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Schummel Backen: Nicht gebackene Vanille Tarte + sehr wohl gebackener Rhabarber Crumble = 2 Frauenzimmer backen 1 Kuchen² mit Rhabarber. (Vegan und optional glutenfrei).

Wir backen. Schon vor einiger Zeit, beschlossen, dass Zuckersüße Fräulein Glutenfrei Fliegenpilz und ich bei Gelegenheit ein kleines, gemeinsames Projekt zu starten. Wir überlegten, wie es anzustellen sei, tippten ein paar Mal mit dem Finger gegen die Nasespitze, schnippten sodann schnittig in die Luft, riefen: Wir wollen backen. Jede für sich, doch beide wollen wir backen. Mit Rhabarber als gemeinsame, verbindende Zutat und so wurde es also beschlossen und vom werten Fräulein längst durchgeführt. Ein köstlicher, glutenfreier Rhabarber-Kuchen mit Marzipan ist’s geworden. Zu bewundern hier.

Ich eile nun also einen ganzen Monat später hinter her. Doch nun habe ich es geschafft meinen Teil beizutragen und, weil ich das Fräulein in den letzten Monaten wirklich sehr lieb gewonnen habe und gar nicht genug bekommen kann von ihrer sonnig, herzlichen Art, freue mich nun um so mehr, dass es endlich vollbracht ist. Wir haben etwas getan, gemeinsam, das unsere Blogs ab jetzt verbindet. Wir haben Kuchen gebacken. Mit Rhabarber… 😉

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ZeitWellen…Ein Klang Text

Zuerst ist die Dunkelheit.

Panik.

Darauf folgt die Kälte.

Mit dem Augenaufschlag entlädt sich die Panik, entflieht in den Raum. Etwas bleibt. Bewegungslos klingt Dunkelheit. Herein.

Es folgt der Atem. Er ist warm, flach und er kommt stoßweise. Angestrengt lausche ich über meinen Atem hinweg. Ein Rohr ächzt. Draußen brechen sich Windböen an den Bäumen. Knarzen. Ein zweiter Atem. Ich halte inne, traue mich nicht den Kopf zu wenden. Sekunden verstreichen. Ruckartig wende ich den Kopf. Da ist nichts, doch etwas wiegt nun schwer auf meiner Brust. Der Kater, dieses Vieh. Schwer liegt dieses Vieh auf meiner Brust. Ich schlage nach ihm, will ihn verscheuchen. Doch, da ist kein Kater. Da ist nichts. Da ist nichts außer einem leeren und düsteren Raum, in dem nun die Panik wild umher streunt. Es ist zu dunkel. Panik.Wenn sie zurückkommt, werde ich sie nicht kommen sehen. Ich kann nichts tun. Vielleicht zittere ich deshalb.

Meine Finger sind eisig. Kälte klebt an meinem Körper. Es ist der Schweiß. Kalter Schweiß klebt schwer und nass auf meiner Haut. Der Pullover saugt sich genüsslich an mir fest. Der Schweiß hat ihn zur Last gemacht. Er droht mich hinab zu ziehen. Umständlich setze ich mich auf. Ich ziehe das nasse Ding von meinem Körper ab, versuche etwas Luft zwischen Haut und Schweiß zu treiben. Das Ding schnellt zurück, also wische ich damit über mein Gesicht, meinen Bauch, meinen Rücken. Klebrige Nässe. Die Bettdecke, das Kopfkissen, die Couch. Überall. Ich versinke darin. Ich bin ekelhaft.

Zieh dich um! Ein schwacher Befehl. Er verebbt in irgendwo in der Dunkelheit. Den Pullover ziehe ich mir über die Nase, hoch über mein Gesicht. Ich vergrabe meine Hände tief in ihm. Angestrengt rieche ich durch den Schweiß hindurch. Dort. Dahinter…Der Geruch ist noch da. Hinter dem Schweiß kann ich ihn riechen. Ja. Er ist da.  Er hat sich fest mit dem Stoff verwoben. Er ist da. Genauso wie all die Nächte zuvor. Genau wie all die Nächte zuvor brauche ich ein paar Minuten. Regungslos verharre ich in der Dunkelheit, versuche möglichst tief und gleichmäßig ein und auszuatmen. Ich warte auf das Gefühl. Ich weiß, dass es kommt. Dann kommt es. Nichts hat sich geändert. Wohlige Zufriedenheit strömt durch meine Nase, direkt in meinen Körper hinein. Wärme breitet sich aus. Ich genieße. Wenigstens einen Moment lang vergesse ich und lasse mich von der Wärme widerstandslos einlullen.

Schließlich habe ich mich soweit beruhigt, dass ich ins den dunklen Raum zurückkehren kann. Ich schaffe es diese Nacht sogar direkt aufzustehen. Den Weg zum Esstisch kenne ich blind. Widerwillig ziehe ich mir den Pullover über den Kopf und hänge ihn tastend über die Stuhllehne. Ich streiche mit der Hand noch einmal darüber. Bis zur nächsten Nacht wird er getrocknet sein. Daneben liegt bereits ein frisches Shirt. Es muss dort liegen. Hier im Wohnzimmer muss es liegen. Das Schlafzimmer. Als es Anfing, in der ersten Nacht…Es muss wirklich hier liegen. Hier. Ich nehme es. Ziehe es an. Es riecht nach frischer Wäsche, sonst riecht es nach nichts. Zeitlose Frische. Ein Schmerz. Unwillkürlich fasse ich mir an den Hals. Ich kann nicht atmen. Ich ersticke. Ich weiß, ich werde ersticken. Ich kralle mich an die Stuhllehne, vergrabe meine Hand in dem nassen Fetzen. Die Dunkelheit schreit mich an. Nein. Ich schreie. ZeitWellen…Ein Klang Text weiterlesen