Schlagwort-Archive: Vegan

Viele, viele bunte Hefeteilchen! … Ofen- Berliner, Mini Croissants und kleine (gefüllte) Bällchen.|Veganen Hefeteig mit Süßkartoffeln herstellen.

Habt ihr schon einmal einen Hefeteig mit Süßkartoffeln angesetzt?

Wenn ja, dann könnt ihr vielleicht nachvollziehen warum es mir gerade echt schwer fällt, die passenden Worte zu finden. Zu sagen: Das war lecker! ist nämlich absolut untertrieben. Ich backe ja im Moment total gern und am liebsten mit Hefeteig.

Vor kurzem hab ich im Netz ein Süßkartoffelbrötchen gesehen. Mir ging das Tagelang nicht aus dem Kopf. Die Idee hat mich fasziniert. Und, weil ich zu Karneval Ofen-Berliner gebacken hatte, mit dessen Ergebnis ich aber nicht so hundertprozentig zufrieden war, habe ich das ganze gestern noch mal gebacken.

Und sie waren lecker!

Aber, nochmal nur Ofenberliner zu machen, hätte ich irgendwie langweilig gefunden, also gab es Berliner plus alle Formen und Unformen, die sich gerade so rollen und zupfen ließen.

Durch die Süßkartoffeln bekommt der Teig eine besonders tolle intensiv, gelb-goldene Farbe. Ich konnte mich da gar nicht satt sehen.

Und der Duft! Vanille-Zuckerluft.

Und dann kam auch noch die Sonne raus und ich glaube, ich brauche jetzt eine neue Speicherkarte, denn ich hab beinahe länger fotografiert als gebacken.

Ich bin so dankbar für jeden einzelnen Sonnenstrahl, denn naja, ihr kennt das ja wahrscheinlich selber. Im Winter gute Fotos schießen zu wollen, kann sehr oft, sehr frustrierend sein! Ich krieg da manchmal echt die Krise, wenn das Essen eigentlich total lecker ist und „in Echt“ auch so aussieht, es dann auf den Bildern aber einfach nur farblos und traurig wirkt. Ich finde Bilder müssen und sollen nicht so durchgestylt und auf Hochglanz poliert wirken, das tue ich ja selber auch nicht, aber man will ja trotzdem, dass das Essen appetitlich aussieht.

Gestern gab es jedenfalls Sonne im Überfluss und da gab es dann kein halten mehr. Gott! ich hab so Spaß gehabt und deshalb müsst ihr euch jetzt nicht nur viel Text durchlesen, sondern auch ne Menge Fotos angucken.

Nach dem Backen wurde jedes Hefeteilchen noch in einer guten Portion Rohrzucker gewälzt, die Berliner habe ich einmal mit einer Vanille-Buttercreme auf Cashewbasis gefüllt (das ist die Creme, die ihr oben seht) und einmal mit einer ganz unkompliziert schnell selbst gemachten Blaubeermarmelade. Der Oberknaller allerdings war das Butter-Mandel Karamell. In der Pfanne karamellisierte Mandelblättchen, karamellisiert in Butter und Zucker und Vanille und wenn das ganze dann erkaltet hat man so eine Art Mandel-Krokant und, sobald man einmal angefangen hat davon zu naschen, kann man nie wieder aufhören. 😀 Meine Lieblingsvariante war dann auch ganz einfach, das ungefüllte Brötchen mit ganz viel von dem Mandelkrokant. Und, weil Süßkartoffel mit drin ist, ist das ganze ja sogar richtig gesund. 😉

Jedenfalls, wenn ihr Hefeteig mögt, dann kann ich euch dieses Rezept echt ans Herz legen. Es ist zwar nicht schnell gemacht, dafür aber recht simpel. Und hier kommt es jetzt.

Zum Rezept:


Kunterbunte Mini- Hefeteilchen 

– mit Süßkartoffeln – 

Grundrezept Süßkartoffel-Hefeteig:

  • 250g (Dinkel-)Mehl + etwas mehr zum unterarbeiten
  • 250g Süßkartoffeln (ohne Schale gewogen)
  • 1/2 Würfel Hefe + 2 EL Wasser
  • 40g Rohrzucker
  • 40g Öl
  • 8g gemahlene Leinsamen (1 EL)
  • 1 Prise Salz, etwas Orangenabrieb, Vanille nach belieben

Zubereitung:

  1. Die Süßkartoffel dämpfen oder im Ofen weich backen, (pellen), zerstampfen, abkühlen lassen
  2. Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde in die Mitte drücken, Hefe mit ein bisschen Zucker in dem Wasser auflösen. Mulde mit etwas Mehl bestäuben, ein paar Minuten warten bis die Hefe reagiert.
  3. Alle übrigen Zutaten dazu geben, mit den Knethaken des Rührgeräts ca. 7-10 Min. lang kneten, bis der Teig sich gut vom Schüsselrand löst. (Der Teig ist noch leicht klebrig)
  4. Auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen nochmal durchkneten.  Dabei soviel Mehl unter-arbeiten, bis ein geschmeidiger Hefeteig entstanden ist.

