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Gemischter Salat mit Kirsch-Balsamico Dressing

…Und mit Selfie, was natürlich so gewollt war.

Dieser Salat ist momentan mein absoluter Dauerbrenner.

Ob mit Kisch-Balsamico Dressing oder schlicht mit dunklem Balsamico, den Salat gab es die ganze Woche über, jedesmal in einer leichten Variation, damit es nicht langweilig wird. Mal mit Tofu. Mal ohne. Mal mit einer schnell geöffneten Dose Kichererbsen, mal mit angekeimten und gerösteten Kichererbsen (was ungleich leckerer ist als das Dosenzeugs!) und getrockneten Tomaten…

 

Ich habe nun eingehende zwei Minuten darüber nachgedacht und kann sagen, dieser Salat ist mein Fleisch,

Ernsthaft!

Er war derart würzig und herzhaft. Das hatte ich bei einem Sommer Salat bisher selten. Einen großen Anteil daran trägt eine Zutat, auf die ich ganz jeckig bin.

Frisches Sommer-Bohnenkraut!

Allein der Duft lässt mir das Wasser im Mund zusammen laufen. So wie es riecht, so schmeckt es auch. Würzig, intensiv, herzhaft. Böse Zungen behaupten, man müsse es sparsam verwenden, eben weil es so intensiv sei. Völliger Blödsinn. Man sollte es Händeweise, nicht nur an Bohnen geben. Für mich ist es beinahe ein vollwertiges Gemüse und so behandle ich es auch. Ich mag es ebenfalls sehr gern in Kombination mit Aprikosen, doch… Gemischter Salat mit Kirsch-Balsamico Dressing weiterlesen

Red Shot. Dornröschen Schlaf

Wie Seelenruhig einschlafen, wenn im Hintergrund die halbe Menschheit ausgerottet wird? Darauf wusste ich keine Antwort. Ich wälzte mich unruhig im Bett hin und her, während hinter mir die Welt zu Grunde ging. Einer um dem Anderen verschwanden sie. Unbarmherzig wurden sie zurück gelassen, fanden letztendlich den ewigen Schlaf, denn es gab kein entkommen. Ein bisschen Schlaf hätte ich auch gern gefunden, doch ich stand ja nicht mal im Drehbuch. Die Marktfrau steht nie im Drehbuch und falls doch, dann taucht sie höchstens im Hintergrund auf, um hoch konzentriert und so natürlich wie möglich am Blumen Arrangement herum zu nesteln oder so. Hätte ich in jener Nacht im Drehbuch gestanden wäre ich wahrscheinlich eine der Ersten gewesen, die zum Zombie mutiert wären und wahrscheinlich hätte ich davor nicht mal ein läppsches Lauf! oder Oh, mein Gott! Wir werden alle sterben! von mir geben dürfen. Ich hätte einfach stumm abtreten müssen. Vielleicht hätte ich ja wenigstens ein bisschen röcheln und/ oder sabbern dürfen… Ich finde das nicht gerecht. Ein schlichtes Frau Stöcker, ist ihnen heute nicht gut?, bevor die alte Frau Stöcker tollwütig, zitternd ihre Gehhilfe zur Seite schmeißt und mit einem Satz erst auf der Theke und kurz darauf an meinem Gehirn hängt, das wäre schon schön. Wenn man denn unbedingt infiziert werden und in Folge dessen mutieren muss, dann doch bitte mit einem Minimum an Stil und hörbarer Artikulation. Ich finde ich hätte da ein Recht auf ein paar letzte Worte . Red Shot. Dornröschen Schlaf weiterlesen

Von Roter Bete und Äpfeln und ziemlich besten Freunden…

Eine kleiner Salat Hingucker, der durch seine würzig, liebliche Note und dezente Röstaromen besticht. Lecker!

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So. Nach Brotexperimenten und Nusskäse, nach Keks Spielereien mit Aquafaba und nach mehreren Ladungen von Marlies genialen Süßkartoffel-Apfel Puffern, von denen ich einfach nicht genug bekommen kann, rollte ich mich vergangenen Sonntag Morgen aus dem Bett und dachte: Man. So geht das nicht weiter. Ich brauche jetzt echt mal was frisches.

Nach dem Kaffee natürlich. Zuerst musste ich auch ja auch noch Kekse backen, weil meine Mama sich zum Sonntags Spaziergang/“Ach du willst heut backen“ Besuch angekündigt hatte. Doch dazu ein ander Mal mehr…

Der Kaffee war getrunken. Die Kekse waren gebacken. Der ein oder andere musste natürlich doch probiert werden, da zog mein Magen mir vorsichtig am Ärmel und fragte mit großen Augen: Salat?… Ich überlegte, nickte und fasste mir bereitwillig an das Keks Bäuchlein. Ja. Jetzt machen wir Salat.

