte. Doch dazu ein ander Mal mehr…

Der Kaffee war getrunken. Die Kekse waren gebacken. Der ein oder andere musste natürlich doch probiert werden, da zog mein Magen mir vorsichtig am Ärmel und fragte mit großen Augen: Salat?… Ich überlegte, nickte und fasste mir bereitwillig an das Keks Bäuchlein. Ja. Jetzt machen wir Salat.

Gesagt, getan. Die Idee stammt mal wieder von einer Kundin, nämlich von der lieben Kerstin.  Die ernährt sich hauptsächlich rohköstlich, was ich immer wieder bewundernswert finde. Ach, ja. Eines Tages…

Jedenfalls hatte Kerstin mir nun schon mehrfach erzählt, dass sie momentan total auf die Kombination von Apfel und Roter Bete abfahre. Das klang interessant, denn roh mag ich Rote Bete am liebsten und in Kombination mit Apfel hatte ich sie bisher tatsächlich noch nie probiert. Die Idee hier geröstete Fenchel Samen zu verwenden geht auf Marlies und ihre Knaller Puffer zurück, denn das Rezept hat mich nicht nur zur geneigten Puffer Konsumentin werden lassen sondern es hat mir auch ins Gedächtnis gerufen wie lecker geröstete Fenchel Samen an sich, besonders aber in Kombination mit Apfel sind…

Solch eine illustre und harmonische Gesellschaft wünsche ich mir noch öfters als Gäste in meiner kleinen Küche. Der Salat ist so, so gut geworden. Apfel, Rote Bete, Fenchel, dazu der würzige Sesam. Beim probieren merkt man sofort, hier treffen sich lauter ziemlich beste Freunde in der Schüssel. So macht das Spaß!

Mein herzlichster Dank für das kleine frische Intermezzo geht folglich an die beiden leckeren Damen, die mich zu diesem Rezept inspiriert haben. Danke.

Hier ist es nun, das ganz simple und himmlisch leckere Rezept.


  Rote Bete/Apfel Salat  mit Sesam und gerösteten Fenchel Samen

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Man braucht:

1 große, wirklich große Rote Bete

2 knackig süß-saure Äpfel

1-2 EL Sesam

1EL Fenchel Samen

etwas Süße nach Wahl

Zubereitung:

Fenchel und Sesam gemeinsam in einer beschichteten Pfanne, trocken anrösten. Man riecht, sobald sie fertig sind.

Einmal-Handschuhe anziehen. Die Rote Bete schälen (Sparschäler), halbieren und nach belieben in breite Stifte schneiden oder grob raspeln. In eine Schüssel geben. Einen Apfel entkernen und fein würfeln, den anderen fein reiben. Beides zu der Roten Bete geben. Den gerösteten Fenchel, sowie die Sesam Samen unterheben, Salat mit den (besser noch behandschuhten) Händen gut durchmischen, probieren, gegebenenfalls noch ein wenig nach Süßen. Anrichten und genießen…

 

Ich schau dir auf den Teller Kleines. – Aber nur gucken. Nicht anfassen!

Marinierter Grün- und Spitzkohl, dazu ein Petersilienwurzel Nuss Käse und eine Art Brot Gebäck, hergestellt aus dem Trester des Frühstücks-Safts!

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Eine Kundin hatte mir ja vergangenen Freitag den Mund wässrig geredet, als sie mir von ihrem Grünkohlsalat vorschwärmte. Also nahm ich auch ein paar Blättchen mit, die ich später ebenfalls zu Salat verarbeiten wollte. Samstag morgen erwartete uns dann eine kleine Überraschung. Während wir frierend und noch halb verschlafen unseren Marktstand aufbauten erfüllte plötzlich ein unangenehm, spitzer Laut den Marktplatz. Das war ich. In Form eines: Uui! Guck mal wie hübsch… Denn, da lag er vor mir. Während ich die Gemüsekisten vom Rolli abpackte war ich unverhofft auf ihn gestoßen und nun leuchtete er mir entgegen. Saftig. Purpurfarben und sagenhaft schön. Roter Spitzkohl. Ich sah ihn und ich wusste direkt: Der muss mit in den Salat, zusammen mit dem Grünkohl. Den männlichen Anteil unseres Teams bewegte meine Entdeckung zwar irgendwie so gar nicht. Der fummelte lieber weiter an seinen Obstkisten rum. Doch, ein Blick in die leuchtenden Augen meiner Kollegin genügte. Der Spitzkohl würde an diesem Tag nicht nur in mein Einkaufstütchen wandern…

 

Ich wusste also, es soll Kohlsalat geben. Der süße Spitzkohl und der würzige Grünkohl bringen so einen tollen Eigengeschmack mit, deshalb habe ich mich bei der Verarbeitung hinterher für eine dezente Marinade entschieden, die mit wenig Zutaten auskommt.