(Für Hefeteig Neulinge: Willkommen. 😉 Es lohnt sich sehr, sich z.B. bei Youtube mal ein Video anzugucken, wie man Hefeteig zärtlich knetet und schleift. Mit Worten lässt sich das schwer erklären.)

  1. In eine nicht zu kleine geölte Schüssel geben und abgedeckt 1 1/2 bis 2 Stunden gehen lassen, an einem warmen Ort. Der Teig geht ganz schön auf!
  2. Teig auf eine die bemehlte Arbeitsfläche geben, mit etwas Mehl bestreuen, zu einer Rolle formen und in ca. 10-12 gleichgroße Stücke teilen.
  3. Jetzt könnt ihr nach belieben formen, ihr müsst nur darauf achten, dass eure Arbeitsfläche und die Hände immer gut bemehlt sind.
  4. Um die Berliner herzustellen formt ihr kleine Bällchen und drückt diese oben leicht platt (Durchmesser hier ca. 6-8cm), für die Croissants zieht ihr das Teigstück zu einem langen, dünnen Strang auseinander und rollt diesen einfach auf.
  5. Auf zwei mit Backpapier ausgelegte, leicht gefettete Backbleche setzten und nochmal ca. 15 Minuten ruhen lassen
  6. Mit Pflanzenmilch bepinseln.

Im vorgeheizten Backofen (zweite Schiene von unten) bei 180°C ca. 15 Min. backen.

Noch warme Teilchen mit Milch bepinseln und in Zucker wälzen.

Für die gefüllten Berliner: Mit einem Strohhalm das Loch vorpieksen und den Halm ruhig vorsichtig ein bisschen in dem Berliner drehen. Dann geht mehr Füllung rein. 😉

Für die Füllung braucht ihr einen Spritzbeutel mit Lochtülle. Füllung jeweils in den Beutel geben und langsam in die Berliner spritzen.


Vanille-Buttercreme-Füllung mit Schwips Option: 

  • 150g Cashews
  • 1 EL Agavendicksaft oder Süße nach Wahl
  • 1/2 EL ungesüßten Pflanzenjoghurt oder veganen Frischkäse
  • 1 TL Vanillepaste
  • 1/2 kleine Zitrone, Abrieb u. Saft
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Öl
  • ca. 50ml Reismilch
  • Optional: 1 EL Whisky, dann aber weniger Reismilch

Alle Zutaten im Mixer zu einer homogenen Masse Mixen. Fertig.

Die Creme könnt ihr auch als Frosting verwenden.


Für die Blaubeermarmelade habe ich einfach Blaubeeren mit etwas Zitronensaft und Malzsirup fein gemixt und anschließend ein paar Flohsamen zum abbinden untergerrührt.

Alternativ zu den Flohsamenschalen könnt ihr auch Chiasamen verwenden oder ihr püriert die Blaubeeren mit Datteln, dann brauacht ihr gar kein Bindemittel mehr.

Und nun das Finale.

Das Butter-Vanille-Karamell Mandelkrokant  😉

Das ist echt super easy. Mandelblättchen bei mittlere Hitze in der Pfanne rösten, zur Seite stellen, Temperatur ein bisschen reduzieren, ein Stück vegane Butter (ca. 20g) in der Pfanne schmelzen lassen, 2-3 EL Rohrzucker dazu geben, Zucker schmelzen lassen, sobald der Zucker sich aufgelöst hat 3.4 Tropfen Vanilleextrakt dazugeben und die Mandelblättchen unterheben. Auf ein leicht gefettetes Backpapier verstreichen (vorsicht, sehr heiß!) und kurz auskühlen lassen.

Danach könnt ihr das Krokant in beliebig große Stücke brechen. Wenn ihr es noch warm auf die Hefeteilchen oder Berliner gebt, bleibt es dekorativ daran haften aber ich fand das Gebäck mit der Zucker Garnitur so hübsch…

Das Vorbild für die Berliner waren ursprünglich Bienenstich Berliner. 🙂

Haha, ich wollte das Ganze heute mal kurz halten.

Hat leider nicht geklappt.


 

Habt ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße, Jenny

 

Lazy Days… Vegane Lasagne mit Linsenbolo und glutenfreier Bechamel.

Hallo, ihr Lieben.

Ich hoffe, euch allen geht es soweit so gut? Meine Laune kommt und geht gerade irgendwie mit Wind und Wetter. Im eine Moment könnte ich überschäumen vor Energie und im nächsten Moment, will ich mir einfach nur die Decke über den Kopf ziehen und am Strand von Bali Piña Colada, aus hübsch dekorierten Kokosnüssen schlürfen, während mir James… Na, lassen wir das lieber. Ich wäre jedenfalls definitiv bereit für etwas mehr Wärme, einen kleinen Magnolien-Blütenregen, fallende pinke und weiße Blätter, die sich im Lichte der wärmenden Sonnenstrahlen brechen, während es aus dem Wald heraus nach leuchtend grünem Bärlauch duftet. Herrlich. Ja. Riechen kann ich den Frühling jetzt schon – zumindest in Gedanken. Und mit ein bisschen Abstand und Humor, schreibend, mit einer großen Tasse Kaffee vor mir, Hallo ihr… sieht die Welt auch gleich schon wieder freundlicher aus. Und dann verwöhnt man sich, zum Beispiel, mit einer leckeren Lasagne und dann kommt tatsächlich doch noch die Sonne raus schon herrscht wieder Hochsommer im Herzen und die dicken Klamotten werden einem glatt zu warm…

Die Lasagne Zubereitung war jedenfalls definitiv eine gute Laune Kochsession, auch wenn das Ergebnis eigentlich nicht ganz so geworden ist, wie ich es wollte. Die Lasagne war komplett glutenfrei. Ich hab die Lasagneplatten selber gemacht, aus gemahlenem Maisgrieß. Das Ergebnis konnte mich aber irgendwie nicht so richtig überzeugen. Es war ok aber insgesamt fand den Geschmack der Platten dann doch irgendwie Teigig… Ich hab keine Nudelmaschine.