Gesagt, getan. Die Idee stammt mal wieder von einer Kundin, nämlich von der lieben Kerstin.  Die ernährt sich hauptsächlich rohköstlich, was ich immer wieder bewundernswert finde. Ach, ja. Eines Tages…

Jedenfalls hatte Kerstin mir nun schon mehrfach erzählt, dass sie momentan total auf die Kombination von Apfel und Roter Bete abfahre. Das klang interessant, denn roh mag ich Rote Bete am liebsten und in Kombination mit Apfel hatte ich sie bisher tatsächlich noch nie probiert. Die Idee hier geröstete Fenchel Samen zu verwenden geht auf Marlies und ihre Knaller Puffer zurück, denn das Rezept hat mich nicht nur zur geneigten Puffer Konsumentin werden lassen sondern es hat mir auch ins Gedächtnis gerufen wie lecker geröstete Fenchel Samen an sich, besonders aber in Kombination mit Apfel sind…

Solch eine illustre und harmonische Gesellschaft wünsche ich mir noch öfters als Gäste in meiner kleinen Küche. Der Salat ist so, so gut geworden. Apfel, Rote Bete, Fenchel, dazu der würzige Sesam. Beim probieren merkt man sofort, hier treffen sich lauter ziemlich beste Freunde in der Schüssel. So macht das Spaß!

Mein herzlichster Dank für das kleine frische Intermezzo geht folglich an die beiden leckeren Damen, die mich zu diesem Rezept inspiriert haben. Danke.

Hier ist es nun, das ganz simple und himmlisch leckere Rezept.


  Rote Bete/Apfel Salat  mit Sesam und gerösteten Fenchel Samen

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Man braucht:

1 große, wirklich große Rote Bete

2 knackig süß-saure Äpfel

1-2 EL Sesam

1EL Fenchel Samen

etwas Süße nach Wahl

Zubereitung:

Fenchel und Sesam gemeinsam in einer beschichteten Pfanne, trocken anrösten. Man riecht, sobald sie fertig sind.

Einmal-Handschuhe anziehen. Die Rote Bete schälen (Sparschäler), halbieren und nach belieben in breite Stifte schneiden oder grob raspeln. In eine Schüssel geben. Einen Apfel entkernen und fein würfeln, den anderen fein reiben. Beides zu der Roten Bete geben. Den gerösteten Fenchel, sowie die Sesam Samen unterheben, Salat mit den (besser noch behandschuhten) Händen gut durchmischen, probieren, gegebenenfalls noch ein wenig nach Süßen. Anrichten und genießen…

 

Ich schau dir auf den Teller Kleines. – Aber nur gucken. Nicht anfassen!

Marinierter Grün- und Spitzkohl, dazu ein Petersilienwurzel Nuss Käse und eine Art Brot Gebäck, hergestellt aus dem Trester des Frühstücks-Safts!

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Eine Kundin hatte mir ja vergangenen Freitag den Mund wässrig geredet, als sie mir von ihrem Grünkohlsalat vorschwärmte. Also nahm ich auch ein paar Blättchen mit, die ich später ebenfalls zu Salat verarbeiten wollte. Samstag morgen erwartete uns dann eine kleine Überraschung. Während wir frierend und noch halb verschlafen unseren Marktstand aufbauten erfüllte plötzlich ein unangenehm, spitzer Laut den Marktplatz. Das war ich. In Form eines: Uui! Guck mal wie hübsch… Denn, da lag er vor mir. Während ich die Gemüsekisten vom Rolli abpackte war ich unverhofft auf ihn gestoßen und nun leuchtete er mir entgegen. Saftig. Purpurfarben und sagenhaft schön. Roter Spitzkohl. Ich sah ihn und ich wusste direkt: Der muss mit in den Salat, zusammen mit dem Grünkohl. Den männlichen Anteil unseres Teams bewegte meine Entdeckung zwar irgendwie so gar nicht. Der fummelte lieber weiter an seinen Obstkisten rum. Doch, ein Blick in die leuchtenden Augen meiner Kollegin genügte. Der Spitzkohl würde an diesem Tag nicht nur in mein Einkaufstütchen wandern…

 

Ich wusste also, es soll Kohlsalat geben. Der süße Spitzkohl und der würzige Grünkohl bringen so einen tollen Eigengeschmack mit, deshalb habe ich mich bei der Verarbeitung hinterher für eine dezente Marinade entschieden, die mit wenig Zutaten auskommt.

Nachdem von dem Petersilienwurzel Dip so begeistert gewesen bin, wollte ich nun unbedingt eine Nuss Variante des Dips ausprobieren. Dazu habe ich den Sojajoghurt durch Mandeln und ein paar Cashews ersetzt. Na, das war ja vielleicht ein Erlebnis. Am Ende hatte ich einen streichfähigen mild nussigen Käse vor mir liegen. Der passte wunderbar zu Salat und Brot.

Den restlichen Käse ließ ich, faul wie ich bin, mitten in der Küche stehen. Über Nacht hat sich dann eine kleine Kruste auf dem Käse gebildet und als ich ihn abends wieder probierte, war ich begeistert, weil er noch intensiver und nussiger schmeckte als den Abend zuvor. Außen ist er richtig schön krümelig geworden. Ich werde da auf jeden Fall mal mal weiter experimentieren.