Nachdem von dem Petersilienwurzel Dip so begeistert gewesen bin, wollte ich nun unbedingt eine Nuss Variante des Dips ausprobieren. Dazu habe ich den Sojajoghurt durch Mandeln und ein paar Cashews ersetzt. Na, das war ja vielleicht ein Erlebnis. Am Ende hatte ich einen streichfähigen mild nussigen Käse vor mir liegen. Der passte wunderbar zu Salat und Brot.

Den restlichen Käse ließ ich, faul wie ich bin, mitten in der Küche stehen. Über Nacht hat sich dann eine kleine Kruste auf dem Käse gebildet und als ich ihn abends wieder probierte, war ich begeistert, weil er noch intensiver und nussiger schmeckte als den Abend zuvor. Außen ist er richtig schön krümelig geworden. Ich werde da auf jeden Fall mal mal weiter experimentieren.

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Nusskäse, einen Tag durchgezogen, Marinierter Wirsing und Spitzkohl.

 

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„Sellerie! Das ist Orange. Ihr solltet heiraten!“

Gelbe Bete, Sellerie und Süßkartoffel, an Sellerie Haselnuss Orangendressing.

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Ach, ja. In der Küche verhält es sich manchmal wie im wahren Leben. Da steht man ab und an ein wenig unschlüssig in der Gegend rum und weiß gar nicht so recht, wohin die Reise gehen soll. Zögerlich gibt man sich einen Ruck und fängt einfach an. Man schnippelt mal hier. Man rührt mal da und am Ende steht man vor einem fertigen Teller und stellt überrascht fest, dass man tatsächlich irgendwo angekommen ist. Vorläufig zumindest. Bis zum nächsten Abenteuer. 😉

Mein Abenteuer drehte sich in dem Fall um Sellerie und Orange.

Eigentlich sollte es gestern Schwarzwurzeln geben aber irgendwie hatte ich da so überhaupt gar keinen Hunger drauf. Kochen war auch irgendwie doof. Also stand ich einen Moment lang etwas unschlüssig in der Küche und überlegte. Hmm. Salat? Ja. Weißkohl? Ach, nee. Nicht schon wieder. Mal was Neues..Süßkartoffel vielleicht. Da hatte ich gestern schon Lust drauf. Die gelbe Bete müsste auch mal langsam weg…Sieht bestimmt hübsch zusammen aus…Ja. Und der Sellerie? Wie war das noch gleich? Was hatte sie Freitag nochmal gesagt?…

Sie, das war eine Kundin, die ich Freitag bedient hatte. Die Idee Sellerie mit Orange zu kombinieren stammte von ihr. Sie erzählte mir von einer Sellerie Orangensuppe, die sie am Wochenende nach-kochen wollte. Da bin ich sofort hellhörig geworden, weil ich bis dato noch nie von einer solchen Suppe gehört hatte. Die Idee beides miteinander als Salat zu kombinieren kannte ich schon von ein paar Arbeitskollegen. Hatte ich aber bis dato nie ausprobiert. Das Gespräch erinnerte mich wieder daran. Hinterher habe ich mich dann ganz überschwänglich und mehrfach bei ihr bedankt und ihr noch ne Orange dazu geschenkt :-D. Ich bin ja immer dankbar für Neue Anregungen.

Ja, und da stand ich nun in meiner kleinen Kombüse. Das kleine Zutaten Puzzle geisterte mir durch den Kopf. Also fing ich einfach an es zusammen zu setzen…Das kam am Ende dabei heraus:

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Die Kundin bekommt  nächsten Freitag definitiv noch ne Orange von mir. Es war so lecker. Fruchtig und süß, gleichzeitig aber auch würzig und nussig und der Ingwer…Perfekt. Alle Zutaten haben einfach perfekt zusammen gepasst. Also, so was leckeres…Ich bin noch immer ganz fasziniert. 🙂 „Sellerie! Das ist Orange. Ihr solltet heiraten!“ weiterlesen

Snacken a la Bugs Bunny. Karotten mit Vanille und Walnüssen

Einfache Minutenküche.

Geraspelte Karotten, verfeinert mit ein paar Spritzern Walnussöl, gerösteten Walnüssen und feiner Vanille Note.

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Man braucht:

Eine Handvoll Karotten,  den Abrieb 1/2 Zitrone plus ein wenig Saft, 1 Vanilleschote, ein paar Spritzer Walnussöl, sowie

eine Handvoll Walnüsse

Außerdem: Salz, Zitronenpfeffer und Süße nach Wahl

***

Die Karotten fein raspeln, in eine Schüssel geben,

mit dem Walnussöl beträufeln.