Vielleicht hätte ich den Teig noch etwas dünner ausrollen müssen. Jedenfalls, falls jemand von euch glutenfreie Lasagne Platten schon mal selber gemacht haben sollte, ich hätte wirklich gerne das Rezept.

Bitte. 🙂

Ok, also die Platten waren so lala aber der Rest ist richtig lecker geworden. Die Bolognese, na jeder hat da wohl so sein eigenes standard- Rezept. Selbst Menschen die nicht gerne kochen. Nudeln mit Tomatensauce kennen und können die spätestens seit „Kochen mit der Maus“. Oder war das nur bei meinen Brüdern und mir so?

Das hier ist jedenfalls meine Lieblings- Bolognese Variante, mit braunen Teller-Linsen und gerösteten Walnüssen. Die Linsen geben ein leicht herzhaften Geschmack an die Bolognese und durch die Walnüsse hat man dann zusätzlich noch einen schönen Biss. Bei den Tomaten verwende ich zur Zeit Bio- Dosentomaten. Der Winter ist einfach keine gute Tomatenzeit. Unsere zugekauften Tomaten schmecken zwar für die Jahreszeit erstaunlich gut aber bei 5,95 Euro das Kilo, tut es für mich im Winter auch mal die Dose. Im Sommer sieht das natürlich ganz anders aus. Da haben wir auf dem Markt eigene Tomaten. Ochsenherzen, Berner Rosen, Strauch- und Cherrytomaten. Es ist das reinste Tomaten-Wunderland und da gibt es dann auch kein halten mehr.

Bei der Bechamel Sauce hab ich mir eine glutenfreie Variante zusammen gebastelt. Das war ein kleines Experiment, weil ich keine Mehlschwitze machen wollte. Statt mit Mehl, hab ich die Sauce also einfach mit in Butter angeschwitzten Kartoffeln und Cashewnüssen abgebunden.

Und das hat nicht nur super geklappt, sondern war auch super lecker. Habt ihr schon mal Kartoffeln und Cashewnüsse in Butter angeschwitzt? Der Duft erinnert an Jahrmarkt, Zuckerwatte und gebrannte Nüsse und ich hab ja schon öfter überlegt ob sich die ganzen stark Chanel-lastigen Damen morgens im Zug nicht einfach mal mit frisch gemachtem Sahne-Karamell oder gedecktem Apfelkuchen einreiben könnten. Das wär mal ein Highlight und wirklich betörend.

Zuletzt und das ist bei einer Lasagne ja nicht ganz unwesentlich.

Der Käse!

Ich weiß, das ist jetzt ein bisschen Schleichwerbung aber ich liebe da mittlerweile einfach den simplyV Scheibenkäse, wenn ich keine Lust habe selber welchen zu machen. Punkt. Alle anderen Marken, die ich bisher probiert habe fand ich mittelmäßig bis sehr ekelhaft aber den mag ich, was wohl daran liegt, dass er auf Mandelbasis gemacht ist und nicht penetrant, undefinierbar und nach Kokosöl schmeckt. Aber gut Geschmäcker sind verschieden. Das geniale an der Lasagne war und ich gestehe, es war eher ein himmlischer Unfall, als Absicht. Der Käse hat im Ofen eine dünne, feste Schicht gebildet war da drunter aber noch richtig weich, cremig und …Gott es war einfach lecker.

Es wird echt Zeit für das Rezept: 


– Vegane Lasagne –

mit Linsenbolo und glutenfreier Bechamel

(Für eine große Aflaufform oder wie hier, zwei kleine)

Ein Paket fertige Lasagneplatten oder selbst gemachte.

Bolognese:

  • 2 Dosen Tomaten(Stücke) / 800g
  • 150g braune Linsen (gegarte)
  • 1 Möhre (fein gewürfelt) / 60g
  • 50-80g Walnüsse (gehackt und geröstet)
  • 1 Stück vegane Butter / ca. 40g
  • 2 mittlere rote Zwiebeln (fein gewürfelt)
  • 1-3 Knoblauchzehen (je nachdem 😉 ), fein gewürfelt
  •   1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Paprikamark
  • 1 EL Rohrzucker oder Süße nach Wahl
  • Saft und Schale eine halben, kleinen Zitrone
  • Außerdem: Salz oder Sojasauce, Pfeffer, Basilikum, italienische Kräuter, Cayennepfeffer, Bockshornklee

Zubereitung:

  1. Butter in der Pfanne zerlassen, zuerst die Möhrchen, ca. 5 Minuten anschwitzen,
  2. dann die  Zwiebeln dazu geben, glasig anschwitzen,
  3. Knoblauch dazu, kurz mit rösten,
  4. die Walnüsse unterrühren und alles mit Zucker karamellisieren lassen.
  5. Tomaten- und Paprikamark in die Pfanne geben, wieder kurz rösten
  6. mit Sojasauce ablöschen, Linsen dazu geben und Tomaten aufgießen.
  7. Würzen, etwas einköcheln lassen
  8. Zum Schluss die Zitrone unterrühren und ggf. nochmal nachwürzen

Bechamel:

  • 2 mehlig kochende Kartoffeln, gewürfelt mit Schale / 150-200g
  • Eine gute Handvoll Cashewkerne
  • 1/2 rote Zwiebel (fein gewürfelt)
  • 1 Stück vegane Butter / ca. 20g
  • 150g veganer Sauerrahm (Creme Vega / alternativ dazu Sojajoghurt und etwas mehr Cashews)
  • 350ml Pflanzenmilch Wasser-Gemisch
  • Außerdem: Salz, Pfeffer, viel Muskat, eine Prise Rohrzucker und etwas Zitronensaft

Zubereitung:

  1. In einem Topf ein Stück Butter zerlassen, Cashews und Kartoffeln bei mittlerer Hitze, solange, anschwitzen, bis beides leicht bräunt.
  2. Zwiebeln dazugeben, kurz glasig dünsten.
  3. Eine Prise Zucker dazu.
  4. 300g Pflanzenmilch Wassergemisch angießen und die Kartoffeln darin weich kochen.
  5. Kurz abkühlen lassen.
  6. Zusammen mit dem Sauerrahm in den Mixer geben
  7. Mit Salz, Pfeffer, Zitrone und Muskat würzen.
  8. Mixen
  9. bei Bedarf die restliche Flüssigkeit dazu geben, die Bechamel sollte eine  fluffig, cremige Konsistenz haben.
  10. Abschmecken und gegebenenfalls nochmal nachwürzen

Finish:

Eine Auflaufform leicht Buttern, zuerst etwas Bolognese auf dem Formboden verteilen, dann abwechselnd Schichten. Zuerst die Lasagneplatten, dann die Bolognese, wieder Lasagneplatten, Bechamel und wieder von vorn… Die letzte Schicht sollte aus Bechamel bestehen und darüber verteilt ihr euren Käse nach Wahl.

Backen: Im vorgeheizten Ofen:  25 Min. bei 180°C Ober-/Unterhitze, danach nochmal 10Min. auf Oberhitze Grill, so wird die Käseschicht so lecker, wie ich euch das oben beschrieben habe.

Ansonsten macht ihr einfach: 35 – 40Min. bei 180°C


 

Habt einen schönen Abend,

Jennyspiel.jpg

 

 

 

 

 

Aus der Winterbackstub’n: Schnelles (Dinkel-) Baguette.

Nach Art des „magischen“ Baguette.

Ich bin im Netz mehrfach auf Rezepte für dieses schnelle und unkomplizierte Baguette gestoßen und, weil ich wie gestern erwähnt momentan zwar im Backfieber bin aber überhaupt nichts dagegen habe, wenn es auch mal was schneller geht, dachte ich, ich probiere das einfach mal aus.

Und das Ergebnis ist wirklich großartig geworden. Ich präsentiere, nun, mein Dinkel-  Baguette im Schnee …

… Die Lichtverhältnisse waren an diesem Tag eher trist, deshalb hab ich das Baguette einfach mit auf den Balkon genommen.

Auf dem Bild seht ihr außerdem ein paar Ofenberliner mit Whiskey-Buttercreme Füllung, die ich parallel zu den Baguettes gebacken hatte. Die Berliner waren ebenfalls gut, hätten aber noch ein bisschen mehr aufgehen dürfen. Ich backe sie nochmal und dann gibt es auch ein Rezept. Allein die Cremefüllung ist ein eigenes Rezept wert. Die ist echt gut geworden.

Nach den Schneefotos waren die Baguettes dann jedenfalls perfekt temperiert, und Bissbereit.

Wie gesagt, das Licht war nicht so gut. Ich hoffe, man kann trotzdem sehen, wie locker und knusprig das Brot geworden ist. Echt lecker… Wobei ich gestehen muss, dass mir die italienische Ciabatta Variante (mit ein wenig Olivenöl) vielleicht noch einen ticken besser gefällt aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Alles andere wäre ja auch langweilig.

Die Arbeitsschritte sind  recht simpel. Aus der Winterbackstub’n: Schnelles (Dinkel-) Baguette. weiterlesen

Matcha Milchbrötchen.

Fluffig süße und buttrige vegane Milchbrötchen, wie Milchhörnchen. Mit Vanille, Zimt und dieser ganz speziellen grünen Matcha Note. So was kann man echt nicht kaufen. Da muss man schon selber ran oder mit einem hübschen Bäcker verheiratet sein. Im Idealfall beides.