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Nusskäse, einen Tag durchgezogen, Marinierter Wirsing und Spitzkohl.

 

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„Sellerie! Das ist Orange. Ihr solltet heiraten!“

Gelbe Bete, Sellerie und Süßkartoffel, an Sellerie Haselnuss Orangendressing.

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Ach, ja. In der Küche verhält es sich manchmal wie im wahren Leben. Da steht man ab und an ein wenig unschlüssig in der Gegend rum und weiß gar nicht so recht, wohin die Reise gehen soll. Zögerlich gibt man sich einen Ruck und fängt einfach an. Man schnippelt mal hier. Man rührt mal da und am Ende steht man vor einem fertigen Teller und stellt überrascht fest, dass man tatsächlich irgendwo angekommen ist. Vorläufig zumindest. Bis zum nächsten Abenteuer. 😉

Mein Abenteuer drehte sich in dem Fall um Sellerie und Orange.

Eigentlich sollte es gestern Schwarzwurzeln geben aber irgendwie hatte ich da so überhaupt gar keinen Hunger drauf. Kochen war auch irgendwie doof. Also stand ich einen Moment lang etwas unschlüssig in der Küche und überlegte. Hmm. Salat? Ja. Weißkohl? Ach, nee. Nicht schon wieder. Mal was Neues..Süßkartoffel vielleicht. Da hatte ich gestern schon Lust drauf. Die gelbe Bete müsste auch mal langsam weg…Sieht bestimmt hübsch zusammen aus…Ja. Und der Sellerie? Wie war das noch gleich? Was hatte sie Freitag nochmal gesagt?…

Sie, das war eine Kundin, die ich Freitag bedient hatte. Die Idee Sellerie mit Orange zu kombinieren stammte von ihr. Sie erzählte mir von einer Sellerie Orangensuppe, die sie am Wochenende nach-kochen wollte. Da bin ich sofort hellhörig geworden, weil ich bis dato noch nie von einer solchen Suppe gehört hatte. Die Idee beides miteinander als Salat zu kombinieren kannte ich schon von ein paar Arbeitskollegen. Hatte ich aber bis dato nie ausprobiert. Das Gespräch erinnerte mich wieder daran. Hinterher habe ich mich dann ganz überschwänglich und mehrfach bei ihr bedankt und ihr noch ne Orange dazu geschenkt :-D. Ich bin ja immer dankbar für Neue Anregungen.

Ja, und da stand ich nun in meiner kleinen Kombüse. Das kleine Zutaten Puzzle geisterte mir durch den Kopf. Also fing ich einfach an es zusammen zu setzen…Das kam am Ende dabei heraus:

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Die Kundin bekommt  nächsten Freitag definitiv noch ne Orange von mir. Es war so lecker. Fruchtig und süß, gleichzeitig aber auch würzig und nussig und der Ingwer…Perfekt. Alle Zutaten haben einfach perfekt zusammen gepasst. Also, so was leckeres…Ich bin noch immer ganz fasziniert. 🙂 „Sellerie! Das ist Orange. Ihr solltet heiraten!“ weiterlesen

Snacken a la Bugs Bunny. Karotten mit Vanille und Walnüssen

Einfache Minutenküche.

Geraspelte Karotten, verfeinert mit ein paar Spritzern Walnussöl, gerösteten Walnüssen und feiner Vanille Note.

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Man braucht:

Eine Handvoll Karotten,  den Abrieb 1/2 Zitrone plus ein wenig Saft, 1 Vanilleschote, ein paar Spritzer Walnussöl, sowie

eine Handvoll Walnüsse

Außerdem: Salz, Zitronenpfeffer und Süße nach Wahl

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Die Karotten fein raspeln, in eine Schüssel geben,

mit dem Walnussöl beträufeln.

Zitronenabrieb und Saft hinzufügen.

Das Mark einer halben Vanilleschote auskratzen,

ebenfalls zu den Karotten geben.

Alle Zutaten miteinander vermengen.

Nach belieben mit Salz, Zitronenpfeffer und Süße abschmecken.

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Walnüsse in einer beschichteten Pfanne vorsichtig rösten , bis sie anfangen zu duften.

Die Nüsse grob kleinhacken und unter den Salat heben.

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Möhrchensalat. Einfach & lecker genießen.  🙂

Von Müttern und Töchtern und mariniertem Tofu…

Als ich zum ersten Mal rohen Tofu probiert habe dachte ich „Bäh. Presspappe…“ 
Lecker fand ich ihn definitiv nicht. Gut mariniert und in der Pfanne knusprig angebraten mochte ich ihn hingegen von Anfang an sehr gern. Doch, um die Wahrheit zu sagen: Ich besitze nur eine Pfanne und wenn ich koche ist die meist schon mit Gemüse belegt. Folglich kam Tofu bei mir nur sehr selten auf den Tisch. Von Müttern und Töchtern und mariniertem Tofu… weiterlesen