Zitronenabrieb und Saft hinzufügen.

Das Mark einer halben Vanilleschote auskratzen,

ebenfalls zu den Karotten geben.

Alle Zutaten miteinander vermengen.

Nach belieben mit Salz, Zitronenpfeffer und Süße abschmecken.

***

Walnüsse in einer beschichteten Pfanne vorsichtig rösten , bis sie anfangen zu duften.

Die Nüsse grob kleinhacken und unter den Salat heben.

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Möhrchensalat. Einfach & lecker genießen.  🙂

Von Müttern und Töchtern und mariniertem Tofu…

Als ich zum ersten Mal rohen Tofu probiert habe dachte ich „Bäh. Presspappe…“ 
Lecker fand ich ihn definitiv nicht. Gut mariniert und in der Pfanne knusprig angebraten mochte ich ihn hingegen von Anfang an sehr gern. Doch, um die Wahrheit zu sagen: Ich besitze nur eine Pfanne und wenn ich koche ist die meist schon mit Gemüse belegt. Folglich kam Tofu bei mir nur sehr selten auf den Tisch. Von Müttern und Töchtern und mariniertem Tofu… weiterlesen

Weißkohl Vanille Salat mit Fenchelgrün, Apfel und Möhre und…Erdnusskrokant

Kohl roh zu essen, auf die Idee wäre ich früher nicht gekommen. Allerdings, wenn man hinter einem Marktstand arbeitet und Obst und Gemüse verkauft, trifft man, Tag täglich, auf die unterschiedlichsten Ernährungsweisen. In Form von Kunden natürlich 😀 Rohköstler, Veganer, Vegetarier, Makrobioten, High Carber, Paleo(isten?) und und und. Vor der Theke geht es oft genau so kunterbunt zu wie auf und hinter der Theke. Da kommen dann oftmals sehr anregende Gespräche zu Stande.

Wer weiß ob und wann ich überhaupt auf eine rein pflanzliche Ernährung umgestiegen wäre, würde ich heute, wie ursprünglich geplant, als Sozialarbeiterin und nicht als Marktfrau arbeiten, denn die Freundin, die mich überhaupt erst auf die vegane Ernährungsweise aufmerksam gemacht hat, war ursprünglich eine Kundin von uns. Wir freundeten uns an und sie bekochte mich dauernd, derart lecker, dass die Dinge einfach ihren Lauf nehmen mussten… Weißkohl Vanille Salat mit Fenchelgrün, Apfel und Möhre und…Erdnusskrokant weiterlesen

Geschickt kombiniert. Fruchtig frischer Obstsalat mit Chicoree oder auch: Wo sind all die Bitterstoffe hin?

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Süß, sauer, salzig, bitter, umami. Das sind die fünf geläufigen Geschmackssinne. Neuerding gibt es noch den…Na ich weiß nicht wie ich es beschönen soll, den „Fettsinn“. Der wurde zuletzt entdeckt. Außerdem geht man davon aus, dass noch unendlich viele weitere Geschmacksrezeptoren auf der Zunge existieren. Wer sich für das Thema eingehender interessiert der klickt mal hier.

Jedenfalls sind diese, unsere eigenen, (Geschmacks)Sinne Grundlage dafür, dass wir von der Industrie geschmacklich gesehen, pardon, verarscht werden. Zu salzig, zu süß, zu fettig, Unmengen an Glutamat…Kennt man ja. Isst man trotzdem. Für die Industrie gilt: Hauptsache der Rubel rollt. Wer an guten Zutaten spart, statt dessen eine gute Portion billiger Geschmacksverstärker oben drauf legt, verdient mehr… Geschickt kombiniert. Fruchtig frischer Obstsalat mit Chicoree oder auch: Wo sind all die Bitterstoffe hin? weiterlesen

Leichter Fenchel/Melonen Salat

 

 

Bei uns auf dem Wochenmarkt spricht plötzlich alles von diesem muss man mal probiert haben, Feta Melonensalat. Die Idee Wassermelone als herzhaften Salat zu essen fand ich durchaus spannend. Als es dann vor ein paar Tagen mal wieder so heiß war, dass man den Herd vor Mitternacht lieber nicht anstellen möchte, da geisterte mir die Feta Melone durch den Kopf und so gab es schließlich diesen überraschend leckeren, kleinen Salat. Ohne Feta. Dafür mit Fenchel und Kichererbsen. Und das war dann alles andere als Käse. Die gemahlenen Kichererbsen passen super zu Salat. Das gibst ein sehr an…na gut sagen wir es halt…Das gibt eine sehr an Parmesan erinnernde Konsistenz. Ach, was ein Käse 😉 Leichter Fenchel/Melonen Salat weiterlesen