 

Und Jetzt sitze ich hier, wie ein Schneiderlein, frisch geduscht und mit Turban – einen Apfel kauend und weiß ausnahmsweise mal gar nicht so recht, wie ich anfangen soll… Die letzten Tage sind nur so an mir vorbei gerast. Kennt ihr das, manchmal hat man Phasen in denen man Tagelang das gleiche essen könnte. Kiloweise Brokkoli, Pizza oder z.B. Pfannkuchen mit Zimt und Apfelmus. Man bekommt einfach nicht genug davon. Bei mir ist das gerade mit dem Hefeteig so. Ich könnte den ganzen Tag mit backen verbringen,

 

vergesse dabei alles um mich herum und plötzlich ist es wieder dunkel, backen, arbeiten, weiter backen und schon wieder aufstehen.

 

So vergehen die Tage und am Rande bekommt man dann noch irgendwie mit, wie die Menschen um einen herum plötzlich komisch verändert wirken, bunte Fetzen und seltsame Hüte zur Schau stellen. Sie schwingen und singen in alle Richtungen. Es regnet bunte Papierfetzen. Aus den Lautsprechern dröhnen Texte im 10/4 Takt und künden von Leben in einer neuen Welt, in der Menschen ziemlich viel Durst haben (das finde ich schon gut – trinken ist wichtig) und weiterziehen, an einen Ort von dem ich allerdings keine Ahnung habe, den man anscheinend aber nur erreichen kann, wenn man die Hände hoch, über den Kopf, hebt. Hm. Ja … Plötzlich ist alles anders, bunter, zuckrig und süß. Alkoholisch. Und ich merke, es kann jeden treffen, denn selbst Frau B. trägt heute Hütchen. Frau B… Hhhalaaf!  – lallt sie mir im vorbeigehen zu. Ich lächle höflich, frage mich aber gleichzeitig, wie lange ich eigentlich weg war – so geistig, so mitten im Backdelirium steckend, dass es möglich war, dass sich die Welt sich so schnell, so entwickeln konnte?

Meine Kollegin ist jetzt eine Erdbeere. Sagt sie. Ja, da sei sie sich ganz sicher.

Ich akzeptiere das, denn ich mag sie und ich finde, jeder sollte im Leben der sein können, der er sein will – Frei. Unabhängig. Eine Erdbeere.

 

Zumal, die Perücke steht ihr wirklich ganz ausgezeichnet. Eine Kundin bestätigt das und fragt, ob sie die Haare jetzt nicht immer so tragen wolle. Recht hat sie! Hübsches Mädel, denke ich und greif mir noch nen Muzen. Wir schnacken noch ein wenig mit der Kundin, die kein Hütchen trägt. 11.11 Uhr, da haben wir an unserem Marktstand auf einmal ganz viel Zeit. Also verteilen wir ein paar Quarkbällchen an die vorbei-schunkelnde Menschen und beobachten wie sie singend in das neue Paradies einziehen oder das, was sie dafür halten. Das wichtigste ist doch, diese Menschen haben Spaß. Lebensfreude.

Vielleicht ist in dieser seltsamen neuen Welt ja doch nicht alles schlecht.

Doch, als ich kurz darauf nach Hause eile, mir der Wind dabei immer wieder eisig durchs Haar fährt und ich die Welt im Spiegel unzähliger, unter mir knirschender Glasscherben betrachte, da wünsche ich mich dann doch ganz schnell in meine ruhige, kleine Backstube zurück, dahin, wo die Schluffen stehen, dort wo es nach Heizungs- Wärme, nach Zuckerbäckerei, duftet. Dort wo jecke Gespräche auf eine ganz andere Art statt finden, wo ich rollen und kneten kann, während mich die leisen und sanften Klänge einer längst vergangenen Zeit einlullen und das ist dann mein Paradies. Ich liebe es.

Zum Rezept: Matcha Milchbrötchen. weiterlesen

Der Duft_ von Liebe und Kakaobutter. Süßer Mini-Hefekuchen mit Mandel-Nugat ~ a la Vita Est.*

*Alle Rechte liegen bei der genialen Urheberin und Vollzeit (Geschmacks) Göttin, Sabine.

🙂

Endlich hab ich dein Nugat Rezept ausprobiert und eines sage ich dir, nein zweies – Lecker! und, Ich werde es wieder tun. Dann auch, mit Haselnüssen. Die hatten sich nämlich, passend zum Wetter irgendwie in Luft aufgelöst. Deshalb hab ich den/das? Nugat einfach mit Mandeln gemacht.

Das war vor drei Tage und nun ist alles gone with the wind…

…verflüchtigt, im Hunger auf Nugat und Hefeteig.

Das war am Donnerstag. Als der Sturm kam, während ich wieder nach hause ging, wieder nach hause ging, weil alle Märkte abgesagt wurden. Ja, man hätte den Stand aufbauen und den Markt stattfinden lassen können aber, man hätte es eben auch einfach lassen können. Ein offener Marktstand ist schließlich kein in Beton Mauern verpackter Supermarkt. Wenn die Bananen erst mal fliegen, dann fliegen sie und da kann man sich nicht aussuchen, wen oder wessen Birne sie treffen. Wobei Bananen ja noch das harmloseste Beispiel sind. Mehr muss man dazu, denke ich, nicht sagen.

Und dann stand ich da in einer dämmrigen, verlassenen Wohnung, um neun Uhr morgens – wach, voll auf Kaffee und noch immer nervös wegen des gestrigen Back- und Koch-Events bei uns auf dem Hof. Im Kopf das Bild eines leckeren, süßen Rosen-Panettones. Danke dafür, Arno. Ein Panettone ist es aber nicht geworden, denn der braucht Zeit.

Statt dessen habe ich das Süße mit dem Nützlichen verbunden und nochmal einen kleinen Hefekuchen als letzte, wirklich letzte, Backprobe vor Samstag gebacken, Der Duft_ von Liebe und Kakaobutter. Süßer Mini-Hefekuchen mit Mandel-Nugat ~ a la Vita Est.* weiterlesen

Mein Herz tanzt – vor Nervosität… Ich koche bei uns auf dem Hof, vor echten Menschen! Grünkohl mal anders.

Mittwoch Nachmittag.

Mit feuchten Händen. Der Koffein- Tacho… gesprengt. Mit Mehl gepuderten Haaren schreibe ich nun diesen Beitrag, denn ich habe gerade die letzte Probe vor dem großen Samstag hinter mich gebracht. Samstag! Atmen, Jenny. Atmen.

Samstag kochen und backen wir zu dritt bei uns auf dem Hof für die Kunden und für jeden, der Lust hat dabei zu sein. Parallel zum normalen Hofladenbetrieb werden mein Kollege Chander, die Ökotrophologin (Kundin, Köchin, Autorin und quasi Über-Frau) Edith Gätjen und ich, gemeinsam in der hauseigenen Backstube kochen und backen und hoffentlich eine Menge Spaß dabei haben. Jetzt gerade sehne mich eher nach der Sicherheit meines Marktstandes. Jetzt gerade würde ich die ganze Sache am liebsten wieder abblasen. Einfach einen ganz normalen Samstag haben. Doch, wie heißt es bei Marquis, so schön: „Ich musst nicht alles glauben, was ich denke.“ Eben. Eigentlich freue mich nämlich auf dieses Ereignis und diese Freude lasse ich mir nicht vermiesen, schon gar nicht von so einer blöden, kleinen Stimme, die nichts kann, außer – eine blöde, kleine Stimme zu sein. Uh, tolle Leistung. Bleiben wir also bei, ich freue mich total auf die Herausforderung, darauf, dass ich mal etwas anderes, etwas neues machen darf. Viel Besser.

Zunächst war ich ziemlich planlos, was ich Samstag nun kochen soll, weil ich so viele aber lose Ideen im Kopf hatte. Edith, die ja auch eine Kundin von uns ist, hat das ganze vor ein paar Wochen, ein wenig für mich, kanalisiert. „Du könntest doch Pizzaschnecken machen?“ Edith und Chander werden ein Gemüsegericht kochen. Dazu etwas brotiges, als Ergänzung – Die Idee gefiel mir, zunehmend besser. Ich hab die Ideen-Fäden dann noch ein paar Tage weiter, da oben spinnen lassen und letztendlich, nachdem ich wusste ich möchte unbedingt etwas mit Grünkohl machen, kamen diese beiden Rezepte dabei raus.

Herzhafte Pestoblume – mit geräuchertem Grünkohl Pesto

 

und eine

Süße Hefeschnecke mit Grünkohl-Anis Pesto, Apfel und Walnuss

 

Meine Grundlegenden Überlegungen bei der Rezeptfindung waren:

Ich will was mit Grünkohl oder Sauerkraut machen. Das Rezept soll möglichst ohne fancy Zutaten oder Ersatzprodukte auskommen. Es soll zeitlich machbar und für andere leicht nach-kochbar sein. Dekorativ sollte es sein. Schmecken muss es! Und ja, irgendwie sollte es auch etwas Neues sein, etwas, dass man so bisher vielleicht noch nicht gegessen hat.

Zuerst wollte Pizzaschnecken, einmal mit Grünkohl-Pesto und einmal mit Sauerkraut machen. Aber dann dachte ich:

Ach, zweimal Schnecken ist doch langweilig… Ich könnte statt dessen eine Pestoblume machen. Und, Gibt es im Netz eigentlich ein Rezept für ein Dessert mit Grünkohl? Nein. (Auf einem amerikanischen Blog habe ich schließlich doch ein Rezept für kale-cupcakes gefunden) Vielleicht ein süßes Pesto? Wie ein Basilikum Pesto… Nur eben mit Grünkohl. Grünkohl, einmal als herzhafte Pestoblume und einmal ganz anders, als süße Hefeschnecke. Das wär doch was…  Mein Herz tanzt – vor Nervosität… Ich koche bei uns auf dem Hof, vor echten Menschen! Grünkohl mal anders. weiterlesen

Vegane Vitaminchen_ Krautsalat ~ Aus Rot- und Grünkohl.

Hallo. Da bin ich schon wieder. 🙂 Im Moment leide ich an akuter Salat Lust. Nach all den Blatt-, Feld und Postelein Salaten wurde es nun doch mal langsam Zeit für was Neues. Und weil ich so Lust auf Rotkohl hatte, habe ich daraus, zusammen mit dem Grünkohl (der eigentlich für Chips bestimmt war – noch so ein Suchtfaktor diesen Winter ;-))

einen

Grün-/ Rotkohlsalat,

mit Pecannüssen, Äpfeln und Anis

zubereitet.

Um die Vitamin-Power komplett zu machen, hab ich das Ganze mit einem, Zitronen Orangen Dressing mariniert.

Der Salat an sich ist flott gemacht, man kann ihn direkt essen – Lecker ist natürlich auch, wenn man ihn ein paar Stunden durchziehen lässt. Dann zieht er noch etwas mehr leckeren Saft und wird auch etwas weicher.

Ich mag beide Varianten gern.

Anis ist wahrscheinlich nicht Jedermanns Sache aber ich finde ausprobieren lohnt sich trotzdem. Manchmal mag man Dinge ja doch, wenn man sie einfach mal anders zubereitet oder neu kombiniert. Vegane Vitaminchen_ Krautsalat ~ Aus Rot- und Grünkohl. weiterlesen

Oh, bin ich spät dran? Weihnachtliches Bananenbrot (Hefeteig-Variante) Lebkuchen Art – mit Pecannüssen, Pflaumenmus und vielen, kleinen Schoko-Stückchen.

Einmal tief durchatmen – und dann voller Freude aber auch ein bisschen aufgeregt und kleinlaut: Hallo.

Da bin ich wieder und ich habe ein Bananenbrot mitgebracht.

Das letzte Rezept ist ja nun schon ein paar Tage her und nun überlege ich ob ich darüber schreiben soll, also über die Gründe, warum das so ist, war… gewesen ist – darüber, was so los war aber eigentlich war ja gar nichts los, also gibt es eigentlich auch nichts zu sagen. Aber irgendetwas möchte ich ja doch sagen. Also sag ich vielleicht einfach – Eine große Tube Tomatenmark. Eine große Tube Tomatenmark hält lang, man kann sie lange verwenden. Man kann alles aus ihr raus-quetschen, bis zum letzten Tropfen, ja. Man kann anschließend eine Schere nehmen, die Tube aufschneiden, um noch das letzte bisschen aus ihr raus zu kratzen (Man glaubt ja gar nicht, wie viel da noch drin ist.) Irgendwann ist die Tube trotzdem leer und dann muss man eine neue kaufen oder man wechselt vielleicht mal zu Paprikamark. Auch lecker. Das Ding ist – Irgendetwas muss man tun, wenn die Tube leer ist. Irgendwie muss man reagieren.

So. Mit einer nagelneuen XXL Tube Tomatenmark in der rechten und einem großen Glas selbstgemachter Paprikapaste in der linken Hand, den Schokoladen-verschmierten Mund noch voller Bananenbrotkrümmel sage ich nun

Frohes Neues Jahr und

Zum Rezept:


Bananenbrot ist ein gutes Brot, ein Energie-spendendes. Oder wie heißt es so schön ausgelullert: „Schmeckt toll und macht nicht voll.“

Ernsthaft, das Brot (oder ist es doch eher ein Kuchen?) ist lecker geworden, schön saftig aber nicht zu weich, einfach angenehm. Es duftet herrlich und es macht eben wirklich nicht voll (müde).

Mir hat das Brot einfach nur Spaß gemacht, was wohl auch an den kleinen Schokostücken gelegen haben mag, die mit rein gebacken sind – und oben drauf kam dann noch Pflaumenmus.

Da hab ich allerdings ein fertiges genommen.

Hmm, die Schoko-Stückchen.

Gebackene Schokolade hat ja nochmal eine ganz andere Qualität, als die bloße, lose Tafel.

Die schmilzt dann nämlich so schön im Mund und macht das Brot noch saftiger. Heute, einen Tag durchgezogen fand ich das Ganze noch besser als gestern. Oh, bin ich spät dran? Weihnachtliches Bananenbrot (Hefeteig-Variante) Lebkuchen Art – mit Pecannüssen, Pflaumenmus und vielen, kleinen Schoko-Stückchen. weiterlesen

Ravioli. Kürbis und Amarettini à la Daniela Terenzi – Nachgekocht und veganisiert.

…Als Glutenfreie Ravioli,

gefüllt mit Kürbis & Keks auf Jalapeño-Tahin Spiegel.

Zunächst aber: Danke. Daniela.

Danke, für dein wundervolles und irgendwie auch verrücktes Rezept, das so ganz anders- kreativ und originell ist und wahrscheinlich meine Weihnachtsvorspeise werden wird. Danielas Rezept ist besonders, ja und doch ist es auch alltagstauglich und nach-kochbar. Und ich denke, das ist ja beim Bloggen die Kunst – andere dazu zu animieren, sich an das Rezept zu wagen.

Ich hab mich getraut. An das Original:

Selbstgemachte Ravioli mit einer Füllung aus Kürbis, Amarettini und Parmesan… Geschwenkt in Salbeibutter. Getoppt mit Parmesanspänen und gehackten Kürbiskernen. Süß und doch Herzhaft.

Eine etwas ungewöhnliche Füllung für eine Ravioli.

Und so interessant. So etwas hab ich ja noch nie gegessen… Und dann war ich auch schon mitten drin in den Ravioli und hier kommt nun meine vegane Sicht von „Kürbis & Amarettini“ – a la Daniela Terenzi.

(Ein Klick führt zum wunderbaren Original-Rezept. Ciao Bella…)

Und Daniela, ich hoffe wirklich, dass der Grund-Vibe deines Rezepts im Folgenden ein bisschen zu dir zurück schwingt.

img_20171004_170234555-2012447924.jpgDinner für Zwei:
Ravioli. Kürbis und Amarettini à la Daniela Terenzi – Nachgekocht und veganisiert. weiterlesen

Gute Laune Kekse… Mandelkekse aus Kichererbsen – auch als Ausstecherle geeignet. Vegan und Glutenfrei.

Habt ihr Lust auf eine kleine Keks Reise?

Ich liebe diese Kekse. Sie sind wie der perfekte Mann – Vegan. Glutenfrei und einfach zum anbeißen. Lecker.

Und die inneren Werte stimmen auch.

Und ich hoffe, dass ich mit diesem Rezept bzw. Rezepten, denn es sind zwei, ein bisschen Freude und Experimentier.Lust an euch weitergeben kann. Ich meine, Kekse? Aus Kichererbsen? Und der Teig lässt sich sogar ausrollen, damit hab ich ehrlich gesagt gar nicht gerechnet. Ich finde das echt genial.

Die erste Fuhre habe ich als Ausstecherle gemacht. Sie schmeckten gut, waren schnell gemacht und ich war begeistert, dass sie aus anhieb was geworden sind. Allerdings fehlte mir da noch irgendwas. Das i-Tüpfelchen. Ein bisschen Schokodeko oder ein Zitronenguß wäre gut gewesen. Ich hab sie statt dessen in Marmelade getaucht bzw. mit Birnenscheiben belegt und dann noch etwas Dattelsirup oben drauf gegeben. Lecker, aber ich dachte, da geht noch was.

 

Also habe ich einen zweiten Teig angesetzt

 

und noch ein bisschen hiervon und ein bisschen weniger davon dazu gegeben. Am Ende hatte ich einen Teig, der geschmeckt hat, wie er geduftet hat, nach irgendwas zwischen Amarettini, Waffel, Marzipan und Vanille. Wer schon mal mit Kichererbsen gebacken hat, egal ob süß oder herzhaft, der kennt die fluffig-sahnige Konsistenz die Kichererbsen Patties oder Gebäck verleihen können. Das in Kombination mit den Mandeln, einfach lecker.

 

Der Teig ließ sich ebenfalls ausrollen, doch wieder Ausstecherle machen? Nö. Und muss denn ein Keks immer Rund sein? Nö. Also hab ich Scheiben von der Teigkugel herunter-geschnitten und anschließend ein kleines Muster mit der Gabel hinein-gedrückt.

 

Ich hab sie in kurzer Zeit bei relativ hoher Hitze gebacken, damit sie von außen fest werden und ein wenig Farbe bekommen, von innen aber noch leicht weich sind. Das sind sie, noch leicht weich oder eher fein krümmelig wie geriebene Mandeln, die von Kichererbsen und Zucker umarmt werden…oder so ähnlich – Wichtig ist der Rohrzucker. Die Kekse werden vor dem Backen damit bestreut. Das sieht nicht nur hübsch aus sondern verleiht dem Keks hinterher den gewissen süßen Pfiff.

Nach der Backsession hatte ich noch  ein wenig Teig im Kühlschrank übrig, was natürlich total beabsichtigt war und gar nichts mit…

Ach lassen wir das. Jedenfalls gab es dann zwei Tage später also noch eine dritte Keks-Fuhre.

Süße Slowcookie-Gnocchi-Amarettini?

 

Dem Teig hat die lange Ruhezeit jedenfalls nicht geschadet. Im Gegenteil. Er war jetzt so richtig gut durchgezogen. Diesmal habe ich die Kekse abwechselnd mit Rohr- und Kokosblütenzucker bestreut. Allerdings hat mir die Rohrzucker Variante besser gefallen. Der Rohrzucker ist und bleibt auch nach dem backen körniger als der Kokosblütenzucker und ich finde dieser leichte crunch macht hier einfach den kleinen aber feinen Unterschied.

Aber das nicht natürlich Geschmackssache.

 

Der Teig und ich, wir werden jedenfalls definitiv noch eine Menge Spaß miteinander haben. Gestern habe ich zum Beispiel bei Daniela Terenzi ein geniales, weil originelles Rezept für eine Ravioli gefüllt mit Kürbis und Amarettini! gefunden (Klick zum Rezept). Auf die Idee muss ja man auch erst mal kommen. Das möchte ich unbedingt ausprobieren. Vielleicht zu Weihnachten, als Vorspeise. Vielleicht mit diesen Keksen, wenn ich den Mandelanteil noch etwas erhöhe…oder lass ich es einfach so. Hm…

Die Reise war lang und ich brauche jetzt entweder einen neuen Kaffee oder ich leg mich nochmal hin und träume…wahrscheinlich nicht von Keksen.

Zum Rezept:

Gute Laune Kekse… Mandelkekse aus Kichererbsen – auch als Ausstecherle geeignet. Vegan und Glutenfrei. weiterlesen